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5.7.17
FORGO (mit Toni Potters) auf der heimischen Sandbahn


14.4.17
FORGINO startet mit einem Sieg gegen KOLONEL in das Rennjahr 2017 (Foto: www.franknolting.de).


8.4.17
... und FREYTAG ist 2 1/2 Wochen nach seiner Geburt ständig am Toben.


8.4.17
FREYTAG heißt unser Santiago-Hengstfohlen aus der FREYA


24.3.17
Unser Hengstfohlen von SANTIAGO a.d. FREYA - 3 Tage nach seiner Geburt


9.10.16
FOOTLOOSE beschließt die Rennsaison 2016 für die Silbereiche-Zöglinge mit einem überlegenen Sieg (Foto: Röbbeling).


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: FORSANTI strotzt vor Kraft


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: Unser Fohlen FORLITO entwickelt sich gut.


28.5.16
FOOLPROOF galoppiert seine Gegner in Baden-Baden von vorn aus den Schuhen (Foto: www.galoppfoto.de)


2.4.11
Der Silbereiche-Zweig der Festa-Mutterlinie


21.5.07
Über 20 Jahre war die Silbereiche-Zucht im ostwestfälischen Gestüt Rietberg beheimatet - bis in den Herbst 2010, als die Vollblutzucht in Rietberg eingestellt wurde.


21.5.07
Der Silbereiche-Zweig der Mutterlinie der PRINCESS CORVIGLIA

18. November 2017 - Nächste Startmöglichkeiten

FORGO - 22.11.2017 - Dresden - 3j. + ält. Sieglose - 1500 m - J: Erhan Yavuz


22. Oktober 2017 - FORGINO beendet seine Rennkarriere

Eine beim letzten Start beim Sommer-Meeting erlittene Verletzung führt nun, wie Mitte letzter Woche in der Fachpresse vermeldet wurde, zum Karriereende von FORGINO.
Er hat in der Nähe von Hannover eine neue Heimat gefunden. Dort, wo bereits sein Halbbruder FOR PRO seinen Lebensabend verbracht hat, wird er unter guter Betreuung seine Zeit als "Pensionär" genießen können.
FORGINO ist mit einem GAG von 92 kg das bisher beste Rennpferd der Silbereiche-Zucht. In der Gewinnsumme reiht er sich mit 62.350 Euro hinter PASCO ein, der allerdings noch im Alter von 10 Jahren Rennen bestritt.
Mir seinem dünnen Nervenkostüm hat er sich einige Starts selbst "vermasselt". Sein Trainer Toni Potters hielt ihn bei guten bis festem Boden für einen der besten deutschen Flieger. Der dritte Platz in der Goldenen Peitsche 2016 in Baden-Baden zeigte, dass diese Einschätzung nicht ganz abwegig ist.


20. Oktober 2017 - FORGO steigert sich langsam

Von FORGOs heutigem Start (20. Oktober) in Baden-Baden erwarteten sich seine Fans, dass er seine Debutform steigert. Da die Stallform bei Toni Potters derzeit ziemlich am Boden ist und nur wenige Pferde laufen, wären höhere Ziele vermessen gewesen.
Bauyrzhan Murzabayev servierte FORGO im 13-er Feld der dreijährigen Sieglosen über 1600 m ein Rennen im hinteren Mittelfeld. Eingangs der Zielgeraden wurde FORGO von Bauyrzhan Murzabayev geschickt und zuerst sehr ambitioniert weiter außen auf freie Bahn gebracht. Damit konnte er einige Gegner überholen. Um in den Kampf um die Platzgelder einzugreifen, reichte es jedoch noch nicht.
Im Ziel waren waren sechs Pferde vor ihm und sechs Pferde hinter ihm: Platz 7. Es gewann HORST vor SASUKA und BOCCA REGIA. Hinter FORGO blieben die Favoriten Q'S GÖRL und TIGERS PALARINA sowie ANNO MIO, der bei FORGOs Debut noch über drei Längen vor FORGO eingekommen war.
Die Form von FORGO war kein Befreiungsschlag, aber ein Schritt in die richtige Richtung.


17. September 2017 - FORGO und FORSANTI debutieren in Hannover

Lebensdebuts sind immer eine spannende Sache. Wenn gleich zwei Silbereiche-Zöglinge bei einer Veranstaltung - so wie heute (17. September) in Hannover - ihr Lebensdebut geben, dann ist das auch für langjährige Turfenthusiasten eine spannende Sache.
Das Ergebnis (FORGO Vorletzter, FORSANTI Letzte) ist aus den ersten Blick kein Grund zur Begeisterung, doch darf man beiden Vorstellungen auch positive Aspekte abgewinnen.
Zuerst war FORGO dran - mit Koen Clijmans im Sattel über 1400 m. Das kleine 7er-Feld war aber ausgesprochen formstark besetzt. Die Trainingsgefährtin BE MY BEST war bisher bei 7 Starts immer im Geld gewesen, für AMORA aus dem Schiergen-Stall galt ähnliches. ZAUBEREI und RAGAZZA hatten bereits nette Platzierungen aufzuweisen - und ANNO MIO schien einige Vorschlusslorbeeren zu tragen. Nur LA PROVENCE mit nur einen guten Vorleistung fiel etwas ab.
FORGO kam als Letzter aus der Box, hielt aber immer Anschluss an das Feld. In der Zielgeraden hatte er Anschluss, konnte aber dann im Finish nicht so beschleunigen wie die meisten seiner Gegner, die wohl in der Mehrzahl auch ausgesprochene Spezialisten für die kurzen Distanzen waren.
Das Rennen ging sehr formgemäß aus: AMORA gewann vor BE MY BEST und ZAUBEREI, dahinter RAGAZZA, ANNO MIO und FORGO als Vorletzter. Für ihn war die Distanz etwas kurz. Das wird beim nächsten Rennen schon ganz anders aussehen, vermutlich dann in Baden-Baden beim Herbst-Meeting.
Auch Jockey Koen Clijmans meinte, dass FORGO erst eine Weile braucht, um "in die Gänge" zu kommen. Was bei einem so großen Pferd ja keine Überraschung ist ...
Bei FORSANTI lief das Rennen über 1600 m mit Vinzenz Schiergen ganz anders. Sie kam gut vom Start und nahm gleich als Co-Pilotin hinter BÜTZJE die zweite Stelle ein. Trainer Toni Potters haderte hinterher etwas damit, dass der Jockey das schnelle Tempo angenommen hat. Vinzenz Schiergen meinte, was soll man machen mit einem Pferd, das diesen Antritt hat. Bereits Ende gegenüber sah man, dass Vinzenz Schiergen größere Anstrengungen unternehmen musste, seine Position zu halten als Martin Seidl auf BÜTZJE.
In der Zielgeraden war FORSANTI sofort geschlagen, während BÜTZJE weitergaloppierte und zum Schluss nur von ANGELITA abgefangen wurde (Dritte wurde die Favoritin NAMARA). Da fehlte bei FORSANTI nicht zuletzt auch Kondition. Dass sie am Ende als Letzte der 11 Starter durch das Ziel trudelte, ist eher unerheblich.
FORSANTI wird Ende Oktober wieder in Hannover laufen und sich mit der gewonnenen Kondition dann mit Sicherheit besser präsentieren.


03. September 2017 - FOOLPROOF indisponiert? Letzter Platz in Iffezheim

Den heutigen Auftritt von FOOLPROOF in Baden-Baden (3.9.17) können wir sehr kurz beschreiben. Hinter den "führungswilligen" NOBLE HERO, der später als Zweiter durchs Ziel kam, bestritt FOOLPROOF unter Marc Lerner sein Rennen an zweiter Position. Eingangs der Zielgeraden hatte er sofort sein Pulver verschossen und trudelte als Letztes der 18 Pferde durch das Ziel - und das mit 13 Längen Abstand zum Vorletzten. Ob er sich vertreten hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls kann diese Form auf eigentlich passendem Boden bei etwas weiter Distanz in dieser Form nicht stimmen - und das auf seiner Lieblingsbahn ... Mehr ist nicht bekannt. Es gewann WELKANDO vor NOBLE HERO und INIESTA.


02. September 2017 - FOOTLOOSE in Baden-Baden: Es hat wohl nicht genug geregnet!

Wenn man ein Pferd als Favorit im Ausgleich am Start hat, ist immer Skepsis angesagt. Im abschließenden Rennen der Samstag-Karte (2.9.17) in Baden-Baden wussten die Wetter bei 12 Startern im Ausgleich III (-4) über 1400 m nicht so recht, wem sie das Vertrauen schenken sollten: Schließlich schenkten sie FOOTLOOSE mit 49:10 das meiste Vertrauen. Doch fand die Stute wirklich ihren geliebten elastischen Boden vor?
In der Führring-Moderation wurde sehr viel über den Boden diskutiert. Moderator Daniel Delius befand den Boden für weich, wurde dann aber von der Rennleistung zurückgepfiffen, dass doch die offizielle Messung "gut" ergeben hätte. Später klärten Aktive wie Trainer Andreas Suborics darüber auf, dass der Boden durch den Regen zwar etwas lose geworden, aber immer noch gut wäre. Zu gut für FOOTLOOSE ...
Aus Box 10 hatte sie bei einem extrem schnell gelaufenen Rennen mit Adrie de Vries keine Chance, an die Spitze zukommen; vielleicht war das auch so gewollt. Aus äußerer Spur segelte sie an etwa 5. Stelle liegend im Schlussbogen an die von vielen Jockeys bevorzugte Außenseite des Einlaufs. Doch man sah schnell, dass das dort vielleicht geringfügig bessere Geläuf sie auch nicht weiterbrachte. Nach ganz vorn hatte sie keine Chance, mit ihrem Durchhaltevermögen hielt sie Platz 6 und verdiente sich sogar noch 200 Euro. Zum Sieger waren es ca. 6 Längen. Es gewann die 3-jährige FELISSA vor DARRELL RIVERS und RATEEL.
Was FOOTLOOSE betrifft, freut man sich irgendwie schon auf einen Start bei Dauerregen und schwerem Geläuf im Herbst. Es könnte sein, dass sie sich dann von ganz anderer Seite zeigt.


28. August 2017 - Goldene Peitsche: FORGINO "brav" mitgelaufen

Der Blick bei der diesjährigen "Goldenen Peitsche" (Gruppe II) über 1200 m am 27. August in Baden-Baden war aus Silbereiche-Sicht nicht nur auf die Rennleistung, sondern auch auf die "Startmanieren" von FORGINO gerichtet. Was sein Verhalten auf dem Weg und an der Startstelle angeht, war nun Alles in Ordnung, Trainer Toni Potters war mit an der Startstelle und belegte seine Meinung, dass FORGINO zuletzt in Mülheim nur durch das unprofessionelle Verhalten des Starthelfers mit dem missglückten Aufsetzen der "Kapuze" so in Rage gebracht wurde, dass er letztendlich vom Start verwiesen wurde. Darauf lässt sich nun aufbauen.
In puncto Rennleistung muss FORGINO aber wieder etwas zulegen, um in der besten Klasse mitzumischen. Der Shooting-Star unter den Erlaubnisreitern, Marco Casamento, war in seinem ersten Gruppe-Rennen auf FORGINO im Sattel; man weiß nicht, wieviel Vertrauen er in den Wallach hatte. Am Start klappte FORGINO etwas nach, aber auch das war nicht rennentscheidend, weil er mit dem gleichen Startverlust bereits in die Geldränge lief. Casamento arbeitete sich dann von letzter Stelle aus etwas nach vorn, da aber außer dem späteren Zweiten DARING MATCH alle Pferde ihr Finish in den äußeren Spuren ansetzten, sah er sich immer noch hinter einer geschlossenen Phalanx von Gegnern postiert. Casamento probierte in dieser Phase viel auf FORGINO, aber dieser zog nicht so überzeugend an, dass der Jockey eine Chance auf einen Geldpreis sah. Deshalb stellte er auf den letzten Metern seine Bemühungen ein: FORGINO ging als Letzter durch das Ziel, hätte aber auch Platz 9 oder 10 erreichen können, was im Endeffekt völlig egal ist. Vom Sieger SON CESIO bis zum Letzten FORGINO waren es nur acht Längen - diese Aussage mildert den Makel eines letzten Platzes ein wenig, aber FORGINO war mit der heutigen Leistung so oder so doch ein gutes Stück von der Form des letztjährigen 3. Platzes im gleichen Rennen entfernt.
Trainer Toni Potters war vor dem Rennen durchaus etwas optimistisch. Aber auch auch er kann nicht zaubern: FORGINO fehlte ein Vorbereitungsrennen und musste zudem wegen einer kleinen in Mülheim erlittenen Verletzung etwas aussetzen. Und dann fehlen eben - trotz passenden Bodens - 5 1/2 Längen zum letzten Geldpreis wie in diesem Rennen.


15. August 2017 - FOOLPROOF (fast) immer im Geld

Auch in Saarbrücken zu Mariä Himmelfahrt (15.8.17) hat FOOLPROOF wieder Geld verdient. Mit Filip Minarik war er sogar Toto-Favorit (47:10), obwohl es für den ehemaligen Meiler über die Steherdistanz von 2450 m ging.
Das Rennen ist schnell erzählt: KÖNIGSLAND übernahm gleich nach dem Start die Spitze und gewann zum Schluss überlegen mit 6 Längen. Einen Großteil des Rennens lag FOOLPROOF hinter KÖNIGSLAND immer an zweiter Stelle. Einen frühen Angriff von NOBLE FIGHTER konnte er nicht kontern, doch Letztgenanntem hatte diese Attacke auch einige Kraft gekostet, so dass FUSCANO mit dem größten Speed noch Zweiter wurde; NOBLE FIGHTER hielt FOOLPROOF für Platz 3. Die Abstände auf den Plätzen waren mit Nase - 3/4 Länge knapper, dahinter war mit 2 3/4 Längen zu den übrigen 7 Startern schon wieder mehr Luft.
FOOLPROOF verdiente immerhin 650 Euro und wird nun in einem Legenden-Ausgleich über 2200 m am 26. August in Baden-Baden starten. Das Wort "Legende" bezieht sich dabei nicht auf die Pferde, sondern auf die Reiter, denn es sind ehemalige Jockeys angesprochen. Vielleicht verpflichtet Trainer Stefan Birner ja Toni Potters als Reiter ...


13. August 2017 - FOOTLOOSE läuft in Krefeld weitaus besser als ihre Eventualquote

Mit 184:10 kam FOOTLOOSE am Sonntag (13. August) im Hauptrennen der Karte, einem Ausgleich II (-12) über 1400 m, an den Start. Es herrschte in Krefeld auf Grund der Hoppegartener Großveranstaltung ziemlicher Reitermangel. Marco Casamento, der FOOTLOOSE in den letzten beiden Rennen - also auch beim Sieg - geritten hatte, wurde extrem früh von Lucien van der Meulen für NACIBA verpflichtet, hatte damit aber letztendlich auch die Siegerin unter dem Sattel. So entschied sich Trainer Toni Potters, seinem Arbeitsreiter Tom Schurig eine Chance zu geben. Als Leichtgewichtsjockey mit 2 kg Erlaubnis passte er in diesem Rennen gut auf FOOTLOOSE, denn die Stute musste nunmehr nur noch 51 kg tragen.
Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass FOOTLOOSE etwas weichen Boden benötigt. Im Norden hätte sie mit dieser Vorliebe aktuell beste Bedingungen gehabt, in Krefeld war der Boden offiziell wenigstens stellenweise weich. Lagen die Wetter also falsch, wenn sie FOOTLOOSE keine Chance einräumten?
FOOTLOOSE kam nicht optimal vom Start. Nach ca. 200 m einigten sich aber Marco Casamento und Tom Schurig darauf, gemeinsam mit NACIBA und FOOTLOOSE die Spitze zu nehmen. So ging es auch in die Zielgerade, wo NACIBA den stärkeren Eindruck machte. FOOTLOOSE schien in diesem Moment gegen die Speedpferde kaum noch etwas in der Hand zu haben, doch 150 m vor dem Ziel bekam die Stute wie bei ihrem Sieg in Hannover den zweiten Wind und kämpfte sich zurück in die Geldränge. Während NACIBA sicher mit einer 3/4-Länge gewann, konnte FOOTLOOSE den Außenseiter FINCH HATTON und den hohen Favoriten NADELWALD (jeweils eine halbe Länge zurück) nicht wieder "einfangen". Auf Platz 4 blieb sie aber vor Formpferden wie CHARLES DARWIN, DRAGOSLAV und dem höher eingeschätzen MASCALINO und bestätigte ihre aktuelle GAG-Marke von 65 kg. Es gab 500 Euro "zur Belohnung".
Zweimal hat FOOTLOOSE nun augenfällig gezeigt, dass sie eine "Kämpfernatur" ist. Ob das ein Anlass für Experimente ist, es mal über 1600 m und/oder etwas mehr aus der Reserve zu versuchen - da ist sich der Chronist auch nicht sicher. Der nahende Herbst mit den weichen Böden wird aber so oder so ihre Chancen auf einen zweiten Saisonsieg steigen lassen.


07. August 2017 - Zwischenfazit Saison 2017

Was die Rennsaison 2017 angeht, ist nun mindestens Halbzeit. Wenn unsere Zöglinge wie alle FORLEA-Nachkommen guten Boden benötigen würden, dann wären (gefühlt) schon drei Viertel der Saison vorbei. Aber wir haben ja jetzt auch die Nachkommen der FORLISTA bei Toni Potters im Rennstall, von denen FOOTLOOSE eindeutig den weichen Boden bevorzugt. Und da scharren der 3-jährige FORGO und die 2-jährige FORSANTI schon mit den Hufen. Beide SANTIAGO-Nachkommen werden wohl in diesem Jahr noch starten. Und die Hoffnungen sind nicht darauf reduziert, dass sie im Ausgleich IV steckenbleiben ...
Am Samstag beim Training in Großenkneten machte FORGO den "Leader" auf der Sandbahn in einem 5er-Lot, zu dem auch FORSANTI gehörte. Trainingseindrücke: Natürlich gut! ... was den gleichen Wert hat, wie die aktuellen Testspielergebnisse der Fußball-Bundesliga-Vereine. Trotzdem: es könnte ein grandioser Herbst werden, wenn FOOTLOOSE, FORGO und FORSANTI auf weichem Boden antreten. Boden-gut-Spezialist FORGINO muss dagegen seine "Ernte" eher einfahren ... - die "Goldene Peitsche" wartet - trotz allem Pechs in der bisherigen Saison: Die Hoffnung stirbt zuletzt!


01. August 2017 - FOOLPROOF: Im entscheidenden Moment festgefahren

Ein Ausgleich III über 2000 m war am Sonntag (30. Juli) die "Nachspeise" zum Hauptereignis. Eine halbe Stunde nach dem Großen Dallmayr-Preis (Gruppe I) trat auch FOOLPROOF in diesem mit 10 Startern besetzten Rennen an, wie in Zweibrücken saß Thore Hammer-Hansen (3 kg Erlaubnis) im Sattel.
Die für den FOOLPROOF der vergangenen Jahre zu lange Distanz versucht Trainer Birner nun mit der Wartetaktik zu bewältigen; dabei pullte FOOLPROOF noch weniger als in Zweibrücken und bestritt das Rennen bis in die Zielgerade an ca. 7. Stelle. Doch der Unterschied zum letzten Start ereignete sich Mitte der Zielgeraden: Während sich in Zweibrücken im richtigen Moment innen eine Lücke öffnete, lief FOOLPROOF in München in dieser entscheidenden Situation auf eine "Wand" von Pferden auf. Während die Gegner gerade den Schwung für das Finish fanden, musste Thore Hammer-Hansen erst einmal eine freie Spur finden. Als ihm das endlich gelang, war der Zug vorne abgefahren. FOOLPROOF kam zwar selbst noch schön in Schwung, mit Platz 5 blieb ihm aber nur der beste nicht dotierte Platz übrig. Es gewann DENSY vor WAIKIKI, WINOSO und PATS PATRICIA, zu letzterer waren es zwei Längen. Diese hätte FOOLPROOF bei besserem Rennverlauf vermutlich noch gestellt. Ob es für noch weiter vorn gereicht hätte, ist schwer einzuschätzen.
In jedem Fall ist FOOLPROOF mit der gesunkenen Marke nun auch in gut dotierten Rennen wie in München (dort gab es 4000 Euro für den Sieger) wieder konkurrenzfähig. Ob auf Dauer die längeren Distanzen mit der Wartetaktik oder wie früher die Meile von vorn den größeren Erfolg bringen, darüber lässt sich streiten. Jetzt geht es wohl erst mal an Mariä Himmelfahrt über 2450 m in Saarbrücken weiter.


25. Juli 2017 - Harter Tobak in Mülheim

Am Montag-Renntag (24. Juli) in Mülheim sollten gleich zwei Silbereiche-Zöglinge an den Start kommen: FOOTLOOSE mit Siegaufgewicht in einem Ausgleich III und FORGINO in einem einfach ausgeschriebenen Altersgewichtsrennen.
Bei FOOTLOOSE konnte man auf eine Bestätigung des Hannover-Sieges hoffen. Doch während in Norddeutschland durch den Dauerregen die Keller volllaufen, war der Boden in Mülheim offensichtlich wirklich so "gut" wie die offizielle Angabe. Das Rennen von FOOTLOOSE über 1400 m war mit 11 Startern ebenso gut besetzt wie zuletzt in Hannover. Marco Casamento, der FOOTLOOSE in Hannover zum Sieg ritt, saß wieder im Sattel und brachte als Führender der Jockeystatistik in Bad Harzburg eine Super-Form mit. Nach dem Start aus Box 9 stürmte FOOTLOOSE wieder an die Spitze, die ihr HENKE zuerst streitig machen wollte. Dieser gab dann zwar klein bei, doch setzte er FOOTLOOSE an der Spitze immer wieder unter Druck. In der Zielgeraden erwies sich dann HENKE stärker als FOOTLOOSE, doch dem in großer Haltung aufkommenden Favoriten NADELWALD konnte auch er nichts entgegensetzen. Dieser gewann überlegen, während SHACON und WARM RECEPTION HENKE noch aus der Wette verdrängten. FOOTLOOSE verlor das letzte (fünfte) Platzgeld noch gegen HURRICANE HARRY.
Ein bisschen mehr hatte sich der Chronist heute von FOOTLOOSE schon erwartet. Die Suche nach Erklärungen findet mehrere Antworten. Vielleicht hat FOOTLOOSE mit der Marke von 65 kg GAG schon Probleme? Dagegen sprechen die Abstände zum Dritten in Hannover. Vielleicht mochte es FOOTLOOSE nicht, dass HENKE ständig Druck auf sie ausübte? Mag sein, denn in Hannover überließ man ihr die Rolle als Pilotin. War der Boden gar zu fest? Auch das ist möglich, denn in Hannover war es weicher. Läuft sie unter den leichteren Gewichten besser? Auch das ist möglich.
Also blicken wir nach einem Platz 6 (von 11) vorsichtig optimistisch auf die nächsten Starts. Mülheim war heute kein Desaster und lässt noch genügend Optimismus für den Rest der Saison.
Ein "Desaster" war hingegen der geplante Auftritt von FORGINO: Nach dem Vorbild von Hamburg gingen FORGINO mit Führer Jan und sein Jockey Marco Casamento getrennt auf die Rennbahn. An der der Startstelle saß dann der Jockey auf. Was sich dann abspielte, war nicht mehr schön anzusehen. Alle Versuche, FORGINO vor dem Einrücken in die Startboxen eine Kapuze überzuziehen, waren erfolglos, denn FORGINO entledigte sich in fast professioneller Manier durch Kopfschütteln diesem Hilfsmittel. Dann begann er wieder seine widerspenstigen "Tanzchen" und landete in den Rails, die er dabei ziemlich demolierte. Offensichtlich zog er sich dabei auch einige Schrammen zu, denn kurz darauf wurde er zum Nichtstarter erklärt ..., was den Beobachter eher erleichterte, denn die Sorge um Jockey und Pferd waren groß.
Wie geht es nun weiter? Zur schwierigen Problematik um FORGINOs Psyche kommt jetzt kein gut gemeinter Ratschlag - beim Chronisten herrscht eher Ratlosigkeit vor ...


16. Juli 2017 - FOOLPROOF Zweiter in Zweibrücken

Während der Chronist Starts wie dem vom FOOTLOOSE in Hannover am letzten Samstag noch mit einer gewissen Aufregung entgegensieht (weil die weitere Rennkarriere maßgeblich davon abhängt), sind die aktuellen Starts von FOOLPROOF eher so etwas wie ein lustiger, unterhaltsamer Film im Fernsehen. Man “lümmelt” sich vor dem TV-Bildschirm, schaut belustigt auf den frisch gemähten Acker in Zweibrücken (so kam die dortige “grün-bräunliche” Bahn auf den Bildschirm rüber) und ist gespannt amüsiert, wie ein ausgewiesener Meiler nun erstmals die Derby-Distanz bewältigen wird.

Nun, das Ergebnis lässt einen staunen: Der ausgewiesene Meiler FOOLPROOF wurde heute (16. Juni) Zweiter zu BEAGLE BOY in einem Altersgewichtsrennen über die Derby-Distanz. Klug aus der Reserve geritten von Trainersohn Thore Hammer-Hansen, der nach 200 Metern schon seine Mühe hatte, FOOLPROOF etwas zurückzunehmen. Aber dann fand sich FOOLPROOF mit der “roten Laterne“ während des Rennens ab. In der Zielgeraden fand Thore Hammer-Hansen innen die Lücke zum Durchschlüpfen und rückte tatsächlich zum Schluss auf den zweiten Platz vor, während der immer führende 10-jährige BEAGLE BOY beim 42. Start souverän dem Ziel entgegengaloppierte und seinen 21. Sieg unter Dach und Fach brachte. Gegner und ausgewiesene Steher wie MANCHURIAN hatten da ein weitaus aufwendigeres Rennen. FUSCANO wurde Dritter.

Trainer Stefan Birner macht offensichtlich gute Arbeit mit FOOLPROOF, weil der sich in diesem Quartier wohlfühlt. Anders kam man die heutige Leistung nicht interpretieren.

Es ging um 1100 Euro für den Sieger und 50 Euro für den Letzten in diesem 5 Pferde-Rennen. FOOLPROOF hat nun die 500 Euro für den 2. Platz ergattert. Es ist so, als ab ein Spitzenkoch eine Dorf-Kneipe übernimmt und nun lernt, auch die “Currywurst mit Pommes” den Gästen lecker zuzubereiten. FOOLPROOF läuft erfolgreich auf der Derby-Distanz – wer hätte das vor einem halben Jahr zu behaupten gewagt ...?!!!


08. Juli 2017 - Trainersieg Nr. 100 für Toni Potters und FOOTLOOSE überzeugt

Wenn man als Chronist in den letzten Wochen drei letzte Plätze hintereinander (Footloose - Foolproof - Forgino) kommentieren soll, dann macht das nicht gerade Spaß. Wenn man dann auch noch jedes Mal schreibt, der Boden war schuld, dann kommt man sich schon fast etwas blöd vor, weil man genau weiß, was einige Leute denken: Der sucht doch nur nach Entschuldigungen, der macht doch die Pferde besser, als sie sind.
Insofern war der heutige Sieg von FOOTLOOSE in Hannover auf weichem Boden Balsam auf die Seele des Chronisten. Zweimal, in Baden-Baden und danach in Mülheim, stand an dieser Stelle, dass FOOTLOOSE nur am zu festen Boden gescheitert ist. Heute, am ersten Tag des hannoverschen Jubiläums-Doppelrenntags (8.7.17) trat FOOTLOOSE den Beweis für diese These an. Mit dem sich immer mehr in den Vordergrund schiebenden italienischen 3kg-Erlaubnisreiter Marco Casamento eroberte sie aus äußerer Startbox nach 150 Metern die Pole-Position. Der Ausgleich III (-4) über 1300 m war mit 11 Startern gut besetzt, da nach dem Ausfall des Renntags in Hamburg-Horn am 30.6.17 noch einige Formpferde nachgenannt worden waren. FOOTLOOSE führte das Feld auch in die Zielgerade, wo die Angriffe des Zweitplatzierten KASTELLO schnell verpufften. Als einziger ernstzunehmender Gegner entpuppte sich der 3-jährige BECTIVE, ansonsten sah man Mitte der Zielgeraden aus dem Hintertreffen keinen ernsthaften Gegner für FOOTLOOSE. BECTIVE zog auch schon knapp an FOOTLOOSE vorbei, doch die MAMOOL-Stute hielt immer wieder dagegen und hatte im Ziel die Nase vorn. 2,5 Längen zurück wurde der Außenseiter DREAMORCHID Dritter.
FOOTLOOSE trug übrigens erstmals Scheuklappen, auch dieses Hilfsmittel mag zum Erfolg beigetragen haben.
Die Stute war nach den beiden letzten schlechten Leistungen als Außenseiterin (140:10) ins Rennen gegangen. Das gute Jahresdebut hatten die Wetter zwischenzeitlich vergessen.
Umso mehr freute sich das Sieger-Team um Edith Jörgensen und Trainer Toni Potters, für den es der 100. Sieg als Trainer war. FOOTLOOSE verdiente 4000 Euro und könnte bereits in gut zwei Wochen (24. Juli) in Mülheim wieder an den Start kommen. Doch welches Wetter wünscht man sich dann am Stall? Immerhin hat auch FORGINO, der festen Boden liebt, an diesem Tag eine Nennung.


05. Juli 2017 - Boden zu weich: FORGINO Letzter in Hamburg

Sollte FORGINO vielleicht doch bei seinem Start in der Hamburger Flieger-Trophy (Gruppe III) über 1200 m am Abschlusstag des Derby-Meetings (5. Juli) eine Chance haben? Am Freitag gingen Regenfälle in einer Menge in Hamburg herunter wie normalerweise in zwei Wochen. Am Montagabend gab es einen erneuten Wolkenbruch und auch in den Morgenstunden des 5. Juli regnete es noch einmal nach. Bei soviel Regen konnte man nur pessimistisch sein - und leider wurde dieser Pessimismus auch bestätigt.
FORGINO ging früh aus dem Führring, Andrasch Starke saß in diesem Moment im Sattel. Vermutlich begann FORGINO dann wieder mit seinen Kapriolen, so dass Starke schnell absaß und dann mit FORGINO und seinem Pferdeführer Jan zu Fuß zum Start ging. Beim Einrücken wehrte er sich etwas, aber insgesamt dauerte es nicht sehr lange, bis er in der Box stand. Auch der Start war gut; noch vor dem Einbiegen in die Zielgerade eroberte er sich den dritten Platz und blies dann in mittlerer Spur zum Angriff. Doch entscheidend drang er auf diesem Boden nicht durch. So gewann das beste Pferd im Feld (MILLOWITSCH) vor den drei Pferden, die den weichen Boden mögen: DARING MATCH, SCHÄNG und MCQUEEN.
FORGINO hat trotz des letzten Platzes gezeigt, dass er in diese Klasse gehört. Er war in Ziel nicht weit geschlagen, aber der Boden war einfach zu weich für ihn. Auch der im Training mit sensationellen Leistungen aufwartende SANAADH blieb als Vorletzter unter den Erwartungen. Und auch von SANAADH ist bekannt, dass er guten Boden braucht. Zu dieser Kategorie Pferde zählt auch DONNERSCHLAG – und der wurde zum Nichtstarter erklärt und trat gar nicht erst an.
Für FORGINO läuft es in diesem Jahr sehr unglücklich. Alles fokussiert sich jetzt wieder auf die Goldene Peitsche, doch dieses Rennen wird deutlich schwerer sein als das Hamburger Rennen. Zwischendurch bleibt wie in den Vorjahren wahrscheinlich wieder nur ein Abstecher nach Deauville.

Noch ein Nachtrag zum letzten Sonntag (2. Juli): Eine Stunde nach dem Deutschen Derby lief FOOLPROOF in einem Ausgleich III in Mannheim. Der Boden war offiziell "gut", doch in der TV-Übertragúng sah man, dass es auch in Mannheim stärker geregnet haben muss. So belegte FOOLPROOF (mit Miguel Lopez im Sattel) im Ziel nur den letzten PLatz und durfte ähnliche "Entschuldigungen" vorbringen wie heute FORGINO ...



15. Juni 2017 - FOOTLOOSE an Fronleichnam: Zu fest oder zu kurz?

Der heutige Auftritt von FOOTLOOSE an Fronleichnam (15.7.17) in Mülheim war wieder meilenweit von den Erwartungen entfernt, mit denen die Stute in dieser Saison läuft. Woran liegt das?
Daniele Porcu ging mit ihr im kleinen Feld (6 Pferde) im Ausgleich III (-3) über 1200 m bewusst nicht an der Spitze, doch ihre Angriffe auf die Führenden in der Zielgeraden verpufften schnell ins Leere. Fast 9 Längen hinter dem leichten Sieger FILM trudelte sie als Letzte durch das Ziel. EMIRATI SPIRIT als Zweiter, das war auch noch formgemäß, doch NOVICE OF BUDYSIN als Dritter war eigentlich im Vorfeld kein Gegner für FOOTLOOSE.
Die Stute blieb nun dreimal in ihrer Rennlaufbahn unter den Erwartungen, jedes Mal waren die Temperaturen sommerlich und der Boden fest. Offensichtlich mag FOOTLOOSE solche Rahmenbedingungen, die ihr Onkel FORGINO liebt, überhaupt nicht.
Deshalb kann man sich auch noch kein endgültiges Urteil darüber bilden, ob die 1200 m vielleicht etwas kurz für FOOTLOOSE sind. Als Frontrenner steht sie allerdings über 1400 m wie bei ihrem guten Saisondebut weniger unter Druck.


05. Juni 2017 - FOOLPROOF gewöhnt sich an die Südwest-Bahnen

Wir sollten nicht vergessen: FOOLPROOF hat auch unter der Regie von Stefan Birner 2017 bei jedem Start Geld verdient.
Beim gestrigen Start in einem Altersgewichtsrennen am Pfingstsonntag in Saarbrücken war er unter Maxim Pecheur zweiter Toto-Favorit. Es gab ein Favoriten-Quartett, das auch im Rennen die Initiative ergriff. ADMIRAL ergriff vor EVENT MOZART und KEY TO FUN die Initiative, dahinter an vierter Stelle FOOLPROOF. Im Schlussbogen musste ADMIRAL dann passen. Immerhin ist ADMIRAL im vergangenen Jahr öfter gegen FOOTLOOSE gelaufen, was bedeutet: die 1900 m sind im eigentlich viel zu lang. EVENT MOZART übernahm die Führung, dahinter sah man, wie Maxim Pecheur mit viel Vertrauen auf FOOLPROOF seinen Angriff vorbereitete. In der Zielgeraden konnte man lange auf einen Sieg hoffen. EVENT MOZART (3.) war bezwungen, doch Rebecca Danz wusste wohl, dass KEY TO FUN (1.) ein Spezialist für die Mitteldistanz ist - und so behielt sie mit einer Länge die Oberhand gegenüber FOOLPROOF (2.).
Trotz der Niederlage war es eine gute Vorstellung von FOOLPROOF, dem die 1900 m natürlich auch etwas lang sind. 440 Euro wurden verdient - mühsam ernährt sich das Eichhörnchen ...


28. Mai 2017 - Das FORGINO-Desaster und der klitzekleine FOOLPROOF-Trost

Das Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden ist beendet. Was sich aber gestern (27. Mai) am spätem Nachmittag noch ereignete, muss man aber erst einmal verdauen:
FORGINO hatte in der "Silbernen Peitsche" (Gruppe III) seine idealen Bedingungen: Schönes Wetter, fester Boden und Adrie de Vries im Sattel. Was einen Gruppe-Sieg für die Silbereiche-Zöglinge angeht, konnte man meinen: Wenn nicht jetzt, wann dann ...
Mit Genehmigung der Rennleitung verließ FORGINO eher den Führring, man hörte über das Bahn-TV noch seinen Aufgalopp ... und dann wurde er zum Nichtstarter erklärt. Was war passiert? Klarheit brachte eine Meldung auf "Galopp-Online": "Adrie de Vries hat sich bei einem Sturz verletzt als Forgino, sein Partner in der "Silbernen Peitsche", auf dem Weg vom Führring zum Geläuf ausbrach. 'Der gestürzte Jockey Adrie de Vries wird morgen wegen einer Verletzung nicht reiten können', so Rennleitungs-Chef Frank Becker. Der ausgebrochene Forgino war zwischenzeitlich allein auf der Landstraße Richtung Rastatt unterwegs, konnte dann aber auf einem Feld von zwei Bauern eingefangen werden. Das Pferd sei in Ordnung hieß es aus dem Kreise der Rennleitung."
Welches Desaster?!! Schon im letzten Jahr bei der "Silbernen Peitsche" hat FORGINO Adrie de Vries auf dem Weg zum Start abgeschmissen, dieser hatte sich aber nicht verletzt und ritt FORGINO auf den 4. Platz.
Es fällt dem Chronisten schwer, die jetzige Situation zu kommentieren. Das einzig Positive ist, dass FORGINO wohl unverletzt ist. Aber: Hat Adrie de Vries überhaupt noch Lust, FORGINO in Zukunft zu reiten? Geht FORGINO weiter die "große Route" mit Flieger-Preis in Hamburg und "Goldener Peitsche" in Baden-Baden? Andere Startmöglichkeiten hat er eigentlich gar nicht. Welcher "Pferdeflüsterer" kann ihn beruhigen - wenn nicht der Trainer selbst ...?!! Kein Mensch möchte bei diesem Problem mit Toni Potters tauschen! Es bleibt erst einmal nur der Glaube an ein "Happy End" ...
35 Minuten später startete FOOLPROOF für Besitzertrainer Stefan Birner in genau jenem Rennen, das er vor einem Jahr gewonnen hatte. Nun trug er noch noch ein Pfund mehr als 2016. Führring-Moderator Daniel Delius erzählte vom Optimismus seines Trainers, doch das Rennen zeigte dann, dass FOOLPROOF sich noch ein paar Kilo herunterlaufen muss. Und dann kann es auch in Baden-Baden bei gutem Boden über 1600 m wieder zu einem Sieg reichen. Von der Spitze aus hielt er lange dagegegen. Im Ziel waren vier Gegner schneller (1. SHADOW CAESAR, 2. ALL WIN, 3. SHOKO BOY, 4. THYMIAN), doch mit gut 3,5 Abstand zum Sieger verdiente FOOLPROOF als Fünfter immer noch 300 Euro. Bis jetzt hat er auch unter der neuen Regie bei jedem Start Geld nach Hause gebracht.


25. Mai 2017 - Mag FOOTLOOSE Baden-Baden oder das feste Geläuf nicht?

Oder war die Strecke zu kurz? Jedenfalls war die Leistung von FOOTLOOSE gestern (24. Mai) in Baden-Baden enttäuschend - und das wird Trainer Toni Potters kaum anders sehen. Als Mitfavoritin (41:10) ging sie an den Start des Ausgleich II über 1200 m und versuchte - mit Daniele Porcu im Sattel - das Tempo von SEAL ROCK an der Spitze mitzugehen. Das gelang bis zum Knick der Geraden Bahn leidlich, doch sendete sie dort bereits Notsignale, während SEAL ROCK (2.) weitermarschierte und vor der Ziellinie nur noch vom Außenseiter CHEVIOT (1.) überholt wurde. Dritter wurde der Bahnspezialist LEODERPROFI, von dem FOOTLOOSE auf Platz 8 der 11 Starter im Ziel ca. 5 Längen getrennt war. Dass der Mitfavorit und gestandene Flieger THORPE BAY (38:10) mit FOOTLOOSE Kopf-Kopf über Linie kam, ist da wenig tröstlich.
Bei schönem Wetter war der Boden ziemlich abgetrocknet und die Rahmenbedingungen erinnerten an ihren Start beim letztjährigen Sommermeeting, wo sie als Vierte auch unter den Erwartungen blieb. Die nächsten Starts werden uns der Lösung auf die anfangs aufgeworfenen Fragen näherbringen.


22. Mai 2017 - FOOLPROOF im “Dreikampf” von Hassloch der Drittbeste

Beim Start am gestrigen Sonntag (21. Mai) in Hassloch belegte FOOLPROOF mit Maxim Pecheur über 1400 m den dritten Platz und verdiente 250 Euro. In diesem Altersgewichtsrennen kamen nur drei Pferde für die Dreierwette in Frage – BEACON HILL, BIRTHDAY PRINCE und FOOLPROOF – nur in welcher Reihenfolge? Der Rest des 7er-Feldes war im Vorfeld chancenlos, was sich zum Schluss auch in 11 Längen Abstand zwischen Platz 3 und 4 dokumentierte.
FOOLPROOF legte sich nach dem Start hinter den Frontrenner BEACON HILL, der durch die 5 kg Erlaubnis seiner Reiterin Claudia Pawlak sogar ein Pfund weniger trug als FOOLPROOF. In der Zielgeraden versuchte FOOLPROOF, den Frontrenner zu beeindrucken, doch sein Angriff ging ins Leere. Gefährlicher war BIRTHDAY PRINCE, der von weiter hinten BEACON HILL zu überlaufen schien. Doch auf den letzten Metern konterte BEACON HILL auch diese Attacke. FOOLPROOF blieb als Dritter 2,5 Längen hinter den nur durch einen Hals getrennten beiden Erstplatzierten.
Maxim Pecheur wird FOOLPROOF auch am nächsten Samstag im Agl. III in Baden-Baden reiten.


21. Mai 2017 - Aktuell beide Stuten tragend

Mehr als ein Fohlen im Jahr gab es in der Silbereiche-Zucht zuletzt 1998, aber 20 Jahre später, also im nächsten Jahr könnte es wieder soweit sein: Aktuell sind sowohl FREYA als auch FORLISTA nach Ultraschall tragend!
Am letzten Freitag (19. Mai) wurde FREYA zum frühestmöglichen Termin untersucht. Die einzige Bedeckung durch NEATICO am 4. Mai war erfolgreich. Natürlich wird FREYA noch einmal nachuntersucht.
Längst zurück von ihrem Ausflug in die Normandie ist FORLISTA, die dort auch nur einmal - am 6. März - von POMELLATO gedeckt wurde. Der 30 Tage-Ultraschall dokumentierte zuletzt, dass dies erfolgreich war.
Überhaupt war es die erste Auslandsbedeckung in 37 Jahren Silbereiche-Zucht. Die Erfahrungen waren durchaus positiv. Man erwartet 20 bis 40% höhere Pensions- und Tierarztkosten als durchschnittlich in Deutschland - und in diesem Rahmen hielten sich die Preise auch. Peter Rodde vom Gestüt Westerberg, in dem POMELLATO noch im letzten Jahr deckte, vermittelte den Kontakt zum Transporteur Andreas Fallert und zum Haras du Thenney, in dem neben POMELLATO u.a. noch die deutschen Hengste AMARILLO und Derby-Sieger WALDPARK aufgestellt sind. Herr Fallert erwies sich auch bei den notwendigen Formalitäten als sehr hilfsbereit. Und Monsieur Riva vom Haras du Thenney empfahl sich durch eine sehr zeitnahe Information per E-Mail, zumeist auf deutsch, manchmal auch auf englisch. Auch Fragen wurden schnell beantwortet. Und das Wichtigste: FORLISTA kam in sehr gutem Zustand ins Gestüt Evershorst zurück.



01. Mai 2017 - FORGINOs 4. Platz ist schwierig zu bewerten

Es gibt auch auf höherer Ebene Rennen, deren Ergebnis schwierig zu bewerten ist. Dazu zählt auch das heutige Listenrennen am Maifeiertag über 1200 m in Hannover, in dem FORGINO mit Daniele Porcu als zweiter Favorit hinter DONNERSCHLAG (Sieger in der Goldenen Peitsche) an den Start kam.
Das Rennen ist schnell erzählt: DARING MATCH und der österreichische Gast PRETORIAN machten das Tempo bis in die Gerade, wo PRETORIAN schnell geschlagen war und sich SUGAR FREE sofort auf die Verfolgung von DARING MATCH machte. FORGINO hatte aus etwa fünfter Position knapp hinter SCHÄNG im 8er Feld eingangs der Geraden auch eine gute Position. Aber nur SCHÄNG (1.) forderte das vordere Duo DARING MATCH (3.) und SUGAR FREE (2.) zum Kampf. Mit 1/2 - 1/2- Länge kämpfte er die beiden lange Führenden nieder. Und FORGINO? Der marschierte in der Mitte der Bahn auf und hatte Alles hinter sich im Griff, auch DONNERSCHLAG, den Sieger der Goldenen Peitsche. Aber es waren stolze 9 Längen zum dritten Platz!
Das Ergebnis verwirrt durch SUGAR FREEs 2. Platz, denn die Brümmerhofer Stute war zuletzt in Hannover im Ausgleich II chancenlos. DARING MATCH war schon immer ein Frühaufsteher, der 3. Platz war formgemäß. Und SCHÄNG? Eigentlich benötigt der doch weichen Boden? Die offizielle Bodenangabe war "gut, stellenweise weich". Wie soll man das nun interpretieren? Für die "Boden: fest"-Spezialisten FORGINO und DONNERSCHLAG muss das Geläuf wohl zu elastisch gewesen sein. Eine andere Interpretation: Für den Ersten und Dritten aus der letztjährigen Goldenen Peitsche kann dieses Listenrennen in Hannover noch nicht das Saisonziel gewesen sein. Beide wählten mittlere Spuren im Finish - und die sind in Hannover nicht besonders gewinnbringend ...
Egal wie - die nächsten Rennen, vermutlich die Silberne Peitsche in Baden-Baden - werden uns neue Aufschlüsse liefern.
Aber FORGINOs 4. Platz war nicht umsonst: Immerhin gab es noch ein Platzgeld von 1500 Euro für Edith Jörgensen einzustreichen.


22. April 2017 - Gutes Saisondebut von FOOTLOOSE in Mülheim

Trainer Toni Potters äußerte sich in den letzten Wochen optimistisch über FOOTLOOSE: sie sollte vor einer guten Saison 2017 stehen. Damit waren Hoffnungen auf eines der fünf Platzgelder bei ihrem Saisondebut am 22. April im Ausgleich III (-8) über 1400 m in Mülheim durchaus berechtigt. Und sie wurden erfüllt - mehr noch, es wäre fast ein Sieg geworden.
Das Rennen ist schnell geschildert. Mit Daniele Porcu eroberte FOOTLOOSE aus der äußeren Box 9 schnell die Spitze und führte das Feld so auch in die Gerade, wo sie sich zuerst sogar noch ein wenig absetzen konnte. 200 m vor dem Ziel konnte man noch an einen sicheren Sieg glauben, aber 100 m weiter sah man die Gefahr in Form von DIEU MERCI und ROCK TO THE MOON näher kommen. DIEU MERCI gewann das Rennen schließlich sicher mit einer Länge und ROCK TO THE MOON schnappte FOOTLOOSE mit einem Kopf auf der Linie den zweiten Platz weg. Hinter FOOTLOOSE kamen die vermeintlich stärksten Gegner wie NADELWALD, MY MATE, YEAH COOL und CHARLES DARWIN durch das Ziel.
Mit einem Start im Bauch hätte FOOTLOOSE dieses Rennen vermutlich gewonnen, doch umso mehr freuen wir uns jetzt auf ihre nächsten Starts. Heute verbucht Besitzerin Edith Jörgensen erst einmal ein PMU-unterstütztes Platzgeld von 1125 Euro.

Noch nicht gewürdigt haben haben wir an dieser Stelle den 4. Platz von FOOLPROOF am Ostermontag im Ausgleich III über 1900 m in Saarbrücken. FOOLPROOF (mit Concetto Santangelo) lief unauffällig mit, ließ aber im Finish nicht sonderlich nach und eroberte so als Vierter eine 850 Euro-Prämie noch vor seinem nachlassenden Trainingsgefährten SMOKE ON THE WATER. Weder Kursführung noch Distanz waren beim Vorstart in Mannheim und nun in Saarbrücken nach FOOLPROOFs Geschmack, doch der MAMOOL-Sohn schlug sich auch unter diesen Bedingungen wieder wacker und bekommt nun nach und nach Nachlass im Handicap.


14. April 2017 - FORGINO im "Aufwärmer" für die großen Rennen erfolgreich

Mit einem von Toni Potters clever ausgesuchten Rennen startete FORGINO am Karfreitag in Bremen in die Saison. Mit seinen 92 kg GAG stand er in einem 4 Pferde-Rennen über 1200 m meilenweit heraus, auch wenn mit KOLONEL ein Pferd mitlief, das 2013 über die kurzen Distanzen ein Gruppe- und zwei Listenrennen gewonnen hatte. Zum gefährlichsten Gegner hätte schweres Geläuf werden können, doch bis Karfreitag hatte es in Bremen nur so viel geregnet, dass der Boden mit "gut, stellenweise weich" eingestuft wurde - und das sollte FORGINO doch noch recht sein ...
Mit Adrie de Vries legte sich FORGINO nach dem Start an die zweite Stelle hinter dem führenden KOLONEL; wie immer ging FORGINO etwas gegen die Hand des Reiters, aber das hielt sich in Grenzen. In der Zielgeraden konnte sich der Jockey erst nicht entscheiden, ob er innen oder außen vom etwas schwankenden KOLONEL angreifen sollte. Als er sich dann für die sichere Variante "außen" entschieden hatte, war FORGINO schnell auf gleicher Höhe mit KOLONEL und erarbeitete sich nur mit den Händen geritten bis zum Ziel noch einen Vorsprung von 1 1/2 Längen auf KOLONEL. Die anderen beiden Teilnehmer hatten keine Chance in diesem Rennen.
Sieg Nr. 103 für die Silbereiche-Zucht war unter Dach und Fach, 2050 Euro gab es als Siegprämie, doch in erster Linie ging es darum, dass FORGINO einmal ein leichtes Rennen serviert bekommen sollte. Und das ist gelungen.


08. April 2017 - Neues von FREYTAG, FREYA und FORLISTA

Inzwischen wurde unser Hengstfohlen von SANTIAGO aus der FREYA auf dem Namen FREYTAG getauft und eingetragen. Der Name war sehr naheliegend: FREY von FREYa und TAG von sanTiAGo - auch wenn das Fohlen am Dienstag zur Welt kam. Wie die Bilder zeigen, hat sich der Kleine prächtig entwickelt und zeigt viel Selbstbewusstsein und Bewegungsdrang.
Seine Mutter FREYA wird noch antibiotisch behandelt und wird dann Mitte Mai per Walk-In NEATICO im Gestüt Ittlingen aufsuchen.
Dagegen ist FORLISTA schon einen Schritt weiter: Aus dem Haras du Thenney in der Normandie kommt die Nachricht, dass die KALLISTO-Tochter nach Ultraschall tragend von POMELLATO ist. Letztes Deckdatum ist der 6. März. Da sollte sich die lange Reise gelohnt haben.


26. März 2017 - Passables Debut für FOOLPROOF im Südwesten: Bester Außenseiter

Hamburg, Baden-Baden, Bahnen mit langen Linien und Distanzen um die Meile - das war bis jetzt die "Welt" von FOOLPROOF. Nun ist er nach dem letzten Sandbahnstart in die Obhut seines neuen Besitzers Stefan Birner gewechselt. Unter dessen Regie lief er heute am 26. März zum ersten Mal über 1900 m im Ausgleich III auf dem runden Kurs in Mannheim. Unter dem 3 kg-Erlaubnisreiter Marco Casamento gehörte er zu den Außenseitern (183:10) im 10er-Feld.
Aus Box 1 fand sich FOOLPROOF schnell im Mittelfeld wieder, vorne machte sein Stallgefährte SMOKE ON THE WATER das Tempo. An den Ecken und Übergängen der Bahn hatte FOOLPROOF sichtlich Probleme, doch kompensierte er diese kleinen Bodenverluste sofort wieder. Das blieb auch bis zum Ende so, denn während vorn die vier Favoriten KITANESCO, PISSARRO, SMOKE ON THE WATER und KASHMAR um den Sieg kämpften und in dieser Reihenfolge durch das Ziel kamen, hielt FOOLPROOF den Rest des Feldes in Schach. Gut 7 Längen hinter dem Sieger ergatterte er so das letzte Platzgeld von 275 Euro.
FOOLPROOF startete mit 68 kg in diesem Rennen, mit unroutiniertem Reiter, auf ungewohnt langer Distanz und auf ungewohnt rundem Kurs war das ein passabler Start in seiner neuen Umgebung.


24. März 2017 - We proudly present ...

... jaja, so heißt es doch immer, wenn der Moderator einen Stargast ansagt. In der Vollblutzucht ist das junge Fohlen der Star, deshalb ... we proudly present ... den Erstling unserer FREYA von SANTIAGO.
Am Dienstag, den 21. März 2017, fohlte FREYA gegen 23.00 Uhr ab: ein gesundes pechschwarzes Hengstfohlen nach SANTIAGO mit einem Stern gezeichnet, ganz das Gegenteil zu seiner wuchtigen Nichte FORSANTI, nämlich sehr, sehr edel und nicht unterdurchschnittlich groß. Leider stellte sich der "Kleine" bei seiner ersten Lebensaufgabe etwas ungeschickt an: die erste Muttermilch zu erhaschen. Die "menschlichen Wesen" in seiner Umgebung im Gestüt Evershorst gaben ihr Bestes, es drohte eine Unterernährung für den "Kleinen" und der Euter seiner Mutter war fast am Platzen. Aber irgendwie war dann alles von Erfolg gekrönt: das Fohlen fand die Zitzen, die Mutter gab Milch im Überfluss und so konnte man fast von einer Milch-Dusch-Orgie sprechen.
Drei Tage später sind diese Probleme erledigt, jetzt müssen sich die Gelenke noch ein bisschen einnorden - und dann haben wir ein tolles Fohlen, bei dem inzwischen die ersten Stichelhaare entdeckt wurden - es wird ein Schimmel.


10. März 2017 - FOOLPROOF "einsamer" Vierter beim zweiten Sandbahnstart

Gegen nur fünf Gegner musste FOOLPROOF am 10. März bei seinem zweiten Versuch auf Neusser Sand in diesem Winter antreten. Es war eine Drei Klassen-Gesellschaft. Erste Klasse auf Sand vertreten Jahr für Jahr die Peterschmitt-Schützlinge BEACON HILL und BEAGLE BOY mit einem Bahnschnitt von 1,3 in Neuss, erste Klasse hatte auch der Import FUTURE REFERENCE als Sieger bei seinem Sandbahndebut am 1. März bewiesen. Im Vergleich zu diesen drei Pferden ist FOOLPROOF auf Sand nur zweite Klasse. Und die dritte Klasse in diesem Feld vertraten WILSONS RUBY und der Rekonvaleszent SITARO.
Das Rennen über die 1500 m verlief entsprechend. BEACON HILL und FUTURE REFERENCE legten vom Start weg an der Spitze ein solches Tempo vor, dass Filip Minarik auf FOOLPROOF gar nicht erst überlegen musste, ob er vielleicht auch wie beim letzten Start die Pilotenrolle übernehmen soll. Die beiden Frontrenner hielten ihr Tempo durch, von hinten mischte sich noch BEAGLE BOY in den Endkampf ein. Drei Längen hinter seinem Stallgefährten BEACON HILL (1.) konnte er aber FUTURE REFERENCE (2.) nicht mehr ganz erreichen. Dann war 12 Längen Luft zu FOOLPROOF (4.) und wiederum 8,5 Längen zu WILSONS RUBY (5.).
Es gab 500 Euro für den Stall Steil von Stefan Birner, zu dem FOOLPROOF nun ins Training wechseln wird - mit viel Kondition für die Rennen in Mannheim und Saarbrücken ...


18. Februar 2017 - Nicht nur die Kondition könnte gefehlt haben

Mit seiner Ausgleich II-Klasse auf der Grasbahn ging FOOLPROOF bei seinem Start im Altersgewichtsrennen auf Neusser Sand als klarer 17:10-Favorit ins Rennen. Über 1500 m traf er mit Andreas Helfenbein auf 8 Gegner, bei denen man Formansätze in deren bisheriger Rennlaufbahn schon mit der Lupe suchen musste. Am ehesten kam AL MALEK als Gegner in Frage, der 3-jährig 81 kg im GAG konnte, aber nach zwei Jahren Rennpause 2017 erst einen Aufbaustart absolviert hatte. JUPITER hatte Anfang 2016 seine Eignung für die Neusser Sandbahn bewiesen, seitdem aber nur noch Hindernisrennen bestritten. Und NASUADA hat in ihrer Rennkarriere bisher eine Menge Geld über Hindernisse verdient, auf der Flachen aber noch kein Talent gezeigt. Bei den übrigen Gegnern war wirklich kein Formansatz zu erkennen.
Andreas Helfenbein war aus Box 1 sichtlich bemüht, die Spitze zu bekommen, was auch in der ersten Kurve endgültig gelang. AWJAB blieb dahinter zuerst dicht dran. Die Entscheidung bahnte sich im Schlußbogen an, als AL MALEK in großer Haltung aufmarschierte und eingangs der Zielgeraden schnell demonstrierte, wer das Rennen gewinnen würde. FOOLPROOF versuchte dahinter, den Vorsprung nicht zu groß werden zu lassen, doch von hinten näherten sich nun JUPITER und NASUADA. JUPITER "klaute" FOOLPROOF kurz vor dem Ziel das zweite Platzgeld, NASUADA blieb ebenso knapp hinter FOOLPROOF, während der Sieger AL MALEK inzwischen 9 Längen "weg" war. Hinter NASUADA war wieder eine Menge Luft.
Es war zwar eine Favoriten-Niederlage, doch irgendwie auch wieder nachvollziehbar, denn AL MALEK erinnerte an alte Klasse, JUPITER mag die Bahn und FOOLPROOF ist auf gutem Grasgeläuf eben viel besser aufgehoben. Also kein Grund zur Traurigkeit, die entscheidenden Rennen werden 2017 andere Silbereiche-Zöglinge bestreiten. FOOLPROOF verdiente 450 Euro, wird vielleicht noch einmal für Toni Potters auf Sand antreten und dann - wie es bereits in der Fachpresse stand - zu seinem neuen Besitzer Stefan Birner nach Karlsruhe ins Training wechseln.


07. Februar 2017 - Nächste Startmöglichkeiten

Ziemlich überraschend wird wohl unser "alter Raufer" FOOLPROOF, nunmehr 8 Jahre alt, am 18. Februar die Rennsaison 2017 für die Silbereiche-Zöglinge schon auf der Sandbahn eröffnen. Im Winter wurde er an den Stall Steil von Stefan Birner verkauft, blieb aber vorerst bei Toni Potters im Training.


02. Februar 2017 - Es geht langsam wieder los!

Mit einem Sieg (FOOTLOOSE) in die Winterpause zu gehen, ist keine schlechte Fügung. Zumal die FORLEA-Nachkommen guten Boden bevorzugen und mehrheitlich die deutschen Sandbahnen nicht mögen. Beim Nachwuchs ihrer Tochter FORLISTA könnte das vielleicht einmal anders aussehen, den FOOTLOSE zeigte auch auf weichem Boden schon gute Leistungen.
Egal - der Chronist ist ob der langen Winterpause nun "völlig erholt". Doch die inzwischen fünf von Toni Potters trainierten Silbereiche-Zöglinge werden kaum vor Beginn der grünen Saison an den Start kommen. Mit Verkauf der jetzt 2-jährigen FORSANTI an Edith Jörgensen Ende Oktober 2016 ist die Silbereiche-Zucht nun auch im jüngsten Jahrgang in Großenkneten wieder vertreten.
Derzeit ist jedoch im Gestüt mehr los. In zwei Wochen beginnt die Decksaison. FORLISTA wird 2017 POMELLATO im Haras de Thenney in der Normandie aufsuchen. Damit lässt der Stall Silbereiche erstmals eine Stute im Ausland decken. Der BIG SHUFFLE-Sohn POMELLATO sollte es wert sein, denn seine wenigen ersten Nachkommen aus den ersten beiden Deckjahren in Frankreich und Deutschland sind bombig eingeschlagen, so dass man ihn 2015 - davor bereits vier Jahre im Iran tätig - nach Deutschland zurückholte. In dieser Saison wechselte der Hengst, der 2-jährig seinen Jahrgang beherrschte, nach Frankreich und ist Boxennachbar von AMARILLO und Derby-Sieger WALDPARK.
Für FREYA, die - wenn alles glatt läuft - Mitte März ihr erstes Fohlen nach SANTIAGO zur Welt bringen wird, wurde ein charakterlich ruhiger Mitteldistanzler gesucht. Die Wahl fiel auf den Gruppe I-Sieger NEATICO im Gestüt Hof Ittlingen. Der MEDICEAN-Sohn bringt zudem noch die in der Silbereiche-Zucht gern gesehene Härte mit, denn er ist in sechs Rennzeiten hart geprüft, obwohl er bereits 2-jährig zum Gruppe III-Sieger avancierte.


09. Oktober 2016 - FOOTLOOSE ganz "humorlos" von vorn und überlegen

Am heutigen Sonntag (9.10.16) in Dortmund legte FOOTLOOSE unter Adrie de Vries in überlegener Manier ihre Maidenschaft ab. Nachdem sie bei den letzten drei Starts entweder am Start weggeschubst wurde (Mülheim) oder diesen verschlafen hatte (Baden-Baden und Krefeld), setzte sich die MAMOOL-Stute diesmal mit schnellem Antritt an die Spitze, dahinter ADMIRAL. So blieb es bis zu Beginn der Zielgeraden, wo FOOTLOOSE immer noch ohne große Hilfen an der Spitze blieb, während sich die Jockeys auf den Gegnern bereits kräftig rührten. Als Adrie de Vries dann 200 m vor dem Ziel FOOTLOOSE noch einmal etwas "anschob", löste sie sich überlegen mit 4 1/2 Längen von den Gegnern. ADMIRAL hielt Platz 2, 1/2 Länge dahinter überquerte GITTAN vor TEX ART die Ziellinie.
FOOTLOOSE ging als 31:10-Favoritin an den Start, der zweite Favorit ANTARES wurde Letzter. Für den Sieg gab es wie in diesen Rennen zu dieser Jahreszeit üblich 3.000 Euro und 1.250 Euro Besitzerprämie.
Damit darf sich nun auch die Listen-Siegerin FORLISTA "Siegermutter" nennen. FOOTLOOSE ist ihr erster vom Stall Silbereiche gezogener Nachkomme. Die Art und Weise ihres heutigen Sieges wird einerseits den Ausgleicher etwas beeindrucken, andererseits wird sie mit einer solchen Leistung auch im Ausgleich zurechtkommen. Sie sollte sich 4-jährig noch zu steigern wissen; zum Vergleich: ihr 3/4-Bruder FOOLPROOF kam 3-jährig gar nicht an den Start.



03. Oktober 2016 - FOOLPROOF in Hannover und FORGINO in Köln: Nichts zu holen am "Einheits"-Wochenende

Beim Start von FOOLPROOF am Sonntag (2.10.16) auf der Neuen Bult waren die Hoffnungen im Vorfeld eher gering. Nachdem mehrere Regenschauer über die Bahn niedergegangen waren, tendierten sie sogar gegen "Null".
Mit einem neuen Reiter (Koen Clijmans) gelang es FOOLPROOF auch nicht, an die Spitze kommen, dazu hatte er ein sehr unruhiges Rennen - im Endeffekt war er dann auch im Ausgleich II (-12) über 1600 m gegen 9 Gegner nie im Rennen und kam als Achter über die Ziellinie. Es gewann WACARIA vor TENDRESSE und DINGO.
Größere Hoffnungen begleiteten FORGINO am Montag (3.10.16) nach Köln. Die Buchmacher notierten ihn nach der tollen Leistung in der Goldenen Peitsche als zweiten Favoriten, beim Start war er dritter Favorit hinter SHINING EMERALD und SCHÄNG. Der Boden war nicht so weich wie am Vortag in Hannover und schien für FORGINO noch praktikabel, doch das "Drama" begann schon etliche Minuten vor dem Start. FORGINO, immerhin Vorjahres-Sieger in diesem Listen-Rennen über 1400 m, war völlig aufgedreht und Daniele Porcu, der zum ersten Mal im Sattel saß, hatte Mühe, überhaupt in den Sattel zu kommen. Am Aufgalopp konnte er so nicht teilnehmen und alle waren froh, als er sich endlich in das hinter der Startmaschine seine Runden drehende Pulk der anderen Starter einreihte. Aber wieviel Kraft hatten diese Eskapaden gekostet? Nach gutem Start reihte sich FORGINO etwa an 5-ter oder 6-ter Stelle des 12-köpfigen Feldes ein. In der Zielgerade wartete man nun auf seinen durchschlagenden Speed. Dabei marschierte FORGINO direkt hinter dem späteren Sieger SWIFT APPROVAL auf keiner schlechten Spur, links und rechts von Kontrahenten begleitet, so dass auch ein Spurwechsel nicht mehr möglich war. Doch FORGINO zog einfach nicht entscheidend an und hatte sein Pulver offensichtlich schon vor dem Rennen verschossen. Hinter SWIFT APPROVAL kamen ANTALYA und SHINING EMERALD ins Ziel, FORGINO war auf Platz 9 keine drei Längen hinter dem Sieger, doch mit seinem Baden-Badener Auftritt war die heutige Leistung nicht zu vergleichen. Der Ausgleicher beließ ihn unverändert bei einer Marke von 92 kg GAG.


30. September 2016 - DONNERSCHLAG wieder Sieger in der "Goldenen Peitsche"

In der Berufungsverhandlung vor dem Renngericht hat DONNERSCHLAG die "Goldene Peitsche" zurückbekommen; die Entscheidung des Renngerichts fiel mit 2:1-Stimmen seht knapp aus; die Disqualifikation der Rennleitung wurde aufgehoben. Damit fällt unser unbeteiligter FORGINO vom 2. wieder auf den 3. Platz zurück.


18. September 2016 - FOOLPROOF am Zenit seines Leistungsvermögens ...

FOOLPROOF lief auch in Dortmund am 18.9.16 kein schlechtes Rennen. Obwohl nur 8 Pferde an den Start kamen, war das Rennen ausgesprochen stark besetzt. Bis auf die nicht ausgehandicapte LIMONA, die FOOLPROOF dann auch noch das Rennen an der Spitze ein bisschen "versalzte", kamen nach Klasse und Form nur gute Pferde an den Start.
Die Rennkommentare sprechen von einem auch für die im folgenden St. Leger siegreiche NEAR ENGLAND noch angemessen aufgeweichtem Boden. Der Chronist weiß nicht, wann der Regen gefallen ist. Aber FOOLPROOF wird er nicht gepasst haben. Mit Daniele Porcu kam er wegen LIMONA, die zum Schluss mit 16 Längen Abstand als Letzte über die Linie ging, nicht an die Spitze; die Co-Piloten-Rolle hinter LIMONA war aber auch nicht die Schlechteste. In der Zielgeraden hielt FOOLPROOF lange mit, doch am Ende musste er mit Platz 6 zufrieden sein und schlug mit ELMARANI nur einen der "gemeinten" guten Pferde. Die Zielgerade in Dortmund war ihm einfach etwas zu lang.
Der Ausgleicher gab ihm leider nur 0,5 kg Nachlass. Die Siegerin INTENDANTIN (vor CLOUD und RABI) hat inzwischen eine Nennung im Listen-Rennen erhalten. Die Luft ist einfach etwas eng für FOOLPROOF ...



12. September 2016 - FOOTLOOSE wieder "völlig in der Spur"

Nach einem 4. Platz in Baden-Baden von einer "Enttäuschung" zu sprechen, mag mancher als etwas anmaßend empfunden haben. Aber schließlich ging es nicht darum, den damals überlegenen Sieger DARING LION zu schlagen. Doch die 7 Längen dahinter, da war so viel Platz, da hätte sich eine FOOTLOOSE in Normalform platzieren müssen.
Eine ähnliche Konstellation gab es beim nächsten Start am heutigen Montag (12.9.16) von FOOTLOOSE in Krefeld. Eine als Halbschwester des Derby-Siegers LUCKY SPEED nobel gezogene LYSANDA mit aktuell guter Form war die Gegnerin, den Rest musste unsere MAMOOL-Tochter schlagen. Dieser Rest dezimierte sich erst einmal von selbst, weil TEX ART vor dem Rennen entlief und PART OF IRELAND nicht in die Box ging. Es liefen also 5, FOOTLOOSE wieder mit Adrie de Vries. LYSANDA stand 14:10, FOOTLOOSE dahinter 37:10, den zweiten Schiergen-Vertreter DIAMOND (47:10) hielten die Wetter ebenfalls noch für gefährlich. Und sie sollten völlig Recht behalten.
Nach einem wiederum sehr mäßigen Start ging FOOTLOOSE unterwegs an 4. Stelle, da PURPLE PATCH als Einzige Probleme hatte, das Tempo mitzugehen. LYSANDA führte von Anfang an. In der Zielgeraden erschien FOOTLOOSE dann in schöner Angriffshaltung und schien für einen Moment auch Chancen zu haben, LYSANDA zu bezwingen. Es blieb jedoch bei einem Versuch: LYSANDA gewann das Rennen ebenso ungefährdet wie FOOTLOOSE für den 2. Platz war. Auch DIAMOND bestätigte als distanzierter Dritter Wetter und Handicapper.
Ein formgemäßer Einlauf - und der 2. Platz von FOOTLOOSE bringt "nette" 1200 Euro und kein Aufgewicht. Die Gegnerin LYSANDA wird kaum schon am Ende ihrer Möglichkeiten sein. Also Alles gut - wir freuen uns auf den nächsten Start von FOOTLOOSE.


29. August 2016 - Das Dessert: FOOLPROOF gibt sein Bestes und wird Dritter

Dass es FOOLPROOF mit einer Marke von 69,5 kg nicht mehr leicht hat, dürfte jedem bekannt sein. Aber Baden-Baden ist seine Lieblingsbahn und das schnelle Geläuf kam auch ihm entgegen. So lief FOOLPROOF eine gute halbe Stunde nach FORGINO ein für ihn optimales Rennen. Gegen zehn Gegner übernahm er unter Daniele Porcu resolut die Spitze und wollte damit den Rennverlauf seines Sieges beim Frühjahrs-Meeting kopieren. Mitte des Rennens wollte ihm PISTOLERO die Spitze streitig machen, doch konterne FOOLPROOF in diesem Moment alle Angriffe des Gegners, der sich dann nach hinten verabschiedete. Die Gerade erreichte FOOLPROOF noch mit einigem Vorsprung, doch als SIR BIBI auf den Plan trat, musste der MAMOOL-Sohn klein beigeben. Aus dem ansonsten distanzierten Pulk der übrigen Gegner konnte sich in der Zielgeraden nur noch der Favorit RABI lösen, der zum Schluss nicht nur FOOLPROOF, sondern auch SIR BIBI überlief. Sicher 1/2 – 2 1/2 – 3 3/4 Längen lautete der Richterspruch. FOOLPROOF verdiente 1.700 Euro für seinen Galoppclub und zeigte ohne Abstriche eine tolle Leistung.


29. August 2016 - Das Hauptgericht am Sonntag: FORGINO erfüllt (fast) alle Träume in der Goldenen Peitsche

Nach sehr viel Pech in der bisherigen Saison sprühte Trainer Toni Potters trotzdem vor Optimismus, dass FORGINO auf diesem festen Boden eine erste Chance auf den Sieg in der Goldenen Peitsche (Gruppe II), Deutschlands bedeutendsten Flieger-Rennen, haben sollte. Und das nicht nur gegen die (fast) komplette deutsche Flieger-Elite, sondern gegen vier ausgesprochen starke Franzosen und Engländer, darunter dem Zweiten der letzten beiden Jahre, SON CESIO. Die Presse reagierte verdutzt, die Buchmacher verängstigt (die Festkurse purzelten in Windeseile von 400:10 auf 100:10) und das Publikum schenkte Potters’ Aussagen viel Beachtung, denn wenn der in Baden-Baden stets sehr erfolgreicher Trainer seinen Schützling bei diesen Bedingungen als besten deutschen Flieger einstuft, dann muss da doch etwas “dran” sein.
FORGINO stand dann auch mit 94:10 nur 5 Punkte länger als der Hamburg-Sieger SCHÄNG, die Favoriten waren eindeutig drei der vier starken Gäste: SON CESIO (32:10), MARKAZ (45:10) und DIVINE (48:10). Adrie de Vries sorgte beim Start dafür, dass FORGINO im Gegensatz zur Silbernen Peitsche auf gleicher Bahn diesmal gut vom Start kam. Trotzdem fand er sich nach ca. 400 m am Ende des Feldes wieder. Das war jedoch durchaus gewollt, denn de Vries vertraute auf den durchschlagenden Speed des ITS GINO-Sohnes. Und diesen setzte er nach dem “Knick” der Geraden Bahn ein. FORGINO rauschte an einem Gegner nach dem anderen vorbei, doch vorne waren der stets führende DONNERSCHLAG und der ebenfalls speedstarke MARKAZ bereits enteilt. Praktisch im Ziel “schluckte” FORGINO dann auch noch den etwas unterschätzten Engländer WATCHABLE mit einem Hals Vorsprung. Um DONNERSCHLAG und MARKAZ noch zu überflügeln, kam das Ziel zu früh. 3/4 – 2 Längen – Hals – Hals – 1 Länge; der Richterspruch deutet die Dramatik des Rennens nur an. Mit diesem dritten Platz hatte FORGINO die Hoffnungen der meisten Anhänger erfüllt – doch es kam noch besser. Die Rennleitung legte Protest gegen den Sieger DONNERSCHLAG wegen Behinderung des Viertplatzierten WATCHABLE ein und setzte ihn hinter diesen auf den 4. Platz. MARKAZ wurde zum Sieger erklärt und FORGINO und WATCHABLE rückten jeweils einen Platz auf: FORGINO also Zweiter in der Goldenen Peitsche! Erika Jörgensen darf sich über 15.500 Euro freuen und Toni Potters – mit etwas Glück - behielt am Ende Recht: FORGINO war der beste Deutsche in diesem Rennen.
Das Team von DONNERSCHLAG hat bereits einen Einspruch gegen die Entscheidung der Rennleitung angekündigt. Doch haben die Stewards ihre Entscheidung auf Basis der Rennordnung derart gut begründet, dass ein Erfolg des Einspruchs nicht sehr wahrscheinlich erscheint.
Auch im Vergleich zum letztjährigen Listen-Rennen-Sieg am 3. Oktober in Köln ist die Platzierung in der Goldenen Peitsche bisher der größte Erfolg der Silbereiche-Zucht in all den Jahren.
Für 2016 ist es jetzt richtig schwierig, noch ein passendes Rennen für FORGINO zu finden. 2017 wird ein gesunder FORGINO mit Sicherheit einen neuen Anlauf auf den Gewinn der Goldenen Peitsche nehmen.



27. August 2016 - FOOTLOOSE am Samstag schmeckte als Vorspeise nicht wirklich

Das Menü war angerichtet: Drei Silbereiche-Zöglinge am ersten Meetings-Wochenende in Baden-Baden; das sind alle, die derzeit laufen (dürfen), nur der 2-jährige FORGO soll noch ein paar Wochen auf sein Debut warten. Also hat der Chronist sein Auto “gesattelt” und am Freitag erfolgte der Start auf der 500 km-Strecke in den Schwarzwald.
Das chancenreichste Pferd der Drei im Vorfeld war am Samstag (27. August) FOOTLOOSE, die in einem 3-j.-Sieglosen-Rennen über 1400 m nach den letzten beiden Leistungen sogar Siegchancen anmelden musste. Zuletzt in Mülheim war sie trotz völlig verpatztem Start und Hufeisenverlust im Ziel nur eine gute Länge hinter DARING LION, der wieder zu ihren Gegnern zählte. Favorit wurde jedoch der Molenhof-Schützling GITTAN (31:10) nach einem guten 2. Platz im Ausgleich III. DARING LION (37:10) und FOOTLOOSE (45:10) komplettierten die Favoritengruppe im Neun-Pferde-Rennen.
Mit Adrie de Vries kam FOOTLOOSE aus der äußersten Box wieder nur mäßig vom Start, doch ihr Jockey machte alles richtig und verbesserte sich ganz langsam Platz und Platz in die vordere Gruppe. Eingangs der Zielgeraden verabschiedete sich DARING LION von vorn auf Längen vom übrigen Feld. Dahinter war FOOTLOOSE nun in Angriffsposition. Ein zweiter Platz hätte an diesem Tag alle zufriedengestellt, doch die MAMOOL-Stute zeigte bei tropischen Temperaturen von 34°C keinen Biss und musste die Außenseiter SIMINEH und ROMANTIC SOLDIER deutlich vor sich dulden: mit 7 1/2 – 3 3/4 – 2 Längen Rückstand kam FOOTLOOSE als Vierte ins Ziel und verdiente 400 Euro, 1 1/2 Längen dahinter der aufgelöste Rest, von dem der Favorit GITTAN sogar als Letzter über die Linie ging.
Auch Trainer Toni Potters zeigte sich enttäuscht. Ihm fiel auf, das FOOTLOOSE schon im Führring ungewohnt aufgedreht war. Erstmals in ihrer Rennkarriere hatte FOOTLOOSE vor ihrem Start in einem fremden Stall übernachtet. War dies der Grund für die mäßige Form oder die Hitze oder war ihr sogar der Boden zu fest, denn beim vorletztem Start in Krefeld war sie auf weichem Boden gut dabei? Aufschlüsse werden die nächsten Starts geben, für einen Sieg in einem 3j.-Sieglosen-Rennen ist die Stute in jedem Fall gut genug.


05. August 2016 - FORGINO und FOOLPROOF in Deauville

Nach der Stornierung des Hamburg-Starts hatte sich Toni Potters bei FORGINO dafür entschieden, die Pause bis zur Goldenen Peitsche in Baden-Baden mit einem Start in Deauville zu überbrücken. Und auch FOOLPROOF sollte einmal französiche Luft schnuppern und begleitete seinen jüngeren Halbbruder wie auch zwei andere Pferde aus dem Stall am ersten August-Wochenende in die Normandie.
Für FORGINO hatte sein Trainer am 5. August ein Course B-Rennen über 1400 m ausgesucht. Das Rennen war gut ausgesucht, zumal von den 8 Teilnehmern bei der Starterangabe noch drei zum Nichtstarter erklärt wurden. Fünf üppige Platzgelder, fünf Starter - super! Grenzenloser Optimismus wurde jedoch von zwei Unwägbarkeiten gedämpft: Nach ergiebigen Regenfällen zur Wochenmitte war der Boden immer noch offiziell "weich bis sehr weich", auch wenn am Renntag selbst die Sonne fast ununterbrochen schien. Und wie würde FORGINO mit der geraden Bahn zurechtkommen?
Von den Gegnern war eigentlich nur der hohe Favorit KARAR (16:10) mit FORGINO (51:10) in einem Atemzug zu nennen. SKATERS WALTZ und PHU HAI sollten doch nach Rating-Marke zu schlagen sein, erst recht der Außenseiter VADANOR. Aber es kam anders ...
Als Jockey wurde Adrie de Vries aus Deutschland "mitgebracht". Er entschied sich nach dem Start aus Box 2 mit FORGINO mit Anlehnung an die Rails an der Spitze zu gehen, jedoch blieb KARAR in 3. Spur immer maximal eine halbe Länge zurück. Auch die übrigen drei Teilnehmer ließen sich nicht abschütteln, alle waren dicht zusammen. Aus diesem Kreis setzten die Jockeys auch zuerst zum Finish an, während auf FORGINO und KARAR noch gewartet wurde. Vielleicht, was FORGINO betrifft, zu lange, denn als das Ziel immer näher kam, zeigten KARAR und SKATERS WALTZ mehr Spritzigkeit als FORGINO, auch PHU HAI kam im Ziel noch an FORGINO vorbei. KARAR hatte als Sieger eine Nase Vorsprung vor SKATERS WALTZ, 1 1/4 Längen dahinter sicherte sich PHU HAI mit einem Kopf Vorsprung vor FORGINO. Nochmals 1 1/2 Längen dahinter blieb VADENOR immer Letzter.
Für einen Start in der "Goldenen Peitsche" ist die Deauville-Leistung von FORGINO kein Mutmacher, doch das wird ein ganz anderes Rennen. Vielleicht braucht FORGINO länger, um seinen Speed auszuspielen. Vielleicht wäre eine "Windschatten"-Taktik besser gewesen. Lief FORGINO auf der "richtigen Spur" des unterschiedlich weichen Geläufs? Und wie hat er überhaupt den langen Transport überstanden? Dank des üppigen Platzgeldes von 3.300 Euro für den 4. Platz müssen seine Fans nicht lange hadern, ob denn angesichts der knappen Abstände heute vielleicht doch mehr drin gewesen wäre.
Im Gegensatz zu FORGINO lief FOOLPROOF in einem Verkaufsrennen, wo er mit 20.000 Euro eingesetzt wurde, über 1500 m auf Fibersand. Dieser Belag, den FORGINO schon vor 2 Jahren mit Erfolg ausprobiert hatte, ist eher mit gutem Boden zu vergleichen und sollte FOOLPROOF eigentlich liegen. FOOLPROOF trat aus der zweiten Box von außen gegen 13 Gegner an, das hinderte ihn - ebenfalls von Adrie de Vries geritten - aber nicht daran, nach dem Start als Co-Pilot an die Spitze des Feldes zu gehen. Diese Position behielt der MAMOOL-Sohn bis eingangs der Zielgeraden inne, dann war er schlagartig geschlagen und ging als Letzter über die Linie. Ob ein Rempler die Ursache war oder ob er sich vertreten hatte? Der Chronist konnte nichts erkennen, jedenfalls schien FOOLPROOF klar auszugaloppieren.
Die Erwartungen waren bei FOOLPROOF (210:10) schon vorher nicht sehr hoch gesteckt, im Rating stand die Hälfte des Feldes etwas über ihm. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt ...
Freuen wir uns also jetzt auf ein hoffentlich trockenes und sonniges Sommer-Meeting in Baden-Baden!


16. Juli 2016 - FOOTLOOSE verliert alle Chancen am Start

Nach dem Ausfall ihres Rennens in Hamburg ging FOOTLOOSE heute (16. Juli 2016) in Mülheim an den Start. Das 1300 m-Rennen war ausgesprochen gut besetzt; mit SUGAR FREE avancierte eine zuletzt in Krefeld 2 Längen vor ihr platzierte Gegnerin zur Favoritin. Der zuletzt in Frankreich gut gelaufene DARING LION und der in einem Auktionsrennen viertplatzierte ADMIRAL waren nicht die einzigen Gegner mit Form. Auf FOOTLOOSE war Adrie de Vries auch mit 0,5 kg Mehrgewicht wie zuletzt der auserwählte Jockey.
Doch gleich nach dem Start war für FOOTLOOSE das Rennen gelaufen. Der innen von ihr startende XCELERATION sprang schräg ab und schubste die Stute weg; FOOTLOOSE lag sofort mit mehr als fünf Längen Rückstand zum Feld an letzter Stelle - und das über die Fliegerdistanz.
Adrie de Vries suchte langsam den Anschluss zum Feld, kam jedoch mit FOOTLOOSE immer noch als letztes Pferd in die Zielgerade. Dort zeigte die MAMOOL-Tochter schönen Speed, doch mehr als ein sechster Platz war nicht mehr drin. Die favoritisierte Siegerin SUGAR FREE gewann leicht mit 2,5 Längen, die weiteren Abstände zu DARING LION (2.), EGARA (3.), ADMIRAL (4.) und dem "Bösewicht" XCELERATION (5.) mit Hals - 1/2 Länge - 1/2 Länge - Hals zeigen, dass in diesem Rennen weitaus mehr zu erreichen war. Keine 1,5 Längen zum zweiten Platz - das war angesichts des Startverlusts ärgerlich!
Aber für FOOTLOOSE gibt es in nächster Zeit genügend Rennen, um ihr wahres Können zu zeigen.


05. Juli 2016 - FORGINO Nichtstarter im Hamburg

Es sollte das Hauptsaisonziel für für FORGINO werden: der Gruppe III-Sprint über 1200 m in Hamburg. Aber Pferderennen ist kein Wunschkonzert. Der Boden war für FORGINO unpassend weich bis schwer. Und Trainer Toni Potters zog die wohl einzig richtige Konsequenz: Er meldete FORGINO ab. Im ersten Rennen der Dienstags-Karte konnte man dann noch an seiner Entscheidung zweifeln: Sonne, lange Schatten und sichtbar kein schweres Geläuf. Doch als dann wie angekündigt der Regen einsetzte und die ausgesprochenen “Sumpfhühner” POWER OF PARADISE und DARK FIGHTER das 3. und 4. Rennen gewannen, durfte man unterschreiben: Die Stallregie hat Alles richtig gemacht.

Umso schwieriger gestaltet sich jetzt das Management in den kommenden Wochen für den IT’S GINO-Sohn. Erst am 14. August bietet sich die nächste Option in Hoppegarten im Westminster-Fliegerpreis. Aber das ist “Gerade Bahn”, dort werden die Sprintrennen ganz anders gelaufen. Und gut zwei Wochen später findet schon die Goldene Peitsche (Gr. II) in Baden-Baden statt. Soll man nun solange warten? Das ist eine Option. Oder am 16. Juli beim schwedischen Derby in Jägersro in einen gut dotierten 1200 m-Gruppe III-Sprint gehen. Das ist auch nicht einfach. In Frankreich gibt es gerade keine passenden Rennen. Wir sind gespannt, was Toni Potters austüftelt.

Mit vielen Hoffnungen haben wir uns auf die Derby-Woche in Hamburg gefreut. Nun haben wir einen Vorletzten nach uninspiriertem Ritt (FOOLPROOF), einen Nichtstarter (FORGINO) und einen wg. des Ausfalls von Rennen verhinderten Starter (FOOTLOOSE). Aber nicht verzagen, das ist eben Pferderennen ... es kommen auch wieder bessere Zeiten!


03. Juli 2016 - FOOLPROOF in Hamburg: Nach schwachem Start nur Trostpreis

Dass man nach einem tollen Sieg in Baden-Baden mit den damit verbundenen 4 kg Aufgewicht nicht gleich beim Derby-Meeting in Hamburg einen weiteren Sieg einplanen kann, ist selbstverständlich. Dennoch darf man sich ein wenig über den Hamburger Start von FOOLPROOF am heutigen Sonntag (3. Juli) ärgern. Stephen Hellyn ersetzte den nicht verfügbaren Francisco Franco da Silva. Nach zwei Nichtstartern am Morgen hatte FOOLPÜROOF nur noch 5 Gegner und es gab 5 Geldpreise.
Doch am Start lief vieles schief. Jockey Hellyn warf zwar rechtzeitig die Kapuze weg, doch beim gültigen Zeichen konnte er FOOLPROOF nicht schnell genug motivieren. FOOLPROOF ging mit einigen Längen Rückstand auf die Reise. Hellyn hielt den MAMOOL-Sohn am Ende des Feldes, das sparte zwar Kräfte, aber entsprach nicht den Vorlieben von FOOLPROOF. Wir erinnern uns an den letztjährigen Start in Bad Doberan, als Marc Lerner gegen bis auf den Sieger APOLEON wenig formstarke Gegner den Wallach in einem kleinen Feld von hinten reiten wollte. Das funktionierte nicht und endete mit einem vorletzten Platz. So sollte es auch heute kommen. FOOLPROOF kam zwar in großer Haltung außen in die Gerade, das war aber nur ein kurzes Feuerwerk. Dann liefen ihm SUN AT WORK (1.), ROCK SHANDY (2.), GLOBAL STORM (3. und RABI (4.) auf 7,5 Längen weg. Das Ergebnis war formgemäß, doch der Abstand zu den Erstplatzierten, entsprach nicht dem Leistungsvermögen. Inwieweit der weiche, z.T. schwere Boden FOOLPROOF noch behindert hat, ist schwierig zu beantworten. Er mag den Boden lieber "gut", aber auch bei solchem Boden wäre er heute bei diesem Rennverlauf nicht vorn dabei gewesen. Stattdessen gab es für den vorletzten Platz vor BELANGO, der völlig aus dem Rennen fiel, eine Prämie von 600 Euro.
Der Boden wird auch beim Gruppe-Start von FORGINO am Dienstag in Hamburg eine Rolle spielen. Noch sind 6 mm Niederschlag für den Nachmittag angesagt. Wir hoffen, dass dieser "Kelch" an uns - oder besser: an FORGINO - vorbeigeht ...


21. Juni 2016 - FOOTLOOSE steigert sich weiter

Bei ihrem dritten Start am Dienstagabend (21. Juni) in Krefeld über 1400 m zeigte sich FOOTLOOSE weiter verbessert und belegte unter Adrie de Vries im Ziel einen guten dritten Platz zu DONNA DORIA und SUGAR FREE. Die Formenspiegel der acht Teilnehmerinnen variierten von "gut" (DONNA DORIA 2j. bereits listenplatziert) bis "mittelmäßig", dazu gesellte sich mit der Brümmerhoferin SUGAR FREE eine am Toto stark beachtete Debutantin. Eine gute Messlatte für FOOTLOOSE!
Der Drang nach vorn, den FOOTLOOSE auch zuletzt in Bremen zeigte, wurde von Adrie de Vries diesmal nicht unterbunden. Die MAMOOL-Tochter setzte sich schnell an die Spitze des Feldes, gefolgt von BLUES OF ENGLAND und DONNA DORIA. Eingangs der Zielgeraden drängte das gesamte Feld wegen des weichen Bodens nach außen, wo FOOTLOOSE an der Spitze gut durchhielt. Als jedoch die Favoritin DONNA DORIA eingesetzt wurde, war die Frage nach der Siegerin schnell geklärt. Aus dem Hintertreffen wurde auch SUGAR FREE ihren Vorschlusslorbeeren gerecht und zog an FOOTLOOSE vorbei. Leicht 2 - 2 - 2,5 Längen lautete der Richterspruch, FOOTLOOSE hielt als Dritte den Rest des Feldes sicher auf Distanz und verdiente 900 Euro.
Die Frontrenner-Taktik scheint FOOTLOOSE zu liegen, auch der weiche Boden hinderte sie nicht an einer guten Leistung. Vielleicht wäre sie sogar bei gutem Boden noch besser gelaufen; die nächsten Rennen werden es zeigen.


05. Juni 2016 - FORLITO heißt das ITS GINO-Hengstfohlen

Die Silbereiche-Mitglieder haben lange überlegt, letztendlich hatte der Namensvorschlag FORLITO dann die absolute Mehrheit der Stimmen hinter sich. So wird der Fuchshengst a.d. FORLISTA also FORLITO heißen. Nach dem erfolgreichen FORGINO, bei dem ITS GINO als Vater die letzten vier Buchstaben seines Namens beisteuerte, wurden beim diesjährigen Fohlen seine ersten beiden und der letzte Buchstabe den ersten vier Buchstaben des Mutternamens angefügt. Der reine Phantasiename wurde bereits eingetragen.


29. Mai 2016 - FORGINOs Gruppe-Rennen-Debut: Aufregend, unglücklich, hoffnungsvoll

FORGINOs Rennen bieten seinen Fans das gewisse Etwas, auf das man eigentlich auch gern verzichten würde. Nachdem er seinen Listen-Sieg Anfang Oktober letzten Jahres trotz Zügelriss erzielte, war auch sein erster Auftritt in einem Gruppe-Rennen, der "Silbernen Peitsche", am Sonntag (29. Mai) in Baden-Baden nichts für schwache Nerven.
Bereits beim Aufgalopp entledigte er sich seines Reiters Adrie de Vries, steuerte dann aber zielstrebig die Startstelle an, wo er eingefangen wurde. Statt mit dem Pferd kam sein Jockey nun mit dem Auto zur Startstelle. Dort lief alles problemlos, allerdings klappte FORGINO am Start ca. 2 Längen nach. Über die 1200 m gab es von Anfang an ein Höllentempo. FORGINO blieb bis eingangs der Zielgeraden an letzter Stelle. Adrie de Vries beorderte FORGINO dann von fast ganz innen bis nach außen an die Rails, wo er Anlehnung fand. In diesem Moment hatte man das Gefühl, dass der "Zug" ganz vorne doch längst abgefahren ist. Das betraf aber nur eine Dreier-Gruppe: den Favoriten SHINING EMERALD (1.), den Iffezheim-Spezialisten DARING MATCH (2.) und den "Boden-Gut"-Spezialisten DONNERSCHLAG (3.). Das übrige Feld sammelte FORGINO nach und nach ein, im Ziel landete er mit 1 3/4 Längen Rückstand auf dem 4. Platz und verdiente 3.000 Euro.
Sollen wir uns nun freuen oder war mehr drin? Ich denke, wir sollten uns freuen, denn das Rennen zeigte, dass FORGINO bei optimalen Bedingungen - ohne Absetzen des Reiters beim Aufgalopp, ohne Startverlust, mit einer besseren Kursführung so wie vielleicht in Hamburg - auf dieser höchsten Ebene ein Sieg-Kandidat ist. In der Zielgeraden war er das schnellste Pferd. Gegen SHINING EMERALD, dem derzeit besten deutschen Flieger, würde zur Zeit dann wohl der Boden entscheiden. Bei festem Boden hat FORGINO auch gegen den Wöhler-Crack eine Chance.




28. Mai 2016 - FOOLPROOF galoppiert alle aus den Schuhen

Der Anfang für die nächsten 100 Siege für die Silbereiche-Zucht ist gemacht. Bei seinem Auftritt am Samstag (28. Mai) in Baden-Baden markierte FOOLPROOF den 101. Sieg. Und chancenlos ging der MAMOOL-Sohn gewiss nicht an den Start: Im GAG (66 kg) hatte er inzwischen etwas Nachlass bekommen; die Stallform von Trainer Toni Potters in Baden-Baden war bis dahin ausgezeichnet (2 Siege bei 4 Startern) und die Großwetterlage mit vielen Gewittern und Regenfällen hatte bis zum Start einen großen Bogen um die Iffezheimer Bahn gemacht. Der Boden war gut. Ja, und die Bahn in Iffezheim mag FOOLPROOF sowieso.
Das Rennen ist schnell erzählt: Da keiner führen wollte, nahm Jockey Francisco Franco da Silva mit FOOLPROOF die Spitze und nur der Bolte-Schützling ROCK SHANDY blieb in seiner Nähe. Bereits vor der Zielgeraden machten die beiden nochmals einen Satz vor das Feld und steuerten mit fast 5 Längen Vorsprung in die lange Gerade an. Weder FOOLPROOF noch ROCK SHANDY wurden kürzer, das restliche Feld war geschlagen. Da ROCK SHANDY FOOLPROOF in keinster Weise gefährden konnte, kam dieser zu einem leichten 2 Längen-Sieg. Wiederum 2 Längen dahinter wurde der das restliche Feld anführende NEAR EXCELLENT Dritter.
Der Galoppclub Niedersachsen darf sich nun über 6.400 Euro Siegprämie freuen. Für die Silbereiche-Zucht ist es nach PHARLOC 2005 erst der zweite Sieg in Baden-Baden. Und der erste ohne die Hilfe der Rennleitung, denn PHARLOC war damals Sieger nach Disqualifikation.
FOOLPROOF selbst - jetzt 7 Jahre alt - wandelt in den Spuren seines Halbbruders FOR PRO: mit zunehmendem Alter wird er eher noch besser. Diese leistungsbereiten Dauer(b)renner möchten wir nie und nimmer gegen "Eintagsfliegen" mit einem 10 kg höheren GAG eintauschen. Wir sind stolz auf FOOLPROOF!


17. Mai 2016 - FOOTLOOSE läuft stark verbessert in starker Gesellschaft

Es waren zwar nur vier Gegner, auf die FOOTLOOSE am Dienstag nach Pfingsten (17. Mai) im Sieglosen-Rennen über 1400 m in Bremen traf, aber die hatten es "in sich": Mit BRAVEHEAR BEAR trat der Vierte des letztjährigen "Winterfavoriten" an, ADELAIDE ROSE war zweijährig bereits in Listenrennen platziert, DANISH KING Ende März Zweiter in Krefeld und die Brümmerhoferin ALABA als Tochter der 90,5 kg-Stute ARTICA besonders edel gezogen. Aber Trainer Toni Potters war auch vor diesen Gegnern nicht bange. Rennbahnmoderator Helmut Kappes erwähnte dann im Führring noch das tolle Erscheinungsbild der MAMOOL-Tochter. Am Toto war BRAVEHEART BEAR erklärter Favorit, dahinter schien alles offen, denn auch FOOTLOOSE (69:10) hatte ihre Anhänger.
Die Stute präsentierte sich sowohl im Führring als auch in der Startmaschine sehr ruhig.
Gleich nach dem Start musste sich aber Steuermann Daniele Porcu mit der Gehfreudigkeit der Mutterlinie auseinandersetzen, von der auch FOOTLOOSE eine Menge abbekommen hat: Die Stute galoppierte im ersten Bogen sehr heftig und beruhigte sich erst in der Gegenseite. Die Zielgerade steuerte FOOTLOOSE im kompakten Feld als Dritte an. Bis 300 m vor dem Ziel schien sogar ein Sieg möglich, dann zogen ADELAIDE ROSE (1.) und BRAVEHEART BEAR (2.) langsam davon und setzten sich auf 5 1/2 Längen von FOOTLOOSE und ALABA ab. Kurz vor dem Ziel sicherte sich ALABA mit einer halben Länge noch das dritte Geld vor FOOTLOOSE. Drei Längen dahinter endete DANISH KING. FOOTLOOSE verdiente 600 Euro.
Es gibt zu dieser Jahreszeit einige Sieglosenrennen, in denen die heutigen Leistung von FOOTLOOSE bereits für den Sieg gereicht hätte. Und auch die sechs Längen Abstand zur Siegerin ADELAIDE ROSE schmälern diese Auffassung nicht: Geht man davon aus, das die Sprengel-Stute bei ihren schlechteren Leistungen nur am schweren Boden gescheitert ist und auf gutem Boden wirklich ihre GAG-Marke von 77 kg kann, dann war der Auftritt von FOOTLOOSE nach der alten Regel 1 Länge = 1 Kilo heute schon 71 kg wert. Wir dürfen uns auf die nächsten Starts von FOOTLOOSE freuen.


09. Mai 2016 - FOOLPROOFs Jahresdebut macht Appetit auf Baden-Baden

Mit einer Quote von 184:10 ging FOOLPROOF bei seinem Jahresdebut am 8. Mai in Köln an den Start. Es handelte sich um einen Agl. II (-14) über 1600 m, im Sattel saß mit Francisco Franco Da Silva einer unserer besten Leichtgewichtjockeys auf hiesigen Bahnen.
Vom Start legte sich Da Silva mit FOOLPROOF hinter den Piloten NADELWALD. In der Zielgeraden blieb FOOLPROOF immer gut dabei, auch wenn NADELWALD (2.) jeden seiner Angriffe konterte. In der Distanz "rauschte" die stark gesteigerte ANTALYA (1.) am gesamten Feld vorbei, auch der Bolte-Schützling ROCK SHANDY (3.) erwies sich als ein bisschen stärker. Und auf der Ziellinie wurde FOOLPROOF auch noch das letzte Platzgeld von LA FACELLA (4.) genommen. Es verblieb nur der unprämierte Platz 5. Trotzdem war das ein gutes Saisondebut von FOOLPROOF, denn der Abstand zur Siegerin betrug nur 1,5 Längen. Da der Ausgleicher dem MAMOOL-Sohn für diese Leistung auch noch 1 kg Nachlass im Handicap gab, darf sich der Galoppclub Niedersachsen für den nächsten Start am 28. Mai in Baden-Baden eine gute Chance ausrechnen.


05. Mai 2016 - Forgino: Ein Aufgalopp wie im letzten Jahr?

Bereits im letzten Jahr benötigte FORGINO das Jahresdebut als Aufgalopp, um in Schwung zu kommen. Damals belegte belegte er im Sprint-Cup über 1300 m in Krefeld Platz 10 von 14. In diesem Jahr wurde genau dieses Listenrennen über 1200 m am Himmelfahrtstag (5. Mai) in Dortmund ausgetragen. Toni Potters hatte eigens Bertrand Flandrin, der im letzten Jahr beim Kölner Listen-Sieg im Sattel saß, für diesen einen Start verpflichtet. FORGINO zeigte sich vor dem Start recht aufgedreht, ging aber letztendlich doch problemlos in seine Box Nr. 7. Im Gegensatz zu einigen letztjährigen Starts ging der ITS GINO-Sohn diesmal im Mittelfeld nicht gegen die Hand des Reiters. In der Zielgeraden war FORGINO dann bis 200 m in kämpfenden Pulk gut dabei, dann gab er nach und war für die Platzierung chancenlos, weshalb Jockey Flandrin als einziger Reiter sofort die Hände runtersetzte. Dadurch kam das auf dem Papier "grottenschlechte" Ergebnis "Letzter mit 10 Längen Abstand zum Vorletzten" zustande. Es gewann der Favorit SHINING EMERALD gegen MCQUEEN und FLY FIRST.
Toni Potters wird wissen, wie weit FORGINO im Training war. Wenn er nun als nächstes Rennen zum ersten Mal ein Gruppe-Rennen, die Silberne Peitsche am 29. Mai in Baden-Baden, ansteuert, dann darf man das heutige Rennen getrost als Konditionsstart abhaken.


01. Mai 2016 - Footloose: Auf dieses Debut kann man aufbauen

Auch wenn zum Schluss nur sieben Pferde an den Start kamen - das Lebensdebut am 1. Mai auf der Neuen Bult musste FOOTLOOSE in einem stark besetztem Rennen bestreiten: Drei Teilnehmer hatten nicht nur Kondition, sondern auch schon Klasse bewiesen, z.B. GUIZOT als Dritter im Preis des Winterfavoriten. ZANINI hat noch eine Derby-Nennung, scheint aber auf der Meile besser aufgehoben. Und auch SAXONE hatte 2-jährig mit Platzierungen in Hoppegarten und Bremen schon Rennvermögen angedeutet. Das Ergebnis: Diese drei belegten in dieser Reihenfolge auch die ersten drei Plätze und legten über 6 Längen zwischen sich und die vier Debutanten. Von denen hielt sich der hochgehandelte AMAREION aus dem Löwe-Stall am besten. Zwei Längen dahinter hielt FOOTLOOSE die beiden anderen Kandidaten in Schach.
FOOTLOOSE lief mit Filip Minarik unauffällig mit, hielt immer die innere Spur und wurde nicht übermäßig gefordert. Immerhin wurde sie, die fast das ganze Rennen Platz 5 belegte, auch in der Zielgeraden nicht langsamer. Ein Start zum Lernen. Filip Minarik kann sich auch die 1400 m als optimale Strecke für FOOTLOOSE vorstellen. Und Trainer Toni Potters war zufrieden. Wir freuen uns auf den nächsten "Tanz" von FOOTLOOSE ...