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2.11.08: Die Silbereiche-Hoffnung für 2009: FOREIA mit Andreas Suborics beim Aufgalopp in Hannover (Foto: galoppfoto.de / Frank Sorge).


2.11.08: Hinter WAYRA behauptet FOREIA bei ihrem Debut am 2.11.08 den 2. Platz gegen DONT FORGET u. AHEA (Foto: galoppfoto.de / Frank Sorge).


Eines der wenigen Fotos von FORECAST: FORLEA und ihr mit 3 1/2 Monaten eingegangenes Kallisto-Stutfohlen grüßen aus dem Gestüt Graditz.


17.2.08: Maria Papke freut sich mit FORTEC und Trainer Jörgensen über ihren 50. Sieg (Foto: Nolting).


FORTEC mit Maria Papke in Aktion bei seinem Sieg am 17.2.08 gegen GRANTLEY in Neuss (Foto: Nolting)


FORTEC legt am 6.1.08 auf der Dortmunder Sandbahn gegen EARLSALSA seine Maidenschaft ab. (Foto: K.J.Tuchel)

Ein Jahr mit Licht und Schatten

und einigen herben Rückschlägen




Mit fliegenden Fahnen startete die Silbereiche-Zucht in die Saison 2008. Verantwortlich für diesen Super-Start war der 4jährige Protektor-Sohn FORTEC, der in der Obhut von Besitzer Trainer Hans-Heinrich Jörgensen im Januar, Februar und März jeweils einmal gewann und es durch seinen Sieg gegen den Sandbahn-Helden GRANTLEY sogar auf die Titelseite der Fachzeitung "Sport-Welt" brachte.

Doch im Wonnemonat Mai kamen die großen Rückschläge. Zuerst verletzte sich FORTEC am Pfingstsonntag in Bremen so schwer, dass er seine Rennkarriere beenden musste. Am 30. Mai kam dann die schockierende Nachricht aus dem Gestüt Rietberg: Das gerade auf den Namen FORECAST getaufte KALLISTO-Stutfohlen der FORLEA war an einer versteckten Lungenentzündung eingegangen.

Und die Anderen? PHALEADA hatte es nach der guten Vorsaison schwer und musste sich mit Platzierungen begnügen. PHARLOC ließ das Rennjahr 2008 komplett aus, soll aber 2009 noch einmal laufen. FORLISTA zeigte in Ihrer letzten Rennsaison noch einmal gute Form; zu einem vollen Erfolg reichte es aber nicht mehr. FORVIC gelang immerhin am Pfingstmontag in Hannover ein schöner Sieg auf Gras. Und bei FOR PRO hinterließen die vielen Starts vom Winter bis zum Sommer in Österreich und Frankreich Spuren - ein Sieg gelang ihm nicht.

Doch dann gab es Ende des Jahres noch einen Lichtblick: das Debut der 2jährigen AREION-Tochter FOREIA am 2. November in Hannover fiel so gut aus (2. Platz), dass die Stute nunmehr der zentrale Hoffunungsträger für 2009 ist.

Und unsere Mutterstute FORLEA? Sie ist früh im Jahr (21.3.) tragend von MAMOOL und wird 2008 AREION im Gestüt Evershorst aufsuchen.




PHARLOC - Comeback in 2009?

gez. 1998, H. v. Local Suitor - Phantasie (Bes.: Eva Roser u. Eugen Schäfer; Tr.: Dr. Andreas Bolte)


Nach seiner im Juli 2007 erlittenen Verletzung wurde PHARLOC bewusst auch die Saison 2008 geschenkt. In 2009 wollen es Trainer und Besitzer dann noch einmal versuchen. Die Erfahrung lehrt, dass man solche Vorhaben nicht mit übermäßigem Optimismus begleiten sollte. Doch "Unverhofft kommt oft" - vielleicht erleben wir bei PHARLOC auch einen "Durchmarsch" vom Klasse B-Rennen in den Agl. III.



PHALEADA – es war nicht einfach nach 5 Siegen

gez. 2002, St. v. Lead on Time - Phantasie (Bes.: + Tr.: Hendrik Reichert)


Mit einem dritten Platz in Dortmund beendete PHALEADA am 12. Januar ihre Sandbahn-Kampagne und erhielt nun nach der grandiosen Saison 2007 (mit 5 Siegen) ihre wohlverdiente Pause. Besitzertrainer Reichert stellte sich für den Sommer 2008 gezielte Einsätze auf der Grasbahn vor und hoffte auf einen weiteren Sieg. Dass auch dieser eine Sieg keine leichte Aufgabe werden würde, war in Anbetracht von PHALEADAs Einschätzung im Ausgleich klar.

Am 1. Mai in Leipzig kam sie wieder an den Start. Doch dieser wie auch der zweite Start im Sommer brachten keine finanzielle Ausbeute. Zwar war der 5. Platz am 7. Juni im Ausgleich III über 1200 m in Dresden (nach einem mäßigen Ritt) eine Bestätigung ihrer GAG-Marke, doch danach traten ein paar kleinere Wehwehchen an den Beinen auf und schon war wieder eine kleine Pause angesagt. Bei den beiden September-Starts in Dresden und Halle konnte sie ihre Reiterin Susanne Rose nicht entsprechend motivieren. Erst mit Rastislav Juracek verdiente PHALEADA am 11. Oktober im Ausgleich III über 1600 m als Vierte wieder Geld. Doch die Grasbahn-Saison mit gutem Boden, den die Stute braucht, war nun fast vorbei. So folgte am 31. Oktober über 1200 m im Ausgleich IV in Halle nur noch ein formgemäßer 3. Platz; ROSE DES VENTS und SKOTTEN DANCER waren an diesem Tag stärker.

Nun plante Hendrik Reichert, auf der Sandbahn das Versäumte nachzuholen. Mit einer Marke im Ausgleich, die 12 kg niedriger als auf Gras ist, waren die Vorzeichen gut. Zum Anfang war ein 3. Platz mit Viktor Schulepov als Favoritin im Ausgleich IV über 1200 m am 22. November in Dortmund keine Enttäuschung. Doch kurze Zeit später kam das Signal aus Magdeburg: Auf Sand ist schon wieder Schluss! PHALEADA hate sich wieder leicht weh getan, außerdem ist Hendrik Reichert der Meinung, dass seiner Stute die Neusser Sandbahn, die nun gerade in diesem Winter keine Rennen veranstaltet, besser liegen würde.

So bleibt es auf Gras und Sand in 2008 bei vier Platzierungen und 1450 Euro Gewinnsumme. Da PHALEADA auf Gras (62,0 kg) inzwischen 5,5 kg günstiger im GAG als zu Beginn dieser Saison steht, könnte es 2009 mit einem weiteren Sieg klappen. Und die unveränderten 50 kg auf der Sandbahn sollte PHALEADA im Winter 2009/10 - dann eben auf der Neusser Bahn - auch ganz nach vorne tragen können.



FORLEA – 2009 zu AREION

Problemlos wie fast immer wurde die Silbereiche-Mutterstute FORLEA von MAMOOL tragend (letztes Deckdatum 21.3). Das Fohlen wird demnach bereits im Februar erwartet, zumal FORLEA bisher meistens durch kurze Tragzeiten auffiel.

Der Tod ihres KALLISTO-Stutfohlens, immerhin einer rechten Schwester zu FORLISTA, war ebenso unvorhersehbar wie tragisch. Es kam am 14. Februar zur Welt und präsentierte sich völlig korrekt. Im Exterieur wurde die kleine Stute gegenüber ihrer rechten Schwester zum gleichen Zeitpunkt sogar besser beurteilt. Das Foto von Eva Roser zeigt sie - später auf den Namen FORECAST getauft - mit ihrer Mutter im Gestüt Graditz.

Ende Mai litt sie dann unter einer fiebrigen Erkältung, die sie nach einer normalen Antibiotika-Behandlung überwunden zu haben schien. Kein Fieber mehr, alles in Ordnung! Doch am Morgen des 30. Mai lag FORECAST tot in der Box. Später diagnostizierten die Tierärzte eine versteckte Lungenentzündung.

2009 wird FORLEA, die nun in den Jahrgängen 2007 (nicht gedeckt) und 2008 keine Nachkommen im Rennstall aufweist, AREION im Gestüt Evershorst aufsuchen. Nach dem guten Debut der 2jährigen FOREIA v. AREION lag diese Disposition nahe. AREION konnte mit seinen Nachkommen in 2008 so richtig durchstarten und liegt aktuell auf dem 4. Platz der Deckhengst-Statistik. Sein hoher Prozentsatz an "brauchbaren" Rennpferden zeichnete AREION schon immer aus. Fast zwangsläufig sind dann immer wieder Spitzenpferde darunter: 2008 waren das vor allem der Winterfavorit GLOBUS und die Gruppe-Siegerin ASHANTEE. Hätte AREION in den vergangenen Jahren mehr Zuspruch von den großen Gestüten bekommen, so wäre er züchterisch längst als der legitime Nachfolger seines Vaters BIG SHUFFLE einzuordnen.



FORVIC – einmal hat es wieder geklappt!

gez. 2001, W. v. Lavirco - Forlea (Bes. + Tr.: Monika Blasczyk)


Am Pfingstmontag in Hannover passte für den 7jährigen Frontrenner einmal wieder Alles zusammen: guter Boden und ein wohl dosierter Ritt von Andre Best im Agl. IV über 2000 m, dazu eine "geschmolzene" Marke von 53 kg - so gewann FORVIC leicht mit 3 1/2 Längen gegen SONDRE und BIG BATTLE.

Diesen Sieg bestätigte er als Vierter am 22. Juni mit Aufgewicht in Dortmund. Einen weiteren Erfolg verpasste er dann nur knapp am 31. Juli über 1900 m als Zweiter eine halbe Länge hinter CAMPALA in Bad Doberan. Später im Jahr wurde das Wetter schlechter und der Boden weicher - und FORVIC "strich früh die Segel"; es verbleiben für 2008 1 Sieg, 2 Plätze und 3.300 Euro Gewinn.

Doch diese Bilanz kann FORVIC noch verbessern: Nach einem erfolglosen Agl. III-Sandbahn-Start am 7.12. in Dortmund ist er nun am 21. Dezember auf gleicher Bahn im Agl. IV über 1800 m mit Bernd Löckmann weitaus chancenreicher engagiert. Das Rennen findet leider erst nach Redaktionsschluss statt.



FORLISTA wechselt in die Zucht

gez. 2003, St. v. Kallisto - Forlea (Bes.: Stall Allegro; Tr.: Emmerich Schweigert)


In ihrer letzten Rennsaison bestritt FORLISTA als 5jährige noch 5 Rennen. Zwei-, drei- und vierjährig hatte die KALLISTO-Stute in jeder Saison mindestens einmal gewonnen und den offiziellen Titel der Champion-Stute ihres Jahrgangs in Österreich erworben. Fünfjährig blieb ihr nun ein Sieg verwehrt, doch zeigte sie noch einmal zumindest zwei Klasseleistungen.

Beim Saisondebut am 22. Mai in Ebreichsdorf blieb die Stute unplatziert, doch schon beim nächsten Start am 26. Juli in Varese war sie in einem Condizionata über 1600 m mit Stanislav Georgiev als Dritte (1 Länge - Hals - kurzer Kopf) nicht weit geschlagen. Es gewann die 3jährige NUIT MAGIC vor BECKETTS LAGACY. Start Nummer 3 in Ebreichsdorf am 30. August gegen einige der besten österreichischen Meiler blieb wieder ohne Ausbeute, doch beim nächsten Start in Italien, am 21. September in Florenz über 1500 m, verdiente FORLISTA wieder Geld. Unter Stefano Landi kam sie auf Platz 2 und wieder hatte NUIT MAGIC mit 1 3/4 Längen die Nase vorn.

Trainer Emmerich Schweigert hat diese Italien-Starts immer sorgfältig ausgesucht; und auch das letzte Rennen ihrer Karriere war wie für FORLISTA maßgeschneidert: die Titelverteidigung im "Preis der Diana" am 25. Oktober in Ebreichsdorf. Als 19:10-Favoritin trat sie an - doch es sollte nicht sein: FORLISTA war an diesem Tag sehr heftig, vielleicht war auch der Boden zu weich, jedenfalls erreichte sie - weit unter ihren Möglichkeiten - nur als Vierte das Ziel.

Drei Platzgelder und 3880 Euro Gewinn verbleiben für 2008; doch ihre gesamte Rennkarriere liest sich weitaus besser: 26 Starts - 7 Siege (darunter ein Listen-Sieg in der Slowakei) - 12 Platzierungen (darunter der 3. Platz in den Austrian Oaks/Gruppe II) und 41.963 Euro Gewinnsumme und damit hat sie z.B. PHARLOC überholt.

Verhandlungen mit dem Stall Allegro über eine zeitweilige Übernahme in die Silber-eiche-Zucht kamen zu keinem Ergebnis. Die erfolgreichen Wiener Besitzer nehmen nun FORLISTA in ihre eigene Mutterstutenherde auf. Der Deckhengst für 2009 ist noch nicht disponiert, eine von vielen Möglichkeiten ist eine Anpaarung mit dem österreichischen Derby-Sieger von 2003, FENSH, der über fünf Generationen wie auch FORLISTA auf die Waldfrieder Stute FANTASIE (1958; FESTA-Mutterlinie) zurückgeht. - Die Silbereiche-Mitglieder wünschen FORLISTA alles Gute in Ihrer neuen Berufung und viele Klasse-Fohlen.



FORTEC - das "Winterfeuerwerk"

gez. 2004, H. v. Protektor - Forlea (Bes. + Tr.: Hans-Heinrich Jörgensen)


Nach seiner Geburt hatten noch viele daran gezweifelt, ob FORTEC jemals eine Rennbahn betreten wird. Ein deutlicher Stellungsfehler störte das Exterieur, doch Gestütsleiter Hartmut Rolofs wiegelte damals ab: "In der Natur wächst Vieles zurecht. Krumme Pferde laufen nicht selten schneller als fehlerlose Pferde, doch der Markt will sie nicht."

So landete FORTEC - am Markt vorbei - auf Umwegen im Quartier von Besitzertrainer Hans-Heinrich Jörgensen, der für den Hengst die nötige Geduld aufbrachte. Bei seinen beiden erfolglosen Starts als 3jähriger im November 2007 bei jeweils knietiefem Boden ließ schon die Sieg-Eventualquote erkennen, dass er im Training keinen schlechten Eindruck hinterlassen hatte. Und kaum waren die Sylvester-Knaller verraucht, legte FORTEC los: Am ersten Renntag des Jahres, am 6. Januar auf Sand in Dortmund, gewann er als 187:10-Außenseiter - in bewährter "FORVIC-Manier" von vorn - ein Rennen für 4j. u. ält. Sieglose über 1800 m vor dem Recke-Schützling EARLSALSA (der Favorit PRINZ OF AUSTRALIA wurde Letzter). Im Sattel saß die oft unterschätzte und auf solche Überraschungen fast schon spezialisierte Maria Papke. Dieser Leistung bestätigte FORTEC zwei Wochen später an gleicher Stelle postwendend mit Andreas Helfenbein im Agl. IV als Dritter hinter den formstarken EMPORIOSO und NAIDOO.

Vier Wochen später sattelte Hans-Heinrich Jörgensen FORTEC - zugegebenermaßen zum "Entsetzen" der Züchter - in Neuss über 1900 m gegen den ehemaligen Sandbahn-Listen-Sieger und frischen Sieger GRANTLEY. Das konnte doch gar nicht gehen, ... zumal mit MAJOR KEY, BRAVADO und LANGFORD noch ein paar ausgesprochene Spezialisten am Rennen teilnahmen! Aber sogar die Wetter waren vorsichtig: nur 98:10 am Toto - also doch nicht unmöglich! Und es saß ja wieder Maria Papke im Sattel. In der Tat galoppierte FORTEC von der Spitze aus auch GRANTLEY aus dem Schuhen, und das leicht mit 3 1/2 Längen, vom Rest des Feldes ganz zu schweigen.

Zum Abschluss der Sandbahn-Saison folgte am 2. März in Neuss die Kür: ein Start im Sandbahn-Grand-Prix (LR). Das war dann allerdings doch ein bisschen schwer (Platz 9 - Sieger MERLERAULT).

Der nächste Start am 23. März in Magdeburg in einem 4j. u. ält.-Sieglosen-Rennen auf schwerem Boden über 1800 m war dann nur eine Formsache: mit Jozef Bojko gewann FORTEC überlegen mit 7 Längen gegen den 16:10-Favoriten LIONS CALL aus dem Stall von Peter Schiergen.

Kondition schlägt Klasse - mit dieser Devise griff Trainer Jörgensen ein weiteres Mal "nach den Sternen" und sattelte FORTEC am 6. April in der Kölner Frühjahrs-Meile (1600 m - Listen-Rennen). Der Hengst hielt lange gut mit, landete aber schließlich doch nur auf dem 7. und vorletzten Platz (Sieger: MHARADONO).

Der letzte Start vor einer Sommerpause sollte dann ein gut dotierter Agl. IV am Pfingstsonntag (11. Mai) über 1600 m in Bremen sein. Wider Erwarten war das Geläuf schon sehr abgetrocknet (gut 4,2) - und zu hart für FORTEC. Im Rennen zog er sich eine sehr schwere Verletzung zu, die sein Karriereende bedeutete. Erfreulicherweise konnte er als "Freizeitpferd" gerettet werden. Inzwischen ist er im Besitz von Jan Simonak, der auch am Stall Jörgensen beschäftigt ist.

FORTEC erzielte 2008 (bei 7 Starts) 3 Siege und 2 Platzgelder und gewann 5.900 Euro; der Ausgleicher gab ihm auf Sand und Gras 62 kg. Das ist im Vergleich zu vielen anderen Silbereiche-Pferden nicht viel, doch auf Grund seiner Vorgeschichte und seiner außergewöhnlichen Rennlaufbahn wird man sich an FORTEC wohl noch sehr lange erinnern.



FOR PRO – keine glückliche Saison

gez. 2005, H. v. Protektor - Forlea (Bes.: Claudia Schmidt; Tr.: Gérard Martin)


Nach dem Deauville-Abstecher im November 2007 ging es für FOR PRO Anfang 2008 gleich in Frankreich weiter. Im Februar lief der Hengst dreimal in Cagnes-sur-Mer. Dabei war der Hengst über 1500 m Grasbahn zweimal platziert: im Verkaufsrennen (6.2.) als Fünfter (750 Euro) und im 3j-Sieglosen-Rennen (13.2.) als Vierter (1.900 Euro). Im Sattel saß jeweils Thomas Huet. Beim dritten Start über 1300 m Sandbahn scheiterte FOR PRO an Distanz und Geläuf.

Zurück in Österreich landete FOR PRO in zwei Derby-Vorprüfungen im April und Mai über 1800 m (Kriterium der 3j.) und 2000 m (Vederemo-Rennen) nur auf dem letzten Platz. Überhaupt schien ihm die Magna Racino-Bahn nicht zu liegen; offensichtlich bevorzugt FOR PRO Bahnen mit langen Linien.

Also ging es wieder nach Frankreich. Von Anfang Juni bis Anfang Juli absolvierte FOR PRO in jeweils großen Feldern drei Starts in Verkaufsrennen für 3jährige, und zwar in Amiens (7.6./Platz 7 über 1650 m), in Longchamp (13.6./Platz 6 über 1900 m) und in Chantilly (2.7./Platz 6 über 1600 m). Bei allen Starts war FOR PRO für ein Platzgeld nicht übermäßig weit geschlagen. Trainer Martin setzte jetzt auch erstmals auf die Taktik, vorne mitzugehen - und damit sah FOR PRO nicht schlecht aus.

Beim letzten Frankreich-Start in Chantilly muss sich FOR PRO allerdings vertreten haben. Er ging etwas "steif" und pausierte bis zum 14. September, wo er in Ebreichsdorf auf der Grasbahn in einem Rennen für 3j.-Sieglose unter Martina Havelkova über 1650 m einen guten 3. Platz (600 Euro) belegte. Dass er jedoch seine vermutlich muskulären Probleme noch nicht auskuriert hatte, zeigte sich bei seinem letzten Start am 5. Oktober in Ebreichsdorf, wo er auf regennasser Sandbahn nur im geschlagenen Feld landete (Platz 6 von 8).

Die Verpachtung an den Stall von Gérard Martin wurde Ende November aufgelöst. Inzwischen tummelt sich FOR PRO auf den "heimatlichen" Koppeln des Gestüts Rietberg und genießt nach 16 Starts in 14 Monaten die wohlverdiente Pause.

Der Stall Silbereiche beabsichtigt, FOR PRO zu günstigen Konditionen in Deutschland zu verpachten oder zu verkaufen; die Verhandlungen laufen bereits. Sobald gesundheitlich Alles wieder in Ordnung ist, kann FOR PRO - gemessen an seinen besten Leistungen - eine Menge nachholen, zumal er als siegloses Pferd "unten" anfangen kann. Für 2008 notieren wir 3 Platzierungen und eine Gewinnsumme von 3250 Euro.



FOREIA – ein gutes Debut und Alle träumen ...

gez. 2006, St. v. Areion - Forlea (Bes.: Eugen Schäfer u.a., Tr.: Andreas Löwe)


Bei FOREIA sprechen wir nur über ein Rennen und trotzdem über viele Hoffnungen. Die erst Anfang Mai geborene 2jährige Stute kam Ende Februar zu Andreas Löwe nach Köln ins Training. Trainer Löwe hatte sie kurz vor dem Jahreswechsel im Gestüt Rietberg begutachtet und mit der Bemerkung "Mit der kann man nicht viel falsch machen" seiner vielköpfigen Besitzergruppe um Eugen Schäfer empfohlen.

Mit seinen Zweijährigen ließ es Trainer Löwe 2008 langsam angehen. Im Spätherbst waren dann aber viele junge Pferde aus seinem Stall startbereit - und nicht nur das, sondern auch erfolgreich. Dazu gehörte auch FOREIA, die Mitte September bis Anfang Oktober noch ein wenig Reaktion im Training zeigte, Ende Oktober dann aber "richtig brummte und nach einem Start verlangte".

Mit Andreas Suborics gab FOREIA am 2. November ihr Debut in einem Sieglosen-Rennen über 1400 m in Hannover. Die Gegnerschaft war sämtlich gut gezogen, dabei ragte die spätere Favoritin AHEA mit Andrasch Starke als GIANTS CAUSEWAY-Stute etwas heraus.

Bereits im Training hatte sich gezeigt, dass FOREIA wie ihre Brüder gern im Vordertreffen mitgeht. Das wurde ihr in Hannover durch ihre Zuchtgefährtin BEBE MUTAMA, die sie am Start abdrängte, gründlich vermasselt. Trotzdem war FOREIA nach einigen hundert Metern hinter der Außenseiterin WAYRA und BEBE MUTAMA an dritter Stelle zu finden. Bereits vor Erreichen der Zielgeraden war BEBE MUTAMA geschlagen. In der Geraden startete FOREIA einen Angriff auf die spätere Siegerin WAYRA, wurde aber letztendlich abgewiesen. Andererseits hatte Jockey Suborics mit dosierten Hilfen wenig Mühe, die von hinten kommenden DONT FORGET (3.) und AHEA (4.) in Schach zu halten.

Ein gutes Debut! Ob FOREIA bei einem besseren Start gewonnen hätte (wie Andreas Suborics meinte), bleibt ungeklärt. Immerhin war die gemessene Zeit schneller als im Agl. III-Rennen des Tages. Die Stute hat gezeigt, dass sie laufen kann. Ob ihr Können - Gesundheit vorausgesetzt - 3jährig für einen Agl. III oder vielleicht für ein Listen-Rennen langt - das kann heute keiner voraussagen. Für 2008 stehen erst einmal 1 Platz und 1.200 Euro zu Buche.



SILBEREICHE-JUNIOREN-PREIS 2008

Auf Grund "mangelnder Abstimmung" in renntechnischen Angelegenheiten zwischem dem Direktorium und dem Hannoverschen Rennverein fiel der "Silbereiche-Junioren-Preis" im Jahre 2008 leider aus. Rennvereins-Präsident Gregor Baum bekräftigte jedoch sein Interesse an dem traditionellen Wettbewerb für Nachwuchsreiter. Also - 2009 - auf ein Neues ...