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13.11.2012: FORGINO registriert aufmerksam die News: In 4 Tagen geht es ins Training.


13.11.2012: FORGINO präsentiert sich seinem neuen Besitzer.


18.8.12: Von vorn gewinnt FOR PRO mit Andre Best in Bad Doberan (Foto: www.galoppfoto.de)


4.8.12: Sieger - auch noch mit 14 Jahren: PHARLOC mit Filip Minarik in Leipzig


4.8.12: PHARLOC (F. Minarik) gewinnt in Leipzig gegen PERCIVAL DALTON (Foto: www.galoppfoto.de)


21.7.12: Zur Zeit im Wachstum: FORGINO, der Jährlingshengst von ITS GINO a.d. FORLEA


21.7.12: Gestütsidylle: die Silbereiche-Mutterstuten FORLISTA (links) und FORLEA (Mitte vorn) beim Grasen im Gestüt Evershorst


21.7.12: FOOLPROOF mit Annika Rosenbaum vor seinem Start in Bad Harzburg


31.3.12: FREYA macht die Arbeit Spaß: Trainingseindrücke aus Schneverdingen (Foto: D. Moser)


25.3.12: Fast wie bei der Formel I: Die Dusche nach dem Sieg für FOR PRO (Foto: Schornstein)


25.3.12: FOR PRO setzt sich gegen THE DANZIG FACTOR und GLASSHOUGHTON durch. (Foto: Schornstein)

Drei Siege in 2012 – und die „Jungen“

lassen noch auf sich warten


Wer gedacht hatte, dass die „Jungen“ 2012 schon richtig loslegen, der hatte sich geirrt. 2012 sorgten noch die „Alten“ für die Höhepunkte der Saison. FOR PRO (zwei Siege und drei Platzierungen) und PHARLOC (ein Sieg und sechs Platzierungen) waren weitgehend für die Jahresgewinnsumme von 12.820 Euro verantwortlich, während die 2-jährige FREYA noch nicht an den Start kam und der 3-jährige FOOLPROOF noch nicht richtig ins „Rollen“ kam.

Damit sind die Voraussetzungen für 2013 aber umso besser: FOR PRO, die Konstante der letzten Jahre, könnte als 8-jähriger mit einer ähnlich guten Saison wie 2012 die starken Stuten PARISTA und FORLISTA in der internen Silbereiche-Gewinnsummen-Statistik überflügeln und vielleicht sogar PHARLOC (derzeit 50.820 Euro) auf Platz 2 angreifen. Der alte „Kämpe“ kann sich allerdings noch "wehren", denn er verbleibt nach aktuellem Stand auch mit 15 Jahren noch im Rennstall von Dr. Bolte. FOOLPROOF wird 4-jährig Farbe bekennen müssen, doch trotz seiner Unreife hat er schon sein Talent angedeutet und mit 56 kg im GAG eine glänzende Ausgangsposition. Und für die 3-jährige FREYA ist das Debut im Frühjahr 2013 fest eingeplant; es ruhen einige Hoffnungen auf der AREION-Tochter. Der IT’S GINO-Sohn FORGINO; das bisher letzte Fohlen der FORLEA, wandelt auf den Spuren seiner Halbbrüder FORTEC, FOR PRO und FOOLPROOF und wechselte Mitte November in den Besitz von Hans-Heinrich Jörgensen. Sorgen bereitet aktuell seine Mutter, denn die 16 Jahre alte Dame wurde auch beim zweiten Versuch nach KALLISTO nicht tragend und wird 2013 nicht gedeckt. Das Ende der Zuchtlaufbahn von FORLEA ist eingeläutet. Problemloser lief es bei ihrer aus Österreich gepachteten Tochter FORLISTA. Bei der slowakischen Listen-Siegerin reichte eine Bedeckung durch MAMOOL, im nächsten Jahr wird sie voraussichtlich bereits Ende Februar abfohlen. 2013 ist sie für SANTIAGO im Gestüt Graditz vorgesehen. Der Schimmel bekam bisher nur wenig Chancen als Deckhengst und ist zweifellos zur Zeit ein „Underdog“, doch gehört zu seinem ersten Jahrgang der überlegene 2-j. Sieger CHOPIN, der auch als einer der Favoriten für das Derby 2013 gilt. Von seiner Vererbungskraft inklusive Frühreife sind die Silbereiche-Mitglieder fest überzeugt.




FORLEA – sind neun Fohlen genug?

gez. 1996, S. v. Lead on Time - Fonseca (Bes.: Stall Silbereiche)



Auch der zweite Versuch, FORLEA noch einmal von KALLISTO tragend zu bekommen, missglückte: bei der Herbstuntersuchung war FORLEA nicht tragend. Nach der Geburt von FORGINO hat sich die Gebärmutter stark gesenkt; grundsätzlich ist eine weitere Trächtigkeit weiterhin möglich, doch für die Decksaison 2013 geben die Silbereiche-Mitglieder FORLEA erst einmal eine Pause. Ob sie in späteren Jahren noch einmal gedeckt wird, bleibt offen; erst einmal genießt sie im Gestüt Evershorst ein Rentner-Dasein.



FORLISTA – erst zum Steher, jetzt zum Meiler

gez. 2003, S. v. Kallisto - Forlea (Bes.: Stall Silbereiche)



Bereits Ende Dezember 2011 wechselte die KALLISTO-Tochter FORLISTA aus dem in Auflösung befindlichen Gestüt Isarland ins Gestüt Römerhof. Zeitgleich mit dem Ortswechsel pachtete der Stall Silbereiche die Stute vom österreichischen Eigentümer Dr. Johann Strobl. FORLISTA ist mit ihrem Listensieg in Bratislava (Slowakei) und der Platzierung in den Austrian Oaks (Gr. III-AUT) FORLEAs bester Nachkomme. Sie gewann 2-jährig zwei Rennen bei fünf Starts, gewann 3- und 4-jährig in Österreich, Italien und der Slowakei und lief in diesen beiden Jahren auf Distanzen zwischen 1600 m und 2000 m. Ihre Rennleistungen sollten ca. 78 kg wert sein.

Vom IN THE WINGS-Sohn MAMOOL (Vater auch von FOOLPROOF) wurde sie gleich bei der ersten Bedeckung am 22. März tragend und sollte demnach Ende Februar 2013 abfohlen. Neue Diagnose-Möglichkeiten bei der Herbstuntersuchung lassen ein Hengstfohlen erwarten. Bei der Wahl von MAMOOL spielte auch der Wunsch eine Rolle, wieder einmal einen Steher zu züchten. Die Vererbungsleistung von MAMOOL ist inzwischen unumstritten, 2012 lag er nach Anzahl der Bedeckungen in Deutschland (43) an 7. Stelle. Leider ist ein Teil seiner Nachkommen relativ spätreif (z.B. FOOLPROOF), das könnte jedoch die Frühreife von FORLISTA kompensieren. Trotzdem wurde für die Bedeckung in 2013 ein Kontrapunkt zu MAMOOL gesucht. Mit dem Schimmel SANTIAGO fiel die Wahl auf einen Meiler, der vermutlich auch sehr viel Frühreife vererbt. SANTIAGO war 3-jährig u.a. als 6 Längen-Sieger im Mehl-Mülhens-Rennen (2000 Guineas, Gr. II) auf Distanzen um 1600 m in seinem Jahrgang das überragende Pferd. Nach einer kleinen Verletzungspause kam er auch 5-jährig wieder richtig in Form und gewann u.a. den Premio Ribot (Gr. II). Sein Aktionsradius reichte bis 2000 m: auf dieser Distanz war er Zweiter im Baden-Baden-Cup (L). SANTIAGO steht im Gestüt Graditz, das FORLEA 2008 zur Bedeckung durch MAMOOL aufsuchte. Unverständlicherweise hat er dort bisher nicht viel Unterstützung bekommen, doch gleich in seinem ersten Jahrgang weist er nun mit CHOPIN einen überlegenen 2-j.-Sieger und Derby-Mitfavoriten auf. Seine Pedigree ist über alle Zweifel erhaben: sein Vater HIGHEST HONOR hat viele Spuren in der französischen Zucht hinterlassen, seine Mutter SERENATA war Listen-Siegerin und ist auch Mutter des Derby-Zweiten SORDINO, seine Großmutter SECRET ENERGY ist Listen-Siegerin. Mit FORLISTA ergeben sich Kreuzungen 4x5 auf den Schimmel KALAMOUN und 5x4 auf den NORTHERN DANCER-Sohn NUREYEV.



PHARLOC - Leipzig ist seine neue Lieblingsbahn

gez. 1998, H. v. Local Suitor - Phantasie (Bes.: Eva Roser u. Eugen Schäfer; Tr.: Dr. Andreas Bolte)



Ist PHARLOC der Intelligenteste aller bisherigen Silbereiche-Zöglinge? Warum diese Frage? Nun, bereits in jungem Alter machte er seinem Trainer und all seinen diversen Reitern klar: Wenn ihr mir im Finish die Peitsche gebt, dann trete ich sofort auf die Bremse! Viele seiner Reiter wollten die Order des Trainers nicht glauben und mussten dann doch feststellen, dass PHARLOC im Endkampf nur mit kräftigen Hilfen, aber eben nicht durch den Peitscheneinsatz zu motivieren war. Vielleicht ist dies auch ein Grund dafür, dass der LOCAL SUITOR-Sohn auch mit 14 Jahren noch eine passable Saison hinlegte: 10 Starts, nur dreimal nicht im Geld, und als Höhepunkt ein schöner Sieg in Leipzig. Zugegeben – die Rennen hatten fast alle eine Skala von -10 oder -8, aber Siege schmecken immer ...

Apropos Leipzig. Nachdem es auf Grund der Stärke der Gegner in Baden-Baden nicht mehr so richtig klappt, scheint Leipzig seine neue Lieblingsbahn zu sein. Nach seinem Sieg am 4. August wurde PHARLOC mit Aufgewicht zum Saisonschluss noch einmal Dritter und einmal Vierter auf dieser Bahn. Nach fünften Plätzen zum Saisonauftakt in Köln und Magdeburg war PHARLOCs Start in Baden-Baden am 16. Mai der erste Höhepunkt seiner diesjährigen Kampagne. Hinter der späteren Serien-Siegerin LA NEXT und A MIGHTY HEART belegte er unter Maxim Pecheur auf der 1800 m Distanz einen hervorragenden 3. Platz. Einem 7. Platz Anfang Juni in Düsseldorf folgte der nächste Auftritt im Rampenlicht von Großereignissen: Auf der Derby-Bahn in Hamburg-Horn am 4. Juli wurde er mit Cecilia Müller wiederum Dritter in einem 1800 m-Ausgleich IV, diesmal waren AUSTIN POWERS und AUENDANCER vor ihm. Und dann folgte schon der Sieg in Leipzig. Während PHARLOC bis Hamburg immer mit Erlaubnisreitern unterwegs war und effektive Gewichte von 40 – 41 kg GAG trug, verpflichtete Trainer Dr. Bolte für die restlichen fünf Jahresstarts mit Filip Minarik einen Spitzenjockey. Und die von Minarik in Leipzig oft angewandte Taktik (Immer schön innen bleiben und eingangs der Zielgeraden ruckartig nach vorne gehen) war PHARLOC auf dem Leib geschneidert und führte am 4. August sofort zum vollen Erfolg. Der Favorit PERCIVAL DALTON (Platz 2) war geschlagen, bevor er überhaupt in Schwung gekommen war. Beim Sommer-Meeting in Baden-Baden hatte PHARLOC dann keine glücklichen Rennverläufe, so sprangen bei zwei Starts nur die Plätze 6 und 10 heraus. Natürlich sind die Rennen auch stärker besetzt, es muss schon Alles stimmen, wenn ein Geldpreis herausspringen soll. Aber in Leipzig konnte er dann bei zwei Starts am 22. September und 6. Oktober – wie bereits oben beschrieben - sein Taschengeld mit zwei Platzierungen noch aufbessern: 4350 Euro gewann der 14-jährige in 2012. Während das Ende seiner Rennkarriere schon mehrfach eingeläutet war, lautet das aktuelle Information seines Besitzers: „PHARLOC läuft auch 2013!“ Wir wünschen Hals und Bein und ohne Peitsche ..



FOOLPROOF - dreht er 2013 groß auf?

gez. 2009, H. v. Mamool - Forlea (Bes.: Hans-Heinrich Jörgensen)



Es wäre gelogen, eine gewisse Enttäuschung zu verleugnen, dass FOOLPROOF 2012 als 3-jähriger noch „keine Bäume ausgerissen“ hat. Andererseits offenbarte er deutlich seine Unreife und bekam mit einer Ausnahme durchaus vergleichsweise schwere Aufgaben vorgesetzt. Wenn man nun vergleicht, dass sein Halbbruder FOR PRO, der 2-jährig bereits 6x am Start war, Ende 3-jährig immer noch sieglos war und danach zum Seriensieger avancierte, wenn man FOOLPROOFs günstige Marke im GAG von 56 kg betrachtet – dann darf man sich jetzt schon auf das kommende Rennjahr freuen.

Bei seinem Debut über 1600 m am 3. Juli auf der Derby-Bahn in Hamburg „verschlief“ FOOLPROOF völlig den Start. Als seine Reiterin Annika Rosenbaum ihn dann „wachgerüttelt“ hatte, schrammte er in relativ kurzer Zeit an die dritte Stelle, offenbarte dann aber eine „gewisse Orientierungslosigkeit“: „Wo geht es denn nun weiter?“. Den letzten Platz in diesem gut besetztem Rennen (die Siegerin MODINA steht hoch im Ausgleich III) nach aufwendigem Rennverlauf konnte ihm keiner übel nehmen. Auch bei den nächsten beiden Starts saß Annika Rosenbaum in Sattel. In Bad Harzburg über 1550 m am 21. Juli zeigte der MAMOOL-Sohn, dass er nun gelernt hatte, ein Rennen kraftschonend im Feld zu absolvieren. Platz 8 (von 11) ist statistisch kaum erwähnenswert, aber die Abstände auf den Plätzen waren nicht allzu groß (Sieger MARCHING ON vor MYSTIC LORD). Seine ersten Euros brachte FOOLPROOF am 19. August aus Bremen nach Hause. ENERGIA EL GALANTE (1.) und DISKA (2.) waren nicht nur auf dem Papier unschlagbare Gegner, für den 3. Platz lieferte sich FOOLPROOF auf der 1600 m-Distanz mit SOLEONA ein spannendes Finish, das er knapp verlor. 300 Euro gab es dafür.

Bisher war der sehr „guckige“ FOOLPROOF immer in Scheuklappen angetreten, beim nächsten Start am 9. September in Düsseldorf ging er einmal ohne diese Hilfe an den Start, doch sein Reiter Jan Palik meinte, mit Scheuklappen geht es noch ein bisschen besser. Auch in Düsseldorf über 1700 m enttäuschte FOOLPROOF de facto nicht, denn als 10. von 14 Pferden war er nur gut 4 1/2 Längen zum dritten Platz geschlagen (Sieger: OUVEA). Wenn ein Silbereiche-Pferd in Baden-Baden läuft, dann bedeutet das für die Silbereiche-Fans immer einen Adrenalin-Schub. Am 19. Oktober war es soweit: FOOLPROOF und sein älterer Halbbruder FOR PRO starteten an der Oos. Hatte Trainer Jörgensen überhaupt schon jemals ein Pferd in Baden-Baden an den Start gebracht? Die flüchtige Recherche gab keine positive Antwort. Also doppeltes Debut! Wer war nun der „Gemeinte“ von den beiden Startern? Das Düsseldorfer Rennen nährte die Hoffnung, dass FOOLPROOF ähnliche Distanzen wie FOR PRO bevorzugen würde - so ging es in Iffezheim über 1400 m. Doch 500 Meter nach dem Start war man klüger: das Anfangstempo über 1400 m war für FOOLPROOF – erstmals mit Andre Best im Sattel - viel zu schnell. Aber auch bei diesem Start stiefelte er sein Tempo herunter und blieb als Siebter von 10 Startern gut im Feld (Sieger: JACK SPARROW). Dass die eine halbe Länge vor ihm platzierte RABIA ihre nächsten beiden Rennen gewann, wertet auch dieses Laufen von FOOLPROOF auf.

Also probieren wir es mal auf einer längeren Distanz, dachte sich Trainer Jörgensen, und sattelte FOOLPROOF am 18. November über 2000 m in Frankfurt – im Ausgleich IV mit einer Marke von 57 kg. Dieses Rennen beinhaltete nun eine Vielzahl von neuen Rahmenbedingungen: erstmals im Ausgleich, erstmals über 2000 m und erstmals weicher Boden. Andre Best hatte mit FOOLPROOF keinen optimalen Rennverlauf, zum Schluss langte es zu Platz 6 von 15 Startern und einem Platzgeld von 120 Euro, deutlich geschlagen zu den fünf Erstplatzierten (Sieger: NUORO), diese Form aber alle vorher in Baden-Baden oder hinterher aufgewertet haben. Auch das Frankfurter Rennen gibt keine endgültigen Aufschlüsse über die Vorlieben von FOOLPROOF, aber die Tendenz geht zu Mitteldistanzen, vielleicht bewältigt er sogar die Derby-Distanz. Den weichen Boden kann er offensichtlich. Er geht sein Tempo und hat nicht viel Speed. Deshalb wird es interessant, wenn ihm 2013 einmal ein Rennen an der Spitze serviert wird – so wie die meisten seiner Geschwister und seine Eltern ihre Rennen erfolgreich bestritten haben.

Mit einem gesunden FOOLPROOF sollte Besitzertrainer Jörgensen 2013 viel Freude haben. Es würde auch nicht verwundern, wenn der Galopper mit den vier „O“ die GAG-Marke von FOR PRO erreicht oder übertrifft. Bis dahin sind es noch ca. drei Siege ...



FOR PRO – sogar in Baden-Baden ist er vorn dabei

gez. 2005, H. v. Protektor - Forlea (Bes. + Tr.: Hans-Heinrich Jörgensen)

Nach einem Konditionsstart auf der Sandbahn in Neuss gelang FOR PRO die „Titelverteidigung“ in Düsseldorf. In einem Ausgleich III über 1400 m, den er auch schon 2011 gewonnen hatte, war er am 25. März mit Andre Best als letzter Außenseiter (128:10) mit „Kopf“ gegen THE DANZIG FACTOR erfolgreich. Und schon stand der PROTEKTOR-Sohn wieder bei einer Marke von 66,5 kg kg. Die folgenden Starts in Köln, Hannover, Dortmund und Dresden brachten dann keine Ausbeute. Die für FOR PRO außergewöhnlich lange Durststrecke erklärte sich durch ein paar Wehwehchen und damit verbundene Trainings-Stopps. Mit geschliffener Marke und Erlaubnisreiter „Enki“ Ganbat lief er erst am 4. August in Leipzig als Vierter wieder ins Geld und war somit rechtzeitig zum Start auf einer seiner Lieblingsbahnen, nämlich Bad Doberan, wieder in Schwung. Mit Andre Best (mit wem sonst ?!!!) bezwang er CLARISSA DIRECTA und CARLOS MOHEBA über 1300 m sicher mit einer Länge. Und wieder ging es hoch auf 67 kg im GAG. Bei realistischer Betrachtungsweise hatte er mit diesem zweiten Jahreserfolg sein Soll bereits wieder erfüllt. Würde FOR PRO noch ein I-Tüpfelchen draufsetzen?

In Dresden und Köln platzierte er sich im September auf den hinteren Plätzen, dann folgte der bereits bei FOOLPROOF erwähnte Erstauftritt in Baden-Baden am 19. Oktober: Ausgleich III über 1200 m. Das war doch in der Regel etwas kurz, oder nicht? Aber nicht an diesem Tag! FOR PRO – wieder mit Andre Best - hielt sich von Anfang an im Vordertreffen und sicherte sich hinter dem sicheren Sieger CLEVER MAN und in einem langen, harten Finish mit ARENUS (2.) und WORLD’S DANGER (4.) eine tollen 3. Platz (Richterspruch: sicher 2 1/2 Lg. – Kopf - Kopf). Vielleicht liegt diese Distanz auf dieser Bahn FOR PRO besonders gut.

Es folgten noch zwei Starts in Halle (31. Oktober / Platz 11) und Krefeld (11. November), wo FOR PRO beim letzten Saisonstart noch ein kleines Platzgeld (Platz 5) eroberte. Mit zwei Siegen und einer Jahresgewinnsumme von 8050 Euro ist er zum dritten Mal in Folge bester Verdiener unter den Silbereiche-Zöglingen und motiviert seine Züchtergemeinschaft mit dieser Formkonstanz und Rennbahnpräsenz immer wieder auf’s Neue. Bliebe noch zu erwähnen, dass Rennbahnkommentator Marvin Schridde in Baden-Baden FOR PRO als eines von Andre Bests Lieblingspferden bezeichnete. Kein Wunder – bei sieben von FOR PROs acht Lebenssiegen saß der Leichtgewichtsjockey im Sattel.



FREYA – das Warten sollte sich lohnen

gez. 2010, S. v. Areion - Forlea (Bes.: Stall Kalifornia, Tr.: Dominik Moser)



Das Pferd mit einem der kleinsten Artikel in dieser Weihnachtspost ist immer noch eine der größten Hoffnungen der Silbereiche-Mitglieder für 2013. Anfang 2012 wurde FREYA an den Stall Kalifornia verpachtet, der die Stute zu Dominik Moser nach Schneverdingen ins Training überstellte. In den ersten Monaten gab es einen kleinen Trainings-Stop, als eine alte Fohlenverletzung neu vernäht werden musste. Diese Zeit nutzte FREYA jedoch sehr positiv zur weiteren Entwicklung. Für einen Start als Zweijährige wurde die Zeit dann etwas knapp; der Trainer, der mit dem englischen Gruppe III-Sieg von GRACIA DIRECTA einen tollen Treffer landete, ist jedoch überzeugt, die Stute im Frühjahr 2013 mit guten Leistungen vorstellen zu können.



FORGINO – auch er wechselt nach Großenkneten

gez. 25.3.2011, H. v. It's Gino - Forlea (Bes. + Tr.: Hans-Heinrich Jörgensen)



FORGINO, das vielleicht letzte Fohlen der FORLEA, wechselte Mitte November vom Gestüt Evershorst in den Stall und in den Besitz von Hans-Heinrich Jörgensen, der als Betreuer seiner Halbbrüder FORTEC, FOR PRO und FOOLPROOF bisher weitgehend gute Erfahrungen mit den FORLEA-Nachkommen gemacht hat. Als Fohlen gehörte er nach Exterieur zweifellos zu den Favoriten auf den Evershorster Koppeln, als Jährling bekam er jedoch im Sommer aus heiterem Himmel Überbeine an den Vorderbeinen, die laut Tierärztin zwar keine Beeinträchtigung der Rennkarriere bedeuteten, als Schönheitsfehler jedoch die Marktchancen beträchtlich reduzierten. Im Hinblick auf FORTEC (3 Siege) und FOR PRO (8 Siege) dachten sich Hans-Heinrich Jörgensen und der Stall Silbereiche: „Never chance a winning team“ – und wurden schnell handelseinig.



FOREIA - nach Frankreich „verschwunden“

gez. 2006, St. v. Areion - Forlea (Bes.: Paul Nataf)



Wie bereits in der letzten Weihnachtspost hatten sich bereits Veränderungen bei FOREIA angedeutet. Ihre Besitzer wollten sie nicht im Rennstall belassen, der Stall Silbereiche hatte sich nach reiflicher Überlegung dagegen entschieden, die Stute für die Zucht zurückzukaufen. So landete FOREIA im Angebot der BBAG-Frühjahrsauktion am 18. Mai. Paul Nataf, ein französischer Vollblutagent und aktuell als Züchter des neuen Etzeaner Stallions JUKEBOX JURY bekannt, bekam den Zuschlag für „traurige“ 1500 Euro. war dem Stall Silbereiche zuerst nichts bekannt. Von Auktionator Daniel Delius kam inzwischen der Hinweis, dass Paul Nataf an diesem Tag ausschließlich im Auftrag eines tunesichen Besitzers handelte.