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24.09.2020
FREAKY LOVE sucht eine neuen Besitzer.


5.5.2020
FREYAs neues Zuhause ist ab sofort das Gestüt Hof Castanea in Colnrade südwestlich von Bremen


15.6.19
FREAKY LOVE - das diesjährige Fohlen v. Neatico a.d. Freya ist nun gut zwei Monate alt.


15.6.19
FELLOW v. Pomellato a.d. Forlista - auch er zeigt gern seine Kraft und Schnelligkeit.


15.6.19
FREAK v. Neatico - Freya - einer vom "Halbstarken-Quartett" der Jährlingshengste in Evershorst


14.4.19
Das NEATICO-Stutfohlen a.d. FREYA übt Bocksprünge.


14.4.19
FREYA mit ihrem NEATICO-Stutfohlen


31.10.18
FREYTAG an seinem letzten Tag im Gestüt Evershorst


15.4.18
Unser braunes Hengstfohlen von NEATICO a.d. FREYA ist das jüngste Fohlen im Gestüt Evershorst - und wird es auch bleiben.


3.4.18
Im Alter von 11 Stunden unternahm das Hengstfohlen von NEATICO mit seiner Mutter FREYA seinen ersten Ausflug im Evershorster Paddock.


18.2.18
Das 41 Stunden alte POMELLATO-Fohlen a.d. FORLISTA erfreut sich des schönen Wetters.


5.7.17
FORGO (mit Toni Potters) auf der heimischen Sandbahn


14.4.17
FORGINO startet mit einem Sieg gegen KOLONEL in das Rennjahr 2017 (Foto: www.franknolting.de).


8.4.17
... und FREYTAG ist 2 1/2 Wochen nach seiner Geburt ständig am Toben.


8.4.17
FREYTAG heißt unser Santiago-Hengstfohlen aus der FREYA


24.3.17
Unser Hengstfohlen von SANTIAGO a.d. FREYA - 3 Tage nach seiner Geburt


9.10.16
FOOTLOOSE beschließt die Rennsaison 2016 für die Silbereiche-Zöglinge mit einem überlegenen Sieg (Foto: Röbbeling).


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: FORSANTI strotzt vor Kraft


9.9.16
Fototermin im Gestüt Evershorst: Unser Fohlen FORLITO entwickelt sich gut.


28.5.16
FOOLPROOF galoppiert seine Gegner in Baden-Baden von vorn aus den Schuhen (Foto: www.galoppfoto.de)

29. November 2020 - FOOTLOOSE macht Spaß

Von den aktiven Pferden der Silbereiche-Zucht ist sie aktuell die Älteste - und Beste. Auch in Dortmund bei ihrem Saisondebut auf Sand im Ausgleich IV über 1950 m "lieferte sie wieder ab". Mit Sibylle Vogt im Sattel trat sie sogar als zweite Favoritin an. Gegen 12 Gegner im Viererwette-Rennen übernahm sie nach dem Start wie gewohnt die Spitze, GLORY DAB legte sich sofort dahinter und fühlte sich in dieser Rolle pudelwohl. In der Zielgeraden ging GLORY DAB sofort an FOOTLOOSE vorbei und die Frage nach dem Sieger war geklärt. FOOTLOOSE kämpfe munter weiter, aber jetzt kamen die Speedpferde. Dabei erwiesen sich KREUZ AS und NOBLE FIGHTER noch als stärker, auf Platz 4 verdiente sich FOOTLOOSE noch 400 Euro und zahlte den Wettern ein kleines Platzgeld.
Trainer Sven Schleppi war vor dem Rennen sehr optimistisch und hatte sich vielleicht noch mehr ausgerechnet. Aber FOOTLOOSE kann Sand, ist aber kein ausgesprochener Spezialist für diesen Untergrund. Da hilft es auch nicht, dass sie auf Gras 6,5 Kilo höher steht. Trotzdem ist in diesem Winter in einem kleineren und vielleicht auch leistungsschwächeren Feld ein Sieg nicht unmöglich.


23. November 2020 - FORLITO: Dortmund ist nicht Honzrath

Der zweite Platz in Honzrath veranlasste die Sport-Welt sogar dazu, FORLITO bei seinem Debut auf der Dortmunder Sandbahn zum Favoriten zu machen. Mit Cecilia Müller nutzte Trainer Toni Potters sogar noch zwei Kilo Erlaubnis, die Wetter gaben ihm mit 80:10 eine Mitfavoritenrolle. Jedoch war FORLITO der einzige der 13 Teilnehmer, der noch keine Erfahrung mit der Dortmunder Sandbahn hatte. Und auch das Bildnis vom Floh auf dem Elefanten (das Leichtgewicht Cecilia Müller ritt eines der größten Rennpferde Deutschlands) dämpfte die Euphorie.
Aus Box 13 kam FORLITO gut ins Rennen und rückte gegenüber in guter Haltung auf. Im Schlussbogen rückte er dann noch weiter auf, doch vielleicht hatte er sein Pulver zu früh verschossen. In der Zielgeraden gingen dann die drei Pferde, die kürzer als er am Toto standen, leicht an ihm vorbei - und drei weitere. Zum Schluss blieb für FORLITO nur Platz 7 von 13 Startern, nicht sonderlich weit geschlagen, aber auch ohne richtige Chance auf einen Geldgewinn.
FORLITO macht immer noch keinen reifen Eindruck. Vielleicht muss er auch noch mehr gefordert werden, vielleicht liegen ihm 1800 m nicht besser. Vielleicht, vielleicht vielleicht ...
Jedenfalls gewann heute COMPULSIVE vor AVORIO und NEAR DAM. Vermutlich werden wir FORLITO in Dortmund bald wieder sehen.


15. November 2020 - FREYTAG ab jetzt mit 55 kg GAG in Angriffsposition

Auch in Krefeld am 15. November in einem Sieglosen-Rennen über 1300 m ließ es FREYTAG, gesteuert durch die gute Erlaubnis-Reiterin Cäcilia Müller, wieder sehr gemächlich angehen. FREYTAG, der in Frankreich bei seinem ersten Start mit einem gewaltigen Antritt das Feld noch in die Zielgerade geführt hatte, wurde diesmal wie zuletzt wieder im Hintertreffen gehalten. Schon vor Erreichen der Zielgeraden war klar, dass FREYTAG nicht mehr nach vorn aufschließen würde, denn die Favoriten hielten sich alle im Vorderfeld auf und hatten noch etwas im Tank. FREYTAG machte dann noch ein bisschen Boden gut und galoppierte mit viel Platz nach vorn und ging als 7-ter von 14 Startern durch das Ziel. Und schließlich mochte er den schweren Boden auch nicht so gern.
Zur Belohnung gab es 55,0 GAG im Ausgleich, der Sieger SCORE steht nun bei 63,5 kg, das sind 8,5 kg Unterschied, also fast drei Siege. In Baden-Baden bei seinem zweiten Start war FREYTAG bei gutem Boden nur 3 Längen hinter SCORE, da sollte er in einem zukünftigen Rennen bei gutem Boden gegen SCORE gute Chancen haben.
D.h., egal, ob FREYTAG jetzt noch auf Sand läuft oder nicht, ein gesunder FREYTAG sollte 2021 Freude bereiten.


14. Oktober 2020 - FREYTAG in Mülheim: Ein bisschen mehr hätte es sein können ...

Großen Jubel zum Start von FREYTAG am 14. Oktober in Mülheim gab es nicht nach dem Rennen, sondern bereits morgens vor dem Rennen: Sowohl der zweite als auch der dritte Favorit des Rennens, PAROL und ROMEXA, wurden zum Nichtstarter erklärt. Von den zehn Startern verblieben acht, PALIMERO mit 81 kg schien auch nach seiner Kastration unschlagbar, dahinter gab es mit FREYTAG, NAGOL, RED POSTMAN und MILJÖ vier Pferde, die schon mal den Zielrichter "belästigt" hatten - und deshalb stiegen die Hoffnungen auf ein fettes Platzgeld. Die Wetter erklärten FREYTAG sogar mit 61:10 zum zweiten Favoriten, doch der SANTIAGO-Sohn traf erstmals auf weichen Boden, den seine FREYA so gar nicht mochte.
Michael Cadeddu war FREYTAGs Gefährte über die 1400 m-Distanz. Und der hatte offensichtlich die Order, nicht an der Spitze zu gehen, sondern bezog eine Position an drittletzter Stelle im Schlussbogen. PALIMERO und NOGAL machten derweil das Tempo und blieben auch in der Zielgeraden unbehelligt vorn; wobei der Favorit mit kurzem Kopf gewann. Auch MILJÖ hatte sich weitaus eher als FREYTAG herangehalten und konnte sich vor FREYTAG leicht den dritten Platz sichern. Und FREYTAG? Der brauchte anfangs der Zielgeraden erst einmal eine Weile, um auf freie Bahn zu kommen. Dann zog er zwar schön an, aber vorn war längs der Zug abgefahren.
Irgendwie hatte man das Gefühl, dass in diesem Rennen mehr für FREYTAG drin war. Ob er gegen die beiden führenden Erstplatzierten angekommen wäre, bleibt dahingestellt, den dritten Platz hat er aber mit einer zu defensiven Taktik und einem schlechten Rennverlauf verschenkt.
Erkenntnisse aus diesem Rennen könnten sein, dass er seinen Strich geht, aber wenig Speed hat. Das konnte man schon in Baden-Baden schlussfolgern. Der weiche Boden ist darüber hinaus bestimmt nicht sein Lieblingsboden, so folgt er seiner Mutter FREYA, die ihre guten Leistungen nur auf "gutem" oder "festen" Boden zeigte.
Unterm Strich bleibt das erste Platzgeld für FREYTAG in Höhe von 300 Euro und das Gefühl: Es war heute etwas mehr drin.


02. Oktober 2020 - FORLITO - Auf Sand bald siegreif?

Eine positive Überraschung lieferte FORLITO heute mit seinem 2. Platz auf der Sandbahn in Honzrath in einem Ausgleich IV über 1800 m, der extra für ehemalige Reiter, die 2020 noch keine Lizenz beantragt hatten, ausgeschrieben wurde. FORLITO hatte mit Paul Johnson einen ehemaligen Hindernisjockeychampion im Sattel und war damit reiterlich gewiss gut "ausgestattet".
Im Feld der 9 Starter ging FORLITO zumeist im Mitteltreffen. Auf ebener Strecke und vor allem bergab machte er immer Boden gut, während er mit dem kleinen "Berg" vor Beginn der kurzen Zielgeraden nicht so gut zurechtkam. Die spannende Phase des Rennens begann in der 2. Runde gegenüber, als er bergab enorm aufdrehte und sowohl an der lange führenden HAFIDA und an GIANT GRIZZLY vorbeiging und die Spitze eroberte. Doch dann ging es zum zweiten Mal bergauf und FORLITO musste GIANT GRIZZLY wieder vorbeilassen, auch andere Gegner waren praktisch auf gleicher Höhe. In der ganz kurzen Zielgeraden legte FORLITO dann wieder zu, doch den einteilten GIANT GRIZZLY konnte er nicht mehr erreichen. Dass im Ziel nur ein Kopf die beiden trennte, lag auch daran, dass Walter Maurer, der Reiter von GIANT GRIZZLY mit sehr dosierten Bemühungen sein Pferd über die Linie brachte. Immmerhin distanzierte das Paar den Dritten OPERA SNOW mit 7 1/2 Längen.
Alles in allem war das ein hoffnungsvoller Start von FORLITO, denn der Wallach scheint Sand zu können, auch wenn die Sandbahn in Dortmund wieder ganz anders ist als in Honzrath. Aber es gibt ja auch noch Mons in Belgien. Und "Berge" wie in Honzrath gibt es weder in Dortmund noch in Mons. Vielleicht avanciert ja FORLITO doch noch zum "Großverdiener" in den unteren Handicap-Regionen ...


27. September 2020 - FOOTLOOSE "macht ihren Job" auch in Mannheim

Wenn uns einer zu Beginn des Jahres erzählt hätte, FOOTLOOSE ist bis Ende September das gewinnreichste Pferd 2020 aus der Silbereiche-Zucht, dann hätten wir es nicht geglaubt. Oder daraus gefolgert, dass 2020 eine ziemlich "miese" Saison werden würde. Immerhin ist FOOTLOOSE der Lichtblick in einem wirklich enttäuschenden Jahr.
Auch am 27. September in Mannheim lief sie wieder ein gutes Rennen. Durch zwei Nichtstarter kamen im Ausgleich III über 1900 m nur 5 Pferde an den Start - und es gab 5 Platzgelder. FOOTLOOSE (mit Miguel Lopez) war trotz des letzten Sieges nur 4. Favoritin (57:10) hinter der Wöhler-Stute LADY OF NEW YORK, dem letztmaligen Runner-Up EARL und dem Bahn-Sieger TEX HOLLOW. EARL stand durch seinen Baden-Baden-Sieg gewichtsmäßig noch geringfügig schlechter gegen FOOTLOOSE im Rennen. Großer Außenseiter in diesem Rennen war der Stallgefährte von FOOTLOOSE, SAN DIEGO (132:10). Der Boden war weich - auch das sprach nicht gegen FOOTLOOSE.
Und es kam alles mal wieder anders, als die Wetter glaubten. FOOTLOOSE ging wie immer an der Spitze. Schon vor dem Schlussbogen bekam die Favoritin LADY OF NEW YORK Probleme, was sich hinter durch Nasenbluten erklärte. Auch TEX HOLLOW war an diesem Tage kein Gegner. Dass aber ausgerechnet der Stallgefährte SAN DIEGO in der Zielgeraden locker an FOOTLOOSE vorbeizog, wird zum Überraschungscoup des Stalles Schleppi. Für den 2. Platz musste diesmal FOOTLOOSE knapp ihren Widersacher EARL vorbeilassen.
Trotzdem: FOOTLOOSE lief ein schönes Rennen, verdiente mit dem 3. Platz 675 Euro und ist derzeit die "Leuchte" der Silbereiche-Zucht in einer ansonsten trüben Saison.


24. September 2020 - FREAKY LOVE - so etwas wie ein Geheim-Tipp

Die Zeit vergeht auch in einem Corona-Jahr nicht langsamer als sonst - und schon steht der nächste Jährlng aus der Silbereiche-Zucht zum Verkauf. In diesem Jahr ist es die rechte Schwester zu FREAK mit dem Namen FREAKY LOVE, also eine Stute von NEATICO a.d. FREYA.
Und da FREAKS 2-jährigen-Kampagne bisher sehr unglücklich verlaufen ist, hat FREAKY LOVE auf den ersten Blick keine besonderen Empfehlungen. Doch auch ihr Halbbruder FREYTAG v. SANTIAGO im Quartier von Toni Potters wird dort hoch eingeschätzt und gewohnt vorsichtig aufgebaut. In Baden-Baden blitzte schon sein Können auf.
Deutlich frühreifer ist FREAK und das wird wohl auch seine Schwester sein. Dr. Andreas Bolte, FREAKs Trainer, war bei dessen 2-jährigen-Debut über den vorletzten Platz vor ein paar Wochen sehr enttäuscht, aber schon am nächsten Tag lieferte eine Erkältung mit erhöhter Temperatur eine Erklärung für das schlechte Laufen, worüber auch die Sport-Welt berichtete. Ein paar Tage später ereilte FREAK auch noch eine Kolik - und schon waren die Träume für 2020 geplatzt. Inzwischen ist FREAK wieder wohlauf im Training.
Außer den Trainern Toni Potters und Dr. Andreas Bolte weiß somit niemand, was vielleicht die AREION-Tochter FREYA als Mutterstute noch zu leisten vermag.
Das ist auch eine Chance, denn der Marktlage entsprechend wird FREYA sehr günstig angeboten. Und da FREYA lt. Herbstuntersuchung 2021 ein Hengstfohlen von BEST SOLUTION in Aussicht stellt, schließen die Züchter auch eine Verpachtung von FREAKY LOVE nicht aus. Interessenten nehmen unter info@silbereiche.de Kontakt mit dem Züchter auf.


20. September 2020 - FORLITO mit neuer Taktik

Nach dem letzten im Endeffekt sehr enttäuschenden Laufen in Hannover ging Trainer Toni Potters mit der Distanz wieder herunter und wählte für FORLITO einen Ausgleich IV (+8) über 2000 m am 19. September in Hoppegarten aus. Es saß wiederum Maxim Pecheur im Sattel.
Auch taktisch wählte man eine neue Variante: FORLITO sollte an der Spitze gehen und das gelang ihm auch. Es stellten sich ihm 7 Gegner, von denen drei favoritisiert waren - und genau diese drei (MARANERO, VENDETTA und DOLASILLA) hefteten sich auch an seine Fersen. In der Zielgeraden gingen die drei Favoriten an FORLITO recht leicht vorbei und gingen in der o.a. Reihenfolge durchs Ziel. FORLITO hielt im Ziel formgemäße 6 Längen Abstand, konnte aber seinerseits den Rest des Feldes auf 9 und mehr Längen distanzieren.
Bis auf die drei Erstplatzierten war es ein schwach besetztes Rennen, vor allem auch quantitativ, denn in dieser Klasse laufen zumeist mehr als 8 Pferde. Die kürzere Distanz schien FORLITO eher zu liegen, ob es notwendig ist, an der Spitze zu gehen, das mag dahingestellt sein. In der aktuellen Form wird FORLITO in diesem Jahr vielleicht noch einige Platzgelder sammeln, aber es wird ihm schwer fallen, ein Rennen zu gewinnen. Ob er auf noch kürzeren Distanzen zu besseren Leistungen fähig ist (z.B. über 1800 m), das wäre zumindest einen Versuch wert zu klären. Vielleicht hilft ihm auch etwas weicherer Boden als in Hoppegarten weiter.


05. September 2020 - FREYTAG in Baden-Baden: Besser als die Wetter glaubten, aber knapp am letzten Geld vorbei

Bei der diesjährigen Großen Woche in Baden-Baden kommt vermutlich nur ein Pferd aus der Silbereiche-Zucht an den Start und das war FREYTAG gleich im 1. Rennen des Eröffnungsrenntages (5.9.20) in einem 3j.-Sieglosen-Rennen über 1400 m. Wie beim Lebensdebut in Compiegne saß wieder Clement Lecoeuvre im Sattel. Von den 10 Gegnern waren sechs am Toto beachtet und standen unter 100:10, dann folgte mit größerem Abstand FREYTAG (161:10), während der Rest am Toto als völlig chancenlos eingestuft wurde.
FREYTAG ging problemlos in die Box und verhielt sich dort auch sehr ruhig. Im Gegensatz zum Debut, wo er die Pilotenrolle übernahm, sollte FREYTAG in diesem Rennen offensichtlich auf Warten geritten werden - und das gelang dem Jockey problemlos. In den Bögen sparte FREYTAG innenliegend viel Boden. In der Zielgeraden rückte der SANTIAGO-Sohn dann sogar in Schlagdistanz zu den vorderen Plätzen auf; 100 Meter vor dem Ziel mochte man noch an ein Platzgeld glauben. Dann fehlte FREYTAG die letzte Durchschlagskraft und AUENZENZI schnappte ihm kurz vor der Linie das letzte Platzgeld weg. Es gewann leicht mit 2 Längen CESSNA, dahinter endeten DOMENICO, SCORE und REVENTA dichtauf, während sich zu AUENZENZI, FREYTAG und AL MUTHANNA wieder eine kleine Lücke auftat. Der Rest war 14 Längen und mehr zurück. Insgesamt lag FREYTAG gut 4 Längen hinter dem Zweiten DOMENICO.
Die heutige Leistung deutet daraufhin, dass FREYTAG kein Überflieger, aber ein durchaus nützliches Rennpferd werden kann. Das Nachlassen auf den letzten Metern könnte darauf hindeuten, dass ihm wie seiner Mutter FREYA die 1200 m noch besser liegen als die 1400 m. Auf einer Bahn mit einer kürzeren Zielgeraden als in Baden-Baden mag aber auch die heutige Distanz passen. Vielleicht war es aber auch einfach die fehlende Routine, schließlich war es heute erst FREYTAGs zweiter Start. Und nicht unwichtig erscheint, dass sich FREYTAG im Rennen problemlos dirigieren lässt, während seine Mutter eine reine Frontrennerin war.


28. August 2020 - FOOTLOOSE in Saarbrücken - ein Affe fällt aus dem Nest

Der heutige Sieg von FOOTLOOSE in Saarbrücken (28.8.20) fällt eigentlich in die Kategorie "Wunder gibt es immer wieder". Man kann ja nicht unbedingt erwarten, dass ein Pferd, dass immer noch nahe dran an der bisherigen Maximal-GAG-Marke steht, bei seinem ersten Start in Saarbrücken derart sicher die Gegner auf Distanz hält. Trainer Sven Schleppi schien das zu wissen, und sein Umfeld auch, denn am Toto avancierte Footloose zum dritten Favoriten - und die Experten wunderten sich.
FOOTLOOSE (mit Marco Casamento, der die Stute schon 4-jährig zum Sieg in Hannover geritten hatte) eroberte gleich nach dem Start die Spitze und der Favorit EARL legte sich gleich dahinter. Und beide ließen keinen der übrigen 5 Teilnahmer mehr in ihre Nähe und überquerten in dieser Reihenfolge die Ziellinie. Dritter wurde POLARSTERN.
Da entpuppt sich doch FOOTLOOSE recht unerwartet zu einem Spezialisten für die südwestdeutschen Bahnen, denn wer in Saarbrücken auf Anbieb gut zurecht kommt, wird auch in Mannheim nicht schlecht laufen. Zudem war das offiziell gute Geläuf nicht ganz so fest - auch das kam FOOTLOOSE entgegen.
FOOTLOOSE war der letzte Sieger der Silbereiche-Zucht in der Jörgensen-Ära - jetzt hat sie auch den ersten Sieg in "der Zeit danach" erzielt. Es war Sieg Nr. 114 für die Silbereiche-Zucht. Vielleicht hat sie auch die "Seuche" beendet, die sich so langsam in die Silbereiche-Zucht eingeschlichen hat. Zu nennen ist da vor allem FREAK, der bei seinem 2-jährigen Debut unter dem Einfluss eines Infekts stand - und eigentlich viel höher eingeschätzt war.
Wenn jetzt ein geduldiger Trainer wie Sven Schleppi auch noch ein Pferd wie FORGO (inzwischen auf Koppel) für den Rennstall "reanimieren" würde, dann wären die Züchter happy. Denn Geduld ist immer noch eine wichtigen Voraussetzungen für den Erfolg im Rennsport.


23. August 2020 - FORLITO geht nur einen Strich

Größere Hoffnungen ruhten am Sonntag (23.8.20) in Hannover auf FORLITO, denn der Boden war optimal, das Rennen wurde geteilt und mit Maxim Pecheur hatte er einen Top-Jockey im Sattel.
Aber ist FORLITO auch wirklch über die Derby-Distanz von 2400 m wirklich gut aufgehoben? Seine Mutter FORLISTA lief am liebsten über 1600 bis 1800 m, sein Vater IT's GINO war zwar Dritter im Prix de l'Arc de Triomphe, hat aber wenig Stehvermögen vererbt.
Das Rennen ist schnell erzählt, denn FORLITO ordnete sich an vierter Stelle im Rennen ein, konnte dann aber in der Zielgeraden aus optimaler Lage nicht mehr beschleunigen. Zum Schluss blieb für FORLITO PLatz 8 von 10 Startern.
Nach dem Rennen äußerte auch Trainer Toni Potters Zweifel am Stehvermögen seines Schützlings. Vielleicht sieht man ihn in Zukunft über 1800 oder 2000 m am Start, dann wird sich entscheiden, ob er nun gar nichts kann oder heute nur auf der falschen Distanz gelaufen ist.


16. August 2020 - FREAK noch nicht ganz reif für die Geldränge

Das Lebensdebut eines 2-jährigen ist immer etwas Besonderes. So wie heute (16.8.20) bei FREAK, der mit Michael Cadeddu über 1600 m in Düsseldorf debutierte.
Ihm stellten sich beim Startzeichen 6 weitere Debutanten als Gegner. FREAK stand beim Start 116:10. Damit war er vierter Favorit knapp vor KYGO (117:10). Hoher Favorit war der Grewe-Schützling VARON (19:10) vor NEAR LADY (42:10) und EASTSTORM (52:10).
Nach dem Start sah man, dass EASTSTORM die Spitze nehmen wollte. FREAK, der wie sein Halbruder FREYTAG mit einem guten Antritt ausgestattet ist, überließ die Pilotenrolle dem groß gewachsenen Klug-Schützling und legte sich dahinter an die zweite Stelle, knapp dahinter der Favorit VARON, auf dem Andrasch Starke im Schlussbogen weitaus mehr tat als Micky Cadeddu auf FREAK. Trotzdem war VARON anfangs der Zielgeraden stärker als FREAK, der hinter EASTSTORM bis 200 m vor dem Ziel gut mithielt. Auf den letzten Metern ließ er dann stark nach. Im Ziel war dann nur noch die Außenseiterin MANAIA hinter FREAK, der auf den letzten Metern mehr guckte als fightete. Platz 6 von 7 Startern war das Ergebnis, während vorn EASTSTORM vor MILKA und VARON gewann.

Trainer Andreas Bolte hatte insgeheim schon mit einem Geldrang geliebäugelt, doch dafür lief FREAK noch zu unreif. Trotzdem konnte man mit seinem Debut ganz zufrieden sein.


09. August 2020 - FOOTLOOSE mit seltsamen Rennen in Mannheim

Nach einer Pause stand für FOOTLOOSE am 7. August ein Start im Ausgleich III über 1900 m in Mannheim auf dem Programm. Im Vorfeld hatte sich wohl Trainer Sven Schleppi dahingehend geäußert, dass er mal ausprobieren wollte, wie FOOTLOOSE mit der speziellen Linienführung in Mannheim zurechtkommt. Ein richtiger Test wurde es nicht.
Nach dem Start wollte FOOTLOOSEs Reiterin Sibylle Vogt ihr Pferd vehement zurücknehmen. Das sah dann schon fast nach Rodeo aus, der Rennbahnkommentator glaubte sogar, dass Sibylle Vogt von einem Fehlstart ausging. In einen halbwegs ruhigen Galopp verfiel FOOTLOOSE erst, als der Vorletzte des Feldes 10 Längen Vorsprung hatte.
Dementsprechend "zuckelte" sie das ganze Rennen hinter dem Feld her und war auch im Ziel Letzte. Es gewann INCURRUPTIBLE vor EARL. Erkenntnisse hat dieses Rennen wohl kaum geliefert.


02. August 2020 - Der Regen passte FORLITO nicht

Beim zweiten Handicap-Start von FORLITO hoffte man auf eine weitere Steigerung. Trainer Potters hatte einen Ausgleich IV (+10) über 2200 m am 1. August 2020 in Köln ausgesucht. Solche Rennen können sich über Zuspruch nicht beklagen. Das Rennen wurde ein Viererwette-Rennen und FORLITO traf mit Clement Lecoeuvre auf 12 Gegner.
Am Morgen war das Geläuf noch gut, aber zu Beginn der Veranstaltung regnete es "Bindfäden". Toni Potters äußerte sich im Rennbahnfernsehen bereits vor dem Start, dass FORLITO zwar gut drauf war, aber der inzwischen lose Boden wäre sicherlich nicht nach dem Geschmack eines derart großrahmigen Pferdes.
Und so kam es auch. FORLITO bestritt das Rennen im hinteren Mitteltreffen. Aus dieser Position konnte er sich in der Zielgeraden nicht sonderlich steigern und landete auf Platz 7 von 13 Startern.
Es gewann der Außenseiter ELECTED vor OPERA SNOW und den Favoriten SENSIBLE FRIEND.
Am Toto war FORLITO zusammen mit DUTCH MASTER (Vorletzter) zweiter Favorit (65:10). Da die Wetter im Allgemeinen nicht völlig danebenliegen, sollten wir darauf hoffen, dass FORLITO mal auf gutem oder festem Boden läuft. Was beim aktuellen Wettergeschehen ein Glücksspiel ist ...


19. Juli 2020 - "Klammheimlich" debutiert FREYTAG in Compiegne

Unverzeihlich - aber so etwas passiert mal: Auch dem Chronisten war entgangen, dass Toni Potters nach dem Verzicht auf einen Start beim Derby-Meeting in Hamburg für das Lebensdebut von FREYTAG 6 Tage später am 16. Juli ein Sieglosenrennen über 1400 m im französischen Compiegne vorgesehen hatte. Im Sattel saß der am Grewe-Stall beschäftigte Clement Lecoeuvre, den Toni Potters immer öfter auf seine Pferde setzt. Der Boden war ähnlich weich wie am ersten Tag des Derby-Meetings.
Vom Ergebnis her - FREYTAG war im Ziel Letzter der 13 Starter - kann man aus dem Rennen noch keine Hoffnungen ableiten. Doch der Rennverlauf war interessant: Mit einem fulminanten Antritt, wie ihn seine Mutter FREYA hatte, übernahm FREYTAG als Risenaußenseiter (770:10) nach dem Start die Spitze und musste diese genau nach 1000 Metern an die ersten Speedpferde abgeben. Clement Lecoeuvre versuchte dann noch über weitere 200 Meter, FREYTAG für ein kleineres Platzgeld zu motivieren, doch als er sah, dass dies nicht gelang, stellte er seine Bemühungen völlig ein. Nur deshalb wurde FREYTAG Letzter, sonst wäre er irgendwo rund um Platz 10 gelandet, was natürlich auch keinen Mehrwert gehabt hätte.
Der zweite deutsche Vertreter, LEEROY GOLD, landete im Ziel nur zwei Plätze vor FREYTAG und lief in diesem Jahr in Deutschland schon drittplatziert. Außerdem wurde er für gut genug befunden, im Mehl-Hülhens-Rennen (Gruppe II) zu laufen, endete dort aber als Letzter.
Es muss also in Compiegne schon ein gutbesetztes Sieglosen-Rennen gewesen sein. Wenn man dann noch annimmt, dass FREYTAG den weicheren Boden ähnlich wie die Mutter nicht mag, kann man seinem Debut durchaus positive Seiten abgewinnen.
In Deutschland bietet sich als nächster Start am 31. Juli ein Sieglosen-Rennen über 1550 m in Magdeburg an,; die geforderte Distanz wird Freytag vielleicht schon zu weit sein, die Bahn sollte ihm mit seinem tollen Antritt liegen. Vielleicht bleibt Toni Potters aber auch mit FREYTAG zuerst in Frankreich. Einer solchen Strategie sollten dann besonders interessante Überlegungen des Trainers zu Grunde liegen. Den nächsten Start wird der Chronist jedenfalls nicht übersehen.


10. Juli 2020 - FORLITO deutet in Hamburg an, dass er mehr kann

Nach drei Starts in Sieglosen-Rennen und einer damit "erworbenen" Handicap-Marke von 48,0 kg startete FORLITO am 10. Juli beim reduzierten Derby-Meeting erstmals im Handicap. Toni Potters wählte einen Ausgleich IV (+9) über die Steherdistanz von 2200 m, wie beim letzten Start saß wieder Clement Lecoeuvre im Sattel.
Im Vorfeld war schon klar, dass es schwierig werden würde, aus diesem Rennen Schlüsse zu ziehen. Denn FORLITO lief erstmals über eine solche lange Strecke und dazu erstmals auf weichem Boden, denn vor allem am Donnerstag hatte es in Hamburg "Bindfäden" geregnet. Und wie die Mathematik lehrt, ist eine Rechnung mit zwei Unbekannten (Boden, Distanz) kaum zu lösen.
Beim Pferderennen kann man so etwas aber ausprobieren. FORLITO, der aus beantragter Außenbox das Rennen gegen 10 Gegner aufnahm, wurde von seinem Jockey nach dem Start mit Nachdruck in eine vordere Position manövriert. Dadurch wirkte der Ritt weitaus ambitionierter als bei den letzten drei Starts. In weiten Teilen des Rennens lag FORLITO, der mit 102:10 durchaus etwas Anhang am Toto gefunden hatte, an zweiter Stelle hinter dem Mitfavoriten CONVINCER. In der Zielgeraden erwies sich CONVINCER als stärker, musste aber LIKE ME (1.) und dem Speedpferd SHANNEN (2.) noch den Vortritt lassen. An FORLITO ging auch noch SECOND SIGHT (4.) vorbei, aber mit dem 5. Platz im Niemandsland dieses Rennens verdiente sich FORLITO seine ersten 300 Euro. Er spulte einfach sein Tempo herunter und wurde zuletzt weder schneller noch langsamer. Im Ziel lag er mehr als 8 Längen hinter dem Sieger und 5 Längen hinter dem Viertplatzierten.
Es war auf jeden Fall ein hoffnungsvoller Ansatz. Aber stimmt die Strecke? Und wie läuft er auf Steherdistanz auf gutem Boden? Die nächsten Rennen werden es zeigen.


21. Juni 2020 - FREYA auch nach dem 30 Tage-Ultraschall tragend

Bereits am Donnerstag, also vor drei Tagen, kam die "frohe Botschaft" aus dem Gestüt Hof Castanea, dass FREYA auch im 30 Tage-Ultraschall als tragend von BEST SOLUTION (letzter Decktag 18. April) diagnostiziert wurde.
Freuen wir uns also auf ein hoffentlich gesundes, vielversprechendes und in diesem Fall auch einmal "marktgerechtes" Fohlen in 2021, denn nach unbestätigten Meldungen soll BEST SOLUTION 2020 in Deutschland der am meisten frequentierte Deckhengst gewesen sein.


21. Juni 2020 - FORLITO wird erst wieder im Handicap interessant

Unter diesem Vorschau-Text beleuchtete die Sport-Welt die Chancen von FORLITO am 20. Juni im Dortmund, wo der It's GINO-Wallach in einem 10 Pferde-Rennen über 1750 m für 4-j. und ältere sieglose Pferde antrat. Viel mehr ist eigentlich nicht zu sagen.
Diesmal saß Clement Lecoeuvre im Sattel. Aus wiederum beantragter äußerer Startbox (die FORLITO ohne Probleme bezog) ordnete der Jockey FORLITO im Hinterfeld ein, eine Position, die er auch eingangs der Zielgeraden noch besetzte. Im Finish konnte sich FORLITO nach vorn kaum verbessern und platzierte sich 20 Längen hinter dem Sieger als Achter in diesem Feld.
Jetzt wird er am Montag sein Handicap bekommen. Wie schnell er dann mit dieser Marke zurechtkommt, werden die nächsten Rennen zeigen. Im Dortmunder Rennen konnte man das nicht erkennen.


07. Juni 2020 - FORLITO auch beim zweiten Start wieder im Mittelfeld

Auch der zweite Lebensstart von FORLITO am 7.6.20 - wieder auf der Neuen Bult - lief ähnlich ab wie sein Debut am Himmelfahrtstag. Auch Lukas Delozier saß wieder im Sattel, nur ging es diesmal nur über 1600 m, also über eine um 400 m kürzere Distanz. FORLITO trat gegen 15 Gegner an, dabei stand ein Gegner nach Form weit heraus: der spätere Sieger ARTISTICO (13:10).
Für FORLITO hatte Toni Potters wieder eine äüßere Startbox beantragt. FORLITO ging schnell in die Box, war dort aber etwas unruhig. Der Start gelang leidlich und wie beim Debut ging FORLITO auch dieses Rennen im hinteren Drittel an. Im Schlussbogen rückte der Wallach geringfügig auf. In der Zielgeraden blieb er dann innen und galoppierte seinen Strich weiter, ohne wesentlich Boden gut zu machen. Im Endergebnis blieb FORLITO gut 15 Längen hinter dem Sieger ARTISTICO (Zweiter war ARCORDIA vor C'EST UN REVE und CONNOR).
Auf zwei interessante Fragen konnte dieses Rennen keine Antworten geben; Was ist, wenn FORLITO von Anfang an das Tempo der Spitzengruppe mitgeht? Und liegen ihm die 2000 m vom Debut besser als die heutige Meile?



06. Juni 2020 - FREYA ist in ihrer neuen Heimat angekommen

Da das Gestüt Evershorst die Pensionsstuten Betreuung einstellt, haben wir für unsere Mutterstute FREYA ein neues Zuhause gesucht: am Freitag (5.6.2020) ist sie wohlbehalten im Gestüt Hof Castanea in Colnrade angekommen. Vorher gab es noch gute Nachrichten aus dem Gestüt Auenquelle: die letzten Bedeckungen durch BEST SOLUTION am 18. und 20. Mai waren (wohl) von Erfolg gekrönt - per 14 Tage Ultraschall ist FREYA tragend.


24. Mai 2020 - Auch FOOTLOOSE in Baden-Baden chancenlos

Um einem quantitativ gut besetzten Viererwette-Rennen auszuweichen, wechselte FOOTLOOSE noch zur Starterangabe in ein alternativen Ausgleich III am 24. Mai; statt über 2000 m mit Skala -4 ging es hier über 1800 m mit Skala -8.
Doch auch hier setzte sich die miserable Stallform der älteren Silbereiche-Zöglinge fort: FOOTLOOSE führte lange, nahm zu Beginn der Zielgeraden die innere Spur - und als Sibylle Vogt sah, dass außen von ihr alle Gegner vorbeizogen, nahm sie zeitig die Hände runter. Das war mit Sicherheit richtig.
Ihre im letzten Jahr erfolgreiche Fähigkeit, ihr Tempo auch über eine längere Distanz durchzuziehen, kann sie aber über 1800 m schlechter ausspielen als über 2000 m oder eine noch längere Distanz. Trotz der immer noch hohen Einschätzung im Handicap könnte auf diesen Distanzen der erste Schlüssel für zukünftige Erfolge liegen.


23. Mai 2020 - FORGO läuft in Baden-Baden ausdruckslos

Die Regelfälle vor und während des ersten Tages (23. Mai) beim Mini-Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden hatten sicherlich nicht die Chancen von FORGO verbessert, als dieser mit Filip Minarik einen Ausgleich III über 1600 m bestritt. Trotzdem gehörte der SANTIAGO-Sohn im 8er-Feld mit 65:10 zum erweiterten Favoriten-Kreis. Was FORGO letztendlich ablieferte, war dann aber deutlich weniger, als man trotz des Regen-Handicaps erwarten konnte. Der Jockey setzte diesmal auf die Warte-Taktik und hielt FORGO ganz am Schluss des kleinen Feldes. Der Weg nach ganz vorn vor nie sonderlich weit, doch auch in der Zielgeraden konnte sich FORGO zu keinem Zeitpunkt von hinten lösen. Mit 11,5 Längen hinter dem Sieger CLOUD belegte FORGO den vorletzten Platz, nur SMOKE ON THE WATER fiel dahinter aus dem Rennen. Platz 2 belegte LESSING vor ITMAN.
Da FORGO 2019 mit praktisch jeder Taktik zurechtkam, ist auch in der Taktik der Grund für die schlechte Leistung nicht zu finden. FORGO ist nicht in der Form des letzten Jahres! Wenigstens weist der Rennbericht diesmal kein Nasenbluten wie beim letzten Sandbahnstart auf. Nüchtern betrachtet besteht jedoch nach der grandiosen Form des Vorjahres bei den drei älteren Handicappern FOOTLOOSE, FORGO und FORSANTI zur Zeit wenig Hoffnung auf Geldgewinne. Während sich FOOTLOOSE zum Schluss der letzten Saison im Handicap noch hochgelaufen hatte, konnten FORGO und FORSANTI nach ihren Siegen ihre neue Handicap-Marke 2019 schon bestätigen. FORSANTI hat den Rennstall leider schon verlassen, bei FORGO kann man nur hoffen, dass er "den Kopf frei bekommt" und in der zweiten Saisonhälfte die Form des Vorjahres wiederfindet. FOOTLOOSE hat am Sonntag in Iffezheim eine weitere Chance zu überraschen.


21. Mai 2020 - FORLITO auf den Spuren von FORGO?

FORLITO startete bei seinem Debut am Himmelfahrtstag auf der Neuen Bult in klarer Außenseiterrolle (557:10). Im Sattel saß Lukas Delozier, der sich sein Reitgeld redlich verdiente. Es ging in diesem Sieglosen-Rennen über 2000 m. Am Ende landete FORLITO auf Platz 9 von 14 Startern, doch es lohnt sich, diesen Start genauer zu betrachten.
FORLITO ist mindestens genauso groß wie FORGO, und vermutlich deshalb hatte Trainer Toni Potters für ihn die äußere Startbox beantragt. Das Einrücken in die Startboxen lief dann auch nicht reibungslos ab, aber letztendlich ging FORLITO mit etwas Startverlust mit dem Feld auf die Reise. Für die Zukunft ist das Startproblem wohl noch nicht ganz gelöst, ein Startverweis ist durchaus möglich. Aber im Training kann man ja auch das üben, üben, üben ...
Lukas Delozier ging nach dem etwas verpatzten Start gleich nach innen und ordnete FORLITO am Ende des Feldes ein, wo er sofort Anschluss hatte und die “rote Laterne” an YES OR NO abgab. im Schlußbogen verbesserte sich FORLITO um einige Positionen, den auf der Neuen Bult so oft zu beobachtenden Kampf um die besten Positionen an den Außenrails ging FORLITO jedoch als einer der Letzten an. Der Jockey mühte sich redlich, um FORLITO zu motivieren und fand auch durchaus ein Echo. FORLITO verbesserte sich, aber dann war ganz an der Außenseite der Weg versperrt, Delozier musste FORLITO fast völlig aufnehmen. Auf etwas freier Bahn zog FORLITO dann nochmals an. Das Endergebnis ist bereits erwähnt.
FORLITO war also nicht im Kampf um die Platzgelder dabei, aber trotzdem bot dieser Start ein paar Hoffnungen für die Zukunft. Wenn dieses “Schlachtschiff” erst einmal weiß, worum es geht, dann könnte sich FORLITO noch erheblich verbessern. Jetzt gilt es erst einmal, sich eine niedrige Handicap-Marke zu besorgen ... – so läuft das Geschäft.
Mit den weiteren Distanzen könnte Trainer Toni Potters vorerst richtig liegen, denn FORLITO muss erst einmal auf die Beine kommen. Über Bodenvorlieben lässt sich nach diesem Start nichts sagen.


16. Mai 2020 - FOOTLOOSE steht einfach zu hoch im Handicap

FOOTLOOSE bestritt nach der Corona-Zwangspause eienen Ausgleich III (-6) über 2000 m am 15. Mai in München. Der Boden war durchaus klebrig (offiziell: weich). Nach dem Start vor den Tribünen wollte Sibylle Vogt mit FOOTLOOSE nicht unbedingt die Spitze übernehmen. Vor dem Eifer der Stute musste sie aber noch vor der ersten Kurve kapitulieren. Mit FOOTLOOSE als Piloten, aber ohne großen Abstand auf den "Ko-Piloten" ging es dann um die ganze Bahn bis in die Zielgerade. Dann machte der hohe Favorit SOHO Druck. FOOTLOOSE hielt diesem über 100 m stand, dann musste sie die Pferde, die im Rennen waren, vorbeiziehen lassen. Im Ziel war sie Siebte von 9 Startern, mit großem Abstand zum Sechsten und ähnlich großem Abstand zu zwei Pferden auf den Plätzen hinter ihr, die heute chancenlos waren. Es gewann SOHO vor GALLARDO und BOTTLEOFSMOKE.
Gemessen an ihre Bestleitung 3- und 4-jährig steht FOOTLOOSE immer noch sehr hoch im Handicap. An der Reiterin hat es bestimmt nicht gelegen, denn Sibylle Vogt reitet aktuell in Top-Form. Auch wenn für FOOTLOOSE eine Nennung am 24. Mai in Baden-Baden abgegeben wurde - vielleicht müssen wir bis in den Herbst warten, bevor sie im Ausgleich wieder mitmischen kann.


11. Mai 2020 - FORSANTI: Das Gegenteil von Veni – Vidi - Vici

Caesar sprach einmal diese großen Worte: Ich kam, ich sah, ich siegte! Zum Start von FORLISTA (mit “Enki” Ganbat im Sattel) gestern in Hoppegarten passt das Gegenteil: Sie kam nicht, man sah sie nicht und gesiegt hat sie schon lange nicht. Nein, noch viel schlimmer: ein paar Monate nach ihrem rechten Bruder FORGO bekam auch FORLISTA Nasenbluten – ein Problem, das in dieser Mutterlinie bisher noch nie aufgetreten ist. Umso mehr besteht die Hoffnung, dass es nichts Schwerwiegendes ist ...

Der Rennverlauf der dritten Favoritin auf der 1200 m-Distanz ist bisher nur flapsig geschildert, aber viel mehr gibt es zum Start auf der Geraden Bahn in Hoppegarten auch nicht zu sagen – diese scheint FORSANTI einfach nicht zu liegen. Dass sie auf dieser Bahn nicht an der Spitze geht, ist nachvollziehbar, aber zum Schluss zog sie eben auch nicht an. Natürlich sucht auch der “Bodenkundler” wieder nach Entschuldigungen ... Klar, für FORSANTI war auch der Boden zu fest. Aber die Gegner waren eben auch nicht übermäßig stark ... Was bleibt, ist die Hoffnung, dass FORSANTI bald wieder in Bestform ist und dass das Nasenbluten eine einmalige Erscheinung ist. Es wird ja schließlich immer leichter.


05. April 2020 - Immer wieder spannend: die Decksaison

Während nicht nur in Deutschland der Rennbetrieb ruht, werden in den Gestüten die Fundamente für die klassischen Sieger 2024 gelegt. Stall Silbereiches inzwischen einzige Mutterstute FREYA besucht nach einem Jahr Pause in diesem Frühjahr BEST SOLUTION im Gestüt Auenquelle. Der besondere Reiz dieser Anpaarung besteht darin, dass die schnelle FREYA, die sich auf Distanzen zwischen 1200 und 1400 m wohlfühlte, einen Steher zum Partner bekommt, dessen Vater KODIAC, inzwischen ein mehrfacher europäischer Champion Sire, selbst ein Flieger war.
Am 3. April wurde FREYA erstmals von BEST SOLUTION gedeckt ... und das sah schon ganz gut aus ...
Bei FREYA selbst wird inzwischen die Hoffnung auf eine erfolgreiche Mutterstutenkarriere langsam größer, denn ihren noch ungeprüften Erstling, den 3-jährigen FREYTAG v. Santiago, bezeichnet Toni Potters in seinem Quartier als Hoffnungsträger; und ihr zweiter Nachkomme FREAK v. Neatico könnte nach aktuellem Stand einer der ersten Starter im Quartier von Dr. Andreas Bolte sein.


08. März 2020 - Wieder nur Platz 5, aber FORGO enttäuscht nicht

Es ist sicher nicht das Ziel einer Saison, mit fünften Platzen glücklich zu werden. Trotzdem ist ist der heutige 5. Platz von FORGO in einem Ausgleich III (-8) über 1700 m mit Vincent Schiergen zum Abschluss der Sandbahnsaison in Dortmund eine Leistung, mit der man nicht unzufrieden sein kann.
Schon Toni Potters hatte für FORGO immer die Außenbox beantragt, auch Hella Sauer bleibt dabei, doch aus dieser Außenbox gleich ins Vorderfeld zu gelangen, ist auf der Dortmunder Sandbahn so gut wie unmöglich. FORGO ordnete sich nach dem Start an drittletzter Position ein.
Gegenüber und im Schlussbogen rückte er dann langsam auf und man begann, von einem Sieg zu träumen, als er eingangs der Zielgeraden bereits an 2. Stelle hinter dem die ganze Zeit führenden BEETLE STAR zu sehen war.
Zuerst musste man sich vom Sieggedanken verabschieden, BEETLE STAR war einfach stärker. 200 m vor dem Ziel lag FORGO noch an 2. Stelle, doch dann kamen die Speedpferde: NUMERION, ESPRIT DU CORPS und der Favorit DOLOKHOV gingen an FORGO vorbei, doch die anderen 8 Starter wurden um 6 1/2 Längen und mehr distanziert.
Es war in diesem gut besetzten Feld einfach keine schlechte Leistung und es gab sogar noch 300 € Platzgeld. Und irgendwie dachte man: Mit der Kondition im Bauch und einer geringeren Handicap-Marke auf Gras muss sich FORGO doch schnell ein Rennen auf der Grasbahn schnappen können ...



16. Februar 2020 - FORGO ist beim Jahresdebut auf Sand noch nicht so weit

Der hoffnungsvolle junge französische Jockey Clément Lecoeuvre saß im Sattel, die letzte Sandbahn-Form mit einem 10 Längen-Sieg in allerdings ganz anderer Gesellschaft stand in der Sport-Welt - so genoss FORGO bei seinem Jahresdebut auf der Dortmunder Sandbahn im Ausgleich III (-8) über 1800 m viele Sympathien bei den Wettern und wurde hinter DOLOKHOV als zweiter Favorit (35:10) gehandelt. Diese Vorschlusslorbeeren konnte er jedoch im Rennen nicht einlösen.
Aus (beantragter) äußerer Startbox lag FORGO zumeist an 5. oder 6. Stelle im Feld der 8 Starter. Das sollte sich auch bis zum Schluss nicht ändern. Zuerst beeindruckte BEETLE STAR (3.) mit einem fulminanten Antritt, dann konnten es DOLOKHOV (2.) und vor allem TOWN CHARTER (1.) von ganz hinten mit viel Speed noch besser. Vor allem TOWN CHARTER beeindruckte mit extremem Höchstgewicht. Dem hatte FORGO (noch) nichts entgegenzusetzen, auch HIGHLY FAVOURED (4.) war nach der Winterpause schon etwas weiter. So kämpfte FORGO für den 5. Platz CASSILERO nieder und verdiente immerhin noch 300 Euro. Der Abstand zum Sieger betrug im Ziel 11 Längen.
Die attraktiven Ziele gibt es für FORGO erst auf der Grasbahn. So nebenbei einen Sieg auf der Sandbahn mitnehmen, wäre schön. Aber im Ausgleich III (-8) laufen schon gute Spezialisten, viel bessere Rennen gibt es auf Sand in diesem Winter gar nicht.


02. Februar 2020 - FOOTLOOSE zum Jahresauftakt im Geld

Auf ein quantitativ eher kleines, aber dennoch gut besetztes Feld traf FOOTLOOSE bei ihrem Jahresdebut am 2. Februar im Agl. IV (+2,5) über 2500 m auf der Dortmunder Sandbahn. Für die gesperrte Sibylle Vogt saß Andre Best in Sattel. Am Toto stand FOOTLOOSE zeitweise sehr lang, zum Start wurde sie mit 13,2:1 als chancenreicher Außenseiter eingestuft.
Mit ihrem gewaltigen Antritt setzte sich FOOTLOOSE gleich nach dem Start an die Spitze und zog mit ihrem Tempo bald das Feld in die Länge. Zeitweilig hatte sie sechs Längen Vorsprung. Mit diesem Tempo hatten einige Gegner ihre Schwierigkeiten, darunter auch die chancenreichen LADY MAXI, INIESTA und SHY MOON. THUNDER LIGHT und der Außenseiter ENSIGN EWARD passten jedoch auf und rückten im Schlußbogen an FOOTLOOSE heran. Man sah schnell, dass sie in der Zielgeraden an FOOTLOOSE vorbeiziehen würden. Noch besser konnte es aber von weiter hinten NEXTWAVE. Er bezwang THUNDER LIGHT mit einer 3/4-Länge, ENSIGN EWARD blieb 2 1/2 Längen dahinter in Reichweite, während FOOTLOOSE auf Platz 4 mit viel Luft hinter dem Dritten und vor dem Fünften durch das Ziel galoppierte.
Mit 500 Euro Platzgeld trug sie sich 2020 als Erste in die Gewinnsummen-Liste der Silbereiche-Zöglinge ein.
Bei einem solchen Ritt von der Spitze hängt immer viel vom richtigen Timing ab, darüber hinaus war es heute sehr nass in Dortmund. Angesichts der formstarken Gegner kann man wenig am Ritt von Andre Best aussetzen. Und vor allem kann man es nicht beweisen, ob etwas weniger oder etwas mehr Tempo noch einen entscheidenden Vorteil gebracht hätte. Es wird (hoffentlich) in diesem Winter noch Rennen in Dortmund geben, in denen weniger als drei Pferde dem Tempo von FOOTLOOSE folgen können ...


29. Dezember 2019 - FORSANTI zum Jahresausklang: Nicht schönreden, nicht schlechtreden ..

Der letzte Start 2019 für die Silbereiche-Zucht war mal wieder so ein Rennen, das man je nach Blickwinkel unterschiedlich bewerten konnte. FORSANTI startete mit "Enki" Ganbat in einem mit 9 Pferden besetzten Ausgleich III (-2) über 1200 m. Die Dortmunder Sandbahn war diesmal nicht so fest wie in den letzten Wochen, das sollte FORSANTI entgegenkommen. Die Wetter hatten sehr viel Mumm auf FORSANTI, zeitweilig blinkte sie als Favoritin am Toto; zum Start war sie dann dritte Favoritin (56:10) hinter SEA ESS SEAS und SEQUEL.
Ein gewolltes Handicap war sicherlich die beantragte Startbox ganz außen, damit FORSANTI nicht so lange auf dem Startplatz verweilen muss. Für jeden Jockey ist das dann schon eine Herausforderung, über den kurzen Weg der Stute das passende Rennen zu servieren. Denn FORSANTI hat nicht den Blitzstart, um von außen gleich in die Spitzengruppe zu laufen. Auch diesmal fand sich FORSANTI im ersten Bogen unter den letzten drei Pferden wieder und rückte auch gegenüber nicht weiter auf. Ihr Jockey setzte bei schnellem Tempo voll auf ihren Speed. Ausgangs des Schlussbogens versuchte FORSANTI dann aufzurücken, was ihr aber kaum gelang. Also konnte nur noch ihr Speed in der Zielgeraden helfen, aber auch dieser war nicht durchschlagend. Die vorderen Pferde liefen nicht weg, aber FORSANTI kam auch nicht nennenswert an sie ran. Das gesamte Feld blieb dicht zusammen.
Im Ziel belegte FORSANTI Platz 8 von 9 - das ist sicherlich weit unter den Erwartungen. Allerdings waren es nur gut 4,5 Längen bis zum Sieger SEQUEL. Das rückt ihre Leistung wieder in ein etwas besseres Licht. Zweiter war TIKTHEBOX vor MAGIC QUERCUS.
Welche Bedingungen müssten sich für FORSANTI auf der Sandbahn noch verbessern, dass sie nach vorn läuft? Die erstmals angelegten Ohrenstöpsel brachten auch nicht den Durchbruch, 1400 m-Rennen gibt es in Dortmund nicht. Fehlt ihr auf Sand noch Routine oder benötigt sie noch tieferen Sand? Vielleicht hat der Trainer eine Idee ...


26. Dezember 2019 - Der Weihnachtsmann hat nichts dabei für FOOTLOOSE

Fünf Platzgelder gab es am 2. Weihnachtsfeiertag in Mülheim zu gewinnen, als FOOTLOOSE in einem Ausgleich III (-8) über 2100 m mit Sibylle Vogt an den Start ging. Und nach Form schien FOOTLOOSE durchaus eine Chance zu haben, eines dieser Gelder zu ergattern. Aber daraus wurde nichts.
Gehen wir einmal davon aus, dass die Stute keinen besonders schlechten Tag erwischt hatte, dann gab es wohl vorrangig zwei Gründe für den 8. Platz, der letztendlich heraussprang: 1. Das Tempo, dass NEOTTIA zuerst an der Spitze vorlegte, war nicht nach dem Geschmack von FOOTLOOSE. Es war ein Höllentempo, das vermutlich auch dem haushohen Favoriten TINTORETTO am Ende den Sieg vermasselt hat, da er an NEOTTIA dran blieb, während FOOTLOOSE aus der äußeren Startbox startend sich vor der ersten Kurve mit dem dritten Platz zufriedengab und überraschend nicht gegen die Hand desr Reiterin ging, was sie bei normalem Tempo eigentlich immer macht, wenn sie nicht die Spitze erobert. Die Geschichte des Rennens von FOOTLOOSE ist dann auch schnell zu Ende erzählt, denn bereits vor dem Schlussbogen sendete die Stute Notsignale und ließ weitere Kontrahenten vorbei - und war somit nicht mehr im Rennen. Vorne formierte sich die Hälfte des Feldes zum sehr spannenden Endkampf. Es gewann SCALERO vor TINTORETTO und SURREY WARRIOR. Hinter dem Fünften ESSLINGER klaffte dann eine große Lücke von 16 Längen zum Rest des Feldes, das nach und nach ins Ziel trudelte. Darunter vor auch der zweite Favorit AMON, der angeblich auch den schweren Boden kann. Und damit sind wir bei Grund Nr. 2: FOOTLOOSE läuft auf weichem Boden besser als auf festem Geläuf, aber der heutige schwere Boden in Mülheim war noch einmal eine ganz andere Nummer ... auch optisch. Das war wohl doch für FOOTLOOSE's Geschmack eine ganze Ecke zu schwer.
Und nicht zu vergessen: FOOTLOOSE lief erstmals auf Gras mit dem Siegaufgewicht, das sie sich Ende September in Köln verdient hatte.
Ob FOOTLOOSE es aktuell auf Gras oder auf Sand mit 11 Pfund weniger Gewicht leichter hat, ist eine schwierige Frage. Vorerst setzt Trainer Sven Schleppi auf die Mülheimer Grasbahn, wo FOOTLOOSE in einem ähnlichen Rennen am 12. Januar eine Nennung erhalten hat.


01. Dezember 2019 - Sven Schleppi hält FOOTLOOSE gut in Schwung

Der letzte Start von FOOTLOOSE ist bereits mehr als zwei Monate her und war der "Abschiedssieg" für ihren Trainer Toni Potters am 27.9.19 auf der Kölner Grasbahn. Gleich nach diesem Rennen wechselte die Stute zusammen mit ihrem Stallgefährten AVARENGO in das Quartier von Sven Schleppi nach Bexbach. Heute, am 1. Advent, lief FOOTLOOSE auf der Dortmunder Sandbahn zum ersten Mal für ihren neuen Betreuer und erwischte mit einem Ausgleich IV (+4) über 2500 m ein sehr formstark besetztes Rennen, in dem diverse Pferde wegen der Starterbegrenzung auf 14 Pferde ausgeschieden werden mussten. Mit 106:10 trug FOOTLOOSE durchaus etwas Vertrauen und das sollte sie nicht enttäuschen.
Sibylle Vogt versuchte mit FOOTLOOSE aus Box 13, frühzeitig die Spitze zu übernehmen und das gelang ihr auch bereits zu Beginn des ersten Bogens. Von da an legte sie ein strammes Tempo vor, das das Feld nach und nach auseinanderzog. Bis eingangs der Zielgeraden konnten nur vier Pferde folgen, die nun alle FOOTLOOSE unter Druck setzten. Der Favorit AZONTO (1.) erwies sich als Starkster und hielt auch IGNEO (2.) leicht iin Schach, 11 Längen dahinter kämpften SHY MOON (3.), FOOTLOOSE (4.) und WAIKIKI (5.) um die letzten Platzgelder und kamen in dieser Reihenfolge ins Ziel. 550 Euro war der Lohn für den 4. Platz von FOOTLOOSE. Hinter WAIKIKI gab es ein "Loch" von 21 Längen zum Rest des Feldes.
FOOTLOOSE gab ein gutes Debut für das Schleppi-Quartier und sollte in leichteren Rennen im Winter weiterhin Geld verdienen können. Als nächste Startoption könnte die Stute jedoch am 2. Weihnachtsfeiertag noch einmal auf der Grasbahn in Mülheim laufen.


09. November 2019 - FORSANTI meistert ihr Außenbox-Handicap gut

10 Tage nach ihrem 5. Platz in Halle trat FORSANTI erneut an: In Magdeburg gab es einen Ausgleich IV (-2) über 1200 m, in dem FORSANTI dank 1 kg Nachlass aus Halle und 2 kg Erlaubnis ihrer Reiterin Lilli-Marie Engels günstig im Rennen stand. Das 12 Pferde-Rennen war nicht so stark besetzt wie jenes in Halle, einige Pferde trugen Mehrgwicht oder waren nicht ausgehandicapt, doch ein gerade in Magdeburg über 1200 m schwerwiegendes Handicap musste FORSANTI bewältigen: Sie startete fast ganz außen aus Box 11.
FORSANTI ist im Kreis der 1200 m-Spezialisten auch nicht gerade die Spritzigste. Aus der Box heraus fand sie sich deshalb im hinteren Mittelfeld wieder. Lilli-Marie Engels musste zwar mit der Santiago-Tochter einige Meter mehr gehen, aber sie tat dies in aller Ruhe und steuerte die Zielgerade etwa an fünfter Stelle an. Dort setzten sich die Siegerin LARA und FRIDAY SILENCE (2.) mit schnellem Antritt vom Feld ab, während FORSANTI mit ihrem eher langgezogenen Speed noch BECTIVE (4.) und AGAMA (5.) den dritten Platz wegschnappte. Platz 3 brachte dem Stall Lilofee 600 Euro. Mit dem eher weichen als guten Geläuf in Magdeburg kam FORSANTI gut zurecht. Unterm Strich war das eine gute Leistung von FORSANTI.
Nun gibt es noch mehrere Optionen auf der Sandbahn, auf der FORSANTI auch schon einen Ansatz gezeigt hat, oder am 2. Weihnachtsfeiertag ein 1300 m-Rennen in Mülheim, einer Bahn, die ihr mehr zusagen sollte als Magdeburg.


31. Oktober 2019 - Auch FORSANTI holt sich ein kleines Geld

Mit vielen Vorschlusslorbeeren bestritt FORSANTI ihren ersten Start unter der Regie von Stefan Richter und in den Farben des Braunschweiger Stalles Lilofee. Es handelte sich um einen Ausgleich III (+-0) über 1350 m in Halle, im Sattel saß Bauyrzhan Murzabayev. Hinter der 3-jährigen SO BEAUTIFUL (49:10) ging FORSANTI (55:10) als zweite Favoritin an den Start.
In dem gut besetzten 11er-Feld hielt sich FORSANTI vom Start weg im Mitteltreffen auf. In der Zielgeraden ließ FORSANTI nicht nach, einige Gegner offenbarten aber mehr Speed, vor allem der Sieger MISTER BEAN zeigte mit 3 1/2 Längen Vorsprung deutlich, wer Herr im Hause ist. Dahinter platzierten sich 1/2 - 3/4 - 1 Länge zurück der Stallgefährte SIR THEODORE, ZAUBERLADY, MACAN und auf dem 5. Platz FORSANTI, die sich damit das letzte Platzgeld in Höhe von 250 Euro schnappte.
Das Geläuf (gut bis weich) präsentierte sich bei der Wiedereröffnung der Rennbahn in bestem Zustand, vielleicht braucht es FORSANTI zur Bestleistung noch etwas weicher. In 10 Tagen ist sie bereits wieder in einem 1200 m-Ausgleich IV in Magdeburg engagiert. Ob es heute ihre Idealdistanz war oder ob es lieber etwas kürzer oder länger sein sollte, war heute nicht zu erkennen, tendenziell könnten ihr Bahnen mit langen Linien besser liegen.


19. Oktober 2019 - Ein "Reisekostenzuschuss" für FORGO in Baden-Baden

Keine besonderen Erkenntnisse lieferte der Start von FORGO beim ersten Tag des Herbst-Meetings (19.10.2919).
Es war vieles anders und neu für FORGO in diesem Ausgleich III(-8) über 2000 m. Im Ziel belegte er Platz 6, womit er noch das letzte Platzgeld von 200 Euro ergatterte. Das war keine schlechte Leistung, aber eben auch keine besonders gute.
Neu für FORGO ist Hella Sauer als Trainer. Sie lässt ihre Pferde in der Mehrzahl nur in Frankreich laufen. Bei FORGOs erstem Start unter ihrer Regie wollte sie offensichtlich mal überprüfen, ob er nicht auch über einen längeren Weg als 1600 m kommt. Also eine neue Distanz, mit Bayarsaikhan Ganbat auch ein neuer Reiter, der das Pferd noch nicht kannte. Neu auch der Zustand des Geläufs, denn bei schwerem Boden ist FORGO in seiner Karriere noch nicht gelaufen. Neu für ihn war auch der Flaggenstart auf Grund einer defekten Startmaschine.
FORGO hielt sich im Rennen im hinteren Mitteltreffen auf. Dabei hatte er nicht unbedingt ein ruhiges Rennen, es gab viele Positionskämpfe. In der Zielgeraden konnte er sich noch um ein paar Positionen verbessern und landete bei 13 Startern im vorderen Mitteltreffen. Interessant ist, dass alle vier gestarteten 3-jährigen vor ihm waren; von den älteren Pferden schaffte das nur ADARIS auf Platz 4. Es gewann YES HE CAN vor LA SADIRA, die kürzlich noch FOOTLOOSE den Vortritt lassen musste, und DEPARTING.
Auf Grund der oben beschriebenen neuen Rahmenbedingugen in vielfacher Hinsicht ist eine Interpretation des Rennens schwierig. Kann FORGO die 2000 m vielleicht bei gutem Boden? Oder kann er den Boden, aber die 2000 m nicht? Das Rennen gab keine eindeutigen Antworten.


06. Oktober 2019 - Kein Happy-End mit FORSANTI in Köln

Es war laut Trainer Toni Potters der letzte Start der Rennfarben von Edith Jörgensen: Mit Adrie de Vries bestritt FORSANTI einen Agl. IV (+2) über 1400 m in Köln. Es war das Rennen der Viererwette und FORSANTI trat auf Grund der letzten Form in Baden-Baden als Favoritin (35:10) an. Das Wetter war äußerst schlecht, es regnete ohne Unterbrechung und der Boden war eher schwer als weich. Nach dem Start aus Box 8 schien FORSANTI auf dem Boden gut zu galoppieren, doch noch vor dem ersten Bogen war das Rennen für sie zu Ende, denn Adrie de Vries konnte einen kleinen Haken von FORSANTI nicht aussitzen und landete auf dem Geläuf. Verletzt haben sich offensichtlich weder Reiter noch Pferd, aber es war natürlich kein schöner Abschluss für die "Besitzer-Karriere" von Edith Jörgensen.
Sieht man einmal einmal davon ab, dass FORSANTI reiterlos als Erste die Ziellinie überquerte, lautete der offizielle Einlauf: CIRCUSKIND vor EVA GORE und KÖNIG ARTE.
Auch für FORSANTI wird jetzt ein neuer Besitzer gesucht.


28. September 2019 - FOOTLOOSE ist nicht traurig, sondern gewinnt

Wenn man zu sehr "menschelt", könnte man fast befürchten, dass die Jörgensen-Pferde jetzt auch traurig darüber sind, dass es in Großenkneten nicht weitergeht. Aber ganz das Gegenteil ist der Fall: AVARENGO und FOOTLOOSE gewannen gestern (27.9.2019) in Köln ihre Rennen und empfahlen sich für neue Besitzer und Trainer.
FOOTLOOSE verpasste in den letzten Monaten zweimal in Mülheim nur knapp einen Sieg und scheiterte zuletzt in Magdeburg nur am trockenen Boden. Deshalb war ihr Sieg keine Riesenüberraschung.
Maxim Pecheur, der beide Potters-Sieger ritt, wählte auf FOOTLOOSE eine ähnliche Taktik wie auf AVARENGO. Er steuerte die MAMOOL-Tochter - obwohl aus Box 1 ganz innen gestartet - ganz an die Außenseite auf den besseren Boden, behielt dabei aber die Pilotenposition. Auch in der Zielgeraden blieb die vierte Favoritin im 9er-Feld FOOTLOOSE (79:10) an den Außenrails und hatte offensichtlich den besten Boden unter den Hufen.
In Gefahr wähnte man FOOTLOOSE nur einmal, als die haushohe Favoritin LA SADIRA (24:10) aufrückte und schon auf eine halbe Länge auflief. Aber dann konterte FOOTLOOSE sehenswert und war im Ziel 1 3/4 Längen sicher voraus. Dritter wurde NOBLE FIGHTER.
Die Siegprämie beläuft sich auf 3.000 Euro. Mit diesem Sieg steht die von Sprinter- auf Mitteldistanzen umgeschulte Stute im GAG wieder in der Nähe ihrer 3-jährig erlaufenen Bestmarke von 63,5 kg. Da der Boden in den nächsten Wochen eher weich sein wird und sie auch auf Sand schon bewährt ist, sollte sie auch in den nächsten Rennen gut unterwegs sein.


28. September 2019 - Der Rosenhof schließt die Pforten

Seit wenigen Tagen weiß es ganz Galopp-Deutschland: Der Rosenhof in Großenkneten, die von Hans-Heinrich Jörgensen aufgebaute und von seiner Frau Edith mit großem Engagement weitergeführte Trainingsanlage wird zum Jahresende aus Altersgründen geschlossen. Solche Gründe sind immer zu respektieren, ebenso der Umstand, dass die jüngere Generation der Familie das "Projekt" nicht weiterführen will, denn der deutsche Galopprennsport bietet den Aktiven in vielen Fällen nicht gerade ein Füllhorn von finanziellen Chancen.
Nichts im Leben ist unendlich, deshalb wird der Stall Silbereiche nicht lange trauern, sondern zuerst dieser Lebensleistung der Familie Jörgensen Respekt zollen und dann mit Freude auf 12 doch recht erfolgreiche Jahre zurückblicken, in denen 9 der letzten 11 "Zöglinge" den Weg nach Großenkneten fanden und für die Familienfarben bis heute 35(!) Rennen gewinnen konnten. Allein Trainer Toni Potters, der seine Zelte demnächst in Bremen-Mahndorf aufschlagen wird, gelangen 22 Siege, womit die Silbereiche-Zucht bei fast jedem 4. Sieg in seiner Zeit als Trainer in Großenkneten vertreten war.
Dieser kleinen Rückblick findet eine gute Abrundung, wenn man noch einmal den Höhepunkt der Zusammenarbeit, den Listensieger und Dritten in der Goldenen Peitsche (Gr. II), FORGINO, erwähnt.
So werden denn auch unsere diesjährigen Jährlinge FELLOW und FREAK den Weg in andere Trainingsquartiere finden. Der Stall Silbereiche freut sich über jeden Kaufinteressenten, die bitte über info(at)silbereiche.de Kontakt mit uns aufnimmt.


07. September 2019 - Es staubte in Magdeburg - zum Leidwesen von FOOTLOOSE

FOOTLOOSE kann auch guten Boden. Aber ein bisschen elastisch sollte es schon sein. So wie zuletzt in Mülheim. Aber heute (7. September) in Magdeburg über 2050 Meter im Agl. II war es staubtrocken. Das mag die MAMOOL-Tochter nicht.
Mit Marco Casamento eroberte FOOTLOOSE sofort nach dem Start die Spitze und verteidigte diese auch bis in die Zielgerade. Aber dann hielt sie eben nicht so gut durch wie zuletzt in Mülheim. Und nicht die Gegner waren stärker, der Boden war einfach zu trocken. Im Ziel war sie Sechste - gute 4 Längen hinter dem Sieger - bei fünf Platzgeldern schrammte sie knapp an einem Geldpreis vorbei. Es gewann SOLIMAN vor ANTARES und WISSAM.
Es gibt halt Tage, an denen die Rahmenbedingungen nicht so gut passen ...


01. September 2019 - Baden-Baden: FORGO nicht gut drauf, FORSANTI solide

Nach den drei Siegen beim Derby-Meeting in Hamburg waren die Saisonziele für die Silbereiche-Zucht bereits erreicht; alles, was nun noch kam bzw. kommt, darf man als schönes "Zubrot" bezeichnen. Insofern wäre es vermessen zu rechnen, auch beim Sommer-Meeting in Baden-Baden wieder mit ein oder zwei Siegen zu rechnen.
Wenn denn aber FORGO in einem 15 Pferde-Ausgleich hoher Favorit ist (38:10) und dann als einer der Letzten durch das Ziel läuft, dann kann man für ein paar Minuten Gefühle der Enttäuschung nicht wegdrücken.
So war es gestern (31. August) im vorletzten Rennen. Adrie de Vries hatte mit FORGO aus der beantragten Außenbox 15 ein aufwendiges Rennen, oft in vierter, fünfter Spur. In der Zielgeraden, als FORGO zu seinem üblichen Schlussangriff ansetzte, glaubte man zuerst, jetzt rollt der SANTIAGO-Sohn das Feld von hinten auf. Doch heute hatte FORGO wenig zu verkaufen, er kam nicht weiter und endete im Ziel auf Platz 12. Es war die erste enttäuschende Leistung von FORGO seit zwei Jahren, die kann man dem Wallach gewiss nicht übelnehmen; zumal er seine in Hamburg erworbene GAG-Marke bei der knappen Niederlage gegen DICTATOR in Düsseldorf schon bestätigt hat. Wenn nachträglich kein gesundheitliches Handicap auftaucht, dann heißt es jetzt nur: Abhaken und auf ein neues (Rennen)!
Besser präsentierte sich einen Tag später die ein Jahr jüngere rechte Schwester FORSANTI. Gegen 10 Gegner bestritt die Stute mit Micky Cadeddu einen Ausgleich III (-4) über 1200 m. Aus dem Mitteltreffen heraus steuerte sie die Zielgerade an, wobei ihr Speed diesmal nicht ganz so durchschlagend war. Aber es reichte zum 4. Platz hinter dem Favoriten BISHAPUR, SIR THEODORE und nur einen Hals hinter STAR FOCUS. Immerhin verdiente FORSANTI damit noch 1.000 Euro.
Sowohl für FORGO als auch für FORSANTI gilt: Nicht alle Rennen sind so gut besetzt wie an diesem Wochenende in Baden-Baden; deshalb sollten beide in diesem Jahr noch ein paar Euro verdienen. Insbesondere FORSANTI könnte auch etwas weicherer Boden entgegenkommen.


17. August 2019 - FOOTLOOSE in Mülheim ganz dicht am Sieg

Wenn jetzt noch jemand einen Garantieschein ausstellt, dass FOOTLOOSE in diesem Jahr noch ein Rennen gewinnt, dann würde sich auch für die 6-jährige Mamool-Tochter eine gute Saison runden. In jedem Fall war der 2. Platz heute am 17. August in Mülheim eine ihrer bisher besten Leistungen in diesem Jahr, denn sie unterlag nur mit "Nase" gegen eine steigerungsfähige und zudem nobel gezogene 3-jährige, die Novellist-Tochter PANTHEA aus dem Wöhler-Stall.
Es lohnt sich auch nur, über diese beiden Pferde den Rennverlauf zu schildern. Von Start weg übernahm FOOTLOOSE mit Adrie de Vries über 2000 Meter gegen sieben Gegner die Führung, Eddy Pedroza und PANTHEA legten sich wachsam dahinter. Daran änderte sich zuerst auch in der Zielgeraden nichts. PANTHEA blieb die einzige Gegnerin für FOOTLOOSE, der Rest des Feldes konnte in keiner Phase aufrücken, den 3. Platz belegte SUAREZ 3 3/4 Längen.
100 Meter vor dem Ziel startete Eddy Pedro den entscheidenden Angriff auf FOOTLOOSE, den diese nicht mehr ganz kontern konnte: "Nase geschlagen Zweite" - das brachte brutto 1400 Euro in die Besitzerkasse.
FOOTLOOSE profitierte sicherlich auch vom etwas weicheren Boden als in den letzten Rennen. Für einen Sieg ist sie nun überfällig.


04. August 2019 - FORGO und FOOTLOOSE beide stark am Diana-Tag

Dass Toni Potters' Stallform nach dem etwas mäßigen Freitag in Bad Doberan nicht absackt, hat er mit nur einem Starter (LOVE FIFTEEN) am Samstag an gleicher Stelle mit einem Sieg im zweithöchstdotierten Rennen des Tages bewiesen. Und FOOTLOOSE und FORGO konnten sich mit ihren Leistungen am Stutenderby-Sonntag (4. August) in Düsseldorf ebenfalls sehen lassen.
Zuerst war FOOTLOOSE dran. In einem Viererwette-Rennen mit GAG +-0 über 2100 m schaffte es Adrie de Vries auch aus der ungünstigen Startbox ganz außen, die Stute vor dem ersten Bogen an die Spitze zu dirigieren. Dort regulierte sie das Tempo bis in die Zielgerade.
Und sie wurde sofort von FEUERLILIE und ENISSEY angegriffen. Und es war schon sehenswert, wie Adrie de Vries sie immer wieder motivieren konnte und wie sie kämpfte. Letztendlich war ihr Dr. Boltes FEUERLILIE überlegen, aber ENISSEY hatte sie im Griff. Also 2. Platz? Nein, leider nicht. Denn auf Rollschuhen schnappte ihr dann der zweite Bolte-Starter ALENZA noch den Ehrenplatz weg. Trotzdem war der 3. Platz, der mit 1000 Euro dotiert war eine feine Leistung.
Noch näher am Sieg schnupperte FORGO im Rennen, einem Ausgleich III (-9) über 1600 m nach der "Diana": Es gab eigentlich nur einen Gegner, den Bahnspezialisten in Form DICTATOR, vielleicht auch noch die Auenquellerin GLADY MARY - das bildete sich zumindest am Toto ab. Aber so kam es auch. FORGO - mit Adrie de Vries - wurde aus der beantragten Box 9 ganz außen wieder von hinten geritten. In der Zielgeraden fand er zuerst eine Lücke, doch fand er sich dann in der Spur von GLADY MARY wieder. Es war nur ein Moment, den Adrie de Vries brauchte, um wieder etwas nach außen zu wechseln. Aber dieser Moment hat sicherlich FORGO den Sieg gekostet. GLADY MARY (3.) packte er noch, aber außen von FORGO hatte der Favorit DICTATOR ein ungestörtes Rennen und war im Ziel nach Kampf dann einen Hals voraus.
Für Platz 2 gab es 2.250 Euro "Belohnung" - aber eben kein Aufgewicht. So wird FORGO auch beim wohl nächsten Start in Baden-Baden chancenreich antreten. Dabei ist die Frage spannend, in welchem Rennen? Denn so richtig passt keine Ausschreibung auf die aktuellen Wünsche von FORGO ...


02. August 2019 - FORSANTI in Bad Doberan: Entweder es läuft oder nicht!

Beim heutigen Start (2.8.19) im Ausgleich III über 1300 m in Bad Doberan mit Micky Cadeddu im Sattel war FORSANTI eigentlich ein sicherer Tipp auf einen Geldpreis. Platz 6 von 9 Startern war insofern enttäuschend, auch wenn es nicht einmal 3 Längen Abstand zum Sieger waren. Vielleicht war es die Summe der negativen Rahmenbedingungen, die zu diesem Ergebnis führte:
Die Tagesstallform: Bis auf ARIONNA (2.) liefen alle Potters-Schützlinge unter den Erwartungen. Man könnte fast meinen, sie hätten gestern eine Party gefeiert ...
Die Linienführung der Bahn: Kurz nach der letzten Ecke sind es nur noch 400 m bis zum Ziel. Und dann geht es auch erst einmal ein bisschen bergauf. FORSANTI kam so überhaupt nicht in Gang und ließ den gewohnten Speed vermissen. Baden-Baden, Hamburg und Mülheim haben längere Zielgeraden, die liegen der SANTIAGO-Stute. Und wenn sie jede Kurve in der dritten Spur geht, dann sind das in der Summe schon ein paar Meter mehr.
Die Gegner: ... waren schon stärker als zuletzt in Mülheim. ITS MY TURN gewann vor WANGI WANGI und DO IT IN RIO, Vierter war CONTESSA - womit sich gleich zwei Außenseiter (WANGI WANGI und CONTESSA) gut steigern konnten. POWER JACK bestätigte als 5. die Form zu FORSANTI in Hamburg. Durch die Linienführung sind die 1200 m-Spezialisten aber eher im Vorteil als die 1400 m-Spezialisten, zu denen ich FORSANTI zähle.
Beim nächsten Start, vermutlich in Baden-Baden, werden die Karten neu gemischt. Da muss man gar nicht pessimistisch sein ...


14. Juli 2019 - 2.900 Euro und kein Aufgewicht ...

... das war das Ergebnis von FOOTLOOSE und FORSANTI beim Renntag am 14. Juli in Mülheim an der Ruhr. Beide Stuten a.d. FORLISTA (beide mit Adrie de Vries im Sattel) liefen ein gutes Rennen und unterlagen im Endeffekt nur knapp mit Hals oder Nase.

Der Reihe nach; FOOTLOOSE war zuerst an der Reihe und startete im 5. Rennen über 2000 m; neu war, dass Adrie de Vries in diesem Rennen nicht mehr von hinten kommen wollte, sondern von vorn. Und FOOTLOOSE schien mit diesem Mix aus Distanz und Taktik gut klarzukommen. Von der Spitze aus steuerte FOOTLOOSE die Zielgerade an, sprang dann noch einmal von den Gegnern ab und wurde erst vor dem Ziel von FIGHT TO HONGKONG gestellt: es war ein Hals Vorsprung. Dritter wurde der Favorit ZAMADI.
Enger noch war der Abstand auf der Linie für FORSANTI, die in ihrem Rennen als 29:10-Favoritin startete. Die SANTIAGO-Stute ging nach dem Start wie immer im Hintertreffen. In der Zielgeraden fand Adrie de Vries auf dem inneren Spuren passende Lücken, um einen nach dem anderen Gegner "einzusammeln". Nur für die zweite Favoritin ARATIKA stand der Zielpfosten 5 Meter zu früh; eine Nase fehlte - und FORSANTI hätte gewonnen. Dritter wurde GRISE LIGHTNING.
Beide Stuten haben in Mülheim nicht enttäuscht. Im Gegenteil - mit den beiden zweiten Plätzen (1700 Euro für FOOTLOOSE, 1200 Euro für FORSANTI) gab es einen hübschen Nachschlag auf die Erfolge während des Derby-Meetings und kein Aufgewicht!



07. Juli 2019 - FORGO komplettiert ein traumhaftes Derby-Meeting für die Silbereiche-Zucht

Zwar war FORGO 35:10-Favorit bei seinem zweiten Start während des Derby-Meetings am Sonntag, dem 7. Juli 2019, doch nach den beiden Erfolgen am ersten Wochenende von FORSANTI und FORGO kam einem der Glaube an eine Silbereiche-Triplette fast unheimlich vor. Aber FORGO bestätigte das Vertrauen der Wetter und schaffte es nach CASINOMASTER als zweites Pferd, zwei Rennen beim Derby-Meeting zu gewinnen.
Und wie schon beim ersten Sieg machte es Adrie de Vries auf FORGO wieder sehr spannend. Mit dem Topgewicht von 63 kg war von Anfang an geplant, mit FORGO das Rennen im Hintertreffen zu beginnen. Auch nach dem Einbiegen auf die Außenbahn, eine fast nahezu rechtwicklige Linienführung, blieb FORGO an vorletzter Stelle. Im Schlussbogen tendierte FORGO schon leicht nach außen, denn bei 13 Startern wollte es Adrie de Vries offensichtlich nicht noch einmal versuchen, innen auf eine Lücke zu warten. In der Zielgeraden spekulierte der Jockey dann doch darauf, nicht ganz außen angreifen zu müssen, doch es wurde keine Spur frei um anzugreifen. Oder wollte de Vries FORGOs Speed bewusst lange herauszögern? Es war in jedem Fall ein riskantes Spiel vom Reiter, denn als FORGO wirklich freie "Fahrt" hatte, hatten sich CHICAGO BERE (2.) und EDELSTEIN (3.) innen bereits deutlich abgesetzt. Der dritte Platz war für FORGO bereits gebucht, als dieser auf den letzten 50 Metern derart schnell wurde, dass es im Ziel doch noch zu einem sicheren 1/2-Länge-Sieg gegen die durch einen Hals getrennten Kontrahenten reichte. Der Rest mit dem Mitfavoriten DOLOKHOV an der Spitze war 2,5 Längen zurück.
Dieser Speedwirbel war schon beeindruckend, aber Adrie de Vries sollte es in den kommenden Rennen, wenn es mit erneutem Aufgewicht nochmals schwerer wird, nicht immer so spannend machen. Der Holländer meinte nach dem Rennen im Interview, dass FORGO ein gutes Pferd sei und sich aktuell mit jedem Start noch steigern würde.
6.000 Euro gab es brutto für Edith Jörgensen und ihre Tochter Meike; insgesamt haben die Silbereiche-Zöglinge in dieser Woche demnach 16.400 Euro verdient. Nach den guten Leistungen von FORGINO in Gruppe- und Listenrennen 2015 bis 2017 ist diese Derby-Woche ein neuer Höhepunkt für die Silbereiche-Zucht.


01. Juli 2019 - FOOTLOOSE gut, aber nicht gut genug für Hamburg

Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn sich nach den Siegen von FORSANTI und FORGO auch FOOTLOOSE weit vorne platziert hätte. Und viel fehlte dazu im Ausgleich III (+-0) über 2400 m am Montag (1.7.19) des Derby-Meetings auch nicht. Letztendlich waren es ca. 3 Längen, die FOOTLOOSE vom Sieger trennten, doch damit reichte es nur zu Platz 8 von 13 Startern.
Der Mongole "Enki" Ganbat, der mit FOOTLOOSE bereits auf Gras erfolgreich war, saß im Sattel und steuerte die Stute in bewährter Form vom letzten Platz aus. In der Zielgerade zeigte sie ihren bekannten Speed, der aber nur für einen Mittelfeldplatz reichte, denn fast alle Pferde blieben in diesem 13 Pferde-Rennen in einem dichten Pulk bis zur Ziellinie zusammen. Es gewann ALENZA vor IRINA und MOD. Direkt vor FOOTLOOSE kam der formbeständige IRAWADI über die Linie, dahinter platzierten sich Formpferde und Mitfavoriten wie CARACALLA QUEEN, SHOEMAKER und LARSSON. Die heutige Leistung von FOOTLOOSE ist also jederzeit für den Kampf um die Sieg- und Platzgelder gut genug, wenn das Rennen nicht gerade in Hamburg oder Baden-Baden ausgetragen wird. Vielleicht wird ihr auch etwas elastischeres Geläuf zu Gute kommen.
FORSANTI-FORGO-FOOTLOOSE - es ist insgesamt ein sehr erfolgreiches Derby-Meeting für die Silbereiche-Zucht. Und es könnte noch besser werden, wenn FORGO tatsächlich am Derby-Sonntag ein zweites Mal in Hamburg antritt.


30. Juni 2019 - Atemstillstand vor FORGOs sicherem Sieg

Ein Einstand, wie ihn FORSANTI gestern zum Derby-Meeting geliefert hat, lässt auf weitere gute Ergebnisse hoffen. Aber das Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden hat gezeigt, dass der Turf-Gott seine Sympathien schnell wechseln kann, denn da warf FORGO einen Tag später seine junge Reiterin Anneke Ketzer beim Aufgalopp ab.
Aber nicht so heute, am ersten Sonntag des Meetings (30. Juni)! Als eindeutiger Favorit (29:10) kam FORGO im Ausgleich III (-1) über 1400 m zu einem sicheren Sieg gegen MISTER BEAN, jenem Wallach, der FORSANTI beim Frühjahrs-Meeting in Baden-Baden noch am Sieg gehindert hatte.
Doch auch wenn FORGO heute noch deutlicher die Gegnerschaft beherrschte als FORSANTI gestern, war das Rennen viel aufregender. Denn FORGO hatte mit Adrie de Vries im Sattel einen schlechten Start und fand sich auf der kurzen Strecke schnell am Ende des Feldes wieder. So steuerte FORGO innenliegend auch die Zielgerade an. 400 Meter vor dem Ziel wollte keiner mehr an einen Sieg von FORGO glauben, denn in diesem Moment waren die drei inneren Spuren vor ihm mit auf einer Höhe galoppierenden Pferden besetzt. Außen rum oder warten? Adrie de Vries wartete kurz und dann tat sich tatsächlich ganz innen an den Rails eine Lücke von max. einer Pferdebreite auf. Adrie de Vries stieß in diese Lücke, eine Berührung mit anderen Pferden gab es wie durch ein Wunder nicht. Und so konnte er rechtzeitig FORGOs Klasse ausspielen, denn zwischenzeitlich war MISTER BEAN außen auf freier Bahn mit bemerkenswertem Speed aufgerückt. Doch im Ziel hatte er den Kontrahenten um 1 1/4 Längen distanziert. 2 1/4 Längen zurück wurde South Coast Dritter.
Das Rennen hat wieder einmal gezeigt, dass es keine sicheren Sieger gibt. Ohne eine Portion Glück (dass sich z.B. heute die Lücke innen auftat) kann auch ein an sich überlegenes Pferd wie FORGO seine Rennen nicht gewinnen.
Wie gestern bei FORSANTI gab es eine Siegprämie von 5.200 Euro; die Silbereiche-Zucht darf sich kurzzeitig mal wieder unter den Top 30 der deutschen Züchter sonnen - es sei denn, morgen gewinnt auch noch FOOTLOOSE ...


29. Juni 2019 - FORSANTI gewinnt in Hamburg nach maßgescheidertem Ritt

Die Startbox 1 ist in einem Sprinter-Rennen für ein Pferd, das etwas auf Warten geritten werden soll, eher ein Nachteil. Aber Michael Caddedu, der schon beim zweiten Platz in Baden-Baden im Sattel von FORSANTI saß, hatte wieder einen guten Tag erwischt. Gegen 8 Gegner im Ausgleich III (-4) über 1200 m am Eröffnungstag (29. Juni) der Derby-Woche in Hamburg-Horn steuerte er FORSANTI mit einem wohlüberlegten Ritt zu einem leichten Sieg und eroberte damit die üppige Siegprämie von 5.200 Euro für Besitzerin Edith Jörgensen.
Ein kleiner beabsichtigter "Hänger" am Start, und FORSANTI fand sich gleich im Mittelfeld wieder, wobei der Reiter immer auf die innere Spur pochte. In der Zielgeraden ging FORSANTI in die zweite Spur, während sich der 3-jährige POWER JACK vorne langsam vom Feld abzusetzen schien. Aber FORSANTI fand schnell eine Lücke, blieb auf Tuchfühlung und 100 m vor dem Ziel sah man an der Haltung der Reiter, wer noch mehr im Tank hatte - nämlich FORSANTI, die POWER JACK noch um 1 3/4 Längen distanzierte. Weitere 2 1/4 Längen zurück vervollständigte der formkonstante INTENSO die Dreierwette.
Letztendlich ging alles so leicht, dass FORSANTI auch mit ca. 4 kg Aufgewicht noch ein weiteres Rennen in diesem Jahr gewinnen könnte.


16. Juni 2019 - Was machen die Youngster?

Bevor das in Kürze beginnende Derby-Meeting in Hamburg-Horn alle Blicke auf sich sieht und wahrscheinlich auch FOOTLOOSE, FORGO und FORSANTI wieder um die gut dotierten Sieg- und Platzgelder kämpfen werden, lohnt sich ein Blick ins Gestüt Evershorst. Mit der Geburt von FREAKY LOVE am 12. April war dort die Abfohlsaison beendet. Auch wenn das kein spätes Datum ist - die kleine NEATICO-Stute ist im Lot der Fohlen mit einigem Abstand die Jüngste.
Derzeit ist ein Blick auf die Jährlinge noch interessanter: FELLOW und FREAK bilden als Jährlingshengste mit dem Evershorster LEON v. Amaron und IVORIO v. Guiliani aus der Witte-Zucht ein beeindruckendes Halbstarken-Quartett, das auf einen ungewohnten Foto-Termin überhaupt keine Lust hatte. Vielmehr wollten die Vier den Besuchern mit rasanten Galopps über die ganze Koppel zeigen, wieviel Power in ihnen steckt. Der schwarzbraune FELLOW, erfreulicherweise nicht ganz so groß wie seine Halbbrüder FORGO und FORLITO, ist trotzdem ein Kraftpaket und beeindruckt mit seiner flachen Galoppade. Aber auch der braune FREAK, etwas kleiner als FELLOW, weiß zu überzeugen. Nicht jeder Jährling ist Mitte Juni fotogen, aber FELLOW und FREAK wachsen relativ gleichmäßig und so freute sich der Fotograf, dass die beiden nach dem Füttern doch noch für ein paar Minuten Modell standen, auch wenn sie die gern gesehene "offene Stellung" noch üben müssen ...


03. Juni 2019 - FORGO und FOOTLOOSE sorgen für Ernüchterung

So schön das Frühjahrs-Meeting mit dem zweiten Platz von FORSANTI am Tag zuvor begonnen hatte, so abrupt endete jegliche Euphorie noch vor FORGOs Start im Nachwuchspreis am Sonntag (2. Juni). Bereits im Vorjahr hatte er sich beim Sommer-Meeting an der Startstelle seines Reiters René Piechulek entledigt. Und auch diesmal schmiss er seine junge Reiterin Anneke Ketzer beim Aufgalopp herunter, allerdings mit weitreichenderen Folgen als im Vorjahr, denn laut "Galopp Online" brach sich die Auszubildende am Stall Hirschberger ein Handgelenk. FORGO, der danach noch eingefangen werden musste, blieb auf den ersten Blick unversehrt und nahm natürlich nicht am Rennen teil.
Gute Besserung an Anneke Ketzer!

Eine halbe Stunde später startete FOOTLOOSE unter Adrie de Vries durchaus mit Chancen im Ausgleich III über 2400 m. Der Jockey servierte ihr einen Rennverlauf, mit dem sie zuletzt Erster und Zweiter geworden war. Geschickt provozierte er einen kleinen Startverlust, so dass FOOTLOOSE gar keine Chance hatte, sich im Feld weiter vorn zu platzieren. Allerdings wehrt sich die Stute auf den ersten Metern immer noch gegen die neue Wartetaktik.
Vor dem Knick in die eigentliche Zielgerade blies de Vries zum Angriff und dirigierte FOOTLOOSE fast ganz an die Außenrails. Für einen Moment sah das ganz stark aus, doch 300 m vor dem Ziel merkte man, dass FOOTLOOSE keinen Boden gewann. Im Ziel war sie dann Achte von 12 Startern und führte die Gruppe der geschlagenen Pferde an. Es gewann ALL ACCESS.
Vor lauter Begeisterung über die schönen Ergebnisse der MAMOOL-Tochter über die Derby-Distanz hatten viele vielleicht vergessen, dass FOOTLOOSE eine Vorliebe für weichen Boden hat. Bei "normal" gutem Geläuf wie zuletzt hatte das noch alles gut funktioniert, doch beim Abschlusstag des Frühjahrs-Meetings war der Boden eher fest und schnell - nichts für FOOTLOOSE. Die nächsten Rennen werden zeigen, ob diese These richtig ist.



02. Juni 2019 - FORSANTI der moralische Sieger?

Eine vorzügliche Leistung zeigte FORSANTI gestern am 1. Juni beim Frühjahrsmeeting in Baden-Baden. Als vorletzter Außenseiter (327:10) unter 15 Startern kam sie mit Michael Caddedu im Agl. IV (+2) über 1400 m als Dritte ins Ziel; nach Disqualifikation des Zweiten MISTER BEAN wurde FORSANTI um einen Platz hochgestuft und darüber hinaus darf man sich fragen: Hätte die SAMTIAGO-Tochter nicht ohne Behinderung sogar gewonnen?
Im Gegensatz zum letzten Start ließ sich FORSANTI diesmal wieder gut von ihrem Jockey im Mittelfeld dirigieren. In der Zielgeraden zeigte sie dann eine ähnlich schöne Speedleistung wie beim Sommermeeting 2018 an gleicher Stelle, doch just in dem Moment, als ihr italienischer Jockey in den "fünften Gang" schalten wollte, bekam sie vom späteren Sieger POMME DE TERRE einen Dräng, der sie für zwei, drei Galoppsprünge aus dem Rhythmus brachte. Dann zog sie wieder stark an, doch erreichte sie POMME DE TERRE und MISTER BEAN Hals-Kopf geschlagen nicht mehr. Hinter ihr waren es dann 1 1/4 Längen bis zum Stallgefährten AVERENGO, dessen Ritt Adrie de Vries jenem auf FORSANTI vorgezogen hatte. AVERENGO bevorzugt jedoch eher weicheres Geläuf, doch an diesem Tag war der Boden gut und schnell.
Nach der Zielankunft ertönte dann recht schnell die Sirene der Rennleitung, umso länger dauerte dann deren Beratung. Letztendlich disqualifizierten sie den Zweiten MISTER BEAN und setzten ihn hinter FORSANTI, die damit auf dem Ehrenplatz sich und ihre Besitzerin Edith Jörgensen mit 2050 Euro belohnte.
Doch wie lautete die Begründung? MISTER BEAN und FORSANTI waren im Finish nie auf Tuchfühlung?!! Doch die Rennleitung argumentierte schlüssig: MISTER BEAN brach in der Zielgeraden nach außen weg, behinderte AVERENGO, dieser wiederum kam POMME DE TERRE ins Gehege, wodurch der spätere Sieger dann FORSANTI behinderte. Angesichts der kurzen Abstände im Ziel war sich die Rennleistung sicher, dass FORSANTI ohne die von MISTER BEAN ausgelöste Kettenreaktion im Ziel vor diesem gewesen wäre. Das wollte sie in Bezug auf AVERENGO wegen des deutlichen Abstands nicht behaupten - und so beließ sie MISTER BEAN vor AVERENGO.
Doch zurück zu FORSANTI: Die Stute zeigte endlich auch in diesem Jahr, was sie kann, und ist auch offensichtlich nicht sehr bodenabhängig. Das sind gute Voraussetzungen dafür, dass sie nun ihre Leistungen stabilisiert und bei einem der nächsten Starts ihrem Trainer zu einem Platz bei der Siegerehrung verhilft.