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5.5.2020
FREYAs neues Zuhause ist ab sofort das Gestüt Hof Castanea in Colnrade südwestlich von Bremen


15.6.19
FREAKY LOVE - das diesjährige Fohlen v. Neatico a.d. Freya ist nun gut zwei Monate alt.


15.6.19
FELLOW v. Pomellato a.d. Forlista - auch er zeigt gern seine Kraft und Schnelligkeit.


15.6.19
FREAK v. Neatico - Freya - einer vom "Halbstarken-Quartett" der Jährlingshengste in Evershorst


14.4.19
Das NEATICO-Stutfohlen a.d. FREYA übt Bocksprünge.


14.4.19
FREYA mit ihrem NEATICO-Stutfohlen


31.10.18
FREYTAG an seinem letzten Tag im Gestüt Evershorst


15.4.18
Unser braunes Hengstfohlen von NEATICO a.d. FREYA ist das jüngste Fohlen im Gestüt Evershorst - und wird es auch bleiben.


3.4.18
Im Alter von 11 Stunden unternahm das Hengstfohlen von NEATICO mit seiner Mutter FREYA seinen ersten Ausflug im Evershorster Paddock.


18.2.18
Das 41 Stunden alte POMELLATO-Fohlen a.d. FORLISTA erfreut sich des schönen Wetters.


5.7.17
FORGO (mit Toni Potters) auf der heimischen Sandbahn


14.4.17
FORGINO startet mit einem Sieg gegen KOLONEL in das Rennjahr 2017 (Foto: www.franknolting.de).


8.4.17
... und FREYTAG ist 2 1/2 Wochen nach seiner Geburt ständig am Toben.


8.4.17
FREYTAG heißt unser Santiago-Hengstfohlen aus der FREYA


24.3.17
Unser Hengstfohlen von SANTIAGO a.d. FREYA - 3 Tage nach seiner Geburt


9.10.16
FOOTLOOSE beschließt die Rennsaison 2016 für die Silbereiche-Zöglinge mit einem überlegenen Sieg (Foto: Röbbeling).


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: FORSANTI strotzt vor Kraft


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: Unser Fohlen FORLITO entwickelt sich gut.


28.5.16
FOOLPROOF galoppiert seine Gegner in Baden-Baden von vorn aus den Schuhen (Foto: www.galoppfoto.de)


2.4.11
Der Silbereiche-Zweig der Festa-Mutterlinie

21. Juni 2020 - FREYA auch nach dem 30 Tage-Ultraschall tragend

Bereits am Donnerstag, also vor drei Tagen, kam die "frohe Botschaft" aus dem Gestüt Hof Castanea, dass FREYA auch im 30 Tage-Ultraschall als tragend von BEST SOLUTION (letzter Decktag 18. April) diagnostiziert wurde.
Freuen wir uns also auf ein hoffentlich gesundes, vielversprechendes und in diesem Fall auch einmal "marktgerechtes" Fohlen in 2021, denn nach unbestätigten Meldungen soll BEST SOLUTION 2020 in Deutschland der am meisten frequentierte Deckhengst gewesen sein.


21. Juni 2020 - FORLITO wird erst wieder im Handicap interessant

Unter diesem Vorschau-Text beleuchtete die Sport-Welt die Chancen von FORLITO am 20. Juni im Dortmund, wo der It's GINO-Wallach in einem 10 Pferde-Rennen über 1750 m für 4-j. und ältere sieglose Pferde antrat. Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen.
Diesmal saß Clement Lecoeuvre im Sattel. Aus wiederum beantragter äußerer Startbox (die FORLITO ohne Probleme bezog) ordnete der Jockey FORLITO im Hinterfeld ein, eine Position, die er auch eingangs der Zielgeraden noch besetzte. Im Finish konnte sich FORLITO nach vorn kaum verbessern und platzierte sich 20 Längen hinter dem Sieger als Achter in diesem Feld.
Jetzt wird er am Montag sein Handicap bekommen. Wie schnell er dann mit dieser Marke zurechtkommt, werden die nächsten Rennen zeigen. Im Dortmunder Rennen konnte man das nicht erkennen.


07. Juni 2020 - FORLITO auch beim zweiten Start wieder im Mittelfeld

Auch der zweite Lebensstart von FORLITO am 7.6.20 - wieder auf der Neuen Bult - lief ähnlich ab wie sein Debut am Himmelfahrtstag. Auch Lukas Delozier saß wieder im Sattel, nur ging es diesmal nur über 1600 m, also über eine um 400 m kürzere Distanz. FORLITO trat gegen 15 Gegner an, dabei stand ein Gegner nach Form weit heraus: der spätere Sieger ARTISTICO (13:10).
Für FORLITO hatte Toni Potters wieder eine äüßere Startbox beantragt. FORLITO ging schnell in die Box, war dort aber etwas unruhig. Der Start gelang leidlich und wie beim Debut ging FORLITO auch dieses Rennen im hinteren Drittel an. Im Schlussbogen rückte der Wallach geringfügig auf. In der Zielgeraden blieb er dann innen und galoppierte seinen Strich weiter, ohne wesentlich Boden gut zu machen. Im Endergebnis blieb FORLITO gut 15 Längen hinter dem Sieger ARTISTICO (Zweiter war ARCORDIA vor C'EST UN REVE und CONNOR).
Auf zwei interessante Fragen konnte dieses Rennen keine Antworten geben; Was ist, wenn FORLITO von Anfang an das Tempo der Spitzengruppe mitgeht? Und liegen ihm die 2000 m vom Debut besser als die heutige Meile?



06. Juni 2020 - FREYA ist in ihrer neuen Heimat angekommen

Da das Gestüt Evershorst die Pensionsstuten Betreuung einstellt, haben wir für unsere Mutterstute FREYA ein neues Zuhause gesucht: am Freitag (5.6.2020) ist sie wohlbehalten im Gestüt Hof Castanea in Colnrade angekommen. Vorher gab es noch gute Nachrichten aus dem Gestüt Auenquelle: die letzten Bedeckungen durch BEST SOLUTION am 18. und 20. Mai waren (wohl) von Erfolg gekrönt - per 14 Tage Ultraschall ist FREYA tragend.


24. Mai 2020 - Auch FOOTLOOSE in Baden-Baden chancenlos

Um einem quantitativ gut besetzten Viererwette-Rennen auszuweichen, wechselte FOOTLOOSE noch zur Starterangabe in ein alternativen Ausgleich III am 24. Mai; statt über 2000 m mit Skala -4 ging es hier über 1800 m mit Skala -8.
Doch auch hier setzte sich die miserable Stallform der älteren Silbereiche-Zöglinge fort: FOOTLOOSE führte lange, nahm zu Beginn der Zielgeraden die innere Spur - und als Sibylle Vogt sah, dass außen von ihr alle Gegner vorbeizogen, nahm sie zeitig die Hände runter. Das war mit Sicherheit richtig.
Ihre im letzten Jahr erfolgreiche Fähigkeit, ihr Tempo auch über eine längere Distanz durchzuziehen, kann sie aber über 1800 m schlechter ausspielen als über 2000 m oder eine noch längere Distanz. Trotz der immer noch hohen Einschätzung im Handicap könnte auf diesen Distanzen der erste Schlüssel für zukünftige Erfolge liegen.


23. Mai 2020 - FORGO läuft in Baden-Baden ausdruckslos

Die Regelfälle vor und während des ersten Tages (23. Mai) beim Mini-Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden hatten sicherlich nicht die Chancen von FORGO verbessert, als dieser mit Filip Minarik einen Ausgleich III über 1600 m bestritt. Trotzdem gehörte der SANTIAGO-Sohn im 8er-Feld mit 65:10 zum erweiterten Favoriten-Kreis. Was FORGO letztendlich ablieferte, war dann aber deutlich weniger, als man trotz des Regen-Handicaps erwarten konnte. Der Jockey setzte diesmal auf die Warte-Taktik und hielt FORGO ganz am Schluss des kleinen Feldes. Der Weg nach ganz vorn vor nie sonderlich weit, doch auch in der Zielgeraden konnte sich FORGO zu keinem Zeitpunkt von hinten lösen. Mit 11,5 Längen hinter dem Sieger CLOUD belegte FORGO den vorletzten Platz, nur SMOKE ON THE WATER fiel dahinter aus dem Rennen. Platz 2 belegte LESSING vor ITMAN.
Da FORGO 2019 mit praktisch jeder Taktik zurechtkam, ist auch in der Taktik der Grund für die schlechte Leistung nicht zu finden. FORGO ist nicht in der Form des letzten Jahres! Wenigstens weist der Rennbericht diesmal kein Nasenbluten wie beim letzten Sandbahnstart auf. Nüchtern betrachtet besteht jedoch nach der grandiosen Form des Vorjahres bei den drei älteren Handicappern FOOTLOOSE, FORGO und FORSANTI zur Zeit wenig Hoffnung auf Geldgewinne. Während sich FOOTLOOSE zum Schluss der letzten Saison im Handicap noch hochgelaufen hatte, konnten FORGO und FORSANTI nach ihren Siegen ihre neue Handicap-Marke 2019 schon bestätigen. FORSANTI hat den Rennstall leider schon verlassen, bei FORGO kann man nur hoffen, dass er "den Kopf frei bekommt" und in der zweiten Saisonhälfte die Form des Vorjahres wiederfindet. FOOTLOOSE hat am Sonntag in Iffezheim eine weitere Chance zu überraschen.


21. Mai 2020 - FORLITO auf den Spuren von FORGO?

FORLITO startete bei seinem Debut am Himmelfahrtstag auf der Neuen Bult in klarer Außenseiterrolle (557:10). Im Sattel saß Lukas Delozier, der sich sein Reitgeld redlich verdiente. Es ging in diesem Sieglosen-Rennen über 2000 m. Am Ende landete FORLITO auf Platz 9 von 14 Startern, doch es lohnt sich, diesen Start genauer zu betrachten.
FORLITO ist mindestens genauso groß wie FORGO, und vermutlich deshalb hatte Trainer Toni Potters für ihn die äußere Startbox beantragt. Das Einrücken in die Startboxen lief dann auch nicht reibungslos ab, aber letztendlich ging FORLITO mit etwas Startverlust mit dem Feld auf die Reise. Für die Zukunft ist das Startproblem wohl noch nicht ganz gelöst, ein Startverweis ist durchaus möglich. Aber im Training kann man ja auch das üben, üben, üben ...
Lukas Delozier ging nach dem etwas verpatzten Start gleich nach innen und ordnete FORLITO am Ende des Feldes ein, wo er sofort Anschluss hatte und die “rote Laterne” an YES OR NO abgab. im Schlußbogen verbesserte sich FORLITO um einige Positionen, den auf der Neuen Bult so oft zu beobachtenden Kampf um die besten Positionen an den Außenrails ging FORLITO jedoch als einer der Letzten an. Der Jockey mühte sich redlich, um FORLITO zu motivieren und fand auch durchaus ein Echo. FORLITO verbesserte sich, aber dann war ganz an der Außenseite der Weg versperrt, Delozier musste FORLITO fast völlig aufnehmen. Auf etwas freier Bahn zog FORLITO dann nochmals an. Das Endergebnis ist bereits erwähnt.
FORLITO war also nicht im Kampf um die Platzgelder dabei, aber trotzdem bot dieser Start ein paar Hoffnungen für die Zukunft. Wenn dieses “Schlachtschiff” erst einmal weiß, worum es geht, dann könnte sich FORLITO noch erheblich verbessern. Jetzt gilt es erst einmal, sich eine niedrige Handicap-Marke zu besorgen ... – so läuft das Geschäft.
Mit den weiteren Distanzen könnte Trainer Toni Potters vorerst richtig liegen, denn FORLITO muss erst einmal auf die Beine kommen. Über Bodenvorlieben lässt sich nach diesem Start nichts sagen.


16. Mai 2020 - FOOTLOOSE steht einfach zu hoch im Handicap

FOOTLOOSE bestritt nach der Corona-Zwangspause eienen Ausgleich III (-6) über 2000 m am 15. Mai in München. Der Boden war durchaus klebrig (offiziell: weich). Nach dem Start vor den Tribünen wollte Sibylle Vogt mit FOOTLOOSE nicht unbedingt die Spitze übernehmen. Vor dem Eifer der Stute musste sie aber noch vor der ersten Kurve kapitulieren. Mit FOOTLOOSE als Piloten, aber ohne großen Abstand auf den "Ko-Piloten" ging es dann um die ganze Bahn bis in die Zielgerade. Dann machte der hohe Favorit SOHO Druck. FOOTLOOSE hielt diesem über 100 m stand, dann musste sie die Pferde, die im Rennen waren, vorbeiziehen lassen. Im Ziel war sie Siebte von 9 Startern, mit großem Abstand zum Sechsten und ähnlich großem Abstand zu zwei Pferden auf den Plätzen hinter ihr, die heute chancenlos waren. Es gewann SOHO vor GALLARDO und BOTTLEOFSMOKE.
Gemessen an ihre Bestleitung 3- und 4-jährig steht FOOTLOOSE immer noch sehr hoch im Handicap. An der Reiterin hat es bestimmt nicht gelegen, denn Sibylle Vogt reitet aktuell in Top-Form. Auch wenn für FOOTLOOSE eine Nennung am 24. Mai in Baden-Baden abgegeben wurde - vielleicht müssen wir bis in den Herbst warten, bevor sie im Ausgleich wieder mitmischen kann.


11. Mai 2020 - FORSANTI: Das Gegenteil von Veni – Vidi - Vici

Caesar sprach einmal diese großen Worte: Ich kam, ich sah, ich siegte! Zum Start von FORLISTA (mit “Enki” Ganbat im Sattel) gestern in Hoppegarten passt das Gegenteil: Sie kam nicht, man sah sie nicht und gesiegt hat sie schon lange nicht. Nein, noch viel schlimmer: ein paar Monate nach ihrem rechten Bruder FORGO bekam auch FORLISTA Nasenbluten – ein Problem, das in dieser Mutterlinie bisher noch nie aufgetreten ist. Umso mehr besteht die Hoffnung, dass es nichts Schwerwiegendes ist ...

Der Rennverlauf der dritten Favoritin auf der 1200 m-Distanz ist bisher nur flapsig geschildert, aber viel mehr gibt es zum Start auf der Geraden Bahn in Hoppegarten auch nicht zu sagen – diese scheint FORSANTI einfach nicht zu liegen. Dass sie auf dieser Bahn nicht an der Spitze geht, ist nachvollziehbar, aber zum Schluss zog sie eben auch nicht an. Natürlich sucht auch der “Bodenkundler” wieder nach Entschuldigungen ... Klar, für FORSANTI war auch der Boden zu fest. Aber die Gegner waren eben auch nicht übermäßig stark ... Was bleibt, ist die Hoffnung, dass FORSANTI bald wieder in Bestform ist und dass das Nasenbluten eine einmalige Erscheinung ist. Es wird ja schließlich immer leichter.


05. April 2020 - Immer wieder spannend: die Decksaison

Während nicht nur in Deutschland der Rennbetrieb ruht, werden in den Gestüten die Fundamente für die klassischen Sieger 2024 gelegt. Stall Silbereiches inzwischen einzige Mutterstute FREYA besucht nach einem Jahr Pause in diesem Frühjahr BEST SOLUTION im Gestüt Auenquelle. Der besondere Reiz dieser Anpaarung besteht darin, dass die schnelle FREYA, die sich auf Distanzen zwischen 1200 und 1400 m wohlfühlte, einen Steher zum Partner bekommt, dessen Vater KODIAC, inzwischen ein mehrfacher europäischer Champion Sire, selbst ein Flieger war.
Am 3. April wurde FREYA erstmals von BEST SOLUTION gedeckt ... und das sah schon ganz gut aus ...
Bei FREYA selbst wird inzwischen die Hoffnung auf eine erfolgreiche Mutterstutenkarriere langsam größer, denn ihren noch ungeprüften Erstling, den 3-jährigen FREYTAG v. Santiago, bezeichnet Toni Potters in seinem Quartier als Hoffnungsträger; und ihr zweiter Nachkomme FREAK v. Neatico könnte nach aktuellem Stand einer der ersten Starter im Quartier von Dr. Andreas Bolte sein.


08. März 2020 - Wieder nur Platz 5, aber FORGO enttäuscht nicht

Es ist sicher nicht das Ziel einer Saison, mit fünften Platzen glücklich zu werden. Trotzdem ist ist der heutige 5. Platz von FORGO in einem Ausgleich III (-8) über 1700 m mit Vincent Schiergen zum Abschluss der Sandbahnsaison in Dortmund eine Leistung, mit der man nicht unzufrieden sein kann.
Schon Toni Potters hatte für FORGO immer die Außenbox beantragt, auch Hella Sauer bleibt dabei, doch aus dieser Außenbox gleich ins Vorderfeld zu gelangen, ist auf der Dortmunder Sandbahn so gut wie unmöglich. FORGO ordnete sich nach dem Start an drittletzter Position ein.
Gegenüber und im Schlussbogen rückte er dann langsam auf und man begann, von einem Sieg zu träumen, als er eingangs der Zielgeraden bereits an 2. Stelle hinter dem die ganze Zeit führenden BEETLE STAR zu sehen war.
Zuerst musste man sich vom Sieggedanken verabschieden, BEETLE STAR war einfach stärker. 200 m vor dem Ziel lag FORGO noch an 2. Stelle, doch dann kamen die Speedpferde: NUMERION, ESPRIT DU CORPS und der Favorit DOLOKHOV gingen an FORGO vorbei, doch die anderen 8 Starter wurden um 6 1/2 Längen und mehr distanziert.
Es war in diesem gut besetzten Feld einfach keine schlechte Leistung und es gab sogar noch 300 € Platzgeld. Und irgendwie dachte man: Mit der Kondition im Bauch und einer geringeren Handicap-Marke auf Gras muss sich FORGO doch schnell ein Rennen auf der Grasbahn schnappen können ...



16. Februar 2020 - FORGO ist beim Jahresdebut auf Sand noch nicht so weit

Der hoffnungsvolle junge französische Jockey Clément Lecoeuvre saß im Sattel, die letzte Sandbahn-Form mit einem 10 Längen-Sieg in allerdings ganz anderer Gesellschaft stand in der Sport-Welt - so genoss FORGO bei seinem Jahresdebut auf der Dortmunder Sandbahn im Ausgleich III (-8) über 1800 m viele Sympathien bei den Wettern und wurde hinter DOLOKHOV als zweiter Favorit (35:10) gehandelt. Diese Vorschlusslorbeeren konnte er jedoch im Rennen nicht einlösen.
Aus (beantragter) äußerer Startbox lag FORGO zumeist an 5. oder 6. Stelle im Feld der 8 Starter. Das sollte sich auch bis zum Schluss nicht ändern. Zuerst beeindruckte BEETLE STAR (3.) mit einem fulminanten Antritt, dann konnten es DOLOKHOV (2.) und vor allem TOWN CHARTER (1.) von ganz hinten mit viel Speed noch besser. Vor allem TOWN CHARTER beeindruckte mit extremem Höchstgewicht. Dem hatte FORGO (noch) nichts entgegenzusetzen, auch HIGHLY FAVOURED (4.) war nach der Winterpause schon etwas weiter. So kämpfte FORGO für den 5. Platz CASSILERO nieder und verdiente immerhin noch 300 Euro. Der Abstand zum Sieger betrug im Ziel 11 Längen.
Die attraktiven Ziele gibt es für FORGO erst auf der Grasbahn. So nebenbei einen Sieg auf der Sandbahn mitnehmen, wäre schön. Aber im Ausgleich III (-8) laufen schon gute Spezialisten, viel bessere Rennen gibt es auf Sand in diesem Winter gar nicht.


02. Februar 2020 - FOOTLOOSE zum Jahresauftakt im Geld

Auf ein quantitativ eher kleines, aber dennoch gut besetztes Feld traf FOOTLOOSE bei ihrem Jahresdebut am 2. Februar im Agl. IV (+2,5) über 2500 m auf der Dortmunder Sandbahn. Für die gesperrte Sibylle Vogt saß Andre Best in Sattel. Am Toto stand FOOTLOOSE zeitweise sehr lang, zum Start wurde sie mit 13,2:1 als chancenreicher Außenseiter eingestuft.
Mit ihrem gewaltigen Antritt setzte sich FOOTLOOSE gleich nach dem Start an die Spitze und zog mit ihrem Tempo bald das Feld in die Länge. Zeitweilig hatte sie sechs Längen Vorsprung. Mit diesem Tempo hatten einige Gegner ihre Schwierigkeiten, darunter auch die chancenreichen LADY MAXI, INIESTA und SHY MOON. THUNDER LIGHT und der Außenseiter ENSIGN EWARD passten jedoch auf und rückten im Schlußbogen an FOOTLOOSE heran. Man sah schnell, dass sie in der Zielgeraden an FOOTLOOSE vorbeiziehen würden. Noch besser konnte es aber von weiter hinten NEXTWAVE. Er bezwang THUNDER LIGHT mit einer 3/4-Länge, ENSIGN EWARD blieb 2 1/2 Längen dahinter in Reichweite, während FOOTLOOSE auf Platz 4 mit viel Luft hinter dem Dritten und vor dem Fünften durch das Ziel galoppierte.
Mit 500 Euro Platzgeld trug sie sich 2020 als Erste in die Gewinnsummen-Liste der Silbereiche-Zöglinge ein.
Bei einem solchen Ritt von der Spitze hängt immer viel vom richtigen Timing ab, darüber hinaus war es heute sehr nass in Dortmund. Angesichts der formstarken Gegner kann man wenig am Ritt von Andre Best aussetzen. Und vor allem kann man es nicht beweisen, ob etwas weniger oder etwas mehr Tempo noch einen entscheidenden Vorteil gebracht hätte. Es wird (hoffentlich) in diesem Winter noch Rennen in Dortmund geben, in denen weniger als drei Pferde dem Tempo von FOOTLOOSE folgen können ...


29. Dezember 2019 - FORSANTI zum Jahresausklang: Nicht schönreden, nicht schlechtreden ..

Der letzte Start 2019 für die Silbereiche-Zucht war mal wieder so ein Rennen, das man je nach Blickwinkel unterschiedlich bewerten konnte. FORSANTI startete mit "Enki" Ganbat in einem mit 9 Pferden besetzten Ausgleich III (-2) über 1200 m. Die Dortmunder Sandbahn war diesmal nicht so fest wie in den letzten Wochen, das sollte FORSANTI entgegenkommen. Die Wetter hatten sehr viel Mumm auf FORSANTI, zeitweilig blinkte sie als Favoritin am Toto; zum Start war sie dann dritte Favoritin (56:10) hinter SEA ESS SEAS und SEQUEL.
Ein gewolltes Handicap war sicherlich die beantragte Startbox ganz außen, damit FORSANTI nicht so lange auf dem Startplatz verweilen muss. Für jeden Jockey ist das dann schon eine Herausforderung, über den kurzen Weg der Stute das passende Rennen zu servieren. Denn FORSANTI hat nicht den Blitzstart, um von außen gleich in die Spitzengruppe zu laufen. Auch diesmal fand sich FORSANTI im ersten Bogen unter den letzten drei Pferden wieder und rückte auch gegenüber nicht weiter auf. Ihr Jockey setzte bei schnellem Tempo voll auf ihren Speed. Ausgangs des Schlussbogens versuchte FORSANTI dann aufzurücken, was ihr aber kaum gelang. Also konnte nur noch ihr Speed in der Zielgeraden helfen, aber auch dieser war nicht durchschlagend. Die vorderen Pferde liefen nicht weg, aber FORSANTI kam auch nicht nennenswert an sie ran. Das gesamte Feld blieb dicht zusammen.
Im Ziel belegte FORSANTI Platz 8 von 9 - das ist sicherlich weit unter den Erwartungen. Allerdings waren es nur gut 4,5 Längen bis zum Sieger SEQUEL. Das rückt ihre Leistung wieder in ein etwas besseres Licht. Zweiter war TIKTHEBOX vor MAGIC QUERCUS.
Welche Bedingungen müssten sich für FORSANTI auf der Sandbahn noch verbessern, dass sie nach vorn läuft? Die erstmals angelegten Ohrenstöpsel brachten auch nicht den Durchbruch, 1400 m-Rennen gibt es in Dortmund nicht. Fehlt ihr auf Sand noch Routine oder benötigt sie noch tieferen Sand? Vielleicht hat der Trainer eine Idee ...


26. Dezember 2019 - Der Weihnachtsmann hat nichts dabei für FOOTLOOSE

Fünf Platzgelder gab es am 2. Weihnachtsfeiertag in Mülheim zu gewinnen, als FOOTLOOSE in einem Ausgleich III (-8) über 2100 m mit Sibylle Vogt an den Start ging. Und nach Form schien FOOTLOOSE durchaus eine Chance zu haben, eines dieser Gelder zu ergattern. Aber daraus wurde nichts.
Gehen wir einmal davon aus, dass die Stute keinen besonders schlechten Tag erwischt hatte, dann gab es wohl vorrangig zwei Gründe für den 8. Platz, der letztendlich heraussprang: 1. Das Tempo, dass NEOTTIA zuerst an der Spitze vorlegte, war nicht nach dem Geschmack von FOOTLOOSE. Es war ein Höllentempo, das vermutlich auch dem haushohen Favoriten TINTORETTO am Ende den Sieg vermasselt hat, da er an NEOTTIA dran blieb, während FOOTLOOSE aus der äußeren Startbox startend sich vor der ersten Kurve mit dem dritten Platz zufriedengab und überraschend nicht gegen die Hand desr Reiterin ging, was sie bei normalem Tempo eigentlich immer macht, wenn sie nicht die Spitze erobert. Die Geschichte des Rennens von FOOTLOOSE ist dann auch schnell zu Ende erzählt, denn bereits vor dem Schlussbogen sendete die Stute Notsignale und ließ weitere Kontrahenten vorbei - und war somit nicht mehr im Rennen. Vorne formierte sich die Hälfte des Feldes zum sehr spannenden Endkampf. Es gewann SCALERO vor TINTORETTO und SURREY WARRIOR. Hinter dem Fünften ESSLINGER klaffte dann eine große Lücke von 16 Längen zum Rest des Feldes, das nach und nach ins Ziel trudelte. Darunter vor auch der zweite Favorit AMON, der angeblich auch den schweren Boden kann. Und damit sind wir bei Grund Nr. 2: FOOTLOOSE läuft auf weichem Boden besser als auf festem Geläuf, aber der heutige schwere Boden in Mülheim war noch einmal eine ganz andere Nummer ... auch optisch. Das war wohl doch für FOOTLOOSE's Geschmack eine ganze Ecke zu schwer.
Und nicht zu vergessen: FOOTLOOSE lief erstmals auf Gras mit dem Siegaufgewicht, das sie sich Ende September in Köln verdient hatte.
Ob FOOTLOOSE es aktuell auf Gras oder auf Sand mit 11 Pfund weniger Gewicht leichter hat, ist eine schwierige Frage. Vorerst setzt Trainer Sven Schleppi auf die Mülheimer Grasbahn, wo FOOTLOOSE in einem ähnlichen Rennen am 12. Januar eine Nennung erhalten hat.


01. Dezember 2019 - Sven Schleppi hält FOOTLOOSE gut in Schwung

Der letzte Start von FOOTLOOSE ist bereits mehr als zwei Monate her und war der "Abschiedssieg" für ihren Trainer Toni Potters am 27.9.19 auf der Kölner Grasbahn. Gleich nach diesem Rennen wechselte die Stute zusammen mit ihrem Stallgefährten AVARENGO in das Quartier von Sven Schleppi nach Bexbach. Heute, am 1. Advent, lief FOOTLOOSE auf der Dortmunder Sandbahn zum ersten Mal für ihren neuen Betreuer und erwischte mit einem Ausgleich IV (+4) über 2500 m ein sehr formstark besetztes Rennen, in dem diverse Pferde wegen der Starterbegrenzung auf 14 Pferde ausgeschieden werden mussten. Mit 106:10 trug FOOTLOOSE durchaus etwas Vertrauen und das sollte sie nicht enttäuschen.
Sibylle Vogt versuchte mit FOOTLOOSE aus Box 13, frühzeitig die Spitze zu übernehmen und das gelang ihr auch bereits zu Beginn des ersten Bogens. Von da an legte sie ein strammes Tempo vor, das das Feld nach und nach auseinanderzog. Bis eingangs der Zielgeraden konnten nur vier Pferde folgen, die nun alle FOOTLOOSE unter Druck setzten. Der Favorit AZONTO (1.) erwies sich als Starkster und hielt auch IGNEO (2.) leicht iin Schach, 11 Längen dahinter kämpften SHY MOON (3.), FOOTLOOSE (4.) und WAIKIKI (5.) um die letzten Platzgelder und kamen in dieser Reihenfolge ins Ziel. 550 Euro war der Lohn für den 4. Platz von FOOTLOOSE. Hinter WAIKIKI gab es ein "Loch" von 21 Längen zum Rest des Feldes.
FOOTLOOSE gab ein gutes Debut für das Schleppi-Quartier und sollte in leichteren Rennen im Winter weiterhin Geld verdienen können. Als nächste Startoption könnte die Stute jedoch am 2. Weihnachtsfeiertag noch einmal auf der Grasbahn in Mülheim laufen.


09. November 2019 - FORSANTI meistert ihr Außenbox-Handicap gut

10 Tage nach ihrem 5. Platz in Halle trat FORSANTI erneut an: In Magdeburg gab es einen Ausgleich IV (-2) über 1200 m, in dem FORSANTI dank 1 kg Nachlass aus Halle und 2 kg Erlaubnis ihrer Reiterin Lilli-Marie Engels günstig im Rennen stand. Das 12 Pferde-Rennen war nicht so stark besetzt wie jenes in Halle, einige Pferde trugen Mehrgwicht oder waren nicht ausgehandicapt, doch ein gerade in Magdeburg über 1200 m schwerwiegendes Handicap musste FORSANTI bewältigen: Sie startete fast ganz außen aus Box 11.
FORSANTI ist im Kreis der 1200 m-Spezialisten auch nicht gerade die Spritzigste. Aus der Box heraus fand sie sich deshalb im hinteren Mittelfeld wieder. Lilli-Marie Engels musste zwar mit der Santiago-Tochter einige Meter mehr gehen, aber sie tat dies in aller Ruhe und steuerte die Zielgerade etwa an fünfter Stelle an. Dort setzten sich die Siegerin LARA und FRIDAY SILENCE (2.) mit schnellem Antritt vom Feld ab, während FORSANTI mit ihrem eher langgezogenen Speed noch BECTIVE (4.) und AGAMA (5.) den dritten Platz wegschnappte. Platz 3 brachte dem Stall Lilofee 600 Euro. Mit dem eher weichen als guten Geläuf in Magdeburg kam FORSANTI gut zurecht. Unterm Strich war das eine gute Leistung von FORSANTI.
Nun gibt es noch mehrere Optionen auf der Sandbahn, auf der FORSANTI auch schon einen Ansatz gezeigt hat, oder am 2. Weihnachtsfeiertag ein 1300 m-Rennen in Mülheim, einer Bahn, die ihr mehr zusagen sollte als Magdeburg.


31. Oktober 2019 - Auch FORSANTI holt sich ein kleines Geld

Mit vielen Vorschlusslorbeeren bestritt FORSANTI ihren ersten Start unter der Regie von Stefan Richter und in den Farben des Braunschweiger Stalles Lilofee. Es handelte sich um einen Ausgleich III (+-0) über 1350 m in Halle, im Sattel saß Bauyrzhan Murzabayev. Hinter der 3-jährigen SO BEAUTIFUL (49:10) ging FORSANTI (55:10) als zweite Favoritin an den Start.
In dem gut besetzten 11er-Feld hielt sich FORSANTI vom Start weg im Mitteltreffen auf. In der Zielgeraden ließ FORSANTI nicht nach, einige Gegner offenbarten aber mehr Speed, vor allem der Sieger MISTER BEAN zeigte mit 3 1/2 Längen Vorsprung deutlich, wer Herr im Hause ist. Dahinter platzierten sich 1/2 - 3/4 - 1 Länge zurück der Stallgefährte SIR THEODORE, ZAUBERLADY, MACAN und auf dem 5. Platz FORSANTI, die sich damit das letzte Platzgeld in Höhe von 250 Euro schnappte.
Das Geläuf (gut bis weich) präsentierte sich bei der Wiedereröffnung der Rennbahn in bestem Zustand, vielleicht braucht es FORSANTI zur Bestleistung noch etwas weicher. In 10 Tagen ist sie bereits wieder in einem 1200 m-Ausgleich IV in Magdeburg engagiert. Ob es heute ihre Idealdistanz war oder ob es lieber etwas kürzer oder länger sein sollte, war heute nicht zu erkennen, tendenziell könnten ihr Bahnen mit langen Linien besser liegen.


19. Oktober 2019 - Ein "Reisekostenzuschuss" für FORGO in Baden-Baden

Keine besonderen Erkenntnisse lieferte der Start von FORGO beim ersten Tag des Herbst-Meetings (19.10.2919).
Es war vieles anders und neu für FORGO in diesem Ausgleich III(-8) über 2000 m. Im Ziel belegte er Platz 6, womit er noch das letzte Platzgeld von 200 Euro ergatterte. Das war keine schlechte Leistung, aber eben auch keine besonders gute.
Neu für FORGO ist Hella Sauer als Trainer. Sie lässt ihre Pferde in der Mehrzahl nur in Frankreich laufen. Bei FORGOs erstem Start unter ihrer Regie wollte sie offensichtlich mal überprüfen, ob er nicht auch über einen längeren Weg als 1600 m kommt. Also eine neue Distanz, mit Bayarsaikhan Ganbat auch ein neuer Reiter, der das Pferd noch nicht kannte. Neu auch der Zustand des Geläufs, denn bei schwerem Boden ist FORGO in seiner Karriere noch nicht gelaufen. Neu für ihn war auch der Flaggenstart auf Grund einer defekten Startmaschine.
FORGO hielt sich im Rennen im hinteren Mitteltreffen auf. Dabei hatte er nicht unbedingt ein ruhiges Rennen, es gab viele Positionskämpfe. In der Zielgeraden konnte er sich noch um ein paar Positionen verbessern und landete bei 13 Startern im vorderen Mitteltreffen. Interessant ist, dass alle vier gestarteten 3-jährigen vor ihm waren; von den älteren Pferden schaffte das nur ADARIS auf Platz 4. Es gewann YES HE CAN vor LA SADIRA, die kürzlich noch FOOTLOOSE den Vortritt lassen musste, und DEPARTING.
Auf Grund der oben beschriebenen neuen Rahmenbedingugen in vielfacher Hinsicht ist eine Interpretation des Rennens schwierig. Kann FORGO die 2000 m vielleicht bei gutem Boden? Oder kann er den Boden, aber die 2000 m nicht? Das Rennen gab keine eindeutigen Antworten.


06. Oktober 2019 - Kein Happy-End mit FORSANTI in Köln

Es war laut Trainer Toni Potters der letzte Start der Rennfarben von Edith Jörgensen: Mit Adrie de Vries bestritt FORSANTI einen Agl. IV (+2) über 1400 m in Köln. Es war das Rennen der Viererwette und FORSANTI trat auf Grund der letzten Form in Baden-Baden als Favoritin (35:10) an. Das Wetter war äußerst schlecht, es regnete ohne Unterbrechung und der Boden war eher schwer als weich. Nach dem Start aus Box 8 schien FORSANTI auf dem Boden gut zu galoppieren, doch noch vor dem ersten Bogen war das Rennen für sie zu Ende, denn Adrie de Vries konnte einen kleinen Haken von FORSANTI nicht aussitzen und landete auf dem Geläuf. Verletzt haben sich offensichtlich weder Reiter noch Pferd, aber es war natürlich kein schöner Abschluss für die "Besitzer-Karriere" von Edith Jörgensen.
Sieht man einmal einmal davon ab, dass FORSANTI reiterlos als Erste die Ziellinie überquerte, lautete der offizielle Einlauf: CIRCUSKIND vor EVA GORE und KÖNIG ARTE.
Auch für FORSANTI wird jetzt ein neuer Besitzer gesucht.


28. September 2019 - FOOTLOOSE ist nicht traurig, sondern gewinnt

Wenn man zu sehr "menschelt", könnte man fast befürchten, dass die Jörgensen-Pferde jetzt auch traurig darüber sind, dass es in Großenkneten nicht weitergeht. Aber ganz das Gegenteil ist der Fall: AVARENGO und FOOTLOOSE gewannen gestern (27.9.2019) in Köln ihre Rennen und empfahlen sich für neue Besitzer und Trainer.
FOOTLOOSE verpasste in den letzten Monaten zweimal in Mülheim nur knapp einen Sieg und scheiterte zuletzt in Magdeburg nur am trockenen Boden. Deshalb war ihr Sieg keine Riesenüberraschung.
Maxim Pecheur, der beide Potters-Sieger ritt, wählte auf FOOTLOOSE eine ähnliche Taktik wie auf AVARENGO. Er steuerte die MAMOOL-Tochter - obwohl aus Box 1 ganz innen gestartet - ganz an die Außenseite auf den besseren Boden, behielt dabei aber die Pilotenposition. Auch in der Zielgeraden blieb die vierte Favoritin im 9er-Feld FOOTLOOSE (79:10) an den Außenrails und hatte offensichtlich den besten Boden unter den Hufen.
In Gefahr wähnte man FOOTLOOSE nur einmal, als die haushohe Favoritin LA SADIRA (24:10) aufrückte und schon auf eine halbe Länge auflief. Aber dann konterte FOOTLOOSE sehenswert und war im Ziel 1 3/4 Längen sicher voraus. Dritter wurde NOBLE FIGHTER.
Die Siegprämie beläuft sich auf 3.000 Euro. Mit diesem Sieg steht die von Sprinter- auf Mitteldistanzen umgeschulte Stute im GAG wieder in der Nähe ihrer 3-jährig erlaufenen Bestmarke von 63,5 kg. Da der Boden in den nächsten Wochen eher weich sein wird und sie auch auf Sand schon bewährt ist, sollte sie auch in den nächsten Rennen gut unterwegs sein.


28. September 2019 - Der Rosenhof schließt die Pforten

Seit wenigen Tagen weiß es ganz Galopp-Deutschland: Der Rosenhof in Großenkneten, die von Hans-Heinrich Jörgensen aufgebaute und von seiner Frau Edith mit großem Engagement weitergeführte Trainingsanlage wird zum Jahresende aus Altersgründen geschlossen. Solche Gründe sind immer zu respektieren, ebenso der Umstand, dass die jüngere Generation der Familie das "Projekt" nicht weiterführen will, denn der deutsche Galopprennsport bietet den Aktiven in vielen Fällen nicht gerade ein Füllhorn von finanziellen Chancen.
Nichts im Leben ist unendlich, deshalb wird der Stall Silbereiche nicht lange trauern, sondern zuerst dieser Lebensleistung der Familie Jörgensen Respekt zollen und dann mit Freude auf 12 doch recht erfolgreiche Jahre zurückblicken, in denen 9 der letzten 11 "Zöglinge" den Weg nach Großenkneten fanden und für die Familienfarben bis heute 35(!) Rennen gewinnen konnten. Allein Trainer Toni Potters, der seine Zelte demnächst in Bremen-Mahndorf aufschlagen wird, gelangen 22 Siege, womit die Silbereiche-Zucht bei fast jedem 4. Sieg in seiner Zeit als Trainer in Großenkneten vertreten war.
Dieser kleinen Rückblick findet eine gute Abrundung, wenn man noch einmal den Höhepunkt der Zusammenarbeit, den Listensieger und Dritten in der Goldenen Peitsche (Gr. II), FORGINO, erwähnt.
So werden denn auch unsere diesjährigen Jährlinge FELLOW und FREAK den Weg in andere Trainingsquartiere finden. Der Stall Silbereiche freut sich über jeden Kaufinteressenten, die bitte über info(at)silbereiche.de Kontakt mit uns aufnimmt.


07. September 2019 - Es staubte in Magdeburg - zum Leidwesen von FOOTLOOSE

FOOTLOOSE kann auch guten Boden. Aber ein bisschen elastisch sollte es schon sein. So wie zuletzt in Mülheim. Aber heute (7. September) in Magdeburg über 2050 Meter im Agl. II war es staubtrocken. Das mag die MAMOOL-Tochter nicht.
Mit Marco Casamento eroberte FOOTLOOSE sofort nach dem Start die Spitze und verteidigte diese auch bis in die Zielgerade. Aber dann hielt sie eben nicht so gut durch wie zuletzt in Mülheim. Und nicht die Gegner waren stärker, der Boden war einfach zu trocken. Im Ziel war sie Sechste - gute 4 Längen hinter dem Sieger - bei fünf Platzgeldern schrammte sie knapp an einem Geldpreis vorbei. Es gewann SOLIMAN vor ANTARES und WISSAM.
Es gibt halt Tage, an denen die Rahmenbedingungen nicht so gut passen ...


01. September 2019 - Baden-Baden: FORGO nicht gut drauf, FORSANTI solide

Nach den drei Siegen beim Derby-Meeting in Hamburg waren die Saisonziele für die Silbereiche-Zucht bereits erreicht; alles, was nun noch kam bzw. kommt, darf man als schönes "Zubrot" bezeichnen. Insofern wäre es vermessen zu rechnen, auch beim Sommer-Meeting in Baden-Baden wieder mit ein oder zwei Siegen zu rechnen.
Wenn denn aber FORGO in einem 15 Pferde-Ausgleich hoher Favorit ist (38:10) und dann als einer der Letzten durch das Ziel läuft, dann kann man für ein paar Minuten Gefühle der Enttäuschung nicht wegdrücken.
So war es gestern (31. August) im vorletzten Rennen. Adrie de Vries hatte mit FORGO aus der beantragten Außenbox 15 ein aufwendiges Rennen, oft in vierter, fünfter Spur. In der Zielgeraden, als FORGO zu seinem üblichen Schlussangriff ansetzte, glaubte man zuerst, jetzt rollt der SANTIAGO-Sohn das Feld von hinten auf. Doch heute hatte FORGO wenig zu verkaufen, er kam nicht weiter und endete im Ziel auf Platz 12. Es war die erste enttäuschende Leistung von FORGO seit zwei Jahren, die kann man dem Wallach gewiss nicht übelnehmen; zumal er seine in Hamburg erworbene GAG-Marke bei der knappen Niederlage gegen DICTATOR in Düsseldorf schon bestätigt hat. Wenn nachträglich kein gesundheitliches Handicap auftaucht, dann heißt es jetzt nur: Abhaken und auf ein neues (Rennen)!
Besser präsentierte sich einen Tag später die ein Jahr jüngere rechte Schwester FORSANTI. Gegen 10 Gegner bestritt die Stute mit Micky Cadeddu einen Ausgleich III (-4) über 1200 m. Aus dem Mitteltreffen heraus steuerte sie die Zielgerade an, wobei ihr Speed diesmal nicht ganz so durchschlagend war. Aber es reichte zum 4. Platz hinter dem Favoriten BISHAPUR, SIR THEODORE und nur einen Hals hinter STAR FOCUS. Immerhin verdiente FORSANTI damit noch 1.000 Euro.
Sowohl für FORGO als auch für FORSANTI gilt: Nicht alle Rennen sind so gut besetzt wie an diesem Wochenende in Baden-Baden; deshalb sollten beide in diesem Jahr noch ein paar Euro verdienen. Insbesondere FORSANTI könnte auch etwas weicherer Boden entgegenkommen.


17. August 2019 - FOOTLOOSE in Mülheim ganz dicht am Sieg

Wenn jetzt noch jemand einen Garantieschein ausstellt, dass FOOTLOOSE in diesem Jahr noch ein Rennen gewinnt, dann würde sich auch für die 6-jährige Mamool-Tochter eine gute Saison runden. In jedem Fall war der 2. Platz heute am 17. August in Mülheim eine ihrer bisher besten Leistungen in diesem Jahr, denn sie unterlag nur mit "Nase" gegen eine steigerungsfähige und zudem nobel gezogene 3-jährige, die Novellist-Tochter PANTHEA aus dem Wöhler-Stall.
Es lohnt sich auch nur, über diese beiden Pferde den Rennverlauf zu schildern. Von Start weg übernahm FOOTLOOSE mit Adrie de Vries über 2000 Meter gegen sieben Gegner die Führung, Eddy Pedroza und PANTHEA legten sich wachsam dahinter. Daran änderte sich zuerst auch in der Zielgeraden nichts. PANTHEA blieb die einzige Gegnerin für FOOTLOOSE, der Rest des Feldes konnte in keiner Phase aufrücken, den 3. Platz belegte SUAREZ 3 3/4 Längen.
100 Meter vor dem Ziel startete Eddy Pedro den entscheidenden Angriff auf FOOTLOOSE, den diese nicht mehr ganz kontern konnte: "Nase geschlagen Zweite" - das brachte brutto 1400 Euro in die Besitzerkasse.
FOOTLOOSE profitierte sicherlich auch vom etwas weicheren Boden als in den letzten Rennen. Für einen Sieg ist sie nun überfällig.


04. August 2019 - FORGO und FOOTLOOSE beide stark am Diana-Tag

Dass Toni Potters' Stallform nach dem etwas mäßigen Freitag in Bad Doberan nicht absackt, hat er mit nur einem Starter (LOVE FIFTEEN) am Samstag an gleicher Stelle mit einem Sieg im zweithöchstdotierten Rennen des Tages bewiesen. Und FOOTLOOSE und FORGO konnten sich mit ihren Leistungen am Stutenderby-Sonntag (4. August) in Düsseldorf ebenfalls sehen lassen.
Zuerst war FOOTLOOSE dran. In einem Viererwette-Rennen mit GAG +-0 über 2100 m schaffte es Adrie de Vries auch aus der ungünstigen Startbox ganz außen, die Stute vor dem ersten Bogen an die Spitze zu dirigieren. Dort regulierte sie das Tempo bis in die Zielgerade.
Und sie wurde sofort von FEUERLILIE und ENISSEY angegriffen. Und es war schon sehenswert, wie Adrie de Vries sie immer wieder motivieren konnte und wie sie kämpfte. Letztendlich war ihr Dr. Boltes FEUERLILIE überlegen, aber ENISSEY hatte sie im Griff. Also 2. Platz? Nein, leider nicht. Denn auf Rollschuhen schnappte ihr dann der zweite Bolte-Starter ALENZA noch den Ehrenplatz weg. Trotzdem war der 3. Platz, der mit 1000 Euro dotiert war eine feine Leistung.
Noch näher am Sieg schnupperte FORGO im Rennen, einem Ausgleich III (-9) über 1600 m nach der "Diana": Es gab eigentlich nur einen Gegner, den Bahnspezialisten in Form DICTATOR, vielleicht auch noch die Auenquellerin GLADY MARY - das bildete sich zumindest am Toto ab. Aber so kam es auch. FORGO - mit Adrie de Vries - wurde aus der beantragten Box 9 ganz außen wieder von hinten geritten. In der Zielgeraden fand er zuerst eine Lücke, doch fand er sich dann in der Spur von GLADY MARY wieder. Es war nur ein Moment, den Adrie de Vries brauchte, um wieder etwas nach außen zu wechseln. Aber dieser Moment hat sicherlich FORGO den Sieg gekostet. GLADY MARY (3.) packte er noch, aber außen von FORGO hatte der Favorit DICTATOR ein ungestörtes Rennen und war im Ziel nach Kampf dann einen Hals voraus.
Für Platz 2 gab es 2.250 Euro "Belohnung" - aber eben kein Aufgewicht. So wird FORGO auch beim wohl nächsten Start in Baden-Baden chancenreich antreten. Dabei ist die Frage spannend, in welchem Rennen? Denn so richtig passt keine Ausschreibung auf die aktuellen Wünsche von FORGO ...


02. August 2019 - FORSANTI in Bad Doberan: Entweder es läuft oder nicht!

Beim heutigen Start (2.8.19) im Ausgleich III über 1300 m in Bad Doberan mit Micky Cadeddu im Sattel war FORSANTI eigentlich ein sicherer Tipp auf einen Geldpreis. Platz 6 von 9 Startern war insofern enttäuschend, auch wenn es nicht einmal 3 Längen Abstand zum Sieger waren. Vielleicht war es die Summe der negativen Rahmenbedingungen, die zu diesem Ergebnis führte:
Die Tagesstallform: Bis auf ARIONNA (2.) liefen alle Potters-Schützlinge unter den Erwartungen. Man könnte fast meinen, sie hätten gestern eine Party gefeiert ...
Die Linienführung der Bahn: Kurz nach der letzten Ecke sind es nur noch 400 m bis zum Ziel. Und dann geht es auch erst einmal ein bisschen bergauf. FORSANTI kam so überhaupt nicht in Gang und ließ den gewohnten Speed vermissen. Baden-Baden, Hamburg und Mülheim haben längere Zielgeraden, die liegen der SANTIAGO-Stute. Und wenn sie jede Kurve in der dritten Spur geht, dann sind das in der Summe schon ein paar Meter mehr.
Die Gegner: ... waren schon stärker als zuletzt in Mülheim. ITS MY TURN gewann vor WANGI WANGI und DO IT IN RIO, Vierter war CONTESSA - womit sich gleich zwei Außenseiter (WANGI WANGI und CONTESSA) gut steigern konnten. POWER JACK bestätigte als 5. die Form zu FORSANTI in Hamburg. Durch die Linienführung sind die 1200 m-Spezialisten aber eher im Vorteil als die 1400 m-Spezialisten, zu denen ich FORSANTI zähle.
Beim nächsten Start, vermutlich in Baden-Baden, werden die Karten neu gemischt. Da muss man gar nicht pessimistisch sein ...


14. Juli 2019 - 2.900 Euro und kein Aufgewicht ...

... das war das Ergebnis von FOOTLOOSE und FORSANTI beim Renntag am 14. Juli in Mülheim an der Ruhr. Beide Stuten a.d. FORLISTA (beide mit Adrie de Vries im Sattel) liefen ein gutes Rennen und unterlagen im Endeffekt nur knapp mit Hals oder Nase.

Der Reihe nach; FOOTLOOSE war zuerst an der Reihe und startete im 5. Rennen über 2000 m; neu war, dass Adrie de Vries in diesem Rennen nicht mehr von hinten kommen wollte, sondern von vorn. Und FOOTLOOSE schien mit diesem Mix aus Distanz und Taktik gut klarzukommen. Von der Spitze aus steuerte FOOTLOOSE die Zielgerade an, sprang dann noch einmal von den Gegnern ab und wurde erst vor dem Ziel von FIGHT TO HONGKONG gestellt: es war ein Hals Vorsprung. Dritter wurde der Favorit ZAMADI.
Enger noch war der Abstand auf der Linie für FORSANTI, die in ihrem Rennen als 29:10-Favoritin startete. Die SANTIAGO-Stute ging nach dem Start wie immer im Hintertreffen. In der Zielgeraden fand Adrie de Vries auf dem inneren Spuren passende Lücken, um einen nach dem anderen Gegner "einzusammeln". Nur für die zweite Favoritin ARATIKA stand der Zielpfosten 5 Meter zu früh; eine Nase fehlte - und FORSANTI hätte gewonnen. Dritter wurde GRISE LIGHTNING.
Beide Stuten haben in Mülheim nicht enttäuscht. Im Gegenteil - mit den beiden zweiten Plätzen (1700 Euro für FOOTLOOSE, 1200 Euro für FORSANTI) gab es einen hübschen Nachschlag auf die Erfolge während des Derby-Meetings und kein Aufgewicht!



07. Juli 2019 - FORGO komplettiert ein traumhaftes Derby-Meeting für die Silbereiche-Zucht

Zwar war FORGO 35:10-Favorit bei seinem zweiten Start während des Derby-Meetings am Sonntag, dem 7. Juli 2019, doch nach den beiden Erfolgen am ersten Wochenende von FORSANTI und FORGO kam einem der Glaube an eine Silbereiche-Triplette fast unheimlich vor. Aber FORGO bestätigte das Vertrauen der Wetter und schaffte es nach CASINOMASTER als zweites Pferd, zwei Rennen beim Derby-Meeting zu gewinnen.
Und wie schon beim ersten Sieg machte es Adrie de Vries auf FORGO wieder sehr spannend. Mit dem Topgewicht von 63 kg war von Anfang an geplant, mit FORGO das Rennen im Hintertreffen zu beginnen. Auch nach dem Einbiegen auf die Außenbahn, eine fast nahezu rechtwicklige Linienführung, blieb FORGO an vorletzter Stelle. Im Schlussbogen tendierte FORGO schon leicht nach außen, denn bei 13 Startern wollte es Adrie de Vries offensichtlich nicht noch einmal versuchen, innen auf eine Lücke zu warten. In der Zielgeraden spekulierte der Jockey dann doch darauf, nicht ganz außen angreifen zu müssen, doch es wurde keine Spur frei um anzugreifen. Oder wollte de Vries FORGOs Speed bewusst lange herauszögern? Es war in jedem Fall ein riskantes Spiel vom Reiter, denn als FORGO wirklich freie "Fahrt" hatte, hatten sich CHICAGO BERE (2.) und EDELSTEIN (3.) innen bereits deutlich abgesetzt. Der dritte Platz war für FORGO bereits gebucht, als dieser auf den letzten 50 Metern derart schnell wurde, dass es im Ziel doch noch zu einem sicheren 1/2-Länge-Sieg gegen die durch einen Hals getrennten Kontrahenten reichte. Der Rest mit dem Mitfavoriten DOLOKHOV an der Spitze war 2,5 Längen zurück.
Dieser Speedwirbel war schon beeindruckend, aber Adrie de Vries sollte es in den kommenden Rennen, wenn es mit erneutem Aufgewicht nochmals schwerer wird, nicht immer so spannend machen. Der Holländer meinte nach dem Rennen im Interview, dass FORGO ein gutes Pferd sei und sich aktuell mit jedem Start noch steigern würde.
6.000 Euro gab es brutto für Edith Jörgensen und ihre Tochter Meike; insgesamt haben die Silbereiche-Zöglinge in dieser Woche demnach 16.400 Euro verdient. Nach den guten Leistungen von FORGINO in Gruppe- und Listenrennen 2015 bis 2017 ist diese Derby-Woche ein neuer Höhepunkt für die Silbereiche-Zucht.


01. Juli 2019 - FOOTLOOSE gut, aber nicht gut genug für Hamburg

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn sich nach den Siegen von FORSANTI und FORGO auch FOOTLOOSE weit vorne platziert hätte. Und viel fehlte dazu im Ausgleich III (+-0) über 2400 m am Montag (1.7.19) des Derby-Meetings auch nicht. Letztendlich waren es ca. 3 Längen, die FOOTLOOSE vom Sieger trennten, doch damit reichte es nur zu Platz 8 von 13 Startern.
Der Mongole "Enki" Ganbat, der mit FOOTLOOSE bereits auf Gras erfolgreich war, saß im Sattel und steuerte die Stute in bewährter Form vom letzten Platz aus. In der Zielgerade zeigte sie ihren bekannten Speed, der aber nur für einen Mittelfeldplatz reichte, denn fast alle Pferde blieben in diesem 13 Pferde-Rennen in einem dichten Pulk bis zur Ziellinie zusammen. Es gewann ALENZA vor IRINA und MOD. Direkt vor FOOTLOOSE kam der formbeständige IRAWADI über die Linie, dahinter platzierten sich Formpferde und Mitfavoriten wie CARACALLA QUEEN, SHOEMAKER und LARSSON. Die heutige Leistung von FOOTLOOSE ist also jederzeit für den Kampf um die Sieg- und Platzgelder gut genug, wenn das Rennen nicht gerade in Hamburg oder Baden-Baden ausgetragen wird. Vielleicht wird ihr auch etwas elastischeres Geläuf zu Gute kommen.
FORSANTI-FORGO-FOOTLOOSE - es ist insgesamt ein sehr erfolgreiches Derby-Meeting für die Silbereiche-Zucht. Und es könnte noch besser werden, wenn FORGO tatsächlich am Derby-Sonntag ein zweites Mal in Hamburg antritt.


30. Juni 2019 - Atemstillstand vor FORGOs sicherem Sieg

Ein Einstand, wie ihn FORSANTI gestern zum Derby-Meeting geliefert hat, lässt auf weitere gute Ergebnisse hoffen. Aber das Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden hat gezeigt, dass der Turf-Gott seine Sympathien schnell wechseln kann, denn da warf FORGO einen Tag später seine junge Reiterin Anneke Ketzer beim Aufgalopp ab.
Aber nicht so heute, am ersten Sonntag des Meetings (30. Juni)! Als eindeutiger Favorit (29:10) kam FORGO im Ausgleich III (-1) über 1400 m zu einem sicheren Sieg gegen MISTER BEAN, jenem Wallach, der FORSANTI beim Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden noch am Sieg gehindert hatte.
Doch auch wenn FORGO heute noch deutlicher die Gegnerschaft beherrschte als FORSANTI gestern, war das Rennen viel aufregender. Denn FORGO hatte mit Adrie de Vries im Sattel einen schlechten Start und fand sich auf der kurzen Strecke schnell am Ende des Feldes wieder. So steuerte FORGO innenliegend auch die Zielgerade an. 400 Meter vor dem Ziel wollte keiner mehr an einen Sieg von FORGO glauben, denn in diesem Moment waren die drei inneren Spuren vor ihm mit auf einer Höhe galoppierenden Pferden besetzt. Außen rum oder warten? Adrie de Vries wartete kurz und dann tat sich tatsächlich ganz innen an den Rails eine Lücke von max. einer Pferdebreite auf. Adrie de Vries stieß in diese Lücke, eine Berührung mit anderen Pferden gab es wie durch ein Wunder nicht. Und so konnte er rechtzeitig FORGOs Klasse ausspielen, denn zwischenzeitlich war MISTER BEAN außen auf freier Bahn mit bemerkenswertem Speed aufgerückt. Doch im Ziel hatte er den Kontrahenten um 1 1/4 Längen distanziert. 2 1/4 Längen zurück wurde South Coast Dritter.
Das Rennen hat wieder einmal gezeigt, dass es keine sicheren Sieger gibt. Ohne eine Portion Glück (dass sich z.B. heute die Lücke innen auftat) kann auch ein an sich überlegenes Pferd wie FORGO seine Rennen nicht gewinnen.
Wie gestern bei FORSANTI gab es eine Siegprämie von 5.200 Euro; die Silbereiche-Zucht darf sich kurzzeitig mal wieder unter den Top 30 der deutschen Züchter sonnen - es sei denn, morgen gewinnt auch noch FOOTLOOSE ...


29. Juni 2019 - FORSANTI gewinnt in Hamburg nach maßgescheidertem Ritt

Die Startbox 1 ist in einem Sprinter-Rennen für ein Pferd, das etwas auf Warten geritten werden soll, eher ein Nachteil. Aber Michael Caddedu, der schon beim zweiten Platz in Baden-Baden im Sattel von FORSANTI saß, hatte wieder einen guten Tag erwischt. Gegen 8 Gegner im Ausgleich III (-4) über 1200 m am Eröffnungstag (29. Juni) der Derby-Woche in Hamburg-Horn steuerte er FORSANTI mit einem wohlüberlegten Ritt zu einem leichten Sieg und eroberte damit die üppige Siegprämie von 5.200 Euro für Besitzerin Edith Jörgensen.
Ein kleiner beabsichtigter "Hänger" am Start, und FORSANTI fand sich gleich im Mittelfeld wieder, wobei der Reiter immer auf die innere Spur pochte. In der Zielgeraden ging FORSANTI in die zweite Spur, während sich der 3-jährige POWER JACK vorne langsam vom Feld abzusetzen schien. Aber FORSANTI fand schnell eine Lücke, blieb auf Tuchfühlung und 100 m vor dem Ziel sah man an der Haltung der Reiter, wer noch mehr im Tank hatte - nämlich FORSANTI, die POWER JACK noch um 1 3/4 Längen distanzierte. Weitere 2 1/4 Längen zurück vervollständigte der formkonstante INTENSO die Dreierwette.
Letztendlich ging alles so leicht, dass FORSANTI auch mit ca. 4 kg Aufgewicht noch ein weiteres Rennen in diesem Jahr gewinnen könnte.


16. Juni 2019 - Was machen die Youngster?

Bevor das in Kürze beginnende Derby-Meeting in Hamburg-Horn alle Blicke auf sich sieht und wahrscheinlich auch FOOTLOOSE, FORGO und FORSANTI wieder um die gut dotierten Sieg- und Platzgelder kämpfen werden, lohnt sich ein Blick ins Gestüt Evershorst. Mit der Geburt von FREAKY LOVE am 12. April war dort die Abfohlsaison beendet. Auch wenn das kein spätes Datum ist - die kleine NEATICO-Stute ist im Lot der Fohlen mit einigem Abstand die Jüngste.
Derzeit ist ein Blick auf die Jährlinge noch interessanter: FELLOW und FREAK bilden als Jährlingshengste mit dem Evershorster LEON v. Amaron und IVORIO v. Guiliani aus der Witte-Zucht ein beeindruckendes Halbstarken-Quartett, das auf einen ungewohnten Foto-Termin überhaupt keine Lust hatte. Vielmehr wollten die Vier den Besuchern mit rasanten Galopps über die ganze Koppel zeigen, wieviel Power in ihnen steckt. Der schwarzbraune FELLOW, erfreulicherweise nicht ganz so groß wie seine Halbbrüder FORGO und FORLITO, ist trotzdem ein Kraftpaket und beeindruckt mit seiner flachen Galoppade. Aber auch der braune FREAK, etwas kleiner als FELLOW, weiß zu überzeugen. Nicht jeder Jährling ist Mitte Juni fotogen, aber FELLOW und FREAK wachsen relativ gleichmäßig und so freute sich der Fotograf, dass die beiden nach dem Füttern doch noch für ein paar Minuten Modell standen, auch wenn sie die gern gesehene "offene Stellung" noch üben müssen ...


03. Juni 2019 - FORGO und FOOTLOOSE sorgen für Ernüchterung

So schön das Frühjahrs-Meeting mit dem zweiten Platz von FORSANTI am Tag zuvor begonnen hatte, so abrupt endete jegliche Euphorie noch vor FORGOs Start im Nachwuchspreis am Sonntag (2. Juni). Bereits im Vorjahr hatte er sich beim Sommer-Meeting an der Startstelle seines Reiters René Piechulek entledigt. Und auch diesmal schmiss er seine junge Reiterin Anneke Ketzer beim Aufgalopp herunter, allerdings mit weitreichenderen Folgen als im Vorjahr, denn laut "Galopp Online" brach sich die Auszubildende am Stall Hirschberger ein Handgelenk. FORGO, der danach noch eingefangen werden musste, blieb auf den ersten Blick unversehrt und nahm natürlich nicht am Rennen teil.
Gute Besserung an Anneke Ketzer!

Eine halbe Stunde später startete FOOTLOOSE unter Adrie de Vries durchaus mit Chancen im Ausgleich III über 2400 m. Der Jockey servierte ihr einen Rennverlauf, mit dem sie zuletzt Erster und Zweiter geworden war. Geschickt provozierte er einen kleinen Startverlust, so dass FOOTLOOSE gar keine Chance hatte, sich im Feld weiter vorn zu platzieren. Allerdings wehrt sich die Stute auf den ersten Metern immer noch gegen die neue Wartetaktik.
Vor dem Knick in die eigentliche Zielgerade blies de Vries zum Angriff und dirigierte FOOTLOOSE fast ganz an die Außenrails. Für einen Moment sah das ganz stark aus, doch 300 m vor dem Ziel merkte man, dass FOOTLOOSE keinen Boden gewann. Im Ziel war sie dann Achte von 12 Startern und führte die Gruppe der geschlagenen Pferde an. Es gewann ALL ACCESS.
Vor lauter Begeisterung über die schönen Ergebnisse der MAMOOL-Tochter über die Derby-Distanz hatten viele vielleicht vergessen, dass FOOTLOOSE eine Vorliebe für weichen Boden hat. Bei "normal" gutem Geläuf wie zuletzt hatte das noch alles gut funktioniert, doch beim Abschlusstag des Frühjahrs-Meetings war der Boden eher fest und schnell - nichts für FOOTLOOSE. Die nächsten Rennen werden zeigen, ob diese These richtig ist.



02. Juni 2019 - FORSANTI der moralische Sieger?

Eine vorzügliche Leistung zeigte FORSANTI gestern am 1. Juni beim Frühjahrsmeeting in Baden-Baden. Als vorletzter Außenseiter (327:10) unter 15 Startern kam sie mit Michael Caddedu im Agl. IV (+2) über 1400 m als Dritte ins Ziel; nach Disqualifikation des Zweiten MISTER BEAN wurde FORSANTI um einen Platz hochgestuft und darüber hinaus darf man sich fragen: Hätte die SAMTIAGO-Tochter nicht ohne Behinderung sogar gewonnen?
Im Gegensatz zum letzten Start ließ sich FORSANTI diesmal wieder gut von ihrem Jockey im Mittelfeld dirigieren. In der Zielgeraden zeigte sie dann eine ähnlich schöne Speedleistung wie beim Sommermeeting 2018 an gleicher Stelle, doch just in dem Moment, als ihr italienischer Jockey in den "fünften Gang" schalten wollte, bekam sie vom späteren Sieger POMME DE TERRE einen Dräng, der sie für zwei, drei Galoppsprünge aus dem Rhythmus brachte. Dann zog sie wieder stark an, doch erreichte sie POMME DE TERRE und MISTER BEAN Hals-Kopf geschlagen nicht mehr. Hinter ihr waren es dann 1 1/4 Längen bis zum Stallgefährten AVERENGO, dessen Ritt Adrie de Vries jenem auf FORSANTI vorgezogen hatte. AVERENGO bevorzugt jedoch eher weicheres Geläuf, doch an diesem Tag war der Boden gut und schnell.
Nach der Zielankunft ertönte dann recht schnell die Sirene der Rennleitung, umso länger dauerte dann deren Beratung. Letztendlich disqualifizierten sie den Zweiten MISTER BEAN und setzten ihn hinter FORSANTI, die damit auf dem Ehrenplatz sich und ihre Besitzerin Edith Jörgensen mit 2050 Euro belohnte.
Doch wie lautete die Begründung? MISTER BEAN und FORSANTI waren im Finish nie auf Tuchfühlung?!! Doch die Rennleitung argumentierte schlüssig: MISTER BEAN brach in der Zielgeraden nach außen weg, behinderte AVERENGO, dieser wiederum kam POMME DE TERRE ins Gehege, wodurch der spätere Sieger dann FORSANTI behinderte. Angesichts der kurzen Abstände im Ziel war sich die Rennleistung sicher, dass FORSANTI ohne die von MISTER BEAN ausgelöste Kettenreaktion im Ziel vor diesem gewesen wäre. Das wollte sie in Bezug auf AVERENGO wegen des deutlichen Abstands nicht behaupten - und so beließ sie MISTER BEAN vor AVERENGO.
Doch zurück zu FORSANTI: Die Stute zeigte endlich auch in diesem Jahr, was sie kann, und ist auch offensichtlich nicht sehr bodenabhängig. Das sind gute Voraussetzungen dafür, dass sie nun ihre Leistungen stabilisiert und bei einem der nächsten Starts ihrem Trainer zu einem Platz bei der Siegerehrung verhilft.


10. Mai 2019 - FREAKY LOVE heißt unser Stutfohlen

Das am 12. April geborene Stutfohlen von NEATICO a.d. FREYA wurde beim Verband auf den Namen FREAKY LOVE eingetragen. Der ein Jahr ältere rechte Bruder heißt FREAK, da war es naheliegend, den Namen der Schwester erkennbar ähnlich zu wählen. Ansonsten gibt es keine weitere Begründung. Dabei klingt die "Verrückte, ausgeflippte Liebe" doch auf englisch richtig gut: Man könnte meinen, es wäre ein neuer Blockbuster aus Hollywood oder der Sommer-Hit 2019. Sofern diese Namensgebung für Komponisten, Texter oder Filmemacher also anregend wirkt, der Stall Silbereiche würde sich freuen und keine Urheberrechte auf FREAKY LOVE geltend machen ...


08. Mai 2019 - FORGO mit solider Form ...

Auch kleine Verletzungen können Rennpferde deutlich zurückwerfen, insofern wusste man nach einem in Hoppegarten am 7. April erlittenen Bluterguss, der zum Nichtstart führte, nicht richtig, wo FORGO bei seiner nächsten Aufgabe, einem Ausgleich IV (+2) über 1500 m in Mülheim-Ruhr konditionell steht. Ansonsten waren die Bedingungen an diesem 6. Mai durchaus erfolgversprechend: guter Boden, ein nach Form eher durchschnittlches Feld und Adrie de Vries als Jockey. So stand FORGO in der Gunst der Wetter mit 28:10 auch ganz oben, aber ein Favorit im Ausgleich ist immer so eine Sache ...
Und dann gab es auch noch einen Flaggenstart, allerdings nicht zu Lasten von FORGO. Dieser sicherte sich nämlich nach dem Start eine Position an ca. 3. Stelle. Der zweite Favorit EL TORITO übernahm die ihm genehme Pilotenrolle.
In der Zielgeraden gelang es keinem Kontrahenten, EL TORITO zu gefährden. Dieser gewann leicht. Derweil kämpften FORGO und INCURRUPTIBLE um die besten Platzgelder. Diesen eroberte auf Kosten von 28 Tagen Peitschenmissbrauch für seinen Jockey INCURRUPTIBLE. FORGO fehlte irgend wie der letzte "Dash" und blieb auch noch hinter PRINCESS PEACHES; es verblieb ihm als Vierter ein Platzgeld von 600 Euro.
Das war eine solide Form, aber z.B. nicht mit dem 2. Platz von FORGO beim Herbstmeeting in Baden-Baden zu vergleichen. So bleibt den FORGO-Anhängern nur übrig, gespannt auf den nächsten Start zu sein.


28. April 2019 - FORSANTI ausdruckslos - FOOTLOOSE bestätigt

Unterschiedliche Ergebnisse brachten die beiden Starts der Silbereiche-Zöglinge an diesem Wochenende. Gestern (26. April) bestritt FORSANTI mit Adrie de Vries einen Ausgleich IV (+2) über 1400 m in Düsseldorf. Es hatte vor und während der Veranstaltung teilweise geregnet, was durchaus nach dem Geschmack von FOOTLOOSE gewesen sein sollte. Die Wetter kürten FORSANTI zur zweiten Favoritin (47:10) hinter LOG IN (32:10).
Nach dem Start zeigte FORSANTI sehr viele Eifer und ging auch gegen die Hand ihres Jockeys, der ihr die Pilotenposition verwehrte. Somit lag sie das ganze Rennen über etwa an dritter Stelle. In der Zielgerade wählte Adrie de Vries die innere Spur zum Angriff, aber FORSANTI fand nicht in einen höheren Gang. Ihr Reiter befand relativ früh, dass er auf einem chancenlosen Pferd sitzt und stellte seine Bemühungen ein. Das erklärt auch den 10. und letzten Platz, zwei Plätze weiter vorn hätten es auch sein können, aber auch dafür gibt es nichts zu gewinnen. Die Stute lag zwar im Ziel nur fünf Längen hinter dem Sieger LOG IN, trotzdem war FORSANTIs Leistung enttäuschend, denn heute hatte man gegen bis auf den Sieger nicht unbedingt formstarke Gegner mehr erwarten können. "Entschuldigungsgründe" sind vordergründig nicht zu finden, vielleicht war die Spur innen schlechter oder FORSANTI war rossig oder ... oder ... oder ...
Deutlich besser lief es für FOOTLOOSE einen Tag später (27. April) in Krefeld, als sie mit Maxim Pecheur in einem Agl. III (-6) über 2200 m in einem 7 Pferde-Rennen den 2. Platz belegte und 1450 Euro für ihre Besitzerin Edith Jörgensen verdiente. FOOTLOOSE stand am Toto 82:10 und gehörte damit zur Kategorie "Chancenreicher Außenseiter". Nach dem Start wehrte sie sich wie auch zuletzt beim Sieg sehr stark gegen die Wartetaktik ihres Reiters, erst in der ersten Kurve wurde das besser. Eingangs der Zielgerade schritt FOOTLOOSE zum Angriff und das sah sehr gut aus. Sehr schnell erwiesen sich mit DAMAVAND, FOOTLOOSE und ROSINANTE drei Pferde als deutlich stärker im Vergleich zum Rest und kämpften um den Sieg. Diesen holte sich DAMAVAND letztendlich überlegen mit 3 1/4 Längen gegen FOOTLOOSE, die ROSINANTE mit einem Kopf Vorsprung in Schach hielt. Dahinter blieb der chancenlose Rest mehr als 9 Längen zurück.
FOOTLOOSE bleibt mit diesem Gewicht chancenreich engagiert. Sehr spannend könnte ein Versuch über 2800 Meter werden - und diese Rennen werden vorrangig bei den Meetings angeboten. Vielleicht kann FOOTLOOSE so etwas noch besser.


13. April 2019 - Das Fohlen ist da!

FREYA hat uns in diesem Jahr lange hingehalten, aber gestern, am 12. April, eine halbe Stunde vor Mitternacht, war es dann soweit: Die AREION –Tochter brachte ein gesundes braunes Stutfohlen nach NEATICO zur Welt. Alles verlief ohne Komplikationen. Die kleine Stute ist sehr kräftig und im Vergleich zu ihren Geschwistern eher ein bisschen größer. Sie hat eine markante Zeichnung auf der Stirn, einen Stern, der nach unten ausläuft, und ist das 40. Fohlen der Silbereiche-Züchtergemeinschaft.


08. April 2019 - Dagegen ist Hitchcock ein Langweiler: Jetzt gewinnt FOOTLOOSE auf Steherdistanz in Mülheim

Die letzten Wochen waren nichts für schwache Nerven, was die Starts der Silbereiche-Zöglinge angeht. Erst gewinnt FORGO unerwartet überlegen mit 10 Längen auf Sand, dann wird FORSANTI wegen Wegbrechens an einem schlecht kaschierten Übergang reiterlos, dann wird FORGO als hoher Favorit in Hoppegarten 20 Minuten vor dem Start wegen Lahmheit zurückgezogen und nur einen Tag später (am 8. April) gewinnt die "Wundertüte" FOOTLOOSE mit "Enki" Ganbat in Mülheim über die Steherdistanz von 2300 m einen Agl. III - nach einem spektakulären Rennen.
Und wie hat sich doch FOOTLOOSE wieder gegen die neue Wartetaktik gewehrt ...?!!! Immer wieder wollte sie nach dem Start schneller als ihr mongolischer Reiter. Aber der war stärker! Doch was hat FOOTLOOSE dabei an Kraft verloren?!! Letztendlich blieb sie im Rennen bis eingangs der Zielgeraden auf dem letzten Platz - und dann hatte sie immer noch Kraft genug, um das komplette (wenn auch kleine) Feld von 8 Pferden von hinten aufzurollen. Im Ziel hatte sie eine halbe Länge Vorsprung auf den Favoriten RICARDO. Weitere 1 3/4 Längen zurück folgte der Mitfavorit VALDURO. 3.500 Euro gab es für den Sieger.
Und der Boden war gut. Was also kann FOOTLOOSE leisten, wenn sie auf ihrem geliebten weichen Boden mit dieser Taktik startet und sich eher im Rennen beruhigen lässt?!! Vielleicht haben wir ja ein unerwartet tolles Jahr mit FOOTLOOSE vor uns ...


07. April 2019 - FORGO Nichtstarter in Hoppegarten

Als haushoher Favorit in einem Ausgleich mit 15 Startern in Hoppegarten musste FORGO heute (7.4.19) wegen Lahmheit 20 Minuten vor dem Start zurückgezogen werden. Mehr ist zur Zeit nicht bekannt.


31. März 2019 - Köln: FORSANTI Erster im Ziel - aber ohne Reiter ...

Nach der passablen Vorstellunng auf der Sandbahn bestritt FORSANTI heute (31.3.19) ihr Grasbahn-Jahresdebut in Köln in einem Ausgleich IV (+2) über 1400 m. Das Rennen stand für die SANTIAGO-Tochter unter keinem glücklichen Stern ...
Aus Box 3 im 13er-Feld steuerte sie Bauyrzhan Murzabayev nach dem Start in vordere Linie. Ende der Gegenseite gibt es in Köln einen Übergang, der FORSANTI derart irritierte, dass sie brüsk nach außen wegbrach. Ihr Jockey konnte das leider nicht aussitzen. Um 60 kg erleichtert gab sie die Spitze bis ins Ziel nicht mehr ab, aber ohne Reiter gewinnt man leider keine Rennen.
Die Chronisten-Pflicht sei erfüllt: Es gewann der Außenseiter CHICAGO BERE vor INTENSO und HIGHLY FAVOURED.
Viel wichtiger war aber die Durchsage von Moderator Daniel Delius: Ross und Reiter (auch PREFECT war reiterlos geworden) ist nichts passiert.
Wesentliche neue Erkenntnisse hat dieses "Nicht-Rennen" also nicht gebracht. FORSANTI war als 4. Favorit (69:10) an den Start gegangen. Und man wird das Gefühl nicht los, dass sie auch mit Reiter ganz vorn mitgemischt hätte ...
Schade um diesen Start!


03. März 2019 - FORGO gewinnt überlegen - FORSANTI debutiert gut auf Sand

Toni Potters sagte vor dem Renntag, er wolle ein bisschen Geld in Dortmund verdienen. Wenn er selbst nicht von einem überlegenen Sieg von FORGO überzeugt gewesen sein sollte, dann war es bestimmt FORGOs junge Reiterin Anneke Ketzer. Mit ihr bestritt FORGO einen Ausgleich IV (+2) über 1700 m. Die 5 kg Erlaubnis der Auszubildenden am Hirschberger-Stall, die auch schon ein Jahr in Großenkneten ausgeritten hatte, drückte das Gewicht auf "verträgliche" 59,5 kg, eine äußere Startbox war wie immer beantragt. Von dort ordnete sich FORGO erst einmal im Mittelfeld der 11 Starter ein. Als Anneke Ketzer mit FORGO im Schlussbogen langsam zu den führenden Pferden aufschloss, muss sie schon das Gefühl gehabt haben, auf einem "Ferrari" zu sitzen. Zumal in diesem Moment nicht die Mitfavoriten EDELSTEIN oder WIERLAND die Gegner waren, sondern eher formlose Pferde. In der Zielgeraden machte FORGO mit den Gegnern "kurzen Prozess" und löste sich überlegen auf 10 Längen. WÜSTENLADY eroberte 2,5 Längen vor LINDSAR den 2. Platz, dahinter war wieder 9,5 Längen "Luft".
40:10 zahlte FORGO am Toto, 2500 Euro war die Bruttosiegprämie und für die kommenden Grasbahnrennen gibt es kein Aufgewicht, nur auf Sand wird er demnächst eine GAG-Marke von ca. 67 kg tragen müssen.
Auch der Start von FORSANTI eine Stunde später war durchaus positiv zu bewerten, auch wenn die rechte Schwester von FORGO nur als 7-te von 13 Startern ins Ziel kam. FORSANTI war in diesem Ausgleich IV (+2) über 1200 m das einzige Pferd ohne Sandbahnerfahrung, außerdem lag ihr letzter Start 5 Monate zurück. Bauyrzhan Murzabayev saß im Sattel und steuerte, ebenfalls aus einer äüßeren Startbox, zuerst einen Platz im Mittelfeld an. In der Zielgeraden hatte mehr als die Hälfte des Feldes zuerst Siegchancen, auch FORSANTI zeigte in äußerer Spur Speed, war aber auch über 3 Galoppsprünge etwas eingeklemmt. Das hat ihr nicht den Sieg gekostet, aber mit Sicherheit ein Platzgeld, denn im Ziel war FORSANTI auf Platz 7 nicht einmal 3 Längen hinter der Siegerin PORCUPINE CREEK zurück. Zweite wurd LADY CRISTAL vor BETSY COED.
Mit diesem Debut auf Sand ist die Sandbahn für FORSANTI im nächsten Winter auf jeden Fall eine Option. Mit der gewonnenen Kondition wird sie aber auch auf Gras gleich zu beachten sein.


13. Januar 2019 - FOOTLOOSEs Jahresdebut: Es muss halt passen ...

Nachdem FOOTLOOSE am Freitag vor Weihnachten gezeigt hat, dass sie die 2500 m auf der Dortmunder Sandbahn mit der Wartetaktik durchaus gut bewältigen kann, versuchte sie sich heute (13.1.2019) bei ihrem Jahresdbut 2019 zum zweiten Mal auf Sand in Dortmund. Wieder saß "Enki" Ganbat im Sattel, wieder war der Sand nass (eher noch deutlich nasser als vor Weihnachten), nur die Distanz von 1950 m war 550 m kürzer. Und die Gegner erschienen nach Form auch stärker.
Der Jockey versuchte es mit der gleichen Wartetaktik wie vor Weihnachten. Doch gleich nach dem Start wehrte sich FOOTLOOSE noch mehr gegen die neue Taktik als im letzten Rennen, das hat Kraft gekostet. Auch das geplante Aufrücken gegenüber gelang nicht richtig, Jockey Ganbat musste FOOTLOOSE früh fordern und blieb in der Zielgeraden am Feld dran, hatte aber keine Chance nach vorn. Platz 7 von 10 Startern war das Ergebnis.
Für Trainer Toni Potters war das Rennen nicht umsonst: Während FOOTLOOSE als Außenseiter (170:10) außerhalb der Geldränge blieb, lief der Stallgefährte LIVINGSTONE, der vor Weihnachten noch hinter FOOTLOOSE einkam, als Riesenaußenseiter (420:10) hinter SIR BENNY auf Platz 2.
Die beiden Sandbahnstarts von FOOTLOOSE sind nur schwierig zu interpretieren: Sind die 2500 m wirklich die bessere Distanz? Lassen sich die "Sandbahnerkenntnisse" auch auf die Grasbahn übertragen? Es ist keine leichte Aufgabe für den Trainer, die richtigen Entscheidungen zu treffen ...
Am 3. Februar gibt es wieder einen Ausgleich IV (+2,5) auf Dortmunder Sand über 2500 m.


21. Dezember 2018 - FORGO + FOOTLOOSE in Dortmund: vorweihnachtliche Bescherung

Wer hätte das gedacht?! Mit tollen Leistungen warteten FORGO und FOOTLOOSE am Freitag vor Weihnachten (21. Dezember) in Dortmund auf: Sieg für FORGO und Platz 2 für FOOTLOOSE. Für Trainer, Besitzer, Züchter und Fans waren die beiden Auftritte eine Art vorweihnachtliche Bescherung der besonderen Art.
Für beide Silbereiche-Zöglinge hatte Trainer Toni Potters "Enki" Ganbat als Reiter verpflichtet. Zuerst zu FORGO: Wer gesehen hatte, wie abrupt FORGO bei seinem Sandbahndebut mit Andrasch Starke vor drei Wochen im Schlussbogen nachgelassen hatte, der mochte die Chancen des Santiago-Sohnes im heutigen 1700 m-Ausgleich IV wenig positiv beurteilen. Aber der Trainer hatte die damalige Leistung nicht akzeptiert und wechselte heute die Taktik. Im ersten Bogen gehörte FORGO noch zu den letzten drei Pferden der 13 Konkurrenten. Gegenüber arbeitete er sich dann in äußerer 5. Spur langsam auf den 5. Platz vor. Als er dann in guter Haltung im Schlussbogen weitere drei Gegner ´"einsammelte", durfte man sich erste Hoffnungen auf einen Sieg machen. Kopf an Kopf mit den führenden JACKONTHEROCKS ging es in die Zielgerade, wo FORGO sich auf 8 1/2 Längen vom aufgelösten Feld ansetzte. Zweiter wurde von hinten kommend der Favorit SOLID GOLD, auch LINDIKOVA (3.) ging noch kanpp an dem Pacemaker JACKONTHEROCKS (4.) vorbei.
Eine eindeutige Erklärung für diesen grandiosen Auftritt ist schwer zu treffen: War es die Taktik? Oder der diesmal nasse Sand, der FORGO so behagte? Egal: Streng nach dieser "Weihnachtsform" hat FORGO Anfang 2019 mindestens noch einen Sieg im "Köcher", auch wenn man wegen der teilweise sehr unsteten Form einiger Sandbahnpferde mit solchen Aussagen vorsichtig sein muss. Da die Aussichten auf der Grasbahn ähnlich rosig sind, ist die Terminierung einer Erholungspause für FORGO keine leichte Entscheidung für den Trainer.
FORGO verdiente 2.750 Euro - jeweils mehr als bei seinen beiden Grasbahnsiegen.
Während wie der Trainer auch die Wetter den Glauben an FORGO (82:10) noch nicht ganz verloren hatten, trat seine ältere Halbschwester FOOTLOOSE 1 1/2 Stunden später als große Außenseiterin (209:10)an. Es war ihr Sandbahndebut und sicherlich nicht ausgeschlossen, dass die MAMOOL-Tochter die Sandbahn mag. Aber dass sie als Spezialistin für 1200 bis 1600 Meter auf der Grasbahn mit der 2500 m-Distanz auf Sand zurechtkommt, daran mochte kaum einer glauben.
Bis auf das Geschehen in der Zielgeraden war das Laufen von FOOTLOOSE fast deckungsgleich mit dem von FORGO. Zu Beginn hielt "Enki" Ganbat FOOTLOOSE unter den letzten drei Pferden im 10-er-Feld, wobei sich die Stute weitaus mehr gegen die Wartetaktik wehrte als ihr Halbbruder. In der zweiten Runde gegenüber rückte dann FOOTLOOSE in äußerer Spur langsam auf. Auch FOOTLOOSE hatte ausgangs des Schlussbogens dann alle Gegner überholt, um dann in der Zielgeraden den lange führenden 3-jährigen SCALERO anzugreifen. Anders als bei FORGO erwies sich SCALERO aber als der Stärkere bzw. Schnellere und distanzierte FOOTLOOSE deutlich mit 20 Längen. Die Stute wiederum lag im Ziel 21 Längen vor dem restlichen Feld, aus dem CASH THE CHEQUE (3.) als Bester der Geschlagenen ins Ziel kam.
Für FOOTLOOSE, die 1.200 Euro verdiente, sollte jetzt ein Sieg auf der Sandbahn Anfang 2019 ein logisches Ziel sein. Ob dabei die 2.500 m ihre beste Distanz sind oder ob 1700 bis 1800 m auch passen, das ist weiterhin eine spannende Frage.


30. November 2018 - FORGO doch kein Sandbahntalent

Hoffnungen, dass bei FORGO eine besondere Eignung für die Sandbahn vorliegen würde, haben sich vorerst nicht erfüllt. Denn der 4-jährige Wallach landete bei seinem Sandbahn-Debut am 30. November auf der Dortmunder Sandbahn uber 1800 m mit Andrasch Starke im Sattel nur auf dem 11. Platz von 14 Startern.
Nicht zuletzt die Verpflichtung des designierten Jockey-Champions führte dazu, dass FORGO mit 71:10 zum erweiterten Favoritenkreis des stark besetzten Rennens gehörte. Die äußere Startbox 13 war beantragt, und Starke steuerte FORGO mit viel Geschick und geringstmöglichem Aufwand bereits zu Beginn des ersten Bogens an die zweite Stelle hinter dem führenden REINE DES MIRACLES. In der Gegengeraden sah Alles sehr gut aus, denn FORGO hatte ein ungestörtes Rennen hinter dem Piloten. Im Schlussbogen war FORGO jedoch schlagartig geschlagen, der Jockey akzeptierte nach ein paar stärkeren Unterstützungen schnell die Niederlage, weshalb FORGO in der Zielgeraden Position um Position verlor. An der Spitze verabschiedete sich währenddessen REINE DES MIRACLES unangefochten auf 10 Längen Vorsprung, um die Plätze kämpften ZILLA (2.), IGNAZ (3.) und CAMBERWELL (4.) bis in Ziel.
Es bleibt zu hoffen, dass FORGO den Ausflug auf die Sandbahn gut überstanden hat. Denn 2019 sollte er auf der Grasbahn noch zu steigern sein. Sein letzter Bezwinger beim Herbst-Meeting in Baden-Baden, JOPLIN, hat das damalige Rennen mit zwei nachfolgenden Siegen in Strasburg und Chantilly erheblich aufgewertet.


04. November 2018 - FREYTAG folgt seiner Verwandschaft nach Großenkneten

Am 31. Oktober holte Toni Potters den SANTIAGO-Sohn FREYTAG aus dem Gestüt Evershorst ab und überstellte ihn in sein Trainingsquartier nach Großenkneten. FREYTAG wurde wie die meisten seiner Cousins und Cousinen an Edith Jörgensen verkauft. Der Schimmel ist Erstling der AREION-Tochter FREYA und präsentierte sich seinem neuen Betreuer in der Herbstsonne des Tages als schickes mittelgroßes Modell mit glänzendem gleichmäßig grauen Fell.


04. November 2018 - Die erhoffte Formsteigerung bei FORSANTI bleibt aus

Am Sonntag (4.11.) in Krefeld im Ausgleich III über 1300 m sollte FORSANTI nun wieder an die gute Leistung vom Sommer-Meeting in Baden-Baden anschließen. Ein Rennen aus dem Mitteltreffen und auf weicherem Boden, dazu ein starker Jockey (Bauyrzhan Murzabayev) - das sollten die Schlüssel zum Erfolg sein.
So ganz hat das nicht geklappt, obwohl alle Voraussetzungen günstig erschienen, denn der offiziell als "gut" eingestufte Boden war zumindest deutlich weicher als beim Herbst-Meeting in Baden-Baden.
Beim einzigen Rennen des Tages mit Flaggenstart kam FORSANTI gut ins Rennen und sortierte sich an etwa 6. oder 7. Stelle in das 13-er Feld ein. FRIDAY SILENCE sorgte vorn für ein sehr zügiges Tempo. In der Zielgeraden sah man FORSANTI in guter Haltung in Angriffsposition, aber in einem fast ohne Ausnahme mit Formpferden bestückten Feld konnte FORSANTI den Abstand zur Spitze kaum verkürzen. Diese hatte immer noch FRIDAY SILENCE (2.) inne, die erst im Ziel von CHARLES DARWIN (1.) abgefangen wurde. Der 9-jährige Wallach war in jungen Jahren in der Listen-Klasse zuhause und nun wieder gut in Schwung gekommen. Auf dem 3. und 4. Platz landeten mit PORCUPINE CREEK und GENTLE JAIME Außenseiter.
FORSANTI auf Platz 7 war insgesamt nur 5 1/2 Längen zum Sieger zurück, das ist auf weicherem Boden und in stärkerer Gegnerschaft nicht viel, doch lieferte das Rennen keine schlüssigen Erkenntnisse darüber, ob die Stute wirklich auf weichen Boden angewiesen ist und ob die Distanz stimmt.
Vermutlich war es FORSANTIs letzter Start in diesem Jahr. Mit einer Gewinnsumme von 1000 Euro darf man ihre 3-j.-Saison ohne Wenn und Aber als Enttäuschung bewerten.
Für FOOTLOOSE und vielleicht auch FORGO stehen noch Aufgaben auf der Sandbahn an, vielleicht nimmt die Saison 2018, die insgesamt unter den Erwartungen blieb, dort noch ein versöhnliches Ende.


21. Oktober 2018 - FORSANTIs Jockey fällt auf das hohe Tempo herein

Weniger erfreulich verlief der Start von FORSANTI am zweiten Tag des Herbst-Meetings (21.10.2018) in Baden-Baden. Zwei Nichtstarter reduzierten den Ausgleich III über 1400 m auf zehn Starter. Favorit war FORSANTIs Stallgefährtin BE MY BEST (37:10) vor UNIVERSAL STAR (46:10). Dann folgte nach ihrem guten 3. Platz beim Sommer-Meeting schon FORSANTI (56:10). Damals saß Adrie de Vries im Sattel und probierte erstmals und mit Erfolg die Wartetaktik mit FORSANTI aus. Beim heutigen Start konnte er die geforderten 52,5 kg nicht entfernt in den Sattel bringen. Stattdessen verpflichtete Toni Potters den Italiener Mirko Sanna.
Und dieser fiel auf den schnellen Antritt von FORSANTI herein. DO IT IN RIO und FRIDAY SILENCE machten sofort nach dem Start an der Spitze "ein Fass auf" und FORSANTI hatte keine Probleme, den beiden zu folgen. Nach ca. 400 Metern hatte das Trio ca. sieben Längen Vorsprung zum Rest des Feldes und man ahnte nichts Gutes. Vor Beginn der Zielgeraden formierten sich die Gegner mit BE MY BEST an der Spitze. Aus dem vorderen Trio musste FRIDAY SILENCE passen. FORSANTI sparte innen viel Boden und eroberte dadurch für ein paar Momente die Spitze. Mirko Sanna suchte nun sein Glück in der Mitte des Geläufs, wurde aber langsam kürzer. An der Außenseite hatte inzwischen die von Adrie de Vries gerittene BE MY BEST (1.) die Spitze erobert und hielt DO IT IN RIO (2.), der mit sehr guter Form aus Österreich angereist war, bis ins Ziel in Schach.
Auch für die weiteren Platzgelder hatte die nachlassend FORSANTI ca. 100 Meter vor dem Ziel keine Chance mehr, im Ziel belegte sie nicht weitgeschlagen den 8. Platz.
Die Taktik, mit vorne zu gehen, war mit Sicherheit die falsche - vor allem bei dem vorgegebenen Tempo. Also warten wir geduldig auf die nächste Chance für FORSANTI ...
Immerhin verbleibt die Siegprämie im Potters-Quartier. Herzlichen Gratulation an Trainer, Jockey und Besitzer. Der wohl dosierte Ritt von Adrie de Vries sollte auch die richtige Vorgabe für den nächsten Start von FORSANTI sein.


19. Oktober 2018 - FORGO bestätigt seine neue Marke in Baden-Baden

Schon nach dem 2. Platz bei Derby-Meeting in Hamburg-Horn stellte sich die Frage: Soll man sich nun freuen oder über den verpassten Sieg ärgern? Auch am 1. Tag des Herbst-Meetings (19.10.2018) in Baden-Baden lief FORGO wieder auf den Ehrenplatz. Und wie schon in Hamburg überwiegt letztendlich doch die Freude über eine gute Leistung von FORGO in einem Rennen, das für den SANTIAGO-Sohn neue Optionen aufzeigte.
Denn erstmals in diesem Jahr lief FORGO aus dem Hintertreffen. Auch eingangs der Zielgeraden hatte Adrie de Vries noch einige Längen auf die Führenden gutzumachen. Doch mit den starken Hilfen seines Jockeys arbeitete sich FORGO in der Mitte des Geläufs immer weiter nach vorn, zeigte also Speed und Kampfgeist. REINE DES MIRACLES (3.), der außen vielleicht den besten Boden hatte und seinen Stallgefährten VISCOUNT VERT (4.) hatte FORGO vor der Ziel im Griff; für einen letzten Angriff auf den führenden JOPLIN (1.) kam der Zielpfosten jedoch zu früh. Dieser hatte sich weiter innen rechtzeitig abgesetzt - Eddy Pedroza im Sattel des Siegers hatte also an diesem Tag das beste Timing.
Aber von FORGO weiß man nun, dass er in der Lage ist, aus allen Positionen im Feld ein gutes Rennen zu laufen und mit der aktuellen Marke von 58 kg wieder zum Sieg steht. Immerhin ging es heute gegen 17 Gegner und kaum einer von diesen war ohne Form. Und FORGO hat seinen Baden-Baden-Fluch beseitigt: Im Frühjahrs-Meeting ging seine Reiterin ein zu hohes Tempo mit, beim Sommer-Meeting entlief er am Start. Mit zwei Siegen und drei zweiten Plätzen bei sechs Starts hat er eine Saisongewinnsumme von 10.000 Euro nur ganz knapp verpasst.
FORGOs Halbschwester FOOTLOOSE sollte übrigens auch im gleichen Rennen laufen. Auf Grund des Starterlimts wurde Sie eliminiert. Der gute Boden wäre vermutlich sowieso nicht nach ihrem Geschmack gewesen. Allerdings war bereits Bertrand Flandrin als Reiter verpflichtet - und genau dieser junge Franzose war FORGINOs Siegreiter bei dessen Listen-Sieg im Oktober 2015 in Köln. Vielleicht gibt es ein anderes Mal ein Wiedersehen mit dem aus Sicht des Chronisten völlig unterschätzten Reiters. Am Sonntag kann er auf WAI KEY STAR und GOLD in den Hauptrennen in Baden-Baden wieder zeigen, was er kann.


22. September 2018 - FOOTLOOSE ist noch nicht wieder in Form ...

- ... wenn es um Vergabe der Sieg- und Platzprämien geht. Beim Start in Köln am Samstag (22.9.18) vor dem Preis von Europa ging es über die Meile; im Gegensatz zum letzten Start sollte FOOTLOOSE wohl wieder von vorn geritten werden. Denn nach schlechtem Start musste Jockey René Piechulek die MAMOOL-Stute erst einmal stark bemühen, um an die Spitze des 12-er-Feldes zu gelangen. Hier wurde FOOTLOOSE auch vom Rest des Feldes bis zum Beginn der langen Kölner Zielgeraden geduldet, dann zogen die formstarken Pferde im Feld vorbei. FOOTLOOSE ist nicht unbedingt der Typ, der sich sofort geschlagen gibt. Sie kämpft munter weiter und so liest sich ein 8. Platz bei 12 Startern im Endeffekt besser als die Leistung war. Im Grunde hatte sie keine Chance auf einen Geldpreis.
Vorn kämpfte der Sieger NOVACOVIC gegen den Zweiten INTENSO, es folgten dichtauf weitere fünf Pferde, dann war FOOTLOOSE 4 Längen zurück. Hinter FOOTLOOSE liefen 8 Längen zurück noch 4 Pferde ein, die überhaupt nicht im Rennen waren.
Es wird nun immer leichter für FOOTLOOSE, die mit weiterem Nachlass im Handicap nun bei ca. 56 kg stehen wird. Schwieriger ist es, in den nächsten Wochen ein passendes Rennen über 1400 m zu finden.