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28.4.2021
Das BEST SOLUTION-Hengstfohlen a.d. FREYA am Tag nach der Geburt (Foto: A. Röbbeling)


24.09.2020
FREAKY LOVE sucht eine neuen Besitzer.


5.5.2020
FREYAs neues Zuhause ist ab sofort das Gestüt Hof Castanea in Colnrade südwestlich von Bremen


15.6.19
FREAKY LOVE - das diesjährige Fohlen v. Neatico a.d. Freya ist nun gut zwei Monate alt.


15.6.19
FELLOW v. Pomellato a.d. Forlista - auch er zeigt gern seine Kraft und Schnelligkeit.


15.6.19
FREAK v. Neatico - Freya - einer vom "Halbstarken-Quartett" der Jährlingshengste in Evershorst


14.4.19
Das NEATICO-Stutfohlen a.d. FREYA übt Bocksprünge.


14.4.19
FREYA mit ihrem NEATICO-Stutfohlen


31.10.18
FREYTAG an seinem letzten Tag im Gestüt Evershorst


15.4.18
Unser braunes Hengstfohlen von NEATICO a.d. FREYA ist das jüngste Fohlen im Gestüt Evershorst - und wird es auch bleiben.


3.4.18
Im Alter von 11 Stunden unternahm das Hengstfohlen von NEATICO mit seiner Mutter FREYA seinen ersten Ausflug im Evershorster Paddock.


18.2.18
Das 41 Stunden alte POMELLATO-Fohlen a.d. FORLISTA erfreut sich des schönen Wetters.


5.7.17
FORGO (mit Toni Potters) auf der heimischen Sandbahn


14.4.17
FORGINO startet mit einem Sieg gegen KOLONEL in das Rennjahr 2017 (Foto: www.franknolting.de).


8.4.17
... und FREYTAG ist 2 1/2 Wochen nach seiner Geburt ständig am Toben.


8.4.17
FREYTAG heißt unser Santiago-Hengstfohlen aus der FREYA


24.3.17
Unser Hengstfohlen von SANTIAGO a.d. FREYA - 3 Tage nach seiner Geburt


9.10.16
FOOTLOOSE beschließt die Rennsaison 2016 für die Silbereiche-Zöglinge mit einem überlegenen Sieg (Foto: Röbbeling).


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: FORSANTI strotzt vor Kraft


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: Unser Fohlen FORLITO entwickelt sich gut.

19. September 2021 - Wenn es läuft, dann läuft es: Sieg Nr. 118 - FREYTAG gewinnt in Dortmund

Wenn man der Erklärung des Trainers Glauben geschenkt hat, warum FREYTAG in Baden-Baden so schlecht gelaufen ist ("Er hatte zum ersten Mal die Nacht vor dem Start nicht in seiner gewohnten Box daheim in Bremen verbracht."), dann stand einem Sieg bei FREYTAGs nächster Aufgabe heute (19.9.2021) in Dortmund im Viererwette-Rennen über 1200 m wenig im Weg. Höchstens der nachgenannte BOLD PHANTOM. Das Rennen war im Schnitt deutlich schlechter besetzt als jenes in Baden-Baden. Und es war "100%-Fuhrmann-frei", eine Besonderheit, denn man findet in Deutschland kaum noch ein Rennen über 1200 m, in dem nicht Pferde aus dem Magdeburger Quartier von Frank Fuhrmann mitlaufen.
FREYTAG war wieder Cecilia Müller anvertraut und diese wählte aus Box 8 eine offensive Taktik wie beim vorletzten Start in Mülheim. FREYTAG ist antrittsschnell genug, um auch über 1200 m vorn mitzugehen und fand mit DRESS CODE einen Begleiter bis zum Beginn der Zielgeraden. Die qualitativen Unterschiede im Feld wurden schon hier deutlich: manche Gegner konnten schon in diesem Moment das Tempo der beiden an der Spitze nicht mitgehen. In der Zielgeraden hielt DRESS CODE noch eine Weile dagegen, andere Rivalen rückten auf, aber FREYTAG behielt locker die Spitze. Der einzige spannende Angriff war der des Favoriten BOLD PHANTOM, der zuerst im Windschatten von FREYTAG blieb und den Potters-Schützling dann ruckartig zu überlaufen versuchte. Aber Cecilia Müller blieb wachsam. Eine Aufmunterung an FREYTAG - und dieser hielt dagegen und legte wieder zwei Längen zwischen sich und den holländischen Konkurrenten. Deutlich getrennt mit weiteren 2 1/2 und 1 1/4 längen kamen dann ANDORRE und DAYYAN über die Linie. Zur Sieg-Quote von 56:10 verdiente FREYTAG 2.500 Euro und imponierte vor allem dadurch, wie leicht er den Angriff von BOLD PHANTOM konterte. Dieser war sowieso wie im Vorfeld erwartet der einzige ernstzunehmende Gegner. Die Silbereiche-Zucht rutschte mit diesem Sieg wieder unter die Top 60 der deutschen Vollblutzüchter - in Ranglisten-Nachbarschaft der Gestüte Ohlerweiherhof, Aesculap, Hachetal, Erftmühle und Winterhauch. Damit kann man gut leben, zumal FELLOW und auch FREYTAG diese Position im Spätherbst noch gut verteidigen oder sogar verbessern können.


11. September 2021 - FOOTLOOSE in Zweibrücken und die Sache mit dem Zielpfosten

Einen Tag nach dem Toto-Schocker von FELLOW bestritt seine ältere Schwester FOOTLOOSE einen hervorragend dotierten Ausgleich III (-8) in Zweibrücken über 1800 m. Es gab 15.000 Euro für die fünf Erstplatzierten zu gewinnen. Mit 10 Startern war das Rennen quantitativ gut besetzt, darunter waren auch Pferde aus den Ställen Smrczek (Düsseldorf), Grewe (Köln) und Figge (München) angereist, waa in Zweibrücken nicht jeden Tag der Fall ist.
Das Rennen konnte man ja schon vorher schildern, allein, was in der Zielgeraden passieren würde, das war unvorhersehbar. Bei Nachfragen vor dem Rennen hatte ich gesagt, FOOTLOOSE ist Außenseiterin, aber je kürzer die Zielgerade in Zweibrücken ist, desto besser wird FOOTLOOSE laufen. Und so kam es auch.
FOOTLOOSE übernahm aus der günstigen Startbox 3 schnell die Spitze und führte auch bis eingangs der Zielgeraden. Der Figge-Schützling SAPHIRA DREAM hatte aufgepasst und sich rechtzeitig hinter FOOTLOOSE gelegt. In der kurzen Zielgeraden war SAPHIRA DREAM, eine frische Siegerin aus Baden-Baden schnell vorbei, auch NUMERION (Stall Grewe) konnte sie nicht lange halten und dann ging auch noch MODULATION vorbei, aber das war - haha! - nach dem Ziel! So kurz ist die Zielgerade in Zweibrücken, als wäre sie für FOOTLOOSE gebaut worden ...
FOOTLOOSE, von der erfahrenen Amateurrennreiterin Nina Wagner geritten, wurde also Dritte hinter SAPHIRA DREAM und NUMERION und noch vor SINDRA (5.), der sie sich im letzten Rennen noch beugen musste. Dazu gab es eine sensationelles Platzgeld von 2250 Euro für den dritten Platz! Über die geringe Züchterprämie für 8-jährige Stuten wollen wir gar nicht reden. Galopprennsport hat auch, aber nicht nur etwas mit Geld zu tun. Und über einen so schönen 3. Platz im Hauptrennen der Karte können sich die Züchter richtig freuen.
Vielleicht kommt ja ein Rennverein mal auf die Idee, den Zielpfosten schon 100 m eingangs der Zielgeraden aufzubauen. FOOTLOOSE wäre an jedem Renntag dabei ...



10. September 2021 - 519:10 - FELLOW ist der Sensationssieger am "After Work-Renntag" in Hannover

Fangen wir ganz früh an: Wer vor zwei Jahren die beiden damaligen Jährlinge der Silbereiche-Zucht auf den Koppeln des Gestüts Evershorst beobachtet hat, konnte sich sicher sein, mit FELLOW und FREAK zwei sehr hoffnungsvolle Jungpferde gesehen zu haben. Beide hatten eine schöne Galoppade und keine Kinderkrankheiten. Die Gestütsbesitzer, das Ehepaar Buhmann, bevorzugten FREAK, nicht zuletzt wegen der Ähnlichkeit zu AREION, der Chronist, mit einer Vorliebe für Schwarzbraune und Rappen, war eher Fan von FELLOW. Beide Pferde gingen für eine Besitzergemeinschaft um Eugen Schäfer zu Dr. Andreas Bolte nach Lengerich ins Training.
Dort hatte sich wohl der "Turfteufel" im Gebüsch versteckt. Zuerst traf es den frühreifen FREAK, der bei seinem Debut erkältet war und anschließend eine Kolik bekam. In diesem Jahr kam eine Fissur dazu - wenn nun alles gut geht, wird er in etwa 6 Wochen debutieren.
Auch bei seinem spätreiferen Kumpel FELLOW ging nicht alles glatt, ein Chip musste entfernt werden, bevor er dann am 22. August in Mülheim sein Lebensdebut gab. Dort zeigte sich FELLOW sehr unreif, kam schlecht um die Bögen, war schon vor Erreichen der Zielgeraden geschlagen und trudelte mit Abstand als Letzter über die Ziellinie. Allein sein Ehrgeiz und seine Spritzigkeit während des Rennens deuteten an, dass er eine Menge mehr kann.
Trotzdem konnten die Vorgaben für seine heutigen zweiten Start (10.9.2021) in Hannover nur lauten: Verbesserung, reiferes Rennverhalten und im Ziel nicht so weit vom Sieger geschlagen zu sein wie zuletzt.
Dieser (Sieger) konnte eigentlich nur SILUTO heißen, der vor drei Monaten noch als Derby-Kandidat gehandelt und mittlerweise von Championtrainer Henk Grewe vorbereitet wurde. Mit RUFALO, MANAIA und FLOWER OF LIPS hatten weitere der 12 Teilnehmer bessere Vorformen aufzuweisen. Es ging wie beim Debut über 2000 m und auch Alexander Pietsch war wieder im Sattel.
Trainer Dr. Andreas Bolte sagte nach dem Rennen, dass er auf eine Platzierung unter den ersten Fünf gehofft, aber nicht an einen Sieg geglaubt habe. Aber auch diese Einschätzung erschien fast allen Wettern viel zu optimistisch, denn FELLOW ging mit einem Toto-Kurs von 519:10 auf Sieg vom Start.
Gleich nach dem Start strebte FELLOW die Pilotenposition an, was auch vor der ersten Kurve gelang. SILUTO legte sich knapp dahinter und erfreute sich in diesem Moment eines willkommenen Führpferdes. FELLOWs aus Mülheim bekannten Probleme in den Kurven
hatten sich in Nichts aufgelöst. Alexander Pietsch dosierte von vorn mit all seiner Routine das Tempo. Eingangs der Zielgeraden griff SILUTO an, doch je näher der Zielpfosten kam, umso bessere Antworten hatte FELLOW auf SILUTOs Attacken parat. Zum Schluss war es ein sicherer Sieg für FELLOW, RUFOLO und MANAIA belegten formgemäß die Plätze 3 und 4.
Das Publikum rieb sich die Augen, Dr. Bolte strahlte und meinte, es könne ruhig auch etwas kürzer für FELLOW als 2000 m sein und die Züchter sahen sich in ihrer Entscheidung bestätigt, vor 4 1/2 Jahren FORLISTA zu dem "kleinen" POMELLATO (Stockmass 1,60 m) nach Frankreich entsandt zu haben. Damals war aufgefallen, dass die ehemalige Listen-Siegerin vor allem sehr große Hengstfohlen zur Welt gebracht hatte (FORGO, FORLITO). Die "Gegenmaßnahme" POMELLATO war die richtige, denn FELLOW ist zwar nicht klein, aber sein Stockmaß darf als "normale Größe" bezeichnet werden.
Es gab 3500 Euro für den Sieger.
Auch unter den wettenden Silbereiche-Mitgliedern wird nicht jeder wenigstens eine kleine Siegwette gewagt haben. Das mag für drei Minuten schmerzen, aber viel wichtiger ist, dass FELLOW mit einem Schlag bzw. Rennen jetzt ein Niveau erobert hat, auf dem wir ihn immer erwartet haben: Er ist bei guter Gesundheit ein mindestens nützliches Rennpferd, von dem man auf Grund seiner Unreife auch noch weitere Steigerung erwarten darf.
Wenn Dr. Bolte nun sagt, er weiß nicht, ob FELLOW oder FREAK auf Dauer das bessere Rennpferd sein wird, dann könnten sich die zwei Jahre zurückliegenden hohen Erwartungen (siehe oben) trotz des Turfteufels doch noch erfüllen.


04. September 2021 - Pferd Nr. 11 aus Startbox 11 im 11. Rennen Baden-Baden - FREYTAG enttäuscht

Manchmal kann man sich dem Aberglauben nicht entziehen. FREYTAG lief am Samstag (4.9.21) im 11. Rennen in Baden-Baden. Als Startnummer 11. Aus Startbox 11. In diesem Rennen waren 11.111 Euro in der Viererwette garantiert. Das hatte aber Glücksgöttin Fortuna nicht ganz verstanden. Statt Platz 1 hatte sie FREYTAG nun Platz 11 zugewiesen - und das hat alle Fans von FREYTAG sehr enttäuscht.
Nur wenige Minuten vor dem Rennen "prügelten" sich TANJA, SCIPIO und FREYTAG um die Favoritenposition in diesem Ausgleich III (-5) über 1200 m. FREYTAG setzte sich mit einer Eventualquote von 63:10 durch, was auch belegt, wie ausgeglichen dieses Rennen besetzt war.
Aus Sicht von FREYTAG ist das Rennen schnell erzählt. Reiterin Celilia Müller sagte nach dem Rennen, von Anfang an sei FREYTAG schlechter galoppiert als in den letzten Rennen unter ihrer "Regie". FREYTAG blieb im Hintertreffen der 15 Starter und kam von da auch nicht weg. Vorne gingen die eisenharten Fuhrmann-Schützlinge JUNGLE SPIRIT vor CIRCUSKIND als Erste durchs Ziel. Es war für beide der dritte Start innerhalb einer Woche in Baden-Baden. Wenn nun alle Besitzer von ihren Trainern fordern, dass ihre Pferde so etwas können, dann ... gute Nacht!
Die Ursache: Moderator und Experte Daniel Delius meinte vor dem Rennen, die 1200 m könnten für FREYTAG zu kurz sein. Mag sein, vor allem auf dem guten Boden.
Ich leite meine Erklärung aber eher aus den Aussagen von Cecila Müller (... schlecht galoppiert ...) ab. FREYTAG lief zum ersten Mal nach einer Übernachtung "im fremden Bett", also in den Gastboxen des Rennvereins. Bei allen vorherigen Starts war er erst am Tag des Rennes angereist; nun bereits einen Tag vorher. Das mag unserem "Sensibelchen" nicht gepasst haben. Trainer Toni Potters scheint dieser Argumentation zu folgen: Bereits am 19. September hat FREYTAG eine Nennung über 1200 m in Dortmund.


22. August 2021 - FELLOW unreif - FREYTAG reif (für einen Sieg)

Gleich zwei Silbereiche-Zöglinge liefen heute (22. August 2021) in Mülheim, mit den beiden Ergebnissen kann man gut leben.
Zuerst debutierte FELLOW mit Alexander Pietsch in einem 3-j.-Sieglosen-Rennen über 2000 m. Er ging in einem 7 Pferde-Rennen, in dem auch zwei Stallgefährten mitliefen, gut in die Box und kam auch gut aus der Box. Bereits an der ersten Ecke merkte man aber, wie unreif der der Wallach noch ist: er verlor einigen Boden. Das passierte im weiteren Rennverlauf praktisch an jeder Ecke, wobei Mülheim durchaus keine kantige Bahn ist. Immerhin hatte FELLOW die Kraft, sich Mitte gegenüber der Zielgeraden noch einmal auf den 2. Platz vorzukämpfen. Kurz vor Erreichen der Zielgeraden musste er diese Position jedoch gegen die angreifenden Gegner wieder abgeben. In der Zielgeraden war er mit seinen Kräften an Ende, wurde sehr früh vom Jockey in Ruhe gelassen und trudelte mit über 20 Längen Abstand zum Drittletzten als Letzter durch das Ziel. Auf Grund der (vernünftigen) Reitweise hat aber der Abstand keine besondere Bedeutung. FELLOW folgt also in puncto Exterieur und Unreife seinen Halbbrüdern FORGO und FORLITO, die Frage ist, ob er in puncto Rennvermögen eher mit FORGO oder mit FORLITO zu vergleichen ist. Da er heute am Start Spritzigkeit und während des Rennens Ehrgeiz gezeigt hat, hoffe ich ("ohne Gewähr"), dass er im Können FORGO nacheifern kann. Ein niedriges GAG wird er sich von ganz allein erlaufen, denn seine Unreife wird er nicht gleich beim nächsten Start komplett ablegen können. Auch FORGO verdiente erst beim 4. Start seinen ersten Geldpreis und da war er schon 4 Jahre alt. Und ob die DIstaz von 2000 m seine beste sein wird, wird sich zeigen; Spritzigkeit und Antritt deuten auf kürzere Distanzen.
Es gewann übrigens die Debutantin ANNA BELLE vor WONDERFIL BELLE und dem ehemaligen Derby-Kandidaten SILUTO.
Als letztes Rennen der Karte gab es ein Viererwette-Rennen, einen Ausgleich IV (+2) über 1500 m. FREYTAG, den wieder Cecilia Müller ritt, war bei 11 Startern mit 50:10 Co-Favorit. Trotz Unwettervoraussage war der Boden auch im letzten Rennen immer noch gut, den das Unwetter hatte einen Bogen um Mülheim gemacht. So überraschte es, dass Cecilia Müller FREYTAG diesmal praktisch von vorn ritt. Aber nach gutem Start ging der Wallach auf der verkürzten Meile ziemlich gegen die Hand, so suchte die Reiterin die Flucht nach vor und übernahm bereits nach der Hälfte der Strecke die Spitze. Im Vorfeld mochte man die heutigten Gegner als etwas schwächer als in den letzten Rennen einstufen, trotzdem imponierte es, wie tapfer FREYTAG die Spitze auf den letzten 300 m verteidigte. Erst auf den letzten 50 Metern musste er den anderen Co-Favoriten WATER DIVINER vorbeilassen, der auch erheblich mehr unterstützt wurde. Es gab 1200 Euro für den 2. Platz, kein Aufgewicht und damit beste Aussichten für Baden-Baden, wo er am 4. September wieder über kurze 1200 m antreten soll. Hinter WATER DIVINER und FREYTAG platzierten sich die Außenseiter SEA TEA DEA und PICNIC EN VILLE.


16. August 2021 - FOOTLOOSE in Saarbrücken wieder im Geld

Bei ihrem Auftritt am 15. August in Saarbrücken trug FOOTLOOSE 1,5 kg mehr als bei ihrem Sieg vor einem Jahr an gleicher Stelle. Aber sie hatte ihren damaligen Siegjockey Marco Casamento im Sattel und sie lief auf passender Distanz (1900 m).
Da sollte doch bei 8 Startern und 5 Platzgeldern ein Platzgeld drin sein - so konnte man im Vorfeld die Situation einschätzen. Und so kam es auch.
FOOTLOOSE eroberte sich aus Box 6 schnell die Spitze und erst in der Zielgeraden stellten sie drei Pferde zum Kampf: die sichere Siegerin SINDRA, BURNING ROSE (2.) und NORTHERN FOX (3.). Inklusive FOOTLOOSE auf Platz 4 gingen die Pferde mit deutlich erkennbaren Abständen durch das Ziel, dahinter klaffte dann eine weitaus deutlichere Lücke von 4,5 Längen zur Fünften NEWA.
Natürlich nervt das etwas, wenn die Silbereiche-Zöglinge nur noch Platz 4 belegen (zweimal FREYTAG in Folge, jetzt FOOTLOOSE). Doch bei der 8-jährigen MAMOOL-Tochter sollte man sich freuen, wenn sie im Alter von 8 Jahren immer noch nicht weit entfernt von ihrer besten GAG-Marke agiert. Auch wenn die Züchterprämie nur für ein Waffeleis für jeden Mitzüchter reicht.
FOOTLOOSEs nächster Start ist für den 11. September in Zweibrücken vorgesehen. Da gibt es 7500 Euro für den Sieger ... Wenn der Zielpfosten gleich zu Anfang der Zielgeraden aufgestellt wird, könnte es mit einem Sieg klappen ...
Heute gab es ein nettes Taschengeld von 450 Euro für den 4. Platz.


01. August 2021 - FOOTLOOSE in Hassloch am 1. August chancenlos

Trainer Sven Schleppi äußerte sich schon vor dem Rennen im Interview mit dem Rennbahnfernsehen: "Kann eine eine spritzige Stute wie FOOTLOOSE mit der langen Gerade in Hassloch zurechtkommen - das wollen wir herausfinden."
Kann sie nicht! - vor allem nicht über die Meile, wo alle Gegner "spritzig" sind, d.h. schnell antreten können.
Als Agl. III über 1600 m war die "Hasslocher Meile" mit 12 Startern auch noch quantitativ gut besetzt, so erreichte FOOTLOOSE mit Andre Best zwar sogar aus der äußeren Startbox 12 vor der ersten Kurve noch die Spitze, aber eingangs der Zielgeraden war sie sehr schnell mit ihrem Latein am Ende. Es gewann ANNADIA vor MR GENT und GIPSY MUSIC, FOOTLOOSE belegte Platz 10 - aber das tut hier wenig zur Sache. Wichtig ist, dass es 2021 auf den Bahnen in Saarbrücken und Mannheim noch jeweils zwei Veranstaltungen gibt. Und da kommt FOOTLOOSE über 1900 m weitaus besser zurecht.


25. Juli 2021 - FORLITO und FREYTAG im Harz - Und täglich grüßt das Murmeltier ...

Während der Derby-Woche liefen FORLITO und FREYTAG am gleichen Veranstaltungstag und belegten Platz 6 und Platz 4. Gleiches sollte sich nun beim kleinen Meeting in Bad Harzburg am 22. Juli wiederholen.
Bei gutem Boden und schönem Wetter trat zuerst FREYTAG in einem Ausgleich III (-4) über 1550 m an, Michael Cadeddu saß im Sattel. Nimmt man FREYTAGs zwei Siege, bei denen jeweils Cecilia Müllet ritt, zum Maßstab, dann ist es für jeden Reiter sehr schwer zu entscheiden, wie lange und und mit welchem Abstand zum Führenden er FREYTAG auf die Beine kommen lässt und in welcher Sekunde des Rennens er bei FREYTAG seinen fulminanten Speed einsetzt. Denn so sind auch die Vorgaben von Trainer Toni Potters: FREYTAG soll in jedem Rennen erst "auf die Beine kommen" und sich beruhigen, um dann mit Speed das Feld von hinten aufzurollen: Angesichts der kurzen Distanzen, die FREYTAG läuft, sind das zwei Aktionen, die fast nahtlos ineianderübergehen. In Hamburg ließ Adrie de Vries FREYTAG gar nicht erst an das Ende des Feldes zurückfallen und setzte seinen Speed relativ früh ein. In Bad Harzburg muss man zu der Erkenntnis kommen, dass Michael Cadeddu für den dritten Platz vielleicht eine Sekunde zu spät angriff. Aus Box 1 blieb ihm nach dem Start zuerst nichts Anderes übrig, FREYTAG ans Ende des Feldes fallen zu lassen, um dann außen wieder anzugreifen. Der Außenseiter STAR GYPSY "fiel an diesem Tag aus dem Nest" und gewann locker mit zwei Längen, dahinter hatte auch KONGO weitere 1 1/4 Längen zurück, der im Hamburg noch hinter FREYTAG ins Ziel gekommen war, den 2. Platz frühzeitig gebucht, aber an PLANTEURS WHISKEY wäre er eine Sekunde nach dem Zielpfosten vorbeigewesen. So blieb auch im Harz wieder nur der 4. Platz, der mit 350 Euro auffallend niedrig dotiert war. In jedem Fall ist FREYTAG mit der aktuellen Marke jederzeit für einen weiteren Sieg gut, es muss nur alles passen.
Ein Rennen später wechselte FORLITO - im Gegensatz zu Hamburg - wieder in sein derzeitiges Hauptmetier zurück, die Hindermisrennen. Es liefen 9 Pferde und Sonja Daroszewski, die ehemalige deutsche Meisterin, steuerte FORLITO. Aber was waren da für Gegner drin? Z.B. ein doppelter Gruppe II-Sieger namens ARKALON, der bereits über 50.000 Euro über Hindernisse verdient hatte. doch lagen diese Gewinne bereits so weit zurück, dass sie in der Ausschrebung nicht mehr für Aufgewichte sorgen konnten.
Bei FORLITO wollte Sonja Daroszweski etwas anders machen als der Kollege beim letzten Start in Frankreich: sie wollte den anderen Pferden möglichst zwei Längen am Start "klauen". Das gelang auch weitgehend. FORLITO übernahm die Spitze und sprang sauber. Das ging eine von zwei Runden gut, den ersten Angriffen von ARKALON hatte FORLITO dann nicht mehr viel dagegenzusetzen. FORLITO musste zu Beginn der zweiten Runde einige Gegner vorbeilassen, und fand sich dann an Position 6 im Rennen wieder. Ein nochmaliges Aufrappeln konnte man bei FORLITO nicht beobachten, er ging seinen Strich weiter und erreichte auch auf Platz 6 (dem ersten Rang ohne Geldgewinn) das Ziel.
Fazit: Das agressivere Herangehen an ein Rennen ist auch nicht die Lösung, FORLITO muss am Anfang schoned geritten werden und Kräfte sparen. Das gilt vermutlich auch für schwächere Felder, als es dieses in Bad Harzburg war. Vielleicht bringt der Wechsel zu den Jagdrennen noch einen Schub, denn FORLITO springt ausgezeichnet. Ansonsten wird er vermutlich auch über Sprünge keine Bäume ausreißen ...
ARKALON fand übrigens kurz vor dem Ziel seinen Meister: Der gut gezogene MEERADLER schnappte sich den Sieg. Dritter wurde DAGORA.


02. Juli 2021 - FORLITO und FREYTAG in Hamburg

Für beide Silbereiche-Schützlinge hatte Trainer Toni Potters ein Rennen am Freitag der Derby-Woche (2. Juli) gefunden. Und damit erwischten FORLITO und FREYTAG den Renntag in Hamburg, in dem der Boden am weichsten, teilweise sogar schwer war.
Für FORLITO war es nach zwei Hürdenrennen in Frankreich der erste Flachstart in 2021. Die 2200 m-Distanz ging FORLITO unter Michael Cadeddu im Mitteltreffen an. In der Zielgeraden war er etwa an 5. oder 6. Stelle im Feld der 13 Teilnehmer in Position, doch jetzt zeigt sich sein Manko: FORLITO hat keinen Speed, sondern geht einfach seinen Strich weiter. Am Ende belegte er Platz 6, das war der erste Platz, für den es kein Geld gab. Es gewann SCHIRKAN vor WIRBELSTURM und ROXALAGU. Immerhin erreichte FORLITO noch vor der hohen Favoritin KÖLNER KIMBERLEY das Ziel. FORLITO lief nicht schlecht, aber auch nicht gut genug - und seine Hauptaufgaben sollten weiterhin über Sprünge liegen. Dort könnte es in Bad Harzburg weitergehen.
Mehr als drei Stunden später startete FREYTAG unter Adrie de Vries in einem Ausgleich III (-1) über 1400 m. Im Feld der 13 Teilnehmer war FREYTAG Favorit (39:10) vor KONGO und ZALINCI. Aber Favoriten im Ausgleich in Hamburg oder Baden-Baden, die gehen meistens ... baden ...
Es fiel auf, dass Adrie de Vries das Rennen weitaus offensiver anging als Cecilia Müller bei ihren beiden Siegen. FREYTAG war während des Rennens vorrangig auf Platz 6 zu finden. In der Zielgeraden hatte er eine gute Ausgangsposition, fand auch eine gute Spur, aber sein Speed war nicht so durchschlagend wie bei seinen Siegen. Vorne zeigte FREYTAGs ständige Reiterin Cecilia Müller mit ihrem alternativen Ritt auf OLIDAYA eine Gala-Vorstellung und gewann mit 6 Längen. Okay, auf solche formstarken und clever gerittenen Gegner trifft man manchmal und ein 2. Platz wäre auch als Erfolg verbucht worden. Aber dass FREYTAG die langen Außenseiter JANGKHE und LA ALUNA nicht in den Griff bekam, das tat etwas weh, zumal er den 3. PLatz nur mit "kurzem Kopf" verlor. Platz 4 brachte 800 Euro.
Für FREYTAG gibt es viele Startmöglichkeiten in den nächsten Wochen und Monaten, leider werden die meisten nicht so gut dotiert sein wie das Hamburger Rennen. Aber es gibt ja wieder Rennen in Baden-Baden ...



03. Juni 2021 - FOOTLOOSE im Rahmen der durchaus ambitionierten Erwartungen

FOOTLOOSE startet an Fronleichnam (3. Juni) in Mannheim. Was für ein Ereignis, denn im Sattel sitzt die frischgebackene 1000 Guineas-Gewinnerin Sibylle Vogt.
Wunderdinge konnte man trotzdem nicht erwarten, denn Sibylle Vogt, die ca. 52 kg in den Sattel bringt, konnte für die geforderten 64 kg im Ausgleich IV über 1900 m auch noch ihren Bücherschrank mit in den Sattel nehmen. Aber 64 kg als Sieger ins Ziel zu bringen, das war eine kaum lösbare Aufgabe.
Immerhin: die Siegerin ZARYA schaffte das. FOOTLOOSE, wie immer mit guter Startbox 1 an der Spitze laufend, hielt lange durch, ZARYA (1.) ging als Erste an ihr vorbei, HEATHERDOWN (2.) als Zweite; den drittem PLatz gab sie aber gegenüber PETUNIE (4.) nicht mehr ab. 525 Euro verdiente FOOTLOOSE heute in Mannheim, das war eine feine Leistung.


23. Mai 2021 - FREYTAG ist noch nicht an seiner Leistungsgrenze angelangt

Bei seinem Start in Krefeld am Samstag vor Pfingsten (22. Mai 2021) zeigte FREYTAG- wieder mit Cecilia Müller im Sattel -, dass er die 2,5 kg Aufgewicht vom letzten Sieg bequem kompensieren kann und weiterhin ein Kandidat für den nächsten Sieg ist.
Das Rennen mit Skala -6 über 1200 m war mit 2000 Euro für den Sieger nicht sonderlich gut dotiert, was wohl auch die meisten anderen Trainer so gesehen haben, denn fast alle - auch mäßig dotierten - Rennen wurden nur von sieben oder acht Pferden bestritten.
Für FREYTAG ging es gegen sieben Gegner, von denen die beiden Holländer HONORE DAUMIER und QUITE WATERS aus dem van der Meulen-Stall und LUXOR die gefährlichsten Gegner zu sein schienen.
FREYTAG hielt sich nach dem Start wie immer ganz hinten auf, seine Reiterin achtete aber deutlich mehr darauf, keine großen Abstände zum Vordertreffen entstehen zu lassen. In der Zielgeraden nutzte FREYTAG eine äußere Spur, um wieder mit Speed anzugreifen. Bis auf HONORE DAUMIER hatte er keine Probleme, die Gegner "einzusammeln". diesem jedoch überließ er vielleicht auch gern den Sieg, weil ein Pferd nur Geld im Ausgleich verdienen kann, wenn es auch Platzgelder einsammelt. Und HONORE DAUMIER wird auch nicht bei seiner neuen Marke stehenbleiben. Dritter wurde DARING MATCH vor LUXOR. Ein starker Gegner - eine starke Leistung und 800 Euro verdient. Die FREYTAG-Fans werden zufrieden sein. Zumal wir jetzt wissen, das FREYTAG praktisch mit jedem Boden zurechtkommt, egal ob gut oder weich oder schwer oder tief. Nur auf festem Boden ist er noch nicht erprobt.
Stand heute hat FREYTAG in dieser Saison noch gute Chancen auf mindestens einen weiteren Sieg.


02. Mai 2021 - FREYTAG fliegt wieder an allen vorbei

Die meisten Pferde aus FREYTAGs Mutterlinie sind Frontrenner, FREYTAG fällt da völlig aus der Rolle, aber bestimmt nicht negativ. Denn wie er heute am 2. Mai in Köln - wieder mit der gleichen Taktik wie am letzten Nikolaustag - die Gegner vom letzten Platz in der Zielgeraden aus "eingesammelt" hat, das war sehenswert und brachte ihm seinen zweiten Lebenssieg bei erst 7 Starts ein.
Auf der kurzen 1300 m-Strecke war es für die Reiterin Cecilia Müller aus Startbox 4 nicht einfach, eine erfolgreiche Taktik aus dem Hintertreffen umzusetzen.
Fünf Rennen vorher hatte sie eine ähnliche Aufgabe mit Potters Schützling DREAMCATCHER - und kam viel zu spät.
Im Galopp-TV wurde das breit zelebriert, der Anschiss vom Trainer und die besondere Wirkung auf die junge Reiterin, die dann mit FREYTAG alles richtig machte. Aber mal ganz ehrlich: FREYTAG war eingangs der Zielgeraden genauso weit hinten wie DREAMCATCHER im anderen Rennen. Nur ihm gelang es - in zweifellos etwas schlechterer Gesellschaft, auf den letzten 200 Metern die Geschwindigkeit eines Intercity aufzunehmen, der noch zwei Regionalzüge - das waren die beiden Fuhrmann-Pferde JUNGLE SPIRIT (2.) und GABRIELA LAURA (3.) - zu überholen hatte. Für einen Fan des Siegers ist so ein Rennverlauf immer wieder ein Genuss ...
Damit ist das Rennen auch erzählt. FREYTAG markiert den 116. Sieg der Silbereiche-Zucht bei deutlich besserem Boden als am Nikolaustag und gewinnt für die Potters-Farben den Corona-bedingt niedrigen Siegpreis von 2.000 €. Das sollte noch nicht das Ende der Karriere von FREYTAG sein.


01. Mai 2021 - FORLITO bester Deutscher in Wissembourg, aber nicht im Geld

Seinen zweiten Versuch über Hürden bestritt heute am 1. Mai FORLITO im französischen Wissembourg. Zuerst wurde wieder Paul Moreau, der FORLITO schon in Argentan geritten hatte, als Jockey verpflichtet, doch kurzfristig stieg stattdessen dann Hakim Tabet in den Sattel. Leider war es diesmal ein volles Feld, es gingen 13 Pferde an den Start. Wie schon in Argentan blieb auch heute das Feld den größten Teil des Rennens derart dicht zusammen, wie man es früher in deutschen Hürdenrennen kaum einmal gesehen hat. Der Jockey von FORLITO war bemüht, seinen Schützling immer im Vordertreffen, etwa an 4. oder 5. Stelle, und ganz innen zu halten, wodurch der SANTIAGO-Sohn durchaus einige Meter gespart haben sollte. An fast jeder Hürde machte FORLITO aufgrund seines guten Springvermögens etwas Boden gut. Leider hatte er bei einem einzigen Sprung ungefähr zu Beginn des Schlussbogens, als sozusagen "die Post abging", Probleme, doch auch danach rückte er wieder auf Rang 5 im Feld auf. In der Zielgeraden zeigten sich drei Pferde überlegen. Mit deutlichen Abständen gewann HOLY CHILD vor PEREGRINA und dem deutsch gezogenen LOPESAN. Ab Platz 4 wurde es dann deutlich enger: um die letzten beiden Platzgelder wurde gekämpft. Da merkte man dann FORLITO doch die fehlende Flachklasse an, denn auf Platz 7 ging er zum Schluss leer aus. Bis zu Platz 4 waren es keine 3 Längen, bis zu Platz 5 keine 2 Längen. Hinter FORLITO belegte EIGHT AND BOB aus dem Stall von der Recke Platz 8, SWEET MASTER, den Waldemar Himmel betreut, belegte Platz 10. FORLITO war also bestes in Deutschland trainiertes Pferd, insofern ist es schade, dass im Heimatland zur Zeit keine Hindernisrennen ausgeschrieben sind. Aber vielleicht erwischt FORLITO auch in Frankreich weitere Hürdenrennen mit einstelligen Starterzahlen, dann sollte er auf seinem Spezialgebiet noch einige Euro hinzuverdienen.


30. April 2021 - FOOTLOOSE fehlt noch etwas Kondition

Ein passables Saisondebut gab FOOTLOOSE heute (30.4.2021) mit Marco Casamento in Mannheim in einem Ausgleich (-6) über 1900 m. Gegen 8 Gegner eroberte FOOTLOOSE nach eher mäßigem Start schon vor dem ersten Bogen die Spitze, an zweiter Stelle immer der Co-Favorit ENISSEY. Kurz vor der Zielgeraden ging dieser an FOOTLOOSE vorbei, von etwas weiter hinten gelang dies auch dem Favoriten EARL. EARL und ENISSEY lieferten sich ein packendes Finish und galoppierten in dieser Reihenfolge durch das Ziel. Deutlich dahinter zogen erst kurz vor dem Ziel VEXED und FIDELIUS an FOOTLOOSE vorbei, die mit mehr Kondition auf der gleichen Bahn, die ihr liegt, beim nächsten Start weiter vorn sein sollte, denn ihr fehlte beim Jahresdebüt offensichtlich noch etwas Kondition. Immerhin verdiente sie 250 Euro.


28. April 2021 - Das Fohlen ist da!

Letzte Nacht (27.4.21) kurz vor Mitternacht gebar FREYA im Gestüt Hof Castanea ein braunes Hengstfohlen nach BEST SOLUTION: groß - Athletisch - ohne Stellungsfehler - hellbraun (kein Fuchs) - schwarze Mähne - drei weiße Beine ... Das etwas größere Modell bereitete FREYA schon einige Anstrengungen, aber insgesamt verlief die Geburt problemlos.


10. April 2021 - Insgesamt holpriger Start in die Saison 2021

Wie wird 2021 für die Silbereiche-Zucht?
Mit dem Hindernis-Debut von FORLITO konnten alle zufrieden sein - mit einem weinenden Auge: Auf Gewinne in französichen Hindernis-Rennen gibt es keine Züchterprämie.
FREYTAG gab heute sein Jahresdebut. Ein "Überflieger" wie sein Stallgefährte MANSOUR hätte auch beim Jahresbedut gewonnen, also ordnen wir FREYTAG lieber als ein Rennpferd ein, dass sich in diesem Jahr um 4 - 6 kg steigern kann. Das wären auch ein bis zwei Siege. Immerhin!
Aus dem Stall Bolte kommt die Nachricht, dass sich FREAK, der schon 2020 mit seiner Kolik viel gesundheitliches Pech gehabt hat, im Training vor einer Woche ernsthaft verletzt hat und erst in der zweiten Jahreshälfte an den Start kommen wird. Was für ein Pechvogel!!!! Das ist zweifellos eine gravierénde Enttäuschung, denn auf dem Hengst ruhen weiterhin größere Hoffnungen.
Erfreulich ist, dass sich der Kumpel FELLOW immer weiter verbessert hat und vielleicht schon im Mai laufen wird. Sollte er dann schon Geld verdienen, stehen wir wieder vor diesen "Unmöglichkeiten" des Rennsports: dann verdient der spätreife FELLOW eher Geld als der frühreife FREAK.
Von FREAKY LOVE gibt es noch keine News. Es würde verwundern, wenn die 2-jährige nicht auch schon in diesem Jahr an den Start kommt. Mit etwas mehr gesundheitlichem Glück als bei ihrem Bruder FREAK könnte dann eine Menge Zählbares herauskommen.
Die "alte Dame" FOOTLOOSE hat 2021 noch keine Nennung. Wenn sie erfolgreich läuft, werden sich die Züchter freuen, doch bei 10% Züchterprämie werden da eher kleinere Beträge auf das Zuchtkonto fließen.
Erfolg hat in Rennsport immer eine lange Geschichte. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung für die nächsten Jahre, dass FREYA im April ein gesundes Fohlen nach BEST SOLUTION bringt. Plantermin ist in 8 Tagen ...


10. April 2021 - FREYTAGs Siegrezept funktioniert nicht immer

FREYTAGs Jahresdebut ging heute (10. April 2021) in Mülheim-Ruhr über die Bühne. Mit Michael Cadeddu bestritt er einen Ausgleich III (+-0) über 1500 m und gehörte zur erweiterten Favoritengruppe. Nach seinem Sieg am Nikolaus-Tag 2020 waren die Gegner heute schon etwas stärker. Aber die Rennbahn Mülheim, der durch den Dauerregen während der Veranstaltung immer weicher gewordene Boden und ein guter Reiter ließen Hoffnungen keimen. So schlug der Jockey auch die gleiche Taktik ein wie beim Sieg und hielt FREYTAG nach (bewusst?) mäßigem Start aus Box 1 am Ende des Feldes. In der Zielgeraden war FREYTAG dann außen in Position, doch diesmal war sein Speed bei weitem nicht so durchschlagend wie bei seinem Sieg. Einige Pferde hatte er schnell überholt, doch an die führende 4-er-Gruppe KIKI DEE, TURFTIGER, MARS und ETERNAL SUMMER und den 5-ten FEROE D'ILLIAT kam er nicht mehr heran. Der Sieger KIKI DEE lag noch 400 m vor dem Ziel nur ca. zwei Längen vor FREYTAG lag, im Ziel waren es dann aber fast 8 Längen. Das deutet auf einen Konditionsrückstand bei FREYTAG hin, wie ihn nicht nur im Stall Potters viele Pferde beim ersten Jahresstart haben.
So blieb FREYTAG nur der 6. Platz in diesem Rennen, der erste Platz ohne Geldpreis. Die vielen Fragen, ob z.B. FREYTAG den schweren Boden zur Bestform benötigt und ob er immer aus der Reserve geritten werden solte, werden erst die nächsten Rennen beantworten.


28. März 2021 - Schöner Jahresauftakt durch FORLITO

Die einzigen beiden Zöglinge aus der Silbereiche-Zucht, die bisher über Hindernisse angetreten sind, waren die beiden ersten der inzwischen 40 gezogenen Galopper, PANTO und PARLO. Viel sprang dabei nicht heraus. Gut 30 Jahre später trat heute mit dem Potters-Schützling FORLITO im französischen ARGENTAN wieder ein Silbereiche-Zögling über Hürden an - und bot eine ansprechende Vorstellung.
In einem Rennen für 5-jährige Sieglose über 3600 m traf der IT'S GINO-Sohn auf 7 Gegner und lief auf den 4. Platz. Der Richterspruch 3 1/2 - 1 1/4 - Kopf - 2 1/2 - 2 1/2 - 18 Längen belegt, dass FORLITO keine fünf Längen vom Sieger und nur einen Kopf vom Dritten geschlagen war. Da noch keine Bilder vom Rennen vorliegen, ergänzen wir den Bericht durch ein Statement des Trainers, der vor Ort war: "FORLITO ist top gesprungen und der Jockey (Paul Moreau, gewann 2020 über eine halbe Million Euro über Hindernisse) war begeistert." Es gewann AZER vor GELVILLE und GRAAL DU SEUIL.
Mit einem Platzgeld von 1235 Euro sollten die Reisekosten in das fast 1000 km von Bremen-Mahndorf entfernte Argentan mehr als bezahlt sein. Was viele vielleicht nicht mehr wissen: Vor allem die Mutterlinie von FORLITO weist einige Könner über Hindernisse auf, z.B. FEUERSCHUH, FEDERBUSCH und FINGERHUT. Aber das war in den 70-er und 80-er Jahren ... letztendlich wird es auch von der Corona-Situation abhängen, ob FORLITO auch einmal in Deutschland ein passendes Rennen über Hindernisse findet.


13. Dezember 2020 - FORLITO noch nicht weit genug

Auch wenn die Favoritin NEAR DAM die deutlich beste Form im Rennen hatte, durfte man FORLITO bei seinem Start am 3. Advent (13.12.20) auf der Sandbahn in Dortmund über 1950 m wenigstens ein gutes Platzgeld zutrauen. Gleich beim Start verlor FORLITO zwei Längen und Cecilia Müller hielt den IT'S GINO-Wallach daraufhin fast das Rennen über an vorletzter Stelle der 11 Starter.
Im Schlussbogen versuchte sie dann aufzurücken, aber das gelang zuerst kaum. Erst 100 Meter nach Beginn der Zielgeraden legte FORLITO seinen 5. Gang ein und begann mit sehenswertem Speed, einige Gegner zu überholen, Die Siegerin NEAR DAM und der Zweite BAASHA waren da fast schon im Ziel. Immerhin sicherte sich FORLITO im letzten Galoppsprung Platz 5 und das letzte Platzgeld von 175 Euro, nicht weit hinter dem Dritten TAURUS und der Vierten OSELETA zurück.
Nach diesem Rennen stellt man sich die Frage, ob man dieses riesige Pferd nicht eher in die Gänge bekommt. Denn FORLITO zeigte ja den gewünschten Speed, nur zu spät.
Das Pferd macht immer noch einen sehr unreifen Eindruck und verlangt so seiner Umgebung und seinen Fans einige Geduld ab, die sich aber - so verstärkt sich der Eindruck von Rennen zu Rennen - irgendwann einmal lohnen sollte.


06. Dezember 2020 - FREYTAG mit Paukenschlag am Nikolaustag

Normalerweise gibt es das nur im Märchen, was heute am Nikolaus-Tag (6.12.20) in Mülheim auf sehr weichem Boden passiert ist. FREYTAG gab im Ausgleich IV (+2) über 1300 m sein Handicap-Debut.
Mit Cecilia Müller (2 kg Erlaubnis) im Sattel startete der SANTIAGO-Wallach als drittletzter Außenseiter (216:10) wieder mit Ohrenstöpseln und aus der beantragten äußeren Startbox gegen 11 Gegner. Es war das Rennen der Viererwette.
Nach dem Start gingen die meisten Teilnehmer das Rennen sehr schnell an, so dass FREYTAG in äußerer Spur keine Chance hatte, sich weiter vorn einzusortieren. Im Schlussbogen belegte er kurz sogar den letzten Platz, wurde dort auch noch behindert und dann von Cecilia Müller ganz nach außen dirigiert, wo er vielleicht den besten Boden vorfand, aber auch den längsten Weg bewältigen musste. 200 m weiter lag FREYTAG immer noch an drittletzter Stelle, doch dann sammelte er einen Gegner nach dem anderen ein und hatte auf der Ziellinie eine Nase Vorsprung vor PATTY PATCH, 1 3/4 Längen dahinter kam der zweite Dreijährige NIGHT RIDER vor PRIMARY und PARTITA über die Linie.
Märchenhaft? Ja, so einen fulminanten Speed hätte der Chronist FREYTAG nicht zugetraut! Man wusste zwar, das Trainer Toni Potters viele seiner Pferde clever im Ausgleich unterbringt und von FREYTAG eine gute Meinung hatte, aber was war mit dem fast schwerem Boden, den FREYTAGs Mutter FREYA überhaupt nicht mochte? Vermutlich hat FREYTAG nicht wegen, sondern trotz des Bodens gewonnen. Fast märchenhaft waren auch die trotz Corona-Zeiten völlig ungekürzten Rennpreise - danke an den Mülheimer Rennverein. So verdiente FREYTAG 3.000 Euro - und für die Züchter fiel auch ein hübsches Sümmchen ab.
Das Sahnehäubchen waren dann die Worte von Cecilia Müller im Sieger-Interview mit Thorsten Castle: "... aus dem (FREYTAG) wird noch ein richtig gutes Rennpferd."


29. November 2020 - FOOTLOOSE macht Spaß

Von den aktiven Pferden der Silbereiche-Zucht ist sie aktuell die Älteste - und Beste. Auch in Dortmund bei ihrem Saisondebut auf Sand im Ausgleich IV über 1950 m "lieferte sie wieder ab". Mit Sibylle Vogt im Sattel trat sie sogar als zweite Favoritin an. Gegen 12 Gegner im Viererwette-Rennen übernahm sie nach dem Start wie gewohnt die Spitze, GLORY DAB legte sich sofort dahinter und fühlte sich in dieser Rolle pudelwohl. In der Zielgeraden ging GLORY DAB sofort an FOOTLOOSE vorbei und die Frage nach dem Sieger war geklärt. FOOTLOOSE kämpfe munter weiter, aber jetzt kamen die Speedpferde. Dabei erwiesen sich KREUZ AS und NOBLE FIGHTER noch als stärker, auf Platz 4 verdiente sich FOOTLOOSE noch 400 Euro und zahlte den Wettern ein kleines Platzgeld.
Trainer Sven Schleppi war vor dem Rennen sehr optimistisch und hatte sich vielleicht noch mehr ausgerechnet. Aber FOOTLOOSE kann Sand, ist aber kein ausgesprochener Spezialist für diesen Untergrund. Da hilft es auch nicht, dass sie auf Gras 6,5 Kilo höher steht. Trotzdem ist in diesem Winter in einem kleineren und vielleicht auch leistungsschwächeren Feld ein Sieg nicht unmöglich.


23. November 2020 - FORLITO: Dortmund ist nicht Honzrath

Der zweite Platz in Honzrath veranlasste die Sport-Welt sogar dazu, FORLITO bei seinem Debut auf der Dortmunder Sandbahn zum Favoriten zu machen. Mit Cecilia Müller nutzte Trainer Toni Potters sogar noch zwei Kilo Erlaubnis, die Wetter gaben ihm mit 80:10 eine Mitfavoritenrolle. Jedoch war FORLITO der einzige der 13 Teilnehmer, der noch keine Erfahrung mit der Dortmunder Sandbahn hatte. Und auch das Bildnis vom Floh auf dem Elefanten (das Leichtgewicht Cecilia Müller ritt eines der größten Rennpferde Deutschlands) dämpfte die Euphorie.
Aus Box 13 kam FORLITO gut ins Rennen und rückte gegenüber in guter Haltung auf. Im Schlussbogen rückte er dann noch weiter auf, doch vielleicht hatte er sein Pulver zu früh verschossen. In der Zielgeraden gingen dann die drei Pferde, die kürzer als er am Toto standen, leicht an ihm vorbei - und drei weitere. Zum Schluss blieb für FORLITO nur Platz 7 von 13 Startern, nicht sonderlich weit geschlagen, aber auch ohne richtige Chance auf einen Geldgewinn.
FORLITO macht immer noch keinen reifen Eindruck. Vielleicht muss er auch noch mehr gefordert werden, vielleicht liegen ihm 1800 m nicht besser. Vielleicht, vielleicht vielleicht ...
Jedenfalls gewann heute COMPULSIVE vor AVORIO und NEAR DAM. Vermutlich werden wir FORLITO in Dortmund bald wieder sehen.


15. November 2020 - FREYTAG ab jetzt mit 55 kg GAG in Angriffsposition

Auch in Krefeld am 15. November in einem Sieglosen-Rennen über 1300 m ließ es FREYTAG, gesteuert durch die gute Erlaubnis-Reiterin Cäcilia Müller, wieder sehr gemächlich angehen. FREYTAG, der in Frankreich bei seinem ersten Start mit einem gewaltigen Antritt das Feld noch in die Zielgerade geführt hatte, wurde diesmal wie zuletzt wieder im Hintertreffen gehalten. Schon vor Erreichen der Zielgeraden war klar, dass FREYTAG nicht mehr nach vorn aufschließen würde, denn die Favoriten hielten sich alle im Vorderfeld auf und hatten noch etwas im Tank. FREYTAG machte dann noch ein bisschen Boden gut und galoppierte mit viel Platz nach vorn und ging als 7-ter von 14 Startern durch das Ziel. Und schließlich mochte er den schweren Boden auch nicht so gern.
Zur Belohnung gab es 55,0 GAG im Ausgleich, der Sieger SCORE steht nun bei 63,5 kg, das sind 8,5 kg Unterschied, also fast drei Siege. In Baden-Baden bei seinem zweiten Start war FREYTAG bei gutem Boden nur 3 Längen hinter SCORE, da sollte er in einem zukünftigen Rennen bei gutem Boden gegen SCORE gute Chancen haben.
D.h., egal, ob FREYTAG jetzt noch auf Sand läuft oder nicht, ein gesunder FREYTAG sollte 2021 Freude bereiten.


14. Oktober 2020 - FREYTAG in Mülheim: Ein bisschen mehr hätte es sein können ...

Großen Jubel zum Start von FREYTAG am 14. Oktober in Mülheim gab es nicht nach dem Rennen, sondern bereits morgens vor dem Rennen: Sowohl der zweite als auch der dritte Favorit des Rennens, PAROL und ROMEXA, wurden zum Nichtstarter erklärt. Von den zehn Startern verblieben acht, PALIMERO mit 81 kg schien auch nach seiner Kastration unschlagbar, dahinter gab es mit FREYTAG, NAGOL, RED POSTMAN und MILJÖ vier Pferde, die schon mal den Zielrichter "belästigt" hatten - und deshalb stiegen die Hoffnungen auf ein fettes Platzgeld. Die Wetter erklärten FREYTAG sogar mit 61:10 zum zweiten Favoriten, doch der SANTIAGO-Sohn traf erstmals auf weichen Boden, den seine FREYA so gar nicht mochte.
Michael Cadeddu war FREYTAGs Gefährte über die 1400 m-Distanz. Und der hatte offensichtlich die Order, nicht an der Spitze zu gehen, sondern bezog eine Position an drittletzter Stelle im Schlussbogen. PALIMERO und NOGAL machten derweil das Tempo und blieben auch in der Zielgeraden unbehelligt vorn; wobei der Favorit mit kurzem Kopf gewann. Auch MILJÖ hatte sich weitaus eher als FREYTAG herangehalten und konnte sich vor FREYTAG leicht den dritten Platz sichern. Und FREYTAG? Der brauchte anfangs der Zielgeraden erst einmal eine Weile, um auf freie Bahn zu kommen. Dann zog er zwar schön an, aber vorn war längs der Zug abgefahren.
Irgendwie hatte man das Gefühl, dass in diesem Rennen mehr für FREYTAG drin war. Ob er gegen die beiden führenden Erstplatzierten angekommen wäre, bleibt dahingestellt, den dritten Platz hat er aber mit einer zu defensiven Taktik und einem schlechten Rennverlauf verschenkt.
Erkenntnisse aus diesem Rennen könnten sein, dass er seinen Strich geht, aber wenig Speed hat. Das konnte man schon in Baden-Baden schlussfolgern. Der weiche Boden ist darüber hinaus bestimmt nicht sein Lieblingsboden, so folgt er seiner Mutter FREYA, die ihre guten Leistungen nur auf "gutem" oder "festen" Boden zeigte.
Unterm Strich bleibt das erste Platzgeld für FREYTAG in Höhe von 300 Euro und das Gefühl: Es war heute etwas mehr drin.


02. Oktober 2020 - FORLITO - Auf Sand bald siegreif?

Eine positive Überraschung lieferte FORLITO heute mit seinem 2. Platz auf der Sandbahn in Honzrath in einem Ausgleich IV über 1800 m, der extra für ehemalige Reiter, die 2020 noch keine Lizenz beantragt hatten, ausgeschrieben wurde. FORLITO hatte mit Paul Johnson einen ehemaligen Hindernisjockeychampion im Sattel und war damit reiterlich gewiss gut "ausgestattet".
Im Feld der 9 Starter ging FORLITO zumeist im Mitteltreffen. Auf ebener Strecke und vor allem bergab machte er immer Boden gut, während er mit dem kleinen "Berg" vor Beginn der kurzen Zielgeraden nicht so gut zurechtkam. Die spannende Phase des Rennens begann in der 2. Runde gegenüber, als er bergab enorm aufdrehte und sowohl an der lange führenden HAFIDA und an GIANT GRIZZLY vorbeiging und die Spitze eroberte. Doch dann ging es zum zweiten Mal bergauf und FORLITO musste GIANT GRIZZLY wieder vorbeilassen, auch andere Gegner waren praktisch auf gleicher Höhe. In der ganz kurzen Zielgeraden legte FORLITO dann wieder zu, doch den einteilten GIANT GRIZZLY konnte er nicht mehr erreichen. Dass im Ziel nur ein Kopf die beiden trennte, lag auch daran, dass Walter Maurer, der Reiter von GIANT GRIZZLY mit sehr dosierten Bemühungen sein Pferd über die Linie brachte. Immmerhin distanzierte das Paar den Dritten OPERA SNOW mit 7 1/2 Längen.
Alles in allem war das ein hoffnungsvoller Start von FORLITO, denn der Wallach scheint Sand zu können, auch wenn die Sandbahn in Dortmund wieder ganz anders ist als in Honzrath. Aber es gibt ja auch noch Mons in Belgien. Und "Berge" wie in Honzrath gibt es weder in Dortmund noch in Mons. Vielleicht avanciert ja FORLITO doch noch zum "Großverdiener" in den unteren Handicap-Regionen ...


27. September 2020 - FOOTLOOSE "macht ihren Job" auch in Mannheim

Wenn uns einer zu Beginn des Jahres erzählt hätte, FOOTLOOSE ist bis Ende September das gewinnreichste Pferd 2020 aus der Silbereiche-Zucht, dann hätten wir es nicht geglaubt. Oder daraus gefolgert, dass 2020 eine ziemlich "miese" Saison werden würde. Immerhin ist FOOTLOOSE der Lichtblick in einem wirklich enttäuschenden Jahr.
Auch am 27. September in Mannheim lief sie wieder ein gutes Rennen. Durch zwei Nichtstarter kamen im Ausgleich III über 1900 m nur 5 Pferde an den Start - und es gab 5 Platzgelder. FOOTLOOSE (mit Miguel Lopez) war trotz des letzten Sieges nur 4. Favoritin (57:10) hinter der Wöhler-Stute LADY OF NEW YORK, dem letztmaligen Runner-Up EARL und dem Bahn-Sieger TEX HOLLOW. EARL stand durch seinen Baden-Baden-Sieg gewichtsmäßig noch geringfügig schlechter gegen FOOTLOOSE im Rennen. Großer Außenseiter in diesem Rennen war der Stallgefährte von FOOTLOOSE, SAN DIEGO (132:10). Der Boden war weich - auch das sprach nicht gegen FOOTLOOSE.
Und es kam alles mal wieder anders, als die Wetter glaubten. FOOTLOOSE ging wie immer an der Spitze. Schon vor dem Schlussbogen bekam die Favoritin LADY OF NEW YORK Probleme, was sich hinter durch Nasenbluten erklärte. Auch TEX HOLLOW war an diesem Tage kein Gegner. Dass aber ausgerechnet der Stallgefährte SAN DIEGO in der Zielgeraden locker an FOOTLOOSE vorbeizog, wird zum Überraschungscoup des Stalles Schleppi. Für den 2. Platz musste diesmal FOOTLOOSE knapp ihren Widersacher EARL vorbeilassen.
Trotzdem: FOOTLOOSE lief ein schönes Rennen, verdiente mit dem 3. Platz 675 Euro und ist derzeit die "Leuchte" der Silbereiche-Zucht in einer ansonsten trüben Saison.


24. September 2020 - FREAKY LOVE - so etwas wie ein Geheim-Tipp

Die Zeit vergeht auch in einem Corona-Jahr nicht langsamer als sonst - und schon steht der nächste Jährlng aus der Silbereiche-Zucht zum Verkauf. In diesem Jahr ist es die rechte Schwester zu FREAK mit dem Namen FREAKY LOVE, also eine Stute von NEATICO a.d. FREYA.
Und da FREAKS 2-jährigen-Kampagne bisher sehr unglücklich verlaufen ist, hat FREAKY LOVE auf den ersten Blick keine besonderen Empfehlungen. Doch auch ihr Halbbruder FREYTAG v. SANTIAGO im Quartier von Toni Potters wird dort hoch eingeschätzt und gewohnt vorsichtig aufgebaut. In Baden-Baden blitzte schon sein Können auf.
Deutlich frühreifer ist FREAK und das wird wohl auch seine Schwester sein. Dr. Andreas Bolte, FREAKs Trainer, war bei dessen 2-jährigen-Debut über den vorletzten Platz vor ein paar Wochen sehr enttäuscht, aber schon am nächsten Tag lieferte eine Erkältung mit erhöhter Temperatur eine Erklärung für das schlechte Laufen, worüber auch die Sport-Welt berichtete. Ein paar Tage später ereilte FREAK auch noch eine Kolik - und schon waren die Träume für 2020 geplatzt. Inzwischen ist FREAK wieder wohlauf im Training.
Außer den Trainern Toni Potters und Dr. Andreas Bolte weiß somit niemand, was vielleicht die AREION-Tochter FREYA als Mutterstute noch zu leisten vermag.
Das ist auch eine Chance, denn der Marktlage entsprechend wird FREYA sehr günstig angeboten. Und da FREYA lt. Herbstuntersuchung 2021 ein Hengstfohlen von BEST SOLUTION in Aussicht stellt, schließen die Züchter auch eine Verpachtung von FREAKY LOVE nicht aus. Interessenten nehmen unter info@silbereiche.de Kontakt mit dem Züchter auf.


20. September 2020 - FORLITO mit neuer Taktik

Nach dem letzten im Endeffekt sehr enttäuschenden Laufen in Hannover ging Trainer Toni Potters mit der Distanz wieder herunter und wählte für FORLITO einen Ausgleich IV (+8) über 2000 m am 19. September in Hoppegarten aus. Es saß wiederum Maxim Pecheur im Sattel.
Auch taktisch wählte man eine neue Variante: FORLITO sollte an der Spitze gehen und das gelang ihm auch. Es stellten sich ihm 7 Gegner, von denen drei favoritisiert waren - und genau diese drei (MARANERO, VENDETTA und DOLASILLA) hefteten sich auch an seine Fersen. In der Zielgeraden gingen die drei Favoriten an FORLITO recht leicht vorbei und gingen in der o.a. Reihenfolge durchs Ziel. FORLITO hielt im Ziel formgemäße 6 Längen Abstand, konnte aber seinerseits den Rest des Feldes auf 9 und mehr Längen distanzieren.
Bis auf die drei Erstplatzierten war es ein schwach besetztes Rennen, vor allem auch quantitativ, denn in dieser Klasse laufen zumeist mehr als 8 Pferde. Die kürzere Distanz schien FORLITO eher zu liegen, ob es notwendig ist, an der Spitze zu gehen, das mag dahingestellt sein. In der aktuellen Form wird FORLITO in diesem Jahr vielleicht noch einige Platzgelder sammeln, aber es wird ihm schwer fallen, ein Rennen zu gewinnen. Ob er auf noch kürzeren Distanzen zu besseren Leistungen fähig ist (z.B. über 1800 m), das wäre zumindest einen Versuch wert zu klären. Vielleicht hilft ihm auch etwas weicherer Boden als in Hoppegarten weiter.


05. September 2020 - FREYTAG in Baden-Baden: Besser als die Wetter glaubten, aber knapp am letzten Geld vorbei

Bei der diesjährigen Großen Woche in Baden-Baden kommt vermutlich nur ein Pferd aus der Silbereiche-Zucht an den Start und das war FREYTAG gleich im 1. Rennen des Eröffnungsrenntages (5.9.20) in einem 3j.-Sieglosen-Rennen über 1400 m. Wie beim Lebensdebut in Compiegne saß wieder Clement Lecoeuvre im Sattel. Von den 10 Gegnern waren sechs am Toto beachtet und standen unter 100:10, dann folgte mit größerem Abstand FREYTAG (161:10), während der Rest am Toto als völlig chancenlos eingestuft wurde.
FREYTAG ging problemlos in die Box und verhielt sich dort auch sehr ruhig. Im Gegensatz zum Debut, wo er die Pilotenrolle übernahm, sollte FREYTAG in diesem Rennen offensichtlich auf Warten geritten werden - und das gelang dem Jockey problemlos. In den Bögen sparte FREYTAG innenliegend viel Boden. In der Zielgeraden rückte der SANTIAGO-Sohn dann sogar in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen auf; 100 Meter vor dem Ziel mochte man noch an ein Platzgeld glauben. Dann fehlte FREYTAG die letzte Durchschlagskraft und AUENZENZI schnappte ihm kurz vor der Linie das letzte Platzgeld weg. Es gewann leicht mit 2 Längen CESSNA, dahinter endeten DOMENICO, SCORE und REVENTA dichtauf, während sich zu AUENZENZI, FREYTAG und AL MUTHANNA wieder eine kleine Lücke auftat. Der Rest war 14 Längen und mehr zurück. Insgesamt lag FREYTAG gut 4 Längen hinter dem Zweiten DOMENICO.
Die heutige Leistung deutet daraufhin, dass FREYTAG kein Überflieger, aber ein durchaus nützliches Rennpferd werden kann. Das Nachlassen auf den letzten Metern könnte darauf hindeuten, dass ihm wie seiner Mutter FREYA die 1200 m noch besser liegen als die 1400 m. Auf einer Bahn mit einer kürzeren Zielgeraden als in Baden-Baden mag aber auch die heutige Distanz passen. Vielleicht war es aber auch einfach die fehlende Routine, schließlich war es heute erst FREYTAGs zweiter Start. Und nicht unwichtig erscheint, dass sich FREYTAG im Rennen problemlos dirigieren lässt, während seine Mutter eine reine Frontrennerin war.


28. August 2020 - FOOTLOOSE in Saarbrücken - ein Affe fällt aus dem Nest

Der heutige Sieg von FOOTLOOSE in Saarbrücken (28.8.20) fällt eigentlich in die Kategorie "Wunder gibt es immer wieder". Man kann ja nicht unbedingt erwarten, dass ein Pferd, dass immer noch nahe dran an der bisherigen Maximal-GAG-Marke steht, bei seinem ersten Start in Saarbrücken derart sicher die Gegner auf Distanz hält. Trainer Sven Schleppi schien das zu wissen, und sein Umfeld auch, denn am Toto avancierte Footloose zum dritten Favoriten - und die Experten wunderten sich.
FOOTLOOSE (mit Marco Casamento, der die Stute schon 4-jährig zum Sieg in Hannover geritten hatte) eroberte gleich nach dem Start die Spitze und der Favorit EARL legte sich gleich dahinter. Und beide ließen keinen der übrigen 5 Teilnahmer mehr in ihre Nähe und überquerten in dieser Reihenfolge die Ziellinie. Dritter wurde POLARSTERN.
Da entpuppt sich doch FOOTLOOSE recht unerwartet zu einem Spezialisten für die südwestdeutschen Bahnen, denn wer in Saarbrücken auf Anbieb gut zurecht kommt, wird auch in Mannheim nicht schlecht laufen. Zudem war das offiziell gute Geläuf nicht ganz so fest - auch das kam FOOTLOOSE entgegen.
FOOTLOOSE war der letzte Sieger der Silbereiche-Zucht in der Jörgensen-Ära - jetzt hat sie auch den ersten Sieg in "der Zeit danach" erzielt. Es war Sieg Nr. 114 für die Silbereiche-Zucht. Vielleicht hat sie auch die "Seuche" beendet, die sich so langsam in die Silbereiche-Zucht eingeschlichen hat. Zu nennen ist da vor allem FREAK, der bei seinem 2-jährigen Debut unter dem Einfluss eines Infekts stand - und eigentlich viel höher eingeschätzt war.
Wenn jetzt ein geduldiger Trainer wie Sven Schleppi auch noch ein Pferd wie FORGO (inzwischen auf Koppel) für den Rennstall "reanimieren" würde, dann wären die Züchter happy. Denn Geduld ist immer noch eine wichtigen Voraussetzungen für den Erfolg im Rennsport.


23. August 2020 - FORLITO geht nur einen Strich

Größere Hoffnungen ruhten am Sonntag (23.8.20) in Hannover auf FORLITO, denn der Boden war optimal, das Rennen wurde geteilt und mit Maxim Pecheur hatte er einen Top-Jockey im Sattel.
Aber ist FORLITO auch wirklch über die Derby-Distanz von 2400 m wirklich gut aufgehoben? Seine Mutter FORLISTA lief am liebsten über 1600 bis 1800 m, sein Vater IT's GINO war zwar Dritter im Prix de l'Arc de Triomphe, hat aber wenig Stehvermögen vererbt.
Das Rennen ist schnell erzählt, denn FORLITO ordnete sich an vierter Stelle im Rennen ein, konnte dann aber in der Zielgeraden aus optimaler Lage nicht mehr beschleunigen. Zum Schluss blieb für FORLITO PLatz 8 von 10 Startern.
Nach dem Rennen äußerte auch Trainer Toni Potters Zweifel am Stehvermögen seines Schützlings. Vielleicht sieht man ihn in Zukunft über 1800 oder 2000 m am Start, dann wird sich entscheiden, ob er nun gar nichts kann oder heute nur auf der falschen Distanz gelaufen ist.


16. August 2020 - FREAK noch nicht ganz reif für die Geldränge

Das Lebensdebut eines 2-jährigen ist immer etwas Besonderes. So wie heute (16.8.20) bei FREAK, der mit Michael Cadeddu über 1600 m in Düsseldorf debutierte.
Ihm stellten sich beim Startzeichen 6 weitere Debutanten als Gegner. FREAK stand beim Start 116:10. Damit war er vierter Favorit knapp vor KYGO (117:10). Hoher Favorit war der Grewe-Schützling VARON (19:10) vor NEAR LADY (42:10) und EASTSTORM (52:10).
Nach dem Start sah man, dass EASTSTORM die Spitze nehmen wollte. FREAK, der wie sein Halbruder FREYTAG mit einem guten Antritt ausgestattet ist, überließ die Pilotenrolle dem groß gewachsenen Klug-Schützling und legte sich dahinter an die zweite Stelle, knapp dahinter der Favorit VARON, auf dem Andrasch Starke im Schlussbogen weitaus mehr tat als Micky Cadeddu auf FREAK. Trotzdem war VARON anfangs der Zielgeraden stärker als FREAK, der hinter EASTSTORM bis 200 m vor dem Ziel gut mithielt. Auf den letzten Metern ließ er dann stark nach. Im Ziel war dann nur noch die Außenseiterin MANAIA hinter FREAK, der auf den letzten Metern mehr guckte als fightete. Platz 6 von 7 Startern war das Ergebnis, während vorn EASTSTORM vor MILKA und VARON gewann.

Trainer Andreas Bolte hatte insgeheim schon mit einem Geldrang geliebäugelt, doch dafür lief FREAK noch zu unreif. Trotzdem konnte man mit seinem Debut ganz zufrieden sein.


09. August 2020 - FOOTLOOSE mit seltsamen Rennen in Mannheim

Nach einer Pause stand für FOOTLOOSE am 7. August ein Start im Ausgleich III über 1900 m in Mannheim auf dem Programm. Im Vorfeld hatte sich wohl Trainer Sven Schleppi dahingehend geäußert, dass er mal ausprobieren wollte, wie FOOTLOOSE mit der speziellen Linienführung in Mannheim zurechtkommt. Ein richtiger Test wurde es nicht.
Nach dem Start wollte FOOTLOOSEs Reiterin Sibylle Vogt ihr Pferd vehement zurücknehmen. Das sah dann schon fast nach Rodeo aus, der Rennbahnkommentator glaubte sogar, dass Sibylle Vogt von einem Fehlstart ausging. In einen halbwegs ruhigen Galopp verfiel FOOTLOOSE erst, als der Vorletzte des Feldes 10 Längen Vorsprung hatte.
Dementsprechend "zuckelte" sie das ganze Rennen hinter dem Feld her und war auch im Ziel Letzte. Es gewann INCURRUPTIBLE vor EARL. Erkenntnisse hat dieses Rennen wohl kaum geliefert.


02. August 2020 - Der Regen passte FORLITO nicht

Beim zweiten Handicap-Start von FORLITO hoffte man auf eine weitere Steigerung. Trainer Potters hatte einen Ausgleich IV (+10) über 2200 m am 1. August 2020 in Köln ausgesucht. Solche Rennen können sich über Zuspruch nicht beklagen. Das Rennen wurde ein Viererwette-Rennen und FORLITO traf mit Clement Lecoeuvre auf 12 Gegner.
Am Morgen war das Geläuf noch gut, aber zu Beginn der Veranstaltung regnete es "Bindfäden". Toni Potters äußerte sich im Rennbahnfernsehen bereits vor dem Start, dass FORLITO zwar gut drauf war, aber der inzwischen lose Boden wäre sicherlich nicht nach dem Geschmack eines derart großrahmigen Pferdes.
Und so kam es auch. FORLITO bestritt das Rennen im hinteren Mitteltreffen. Aus dieser Position konnte er sich in der Zielgeraden nicht sonderlich steigern und landete auf Platz 7 von 13 Startern.
Es gewann der Außenseiter ELECTED vor OPERA SNOW und den Favoriten SENSIBLE FRIEND.
Am Toto war FORLITO zusammen mit DUTCH MASTER (Vorletzter) zweiter Favorit (65:10). Da die Wetter im Allgemeinen nicht völlig danebenliegen, sollten wir darauf hoffen, dass FORLITO mal auf gutem oder festem Boden läuft. Was beim aktuellen Wettergeschehen ein Glücksspiel ist ...


19. Juli 2020 - "Klammheimlich" debutiert FREYTAG in Compiegne

Unverzeihlich - aber so etwas passiert mal: Auch dem Chronisten war entgangen, dass Toni Potters nach dem Verzicht auf einen Start beim Derby-Meeting in Hamburg für das Lebensdebut von FREYTAG 6 Tage später am 16. Juli ein Sieglosenrennen über 1400 m im französischen Compiegne vorgesehen hatte. Im Sattel saß der am Grewe-Stall beschäftigte Clement Lecoeuvre, den Toni Potters immer öfter auf seine Pferde setzt. Der Boden war ähnlich weich wie am ersten Tag des Derby-Meetings.
Vom Ergebnis her - FREYTAG war im Ziel Letzter der 13 Starter - kann man aus dem Rennen noch keine Hoffnungen ableiten. Doch der Rennverlauf war interessant: Mit einem fulminanten Antritt, wie ihn seine Mutter FREYA hatte, übernahm FREYTAG als Risenaußenseiter (770:10) nach dem Start die Spitze und musste diese genau nach 1000 Metern an die ersten Speedpferde abgeben. Clement Lecoeuvre versuchte dann noch über weitere 200 Meter, FREYTAG für ein kleineres Platzgeld zu motivieren, doch als er sah, dass dies nicht gelang, stellte er seine Bemühungen völlig ein. Nur deshalb wurde FREYTAG Letzter, sonst wäre er irgendwo rund um Platz 10 gelandet, was natürlich auch keinen Mehrwert gehabt hätte.
Der zweite deutsche Vertreter, LEEROY GOLD, landete im Ziel nur zwei Plätze vor FREYTAG und lief in diesem Jahr in Deutschland schon drittplatziert. Außerdem wurde er für gut genug befunden, im Mehl-Hülhens-Rennen (Gruppe II) zu laufen, endete dort aber als Letzter.
Es muss also in Compiegne schon ein gutbesetztes Sieglosen-Rennen gewesen sein. Wenn man dann noch annimmt, dass FREYTAG den weicheren Boden ähnlich wie die Mutter nicht mag, kann man seinem Debut durchaus positive Seiten abgewinnen.
In Deutschland bietet sich als nächster Start am 31. Juli ein Sieglosen-Rennen über 1550 m in Magdeburg an,; die geforderte Distanz wird Freytag vielleicht schon zu weit sein, die Bahn sollte ihm mit seinem tollen Antritt liegen. Vielleicht bleibt Toni Potters aber auch mit FREYTAG zuerst in Frankreich. Einer solchen Strategie sollten dann besonders interessante Überlegungen des Trainers zu Grunde liegen. Den nächsten Start wird der Chronist jedenfalls nicht übersehen.


10. Juli 2020 - FORLITO deutet in Hamburg an, dass er mehr kann

Nach drei Starts in Sieglosen-Rennen und einer damit "erworbenen" Handicap-Marke von 48,0 kg startete FORLITO am 10. Juli beim reduzierten Derby-Meeting erstmals im Handicap. Toni Potters wählte einen Ausgleich IV (+9) über die Steherdistanz von 2200 m, wie beim letzten Start saß wieder Clement Lecoeuvre im Sattel.
Im Vorfeld war schon klar, dass es schwierig werden würde, aus diesem Rennen Schlüsse zu ziehen. Denn FORLITO lief erstmals über eine solche lange Strecke und dazu erstmals auf weichem Boden, denn vor allem am Donnerstag hatte es in Hamburg "Bindfäden" geregnet. Und wie die Mathematik lehrt, ist eine Rechnung mit zwei Unbekannten (Boden, Distanz) kaum zu lösen.
Beim Pferderennen kann man so etwas aber ausprobieren. FORLITO, der aus beantragter Außenbox das Rennen gegen 10 Gegner aufnahm, wurde von seinem Jockey nach dem Start mit Nachdruck in eine vordere Position manövriert. Dadurch wirkte der Ritt weitaus ambitionierter als bei den letzten drei Starts. In weiten Teilen des Rennens lag FORLITO, der mit 102:10 durchaus etwas Anhang am Toto gefunden hatte, an zweiter Stelle hinter dem Mitfavoriten CONVINCER. In der Zielgeraden erwies sich CONVINCER als stärker, musste aber LIKE ME (1.) und dem Speedpferd SHANNEN (2.) noch den Vortritt lassen. An FORLITO ging auch noch SECOND SIGHT (4.) vorbei, aber mit dem 5. Platz im Niemandsland dieses Rennens verdiente sich FORLITO seine ersten 300 Euro. Er spulte einfach sein Tempo herunter und wurde zuletzt weder schneller noch langsamer. Im Ziel lag er mehr als 8 Längen hinter dem Sieger und 5 Längen hinter dem Viertplatzierten.
Es war auf jeden Fall ein hoffnungsvoller Ansatz. Aber stimmt die Strecke? Und wie läuft er auf Steherdistanz auf gutem Boden? Die nächsten Rennen werden es zeigen.


21. Juni 2020 - FREYA auch nach dem 30 Tage-Ultraschall tragend

Bereits am Donnerstag, also vor drei Tagen, kam die "frohe Botschaft" aus dem Gestüt Hof Castanea, dass FREYA auch im 30 Tage-Ultraschall als tragend von BEST SOLUTION (letzter Decktag 18. April) diagnostiziert wurde.
Freuen wir uns also auf ein hoffentlich gesundes, vielversprechendes und in diesem Fall auch einmal "marktgerechtes" Fohlen in 2021, denn nach unbestätigten Meldungen soll BEST SOLUTION 2020 in Deutschland der am meisten frequentierte Deckhengst gewesen sein.


21. Juni 2020 - FORLITO wird erst wieder im Handicap interessant

Unter diesem Vorschau-Text beleuchtete die Sport-Welt die Chancen von FORLITO am 20. Juni im Dortmund, wo der It's GINO-Wallach in einem 10 Pferde-Rennen über 1750 m für 4-j. und ältere sieglose Pferde antrat. Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen.
Diesmal saß Clement Lecoeuvre im Sattel. Aus wiederum beantragter äußerer Startbox (die FORLITO ohne Probleme bezog) ordnete der Jockey FORLITO im Hinterfeld ein, eine Position, die er auch eingangs der Zielgeraden noch besetzte. Im Finish konnte sich FORLITO nach vorn kaum verbessern und platzierte sich 20 Längen hinter dem Sieger als Achter in diesem Feld.
Jetzt wird er am Montag sein Handicap bekommen. Wie schnell er dann mit dieser Marke zurechtkommt, werden die nächsten Rennen zeigen. Im Dortmunder Rennen konnte man das nicht erkennen.


07. Juni 2020 - FORLITO auch beim zweiten Start wieder im Mittelfeld

Auch der zweite Lebensstart von FORLITO am 7.6.20 - wieder auf der Neuen Bult - lief ähnlich ab wie sein Debut am Himmelfahrtstag. Auch Lukas Delozier saß wieder im Sattel, nur ging es diesmal nur über 1600 m, also über eine um 400 m kürzere Distanz. FORLITO trat gegen 15 Gegner an, dabei stand ein Gegner nach Form weit heraus: der spätere Sieger ARTISTICO (13:10).
Für FORLITO hatte Toni Potters wieder eine äüßere Startbox beantragt. FORLITO ging schnell in die Box, war dort aber etwas unruhig. Der Start gelang leidlich und wie beim Debut ging FORLITO auch dieses Rennen im hinteren Drittel an. Im Schlussbogen rückte der Wallach geringfügig auf. In der Zielgeraden blieb er dann innen und galoppierte seinen Strich weiter, ohne wesentlich Boden gut zu machen. Im Endergebnis blieb FORLITO gut 15 Längen hinter dem Sieger ARTISTICO (Zweiter war ARCORDIA vor C'EST UN REVE und CONNOR).
Auf zwei interessante Fragen konnte dieses Rennen keine Antworten geben; Was ist, wenn FORLITO von Anfang an das Tempo der Spitzengruppe mitgeht? Und liegen ihm die 2000 m vom Debut besser als die heutige Meile?



06. Juni 2020 - FREYA ist in ihrer neuen Heimat angekommen

Da das Gestüt Evershorst die Pensionsstuten Betreuung einstellt, haben wir für unsere Mutterstute FREYA ein neues Zuhause gesucht: am Freitag (5.6.2020) ist sie wohlbehalten im Gestüt Hof Castanea in Colnrade angekommen. Vorher gab es noch gute Nachrichten aus dem Gestüt Auenquelle: die letzten Bedeckungen durch BEST SOLUTION am 18. und 20. Mai waren (wohl) von Erfolg gekrönt - per 14 Tage Ultraschall ist FREYA tragend.


24. Mai 2020 - Auch FOOTLOOSE in Baden-Baden chancenlos

Um einem quantitativ gut besetzten Viererwette-Rennen auszuweichen, wechselte FOOTLOOSE noch zur Starterangabe in ein alternativen Ausgleich III am 24. Mai; statt über 2000 m mit Skala -4 ging es hier über 1800 m mit Skala -8.
Doch auch hier setzte sich die miserable Stallform der älteren Silbereiche-Zöglinge fort: FOOTLOOSE führte lange, nahm zu Beginn der Zielgeraden die innere Spur - und als Sibylle Vogt sah, dass außen von ihr alle Gegner vorbeizogen, nahm sie zeitig die Hände runter. Das war mit Sicherheit richtig.
Ihre im letzten Jahr erfolgreiche Fähigkeit, ihr Tempo auch über eine längere Distanz durchzuziehen, kann sie aber über 1800 m schlechter ausspielen als über 2000 m oder eine noch längere Distanz. Trotz der immer noch hohen Einschätzung im Handicap könnte auf diesen Distanzen der erste Schlüssel für zukünftige Erfolge liegen.


23. Mai 2020 - FORGO läuft in Baden-Baden ausdruckslos

Die Regelfälle vor und während des ersten Tages (23. Mai) beim Mini-Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden hatten sicherlich nicht die Chancen von FORGO verbessert, als dieser mit Filip Minarik einen Ausgleich III über 1600 m bestritt. Trotzdem gehörte der SANTIAGO-Sohn im 8er-Feld mit 65:10 zum erweiterten Favoriten-Kreis. Was FORGO letztendlich ablieferte, war dann aber deutlich weniger, als man trotz des Regen-Handicaps erwarten konnte. Der Jockey setzte diesmal auf die Warte-Taktik und hielt FORGO ganz am Schluss des kleinen Feldes. Der Weg nach ganz vorn vor nie sonderlich weit, doch auch in der Zielgeraden konnte sich FORGO zu keinem Zeitpunkt von hinten lösen. Mit 11,5 Längen hinter dem Sieger CLOUD belegte FORGO den vorletzten Platz, nur SMOKE ON THE WATER fiel dahinter aus dem Rennen. Platz 2 belegte LESSING vor ITMAN.
Da FORGO 2019 mit praktisch jeder Taktik zurechtkam, ist auch in der Taktik der Grund für die schlechte Leistung nicht zu finden. FORGO ist nicht in der Form des letzten Jahres! Wenigstens weist der Rennbericht diesmal kein Nasenbluten wie beim letzten Sandbahnstart auf. Nüchtern betrachtet besteht jedoch nach der grandiosen Form des Vorjahres bei den drei älteren Handicappern FOOTLOOSE, FORGO und FORSANTI zur Zeit wenig Hoffnung auf Geldgewinne. Während sich FOOTLOOSE zum Schluss der letzten Saison im Handicap noch hochgelaufen hatte, konnten FORGO und FORSANTI nach ihren Siegen ihre neue Handicap-Marke 2019 schon bestätigen. FORSANTI hat den Rennstall leider schon verlassen, bei FORGO kann man nur hoffen, dass er "den Kopf frei bekommt" und in der zweiten Saisonhälfte die Form des Vorjahres wiederfindet. FOOTLOOSE hat am Sonntag in Iffezheim eine weitere Chance zu überraschen.


21. Mai 2020 - FORLITO auf den Spuren von FORGO?

FORLITO startete bei seinem Debut am Himmelfahrtstag auf der Neuen Bult in klarer Außenseiterrolle (557:10). Im Sattel saß Lukas Delozier, der sich sein Reitgeld redlich verdiente. Es ging in diesem Sieglosen-Rennen über 2000 m. Am Ende landete FORLITO auf Platz 9 von 14 Startern, doch es lohnt sich, diesen Start genauer zu betrachten.
FORLITO ist mindestens genauso groß wie FORGO, und vermutlich deshalb hatte Trainer Toni Potters für ihn die äußere Startbox beantragt. Das Einrücken in die Startboxen lief dann auch nicht reibungslos ab, aber letztendlich ging FORLITO mit etwas Startverlust mit dem Feld auf die Reise. Für die Zukunft ist das Startproblem wohl noch nicht ganz gelöst, ein Startverweis ist durchaus möglich. Aber im Training kann man ja auch das üben, üben, üben ...
Lukas Delozier ging nach dem etwas verpatzten Start gleich nach innen und ordnete FORLITO am Ende des Feldes ein, wo er sofort Anschluss hatte und die “rote Laterne” an YES OR NO abgab. im Schlußbogen verbesserte sich FORLITO um einige Positionen, den auf der Neuen Bult so oft zu beobachtenden Kampf um die besten Positionen an den Außenrails ging FORLITO jedoch als einer der Letzten an. Der Jockey mühte sich redlich, um FORLITO zu motivieren und fand auch durchaus ein Echo. FORLITO verbesserte sich, aber dann war ganz an der Außenseite der Weg versperrt, Delozier musste FORLITO fast völlig aufnehmen. Auf etwas freier Bahn zog FORLITO dann nochmals an. Das Endergebnis ist bereits erwähnt.
FORLITO war also nicht im Kampf um die Platzgelder dabei, aber trotzdem bot dieser Start ein paar Hoffnungen für die Zukunft. Wenn dieses “Schlachtschiff” erst einmal weiß, worum es geht, dann könnte sich FORLITO noch erheblich verbessern. Jetzt gilt es erst einmal, sich eine niedrige Handicap-Marke zu besorgen ... – so läuft das Geschäft.
Mit den weiteren Distanzen könnte Trainer Toni Potters vorerst richtig liegen, denn FORLITO muss erst einmal auf die Beine kommen. Über Bodenvorlieben lässt sich nach diesem Start nichts sagen.


16. Mai 2020 - FOOTLOOSE steht einfach zu hoch im Handicap

FOOTLOOSE bestritt nach der Corona-Zwangspause eienen Ausgleich III (-6) über 2000 m am 15. Mai in München. Der Boden war durchaus klebrig (offiziell: weich). Nach dem Start vor den Tribünen wollte Sibylle Vogt mit FOOTLOOSE nicht unbedingt die Spitze übernehmen. Vor dem Eifer der Stute musste sie aber noch vor der ersten Kurve kapitulieren. Mit FOOTLOOSE als Piloten, aber ohne großen Abstand auf den "Ko-Piloten" ging es dann um die ganze Bahn bis in die Zielgerade. Dann machte der hohe Favorit SOHO Druck. FOOTLOOSE hielt diesem über 100 m stand, dann musste sie die Pferde, die im Rennen waren, vorbeiziehen lassen. Im Ziel war sie Siebte von 9 Startern, mit großem Abstand zum Sechsten und ähnlich großem Abstand zu zwei Pferden auf den Plätzen hinter ihr, die heute chancenlos waren. Es gewann SOHO vor GALLARDO und BOTTLEOFSMOKE.
Gemessen an ihre Bestleitung 3- und 4-jährig steht FOOTLOOSE immer noch sehr hoch im Handicap. An der Reiterin hat es bestimmt nicht gelegen, denn Sibylle Vogt reitet aktuell in Top-Form. Auch wenn für FOOTLOOSE eine Nennung am 24. Mai in Baden-Baden abgegeben wurde - vielleicht müssen wir bis in den Herbst warten, bevor sie im Ausgleich wieder mitmischen kann.


11. Mai 2020 - FORSANTI: Das Gegenteil von Veni – Vidi - Vici

Caesar sprach einmal diese großen Worte: Ich kam, ich sah, ich siegte! Zum Start von FORLISTA (mit “Enki” Ganbat im Sattel) gestern in Hoppegarten passt das Gegenteil: Sie kam nicht, man sah sie nicht und gesiegt hat sie schon lange nicht. Nein, noch viel schlimmer: ein paar Monate nach ihrem rechten Bruder FORGO bekam auch FORLISTA Nasenbluten – ein Problem, das in dieser Mutterlinie bisher noch nie aufgetreten ist. Umso mehr besteht die Hoffnung, dass es nichts Schwerwiegendes ist ...

Der Rennverlauf der dritten Favoritin auf der 1200 m-Distanz ist bisher nur flapsig geschildert, aber viel mehr gibt es zum Start auf der Geraden Bahn in Hoppegarten auch nicht zu sagen – diese scheint FORSANTI einfach nicht zu liegen. Dass sie auf dieser Bahn nicht an der Spitze geht, ist nachvollziehbar, aber zum Schluss zog sie eben auch nicht an. Natürlich sucht auch der “Bodenkundler” wieder nach Entschuldigungen ... Klar, für FORSANTI war auch der Boden zu fest. Aber die Gegner waren eben auch nicht übermäßig stark ... Was bleibt, ist die Hoffnung, dass FORSANTI bald wieder in Bestform ist und dass das Nasenbluten eine einmalige Erscheinung ist. Es wird ja schließlich immer leichter.


05. April 2020 - Immer wieder spannend: die Decksaison

Während nicht nur in Deutschland der Rennbetrieb ruht, werden in den Gestüten die Fundamente für die klassischen Sieger 2024 gelegt. Stall Silbereiches inzwischen einzige Mutterstute FREYA besucht nach einem Jahr Pause in diesem Frühjahr BEST SOLUTION im Gestüt Auenquelle. Der besondere Reiz dieser Anpaarung besteht darin, dass die schnelle FREYA, die sich auf Distanzen zwischen 1200 und 1400 m wohlfühlte, einen Steher zum Partner bekommt, dessen Vater KODIAC, inzwischen ein mehrfacher europäischer Champion Sire, selbst ein Flieger war.
Am 3. April wurde FREYA erstmals von BEST SOLUTION gedeckt ... und das sah schon ganz gut aus ...
Bei FREYA selbst wird inzwischen die Hoffnung auf eine erfolgreiche Mutterstutenkarriere langsam größer, denn ihren noch ungeprüften Erstling, den 3-jährigen FREYTAG v. Santiago, bezeichnet Toni Potters in seinem Quartier als Hoffnungsträger; und ihr zweiter Nachkomme FREAK v. Neatico könnte nach aktuellem Stand einer der ersten Starter im Quartier von Dr. Andreas Bolte sein.


08. März 2020 - Wieder nur Platz 5, aber FORGO enttäuscht nicht

Es ist sicher nicht das Ziel einer Saison, mit fünften Platzen glücklich zu werden. Trotzdem ist ist der heutige 5. Platz von FORGO in einem Ausgleich III (-8) über 1700 m mit Vincent Schiergen zum Abschluss der Sandbahnsaison in Dortmund eine Leistung, mit der man nicht unzufrieden sein kann.
Schon Toni Potters hatte für FORGO immer die Außenbox beantragt, auch Hella Sauer bleibt dabei, doch aus dieser Außenbox gleich ins Vorderfeld zu gelangen, ist auf der Dortmunder Sandbahn so gut wie unmöglich. FORGO ordnete sich nach dem Start an drittletzter Position ein.
Gegenüber und im Schlussbogen rückte er dann langsam auf und man begann, von einem Sieg zu träumen, als er eingangs der Zielgeraden bereits an 2. Stelle hinter dem die ganze Zeit führenden BEETLE STAR zu sehen war.
Zuerst musste man sich vom Sieggedanken verabschieden, BEETLE STAR war einfach stärker. 200 m vor dem Ziel lag FORGO noch an 2. Stelle, doch dann kamen die Speedpferde: NUMERION, ESPRIT DU CORPS und der Favorit DOLOKHOV gingen an FORGO vorbei, doch die anderen 8 Starter wurden um 6 1/2 Längen und mehr distanziert.
Es war in diesem gut besetzten Feld einfach keine schlechte Leistung und es gab sogar noch 300 € Platzgeld. Und irgendwie dachte man: Mit der Kondition im Bauch und einer geringeren Handicap-Marke auf Gras muss sich FORGO doch schnell ein Rennen auf der Grasbahn schnappen können ...



16. Februar 2020 - FORGO ist beim Jahresdebut auf Sand noch nicht so weit

Der hoffnungsvolle junge französische Jockey Clément Lecoeuvre saß im Sattel, die letzte Sandbahn-Form mit einem 10 Längen-Sieg in allerdings ganz anderer Gesellschaft stand in der Sport-Welt - so genoss FORGO bei seinem Jahresdebut auf der Dortmunder Sandbahn im Ausgleich III (-8) über 1800 m viele Sympathien bei den Wettern und wurde hinter DOLOKHOV als zweiter Favorit (35:10) gehandelt. Diese Vorschlusslorbeeren konnte er jedoch im Rennen nicht einlösen.
Aus (beantragter) äußerer Startbox lag FORGO zumeist an 5. oder 6. Stelle im Feld der 8 Starter. Das sollte sich auch bis zum Schluss nicht ändern. Zuerst beeindruckte BEETLE STAR (3.) mit einem fulminanten Antritt, dann konnten es DOLOKHOV (2.) und vor allem TOWN CHARTER (1.) von ganz hinten mit viel Speed noch besser. Vor allem TOWN CHARTER beeindruckte mit extremem Höchstgewicht. Dem hatte FORGO (noch) nichts entgegenzusetzen, auch HIGHLY FAVOURED (4.) war nach der Winterpause schon etwas weiter. So kämpfte FORGO für den 5. Platz CASSILERO nieder und verdiente immerhin noch 300 Euro. Der Abstand zum Sieger betrug im Ziel 11 Längen.
Die attraktiven Ziele gibt es für FORGO erst auf der Grasbahn. So nebenbei einen Sieg auf der Sandbahn mitnehmen, wäre schön. Aber im Ausgleich III (-8) laufen schon gute Spezialisten, viel bessere Rennen gibt es auf Sand in diesem Winter gar nicht.


02. Februar 2020 - FOOTLOOSE zum Jahresauftakt im Geld

Auf ein quantitativ eher kleines, aber dennoch gut besetztes Feld traf FOOTLOOSE bei ihrem Jahresdebut am 2. Februar im Agl. IV (+2,5) über 2500 m auf der Dortmunder Sandbahn. Für die gesperrte Sibylle Vogt saß Andre Best in Sattel. Am Toto stand FOOTLOOSE zeitweise sehr lang, zum Start wurde sie mit 13,2:1 als chancenreicher Außenseiter eingestuft.
Mit ihrem gewaltigen Antritt setzte sich FOOTLOOSE gleich nach dem Start an die Spitze und zog mit ihrem Tempo bald das Feld in die Länge. Zeitweilig hatte sie sechs Längen Vorsprung. Mit diesem Tempo hatten einige Gegner ihre Schwierigkeiten, darunter auch die chancenreichen LADY MAXI, INIESTA und SHY MOON. THUNDER LIGHT und der Außenseiter ENSIGN EWARD passten jedoch auf und rückten im Schlußbogen an FOOTLOOSE heran. Man sah schnell, dass sie in der Zielgeraden an FOOTLOOSE vorbeiziehen würden. Noch besser konnte es aber von weiter hinten NEXTWAVE. Er bezwang THUNDER LIGHT mit einer 3/4-Länge, ENSIGN EWARD blieb 2 1/2 Längen dahinter in Reichweite, während FOOTLOOSE auf Platz 4 mit viel Luft hinter dem Dritten und vor dem Fünften durch das Ziel galoppierte.
Mit 500 Euro Platzgeld trug sie sich 2020 als Erste in die Gewinnsummen-Liste der Silbereiche-Zöglinge ein.
Bei einem solchen Ritt von der Spitze hängt immer viel vom richtigen Timing ab, darüber hinaus war es heute sehr nass in Dortmund. Angesichts der formstarken Gegner kann man wenig am Ritt von Andre Best aussetzen. Und vor allem kann man es nicht beweisen, ob etwas weniger oder etwas mehr Tempo noch einen entscheidenden Vorteil gebracht hätte. Es wird (hoffentlich) in diesem Winter noch Rennen in Dortmund geben, in denen weniger als drei Pferde dem Tempo von FOOTLOOSE folgen können ...


29. Dezember 2019 - FORSANTI zum Jahresausklang: Nicht schönreden, nicht schlechtreden ..

Der letzte Start 2019 für die Silbereiche-Zucht war mal wieder so ein Rennen, das man je nach Blickwinkel unterschiedlich bewerten konnte. FORSANTI startete mit "Enki" Ganbat in einem mit 9 Pferden besetzten Ausgleich III (-2) über 1200 m. Die Dortmunder Sandbahn war diesmal nicht so fest wie in den letzten Wochen, das sollte FORSANTI entgegenkommen. Die Wetter hatten sehr viel Mumm auf FORSANTI, zeitweilig blinkte sie als Favoritin am Toto; zum Start war sie dann dritte Favoritin (56:10) hinter SEA ESS SEAS und SEQUEL.
Ein gewolltes Handicap war sicherlich die beantragte Startbox ganz außen, damit FORSANTI nicht so lange auf dem Startplatz verweilen muss. Für jeden Jockey ist das dann schon eine Herausforderung, über den kurzen Weg der Stute das passende Rennen zu servieren. Denn FORSANTI hat nicht den Blitzstart, um von außen gleich in die Spitzengruppe zu laufen. Auch diesmal fand sich FORSANTI im ersten Bogen unter den letzten drei Pferden wieder und rückte auch gegenüber nicht weiter auf. Ihr Jockey setzte bei schnellem Tempo voll auf ihren Speed. Ausgangs des Schlussbogens versuchte FORSANTI dann aufzurücken, was ihr aber kaum gelang. Also konnte nur noch ihr Speed in der Zielgeraden helfen, aber auch dieser war nicht durchschlagend. Die vorderen Pferde liefen nicht weg, aber FORSANTI kam auch nicht nennenswert an sie ran. Das gesamte Feld blieb dicht zusammen.
Im Ziel belegte FORSANTI Platz 8 von 9 - das ist sicherlich weit unter den Erwartungen. Allerdings waren es nur gut 4,5 Längen bis zum Sieger SEQUEL. Das rückt ihre Leistung wieder in ein etwas besseres Licht. Zweiter war TIKTHEBOX vor MAGIC QUERCUS.
Welche Bedingungen müssten sich für FORSANTI auf der Sandbahn noch verbessern, dass sie nach vorn läuft? Die erstmals angelegten Ohrenstöpsel brachten auch nicht den Durchbruch, 1400 m-Rennen gibt es in Dortmund nicht. Fehlt ihr auf Sand noch Routine oder benötigt sie noch tieferen Sand? Vielleicht hat der Trainer eine Idee ...


26. Dezember 2019 - Der Weihnachtsmann hat nichts dabei für FOOTLOOSE

Fünf Platzgelder gab es am 2. Weihnachtsfeiertag in Mülheim zu gewinnen, als FOOTLOOSE in einem Ausgleich III (-8) über 2100 m mit Sibylle Vogt an den Start ging. Und nach Form schien FOOTLOOSE durchaus eine Chance zu haben, eines dieser Gelder zu ergattern. Aber daraus wurde nichts.
Gehen wir einmal davon aus, dass die Stute keinen besonders schlechten Tag erwischt hatte, dann gab es wohl vorrangig zwei Gründe für den 8. Platz, der letztendlich heraussprang: 1. Das Tempo, dass NEOTTIA zuerst an der Spitze vorlegte, war nicht nach dem Geschmack von FOOTLOOSE. Es war ein Höllentempo, das vermutlich auch dem haushohen Favoriten TINTORETTO am Ende den Sieg vermasselt hat, da er an NEOTTIA dran blieb, während FOOTLOOSE aus der äußeren Startbox startend sich vor der ersten Kurve mit dem dritten Platz zufriedengab und überraschend nicht gegen die Hand desr Reiterin ging, was sie bei normalem Tempo eigentlich immer macht, wenn sie nicht die Spitze erobert. Die Geschichte des Rennens von FOOTLOOSE ist dann auch schnell zu Ende erzählt, denn bereits vor dem Schlussbogen sendete die Stute Notsignale und ließ weitere Kontrahenten vorbei - und war somit nicht mehr im Rennen. Vorne formierte sich die Hälfte des Feldes zum sehr spannenden Endkampf. Es gewann SCALERO vor TINTORETTO und SURREY WARRIOR. Hinter dem Fünften ESSLINGER klaffte dann eine große Lücke von 16 Längen zum Rest des Feldes, das nach und nach ins Ziel trudelte. Darunter vor auch der zweite Favorit AMON, der angeblich auch den schweren Boden kann. Und damit sind wir bei Grund Nr. 2: FOOTLOOSE läuft auf weichem Boden besser als auf festem Geläuf, aber der heutige schwere Boden in Mülheim war noch einmal eine ganz andere Nummer ... auch optisch. Das war wohl doch für FOOTLOOSE's Geschmack eine ganze Ecke zu schwer.
Und nicht zu vergessen: FOOTLOOSE lief erstmals auf Gras mit dem Siegaufgewicht, das sie sich Ende September in Köln verdient hatte.
Ob FOOTLOOSE es aktuell auf Gras oder auf Sand mit 11 Pfund weniger Gewicht leichter hat, ist eine schwierige Frage. Vorerst setzt Trainer Sven Schleppi auf die Mülheimer Grasbahn, wo FOOTLOOSE in einem ähnlichen Rennen am 12. Januar eine Nennung erhalten hat.