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29.9.13: Kampf um den 3. Platz: FREYA (vorn) wird noch von GAMBADINO überlaufen, hält aber SEWAR und CAUFIELD in Schach.


15.6.13: FORLISTA und FOOTLOOSE mit Gestütsmeisterin Iris Lorberg in Evershorst


15.6.13: Ganz schön groß geworden: FOOTLOOSE - jetzt fast 4 Monate alt - im Gestüt Evershorst


28.4.13: Es fehlte mindestens noch Kondition: FREYA vor ihrem Debut auf der Neuen Bult (Foto: Pusch)


16.4.13: Mit Spannung erwarten die Silbereiche-Mitglieder das Saison-Debut von FREYA: im Training sieht das nicht schlecht aus (Foto: P


9.3.13: FORLISTAs Stutfohlen hat sich in den 14 Tagen seit dem letzten Besuch prächtig entwicklelt.


23.2.13: Abheben auf Schnee. FORLISTAs Fohlen probt schon für Ihren Beruf.


23.2.13: Immer in der Nähe der Mutter: FOOTLOOSE heißt FORLISTA Stutfohlen.


15.1.13: Alles läuft nach Plan mit FREYA: Impressionen aus der Reithalle im Trainingsquartier Moser (Foto: Karsten Lerch)

Größere Hoffnungen erfüllten sich 2013 nicht



Mit PHARLOC in seiner letzten Saison sowie den FORLEA-Nachkommen FOR PRO, FOOLPROOF und FREYA wähnte sich die Silbereiche-Zucht für 2013 sehr gut gewappnet. Im Mittelpunkt größerer Erwartungen stand dabei die dreijährige FREYA. Doch es kam wieder einmal ganz anders: FOR PRO und der formkonstante FOOLPROOF hatten je einmal die Nase im Ziel vorn, FREYA war nach einer völlig verkorksten Saison eine große Enttäuschung und PHARLOC musste sich mit einem 2. Platz in Bad Doberan zufrieden geben. Völlig unerwartet betrat dagegen der 2-jährige FORGINO, das letzte Fohlen der FORLEA, schon die Turfbühne und platzierte sich bei zwei seiner drei Starts. Unterm Strich summierten sich 2013 Renngewinne von 15.710 Euro. Größere Hoffnungen erfüllten sich damit nicht; unzufrieden zu sein wäre jedoch vermessen, denn immerhin blieben der Zucht größere Ausfälle erspart.

Dazu kam mit der MAMOOL-Stute FOOTLOOSE das erste Fohlen für Silbereiche-Rechnung aus der Black Type-Stute FORLISTA zur Welt. Mit der Wahl von SANTIAGO als Deckhengst 2013 für FORLISTA hatte die Silbereiche-Zucht ein besonders gutes Näschen, denn der Hengst steigerte seinen Marktwert 2013 durch die Erfolge seines ersten kleinen Jahrgangs beträchtlich. Und FORLISTA ist tragend.

Doch zurück zum Renngeschehen: Sieg Nr. 1 gelang FOR PRO mit seinem Lieblingsreiter Andre Best in einem dank der französischen PMU gut dotierten Ausgleich III am 12. Juni in Düsseldorf. Andre Best saß auch im Sattel, als FOOLPROOF, der in diesem Jahr mitten in der Hauptsaison vier Monate pausierte, am 18. August in Hannover in einem Ausgleich IV über 1600 m nicht zu bezwingen war und den 2. Jahreserfolg für die Silbereiche-Zucht markierte.

Der 18. August war insofern ein denkwürdiger Tag, als an diesem Tag FREYA sich in Bad Doberan bereits beim Satteln der Obhut ihres Betreuers entledigte und in diesem Moment nicht absehbar war, wann ihr Nervenkostüm überhaupt wieder eine Teilnahme am Rennen zulassen würde. Trainer Pavel Vovcenko stellte jedoch sehr schnell mit viel Aufwand und Einfühlungsvermögen das Vertrauen der Stute wieder her, doch nun passten bei den gemeinten Starts auf Gras die Bodenverhältnisse nicht mehr.

Damit ist auch schon der Bogen zu den Aussichten für 2014 gespannt. FREYA könnte mit einem GAG von derzeit 53,5 kg auf gutem Boden richtig durchstarten. Ihr jüngerer Halbbruder FORGINO (v. IT’S GINO) hat mit seinen 2j.-Plazierungen viel Optimismus für die Zukunft geschürt. FOR PRO und FOOLPROOF werden im Ausgleich wieder eine scharfe Klinge schlagen, wobei besonders der MAMOOL-Sohn im Ausgleich noch Luft nach oben haben sollte.

Dazu hoffen die Silbereiche-Mitglieder auf ein gesundes SANTIAGO-Fohlen und es gibt höhere Rennpreise und Züchterprämien; Grund genug, der Saison 2014 optimistisch entgegenzusehen.




FORLEA genießt das "Rentnerleben"

gez. 1996, S. v. Lead on Time - Fonseca (Bes.: Stall Silbereiche)



Nach zwei erfolglosen Paarungs-Versuchen (bei KALLISTO) in 2011 und 2012 hat sich der Stall Silbereiche dazu entschieden, FORLEA nicht mehr decken zu lassen und damit aus der Zucht zu nehmen. Die verdiente Mutterstute ist zwar nach Herbstuntersuchung wieder uneingeschränkt zuchttauglich, andere kleine Wehwehchen wie Hufprobleme und Athrose könnten sich aber bei einer erneuten Trächtigkeit wieder zu größeren gesundheitlichen Problemen entwickeln. FORLEA genießt ihr "Rentnerleben" auf den Koppeln des Gestüts Evershorst. Natürlich würde der Stall Silbereiche FORLEA sofort "in gute Hände" abgeben.

FORLEA brachte in der Silbereiche-Zucht neun Fohlen, davon kamen acht auf die Rennbahn. Sechs davon haben gewonnen, aber FREYA und FORGINO sollen das ja 2014 auch noch schaffen ....



FORLISTA – noch einmal zu SANTIAGO?

gez. 2003, S. v. Kallisto - Forlea (Bes.: Stall Silbereiche)



FORLEAs bester Nachkomme, die KALLISTO-Tochter FORLISTA, ist derzeit die Mutterstute, auf die die Silbereiche-Zucht ihre Hoffnungen setzt. Nach Rennleistung ist die slowakische Listen-Siegerin und Dritte in den Austrian Oaks (Gr. III-AUT) auch die beste Mutterstute, mit der der Stall Silbereiche je gezüchtet hat.

2014 wird man einen ersten Hinweis darauf bekommen, ob FORLISTA den Hoffnungen gerecht werden kann. Ihr erster Nachkomme im Training, ein noch vom Vorbesitzer Dr. Johann Strobl gezogener immer noch namenloser Hengst von DESERT PRINCE sollte dann im Alter von drei Jahren sein Rennbahndebut geben. Das Pferd ist beim Emmerich Schweigert in Ebreichsdorf/Österreich, der damals auch FORLISTA betreut hatte, im Training.

In der Silbereiche-Zucht ist die am 18. Februar 2013 geborene MAMOOL-Stute FOOTLOOSE das erste Fohlen der FORLISTA. Auch 2014 wird FORLISTA wieder früh, d.h. Ende Februar, abfohlen: Nach dem Motto "Runter vom Transporter - rauf mit dem Hengst" wurde sie noch am Abend der Ankunft im Gestüt Graditz von SANTIAGO tragend.

Den schneeweißen HIGHEST HONOR-Sohn könnte FORLISTA 2014 erneut aufsuchen. Mit seinem ersten Jahrgang, der nur 6 Starter aufweist, hat SANTIAGO 2013 die Turfszene mächtig beeindruckt, denn der Gruppe III-Sieger CHOPIN, die mehrfach listenplatzierte NARRIKA und die Sieger FLORESCO und ANTONIO VIVALDI sind schon handfeste Empfehlungen. Gerade die beiden letztgenannten Pferde haben gezeigt, dass SANTIAGO, der selbst auf Distanzen zwischen 1600 und 2000 Metern seine besten Leistungen gezeigt hat, auch Stehvermögen vererbt. Seine Mutter SERENATA (v. LOMITAS) war Listen-Siegerin und ist auch Mutter des Derby-Zweiten SORDINO, auch seine Großmutter SECRET ENERGY war Listen-Siegerin. Mit FORLISTA ergeben sich Kreuzungen 4x5 auf den Schimmel KALAMOUN und 5x4 auf den NORTHERN DANCER-Sohn NUREYEV.



FOOTLOOSE - alles dran, alles drin!

gez. 2013, St. v. Mamool - Forlista (Bes.: Stall Silbereiche)



Am 18. Februar brachte FORLISTA im Gestüt Evershorst ein gesundes dunkelbraunes Stutfohlen zur Welt. Mittelgroß, ohne Fehl und Tadel - so ließ Gestütsmeisterin Iris Lorberg verlauten. Mehr will man in diesem Alter gar nicht hören, mehr gibt es auch nicht zu sagen, denn der Weg bis in den Rennstall ist noch lang. Nach dem Wortspiel mit den 2 x 2 "O" bei FOOLPROOF ließen es sich die Silbereiche-Mitglieder auch bei diesem MAMOOL-Nachkommen nicht nehmen, mit dem "Doppel-O" verbal zu jonglieren: FOOTLOOSE wurde die junge Dame getauft, das heißt so viel wie "völlig losgelöst", "vom Boden abgehoben" und ist auch Titel eines Tanzfilms. Möge FOOTLOOSE wie ein Flugzeug "vom Boden abheben" oder bei unpassendem Boden "völlig losgelöst" die Gegner distanzieren ...

MAMOOL hatte 2013 kein gutes Jahr in der Deckhengst-Statistik, aber diese Jahre ohne einen "Crack" erwischen irgendwann auch einen bewährten Deckhengst. Sein 3-jährigen Jahrgang in 2014 ist wiederum zahlenmäßig klein, danach kommen die Jahrgänge aus seiner Zeit als Deckhengst im Gestüt Römerhof; da sollte noch manch gutes Rennpferd dabei sein. Vor allem die Frühreife, die die 2-jährig zweimal erfolgreiche FORLISTA in die Paarung "einbringt", lässt darauf hoffen, dass sich FOOTLOOSE später schnell im Rennstall profiliert.



PHARLOC - kein furioses Finale

gez. 1998, H. v. Local Suitor - Phantasie (Bes.: Eva Roser u. Eugen Schäfer; Tr.: Dr. Andreas Bolte)



In seinem letzten Jahr auf der Rennbahn riss der 15-jährige PHARLOC leider keine Bäume mehr aus. Nach der Vorsaison mit einem Sieg und weiteren 6 Platzierungen war zu Saisonbeginn durchaus Optimismus angesagt. Die langjährige Mitbesitzerin Eva Roser erlebte das Saisondebut des "alten Herrn" Anfang Mai in Baden-Baden schon nicht mehr mit. Bei zu weichem Boden war nicht mehr als Platz 8 (von 11) zu holen. Bei den folgenden drei Starts im Juni und Juli in Köln, Hamburg und Bad Harzburg fehlte PHARLOC in großen Feldern bei nicht optimalen Rennverläufen immer der letzte Schwung nach vorn, womit die Ausbeute mager blieb: Platz 9 (von 12), Platz 10 (von 17) und Platz 8 (von 15). Seine beste Saisonleistung zeigte der LOCAL SUITOR-Sohn dann Mitte August bei Sonnenschein und festem Boden in Bad Doberan, als er mit Sabrina Wandt vom letzten Platz durch das Feld schoss und nur dem überlegenen Sieger EVER A DREAM nicht mehr nahe kam. Der zweite Platz war mit 840 Euro dotiert. PHARLOC war jetzt gut in Schwung, doch in den großen Feldern wie beim nächsten Start am 29. August in Baden-Baden gab es dann doch wieder einige Pferde, die es besser konnten. Platz 5 (von 14) war immerhin noch mit 150 Euro dotiert. Der nächste Start Mitte September in Leipzig war dann schon sein letzter Lebensstart: Platz 8 (von 11) war wieder weniger als erwartet. Auf weichem Boden in den Herbstmonaten wollte man nun nicht mehr antreten.

Vielleicht hätte man es PHARLOC in seiner letzten Saison leichter machen können und auf die schweren Starts bei den Meetings in Baden-Baden, Hamburg und Bad Harzburg verzichten sollen. Nach den Hochwasserschäden im Osten war aber das Angebot an leichteren Rennen auf den dortigen Bahnen auch nicht sehr groß, viele Renntage mussten ausfallen. Immerhin hatte PHARLOC auch im Alter von 15 Jahren noch "Spaß" an seinem Beruf, was auch ein Kompliment an seinen Trainer Dr. Andreas Bolte, der ihn durchgehend betreute, ist. Nun kann er auf eine Rennkarriere mit 96 Starts, 7 Siegen und 24 Platzierungen zurückblicken. Dabei verdiente er 51.810 Euro und hatte ein höchstes GAG von 76 kg. Er ist das bisher einzige Pferd aus der Silbereiche-Zucht, das in Baden-Baden gewonnen hat, was ihm im Alter von 7 Jahren - allerdings erst nach Disqualifikation - gelang. Mit PHARLOC ist auch letzte Nachkomme der SURUMU-Tochter PHANTASIE von der Rennbahn abgetreten, mit deren Mutter PARICA (v. TAJO) die Silbereiche-Zucht einst 1981 ihren Anfang nahm.



FREYA – ungewollt für den Ausgleich "präpariert"

gez. 2010, S. v. Areion - Forlea (Bes.: Stall Kalifornia, Tr.: Pavel Vovcenko)



Die Rennsaison 2013 ist im Fall von FREYA mit "verkorkst" bestens beschrieben. Es ging ja gleich beim Lebensdebut am 28. April über 1600 m auf der Neuen Bult in Hannover-Langenhagen los: der vorgesehene Jockey musste kurzfristig ersetzt werden. Unter "Enki" Ganbat war dann der letzte Platz in einem Feld von sieben Pferden die große Ernüchterung. FREYA kam 36,5 Längen hinter der Siegerin JULISSIMA durch das Ziel. Nicht wenige Besucher meinten, die Stute sei gar nicht austrainiert wesen.

Platz 4 in Hoppegarten am 19. Mai, diesmal in einem 6er Feld mit Daniele Porcu im Sattel und über die offensichtlich passende Distanz von 1200 m, war dann ein Aufwärtstrend. Die Siegerin TRULY PERFECT, DONATELLA (2.) und KOOL AND THE GANG (3.) werteten die Leistung im späteren Verlauf der Saison durchaus auf, doch lag FREYA im Ziel immer noch sechs Längen hinter dem Drittplazierten. Doch inzwischen gab es ein weiteres Riesenproblem rund um FREYA: die nervige Stute erwies sich beim Satteln und beim Einrücken in die Startboxen als extrem widerspenstig.

Trainer Dominik Moser wollte nun auf die Devise "Abwarten" setzen. Doch das war nicht unbedingt nach dem Geschmack der Pächtergemeinschaft. Zudem verschlechterte sich die Kommunikation zwischen Trainer und Besitzern, so dass es auch im Interesse von FREYA nur zur unbeliebten Entscheidung "Trainerwechsel" kommen konnte.

Der neue Betreuer, Pavel Vovcenko, ging mit viel Optimismus an seine neue "Aufgabe". Ein FREYA auf den Leib geschnittenes Rennen am 18. August in Bad Doberan sollte die große Kehrtwende bringen. Doch FREYA riss sich schon beim Satteln von Trainer Vovcenko los und marschierte schnurstracks zu den Gästeboxen. Kein Bock auf Rennen heute, liebe Leute! Nicht wenige Experten meinten nun, dass es Monate dauern kann, bis FREYA nervlich so weit erholt und geschult ist, dass sie wieder an einem Rennen teilnehmen kann.

Doch mit seinem unerschütterlichen Optimismus, nun gepaart mit viel Arbeit und Einfühlungsvermögen, setzte sich Pavel Vovcenko viel engere Zeitziele: Bereits sechs Wochen später kam FREYA in Hannover über 1400 m an den Start. Auch wenn Jockey Jozef Bojko erst in der Startmaschine aufsitzen konnte - da hatte das Vovcenko-Team in Bremen-Mahndorf sehr gute Arbeit geleistet. Und mit der Rennleistung auf weitgehend gutem Boden war man am Stall auch zufrieden: Platz 4, immerhin vor einigen höher eingeschätzten Pferden (SEWAR, CAUFIELD), hinter KÖNIG ARTE, ZAREEN und GAMBADINO, brachte mal wieder Geld in die Kasse (300 Euro).

Diese hannoversche Leistung - nur fünf Monate eher - hätte der Auftakt zu einer schönen Saison für FREYA werden können. Doch nun war der Herbst nahe und damit die unpassenden Bodenverhältnisse. Schon beim nächsten Start in Baden-Baden (18. Oktober) war der Boden weich. Eine Strecke von 1400 m wird dann kurz vor dem Ziel wieder "gefühlt" um einige Meter länger. Und so war es auch an der Oos: Unter Maxim Pecheur war FREYA mit der Wartetaktik bereits auf Platz 4 gespurtet, um das letzte Platzgeld dann wieder gegen GIOS LAST zu verlieren. Vorne gewann ANNA BORA vor AMBIZIOSO und ZAREEN. Der geringere Abstand zu ZAREEN belegt, dass FREYA sich gegenüber Hannover weiter verbessert hatte. Auch bei den nächsten beiden Starts am 10. und 23. November in Frankfurt und Krefeld, jeweils über 1300 m, war die Bodenangabe offiziell "weich", doch hatte es auf beiden Bahnen vormittags "Bindfäden" geregnet. Das war weicher als weich! Trotzdem hielt sich FREYA in beiden Rennen auf dem ungeliebten Boden durchaus beachtlich, kämpfte auch um die Platzierung, aber mehr als der 5. Platz war nicht drin.

Doch mit jedem Start, den sich FREYA nicht unter den ersten Drei platzierte, sank die Stimmung in der Besitzergemeinschaft. Es musste noch ein Erfolgserlebnis her! Von Jockey Jozef Bojko, der die Stute in Krefeld geritten hatte, kam die Idee, es auf Sand zu versuchen. Das wurde am 15. Dezember in Neuss über 1100 m umgesetzt. Mit Bojko lief FREYA als Co-Pilot zu NAMECHECK ein beherztes Rennen von der Spitze aus. Im Endkampf hatte jedoch der 6-jährige Wallach, der vor 2 ½ Jahren noch ein 18.000 Euro-Handicap in Newmarket gewonnen hatte, mehr Kraft als FREYA, auch ABSOLOM ging mit der Wartetaktik noch an FREYA vorbei. Der dritte Platz, dotiert mit 420 Euro, machte trotzdem Appetit auf mehr. Doch FREYA hatte wieder Pech: Ein ähnlich ausgeschriebenes Rennen am 26. Dezember in Neuss fiel aus, da der gesamte Renntag abgesagt wurde. Jetzt peilt der Trainer einen Ausgleich IV über 1200 m in Dortmund an. Es ist eines der ersten Rennen mit - wie 2014 geplant - deutlich höheren Rennpreisen, es gibt 3000 Euro für den Sieger, dementsprechend wird aber auch ein starkes Feld zusammenkommen.

Unabhängig vom Ausgang weiterer Versuche auf Sand wird die Zeit der Stute erst im Frühjahr 2014 kommen. Darauf sollte der Trainer auch alle Planungen ausrichten. Guter Boden, Rundkurse wie z.B. in Leipzig, kurze Distanzen bis maximal 1400 m, dazu die "ungewollt" niedrige Ausgleichmarke von 53,5 kg - das sind beste Voraussetzungen, um "durchzustarten". Ihren Platz in der Silbereiche-Zucht hat FREYA 2013 eigentlich schon verspielt, doch als 4-jährige Seriensiegerin könnte sie noch einmal auf sich aufmerksam machen. Pack es an, FREYA1



FOOLPROOF hat noch Nachholbedarf!

gez. 2009, H. v. Mamool - Forlea (Bes.: Hans-Heinrich Jörgensen)



Keiner sollte sich über das Ergebnis von FOOLPROOF in diesen Jahr beschweren: 1 Sieg in Hannover, 6.200 Euro Gewinnsumme und bei 7 Starts war der Mamool-Sohn nur einmal auf Dortmunder Sand nicht im Geld. Und trotzdem hatte man das Gefühl: da war noch mehr drin. Oder besser: da ist noch mehr drin - was die Perspektiven für 2014 sonnig erscheinen lässt.

Denn FOOLPROOF ist nicht so bodenabhängig wie viele seiner Geschwister. Ein Start auf der Dortmunder Sandbahn war am 13. Januar das Saisondebut. Über 1800 m bestritt FOOLPROOF mit Andre Best das Rennen als Außenseiter (141:10) und wurde doch erst kurz vor dem Ziel von dem Spezialisten HOSEO abgefangen. Vier Wochen später - wieder in Dortmund auf Sand - "floppte" FOOLPROOF zum ersten und einzigen Mal in diesem Mal in diesem Jahr (Platz 8 von 9). Irgendetwas passte ihm nicht, vielleicht war es ja auch nur der ungewohnte Reiter (Darren Moffatt).

Bei weichem Boden und wieder mit Andre Best im Sattel ging es dann am 14. April auf Gras in Düsseldorf weiter. Eine halbe Länge hinter PUSSYCAT DOLL zeigte FOOLPROOF auf Anhieb eine starke Leistung. Kurz danach übernahm Annika Rosenbaum im Jörgensen-Stall das Zepter und gab FOOLPROOF gleich eine Rennpause, um seine etwas empfindlichen Beine zu behandeln und zu stabilisieren. Mitten in der Saison war das schon etwas ärgerlich, andererseits war der 4-jährige nach gut vier Monaten Rennbahnabstinenz sofort voll da und gewann am 18. August mit Andre Best auf gutem Geläuf sicher von der Spitze aus einen Ausgleich IV über 1600 m gegen CONCORDIA und ARRIBA DIRECTA. Und wegen der Pause gab es mit 81:10 auch noch lohnende Odds.

Seine neue Marke von 59 kg bestätigte FOOLPROOF postwendend beim nächsten Start am 15. September als Zweiter zu SITARA in Düsseldorf und am 13. Oktober als Dritter zu DORADO und HAMMER HOME in Köln. 1 - 2 - 3 - 4: "Folgerichtig" kam FOOLPROOF dann bei seinem letzten Jahresstart am 27. Oktober in Hannover hinter TIMMOTHY, WALKABOUT und MYRTILLE auf Platz 4 ein, wobei dieses Rennen auf der Neuen Bult quantitativ und qualitativ Baden-Badener Ansprüchen genügte. Bei all diesen Starts saß Andre Best im Sattel und der Boden war jedes Mal ziemlich weich. Es würde nicht wundern, wenn FOOLPROOF auf gutem Boden doch etwas besser aufgehoben ist. Wir werden es 2014 erleben, wenn ein hoffentlich gesunder FOOLPROOF eine volle Saison auf der Grasbahn bestreiten kann. Bei seiner Marke von derzeit 58,5 kg sollte er nicht stehenbleiben. Starts auf der Sandbahn sind in diesem Winter vorerst nicht geplant.



FORGINO – überraschend früh und gut dabei

gez. 2011, H. v. It's Gino - Forlea (Bes. + Tr.: Hans-Heinrich Jörgensen)



FORGINO, eines der schönsten Fohlen, das die Silbereiche-Zucht je vorweisen konnte, hatte als Jährling mit allerlei Wachtumsproblemen zu kämpfen. So war es auch nicht verwunderlich, dass Hans-Heinrich Jörgensen seine Neuerwerbung in der "Stallparade" Anfang des Jahres als spätreif und klein beschrieb. Das sollte sich im Anschluss schnell ändern. Mit viel Ehrgeiz setzte sich der IT'S GINO-Sohn im Frühjahr an die Spitze seiner gleichaltrigen Trainingsgefährten. Bereits am 4. August debutierte er über 1400 m mit Maxim Pecheur in Bremen. Platz 7 (bei 8 Startern) lässt nicht erkennen, dass er bereits an diesem Tag eine passable Leistung zeigte, denn er war im Ziel nur 3,5 Längen von der Siegerin ELORA PRINCESS geschlagen. Zudem zeigte sich Jörgensen von der Wartetaktik seines Jockeys nicht gerade begeistert.

Den ersten Geldgewinn (300 Euro) holte sich FORGINO am 3. Oktober in Köln, wo er mit Hana Mouchova hinter WILD STEP, RAGAZZO und ANOTHER BEAT auf Platz 4 einkam. Vor allem die Platzierten werteten das Rennen später enorm auf: RAGAZZO wurde Zweiter im BBAG-Auktionsrennen und ANOTHER BEAT war beim nächsten Start in Bremen nur minimal geschlagen.

Mindestens genauso gut war FORGINOs Leistung bei seinem dritten und letzten Start als Zweijähriger unter Andre Best am 3. November in Krefeld. Bei sehr weichem Boden übernahm er vom Start weg erstmals die Pilotenposition. Mit NINAS TERZ überlief ihn dann in der Geraden eine Gegnerin, die 2014 auch eine Rolle in den klassischen Rennen spielen könnte. Auch DARING MATCH erwies sich als stärker, aber Platz 3 (dotiert mit 600 Euro) vier Längen vor CAMPITELLO und der nobel gezogenen Schlenderhanerin IDENTITY war eine feine Leistung, die nun auch der Ausgleicher mit 67 kg angemessen bewertete.

Auch wenn IT'S GINO in seinem ersten Jahrgang, zu dem auch FORGINO gehört, noch keinen 2-jährigen Sieger aufweisen kann, vererbt er eine gute Portion Frühreife, denn auffallend viele Nachkommen sind bereits gelaufen und waren dabei platziert. Wenn FORGINO die 67 kg dauerhaft bestätigen kann, dann hat FORLEA auch mit ihrem letzten Nachkommen für die Silbereiche-Zucht ein gutes Rennpferd geliefert. Was höhere Weihen angeht, lassen die 2-jährigen Auftritte von FORGINO der Phantasie noch viel Spielraum ...

FORGINOs Platzgeld war auch die letzte Prämie, die Annika Rosenbaum in Großenkneten als Trainerin verbuchen konnte, da sie sich kurz darauf nach Meinungsdiffererenzen von ihrem Job am Jörgensen-Stall trennte. Sie kann jedenfalls auf eine gute Bilanz verweisen. Ihr Nachfolger soll bereits gefunden sein und könnte Anfang Februar 2014 die Arbeit aufnehmen. FORGINO ist nun der vierte Nachkomme der FORLEA, der in Regie des Jörgensen-Teams seine Rennlaufbahn bestreitet. Wie würde man es beim Menschen formulieren? Es muss eine gute Schule, eine gute Erziehung sein, denn aus allen Vieren ist etwas geworden ... Vielleicht macht ja der Jüngste sogar die größte Karriere ...



FOR PRO – hält er auch 2014 als 9-jähriger seine Form?

gez. 2005, H. v. Protektor - Forlea (Bes. + Tr.: Hans-Heinrich Jörgensen)



Er ist ein Muster an Beständigkeit. Auch 2013 bestätigte der PROTEKTOR-Sohn wieder eine Marke von ca. 65 kg, und das in der vierten (!) Saison hintereinander. Dass es in diesem Jahr nur zu einem Sieg langte, lag auch daran, dass FOR PRO mit der höchsten Marke seiner Karriere (65 kg) in die Saison startete. In der Hauptsaison gab ihm der Ausgleicher zuerst wenig Nachlass, erst zum Ende des Jahres landete er wieder bei einer GAG-Marke von 62,5 kg, die nunmehr als gute Startposition für 2014 dienen sollte. Trotzdem ist es etwas vermessen zu glauben, dass FOR PRO auch als Neunjähriger in seinem Leistungsvermögen nicht nachlässt. Ausgeschlossen ist das aber auch nicht.

Mit Starts in Neuss und Dortmund auf den Sandbahnen startete FOR PRO wie gewohnt in die Saison; 400 Euro für einen 2. Platz am 6. Januar waren die erste Ausbeute. Im März und April drückte bei den Starts in Bremen und Düsseldorf das Gewicht noch zu sehr, außerdem waren der Boden zu weich und die Distanz in beiden Rennen (1600 m) zu lang. Das erste Platzgeld auf der Grasbahn gab es am 1. Mai in Leipzig als Dritter im Ausgleich III zu AL QUINTANA und NOT ALLOWED. Stefan Hellyn ritt. Zwei Wochen später in Düsseldorf sprang unter Andre Best auch ein kleiner Geldpreis für Platz 5 heraus. Seit Leipzig stand FOR PRO nun auch unter der Obhut von Annika Rosenbaum, die das Training der Jörgensen-Pferde in Großenkneten übernommen hatte und vom Start weg gute Ergebnisse aufweisen konnte.

Am 12. Juni konnte Annika Rosenbaum dann einen Doppelsieg in Düsseldorf verzeichnen: Erst bezwang FOR PRO OLESKO und SEEPRACHT, dann hatte auch OCEAN TIGER die Nase gegenüber TAHIRA und REMINO vorn. In beiden Fällen saß Andre Best im Sattel. Die Siegerehrungen zu beiden Rennen mit Rosenbaum und Best als Hauptpersonen sind ansehenswert und hätten Format für viele Klicks auf „Youtube“ ...

Damit hatte FOR PRO eine GAG-Marke von 66 kg zu schleppen. In Hamburg (30. Juni) und Düsseldorf (17. Juli) war das zu viel. In Bad Doberan (17. August) langte es dann mit effektiven 65,5 kg schon wieder zu einem 4. Platz.. Noch besser lief es am 21. September in Halle: über 1350 m sprang mit Andre Best ein 3. Platz hinter LEMORTON und CLARISSA DIRECTA heraus. Diesen Start bestritt FOR PRO immer hoch mit 65 kg GAG. Die noch folgenden Starts in Köln, Krefeld und Bremen dienten bei unpassendem weichem Boden zum Schleifen der GAG-Marke. Mit 62,5 kg zum Start der nächsten Grasbahnsaison ist FOR PRO immer noch für mindestens einen Sieg im nächsten Jahr gut. Die 50.000 Euro Lebensgewinnsumme sind beim derzeitígen Stand (46.370 Euro) ein machbares Ziel. Der 9-fache Sieger FOR PRO ist und bleibt ein Vorbild an Härte und Formkonstanz. 2013 verdiente er 6.400 Euro. Voraussichtlich wird er 2014 wieder auf der Sandbahn beginnen.





IN EIGENER SACHE

Unser langjähriges Mitglieds Eva Roser verstarb im Frühjahr 2013.

Und der "Stall Silbereiche" züchtet weiter. Die 100 Siege sind ja nicht mehr so fern. Doch es gilt auch, mittelfristig die Lücken zu schließen, die Eva Roser nun hinterlassen hat: an Emotion, Fachkompetenz und natürlich auch an finanzieller Unterstützung. Wer Interesse hat, sollte mit uns Kontakt aufnehmen; auch neue Impulse und Ideen sind bei uns gern gesehen. Es gibt auch 35 Jahre nach Stall-Gründung keine Verkalkungserscheinungen ...

Und jetzt kommt noch die große Aufbruchstimmung im deutschen Rennsport: höhere Rennpreise, höhere Züchterprämien ab 2014! Möge uns diese Stimmung bald erfassen!